• Der Alpe Adria Trail nach Kranjska Gora

    September 14 in Slovenia ⋅ ☀️ 20 °C

    Die European Bike Week 2026 am Faaker See mit zehntausenden Motorradfans und Besuchern ist zu Ende, insofern trauen wir uns jetzt anzureisen 😉 Der Weg führt über Arnoldstein, hier stocken wir nicht nur im Lidl unsere Vorräte auf, sondern legen auch einen Zwischenstopp ein und begeben uns auf eine unserer Lieblingsrouten: Über Tarvisio in Italien nach Kranjska Gora in Slowenien. Auch wenn wir uns, im Vergleich zum Start/Ende am Faaker See, somit rd. 40 km Wegstrecke sparen, stehen am Ende der Tour immer noch 64 km auf dem Tacho.
    Letzte Nacht hat es recht heftig geregnet, gefrühstückt haben wir sowieso schon lange nicht mehr im Freien, aber zum Start unserer Radtour gegen 11:00 Uhr ist das Wetter perfekt zum Biken. Erster Höhepunkt ist die italienische Grenze, immer wieder ist es ein besonderes Gefühl, mit dem Rad eine Landesgrenze zu überqueren. Landschaftlich wird es nunmehr schöner, aber auch stellenweise ein wenig steiler, mit jedem Meter rückt man näher an die Berge des Triglav Nationalparks heran. Kurz vor Tarvisio biegen wir links auf den Alpe Adria Trail ab. Zu Anfang geht es spektakulär über eine Schlucht und danach mit stetig leichter Steigung Richtung Slowenien. Nur wenige Kilometer vor der Grenze hätte man noch die Gelegenheit rechts zu den Laghi di Fusine abzubiegen, auch ein wunderschönes Ziel, jedoch nicht für den heutigen Tag. Die Landesgrenze ist unspektakulär, ein Grenzstein, ein Schild, das war’s, schon sind wir in Slowenien. Der Radweg wird flacher, wir kreuzen die Straße, die zum bekannten Nordijski center Planica führt, dann fällt der Trail Richtung Kranjska Gora ab. Im Ort lassen wir uns auf ein Kaltgetränk nieder und kommen mit einem sehr netten Pärchen aus der Schweiz ins Gespräch, die im Alpsteingebiet beheimatet sind, das ich letztes Jahr erstmalig bereisen durfte. Sie erzählen uns, dass der Steinbock vom Jasna See wohl am liebsten, ausgereist wäre, so überfüllt war es zur Bike Week an diesem coolen Spot. Auch wir machen ebenda das obligatorische Foto, bevor wir uns wieder auf den Rückweg begeben. Die reinste Wonne, die Räder laufen, es geht größtenteils bergab und die Nachmittagssonne setzt die Natur herrlich in Szene. In Arnoldstein kommen wir nicht umhin uns noch ein Eis zu gönnen, bevor es dann endlich zum Faaker See geht. Johann lässt uns wissen, sie hatten wohl rd. 800 Biker zu Gast, jetzt ist der Campingplatz hingegen wunderbar leer. Wir beziehen unser Plätzchen im Uferwald und genießen anschließend ein Bier auf einer Bank am See. Mittlerweile fühlt es sich hier -nach dem Gardasee- schon fast wie unsere dritte Heimat an.
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