• Radtour nach Schwäbisch Hall

    August 31 in Germany ⋅ ⛅ 22 °C

    Letzte Nacht hat es ziemlich heftig geregnet, am Morgen begrüßt uns hingegen wieder die Sonne. Heute soll es mit den Rädern nach Schwäbisch Hall gehen. Schon nach wenigen Kilometern im Sattel erwartet uns das erste Highlight. Die 1.128 m lange Kochertalbrücke wird von bis zu 185 m hohen Brückenpfeilern getragen, die nach der Fertigstellung in 1979 damals höchsten der Welt. Unterhalb der Brücke kommt man sich wahrlich klein vor. Auf den 17 Kilometern bis zu unserem Ziel sehen wir den Kocher nicht allzu oft, man wird eher auf Rad- und Wirtschaftswegen durch eine liebliche Landschaft geführt. Den ersten schönen Ausblick auf die historischen Fachwerkhäuser von Schwäbisch Hall hat man von der Henkersbrücke. Das Städtchen ist äußerst pittoresk und gefällt uns gut. Am neuen Globe Theater auf der Kocher Insel pausieren wir und lassen die ersten Eindrücke auf uns wirken. Anschließend geht es zum Marktplatz, der seinem Namen jedoch gerade nicht gerecht wird, denn von Juni bis August finden auf der 500 Jahre alten Treppe von der Kirche St. Michael derzeit die Freilichtspiele von Schwäbisch Hall statt. Sie wurden 1925 als Jedermann-Festspiele gegründet. Drei Inszenierungen bilden den Kern der jährlichen Festspiele auf der Treppe. Leider fällt keine der Vorstellungen in den Zeitraum unseres Aufenthaltes, das wäre bestimmt ein tolles Erlebnis. Wir naschen noch einen Käse- bzw. Pflaumenkuchen, schlendern anschließend noch ein wenig durch die Gassen bevor wir uns aufmachen, die benachbarte Großcomburg zu besuchen. Sie ist ein ehemaliges Benediktinerkloster, das im Jahr 1.078 gegründet wurde. Die burgartige Anlage erhebt sich auf einem alten Umlaufberg des Kochers über Steinbach. Die Außenanlagen, unter anderem ein Wehrgang um den gesamten Gebäudekomplex, sind frei zugänglich. Die Stiftskirche St. Nikolas ist geprägt durch die romanischen Türme und den Umbau in der Barockzeit (1.706–1.715). Gerne wären wir auf dem Rückweg in einem Biergarten eingekehrt, leider haben wir keinen gefunden und konnten unseren Durst somit erst zurück auf dem Campingplatz stillen, trotzdem war es eine lohnende Radtour.Read more