Wir suchen die Nachsaison am Markusplatz
September 18 in Italy ⋅ ⛅ 22 °C
Heute ist unser zweiter Tag in Venedig, die Sonne hat sich ein wenig Zeit genommen, wir haben trotzdem endlich wieder an der frischen Luft gefrühstückt.
Vom Busbahnhof geht es zum Canal Grande, vorbei am Hauptbahnhof und dem Grab von Lodovico Manin, Richtung Markusplatz.
Der Markusplatz, als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes "Venedig und seine Lagune", erfreut sich bei Menschen aller Nationen äußerster Beliebtheit. Ein asiatisches Pärchen hat sogar eine ganze Entourage an Fotografen dabei, um das perfekte Hochzeitsbild einzufangen. Auch uns versetzt der Platz in Erstaunen, ein kleiner Wermutstropfen ist, dass die Basilica di San Marco teilweise eingerüstet ist.
Die Basilica di San Marco wurde im 9. Jahrhundert als herzogliche Kapelle zur Aufbewahrung der Gebeine des Heiligen Markus errichtet. Gemeinsam mit dem Dogenpalast stellt sie das Symbol von Venedig mit seiner tausendjährigen Stadtgeschichte dar. Sie wurde zwischen 1063 und 1094 auf romanisch-byzantinischen Fundamenten aufgebaut und im Laufe der Zeit durch Marmorstatuen, Mosaike, Verzierungen und Ornamente bereichert, so dass sich nicht nur verschiedene Sprachen, sondern auch byzantinische, gotische und Renaissance-Elemente vermischen. Seit 1807 ist sie der Sitz des Patriarchen von Venedig.
Wir schlendern durch die Arkaden, schauen mal hier mal dort und entdecken so das Gondola Bacino Orseolo, verzichten allerdings auf eine Fahrt mit der Gondel. Weiter geht es zum Caffè Florian, hier wird mit Livemusik den Touristen, die es unbedingt wollen, das Geld aus der Tasche gezogen. Links der Uhrenturm St. Markus, rechts der Dogenpalast, überall weht einem der Hauch der Geschichte entgegen. Völlige Reizüberflutung ! Auf der Promenade an der Lagune versucht die Sonne ihre Verspätung wettzumachen, es wird so heiß, man mag sich nicht die Temperaturen in der Hauptsaison ausmalen. Am Horizont erblicken wir die Abbazia di San Giorgio Maggiore, dann stoßen wir bereits auf die Seufzerbrücke. Den Namen verdankt sie den Seufzern der Gefangenen, die früher von den Gerichtssälen im Dogenpalast in das angrenzende Gefängnis geführt wurden. Mit Blick auf den schiefen Turm der Campanile della Chiesa di San Giorgio dei Greci beschließen wir, ob der Hitze, erst einmal eine Pause in unserer gestrigen Bar Ai Stagneri einzulegen. Abgekühlt und gestärkt machen wir uns anschließend auf die Suche nach dem Palazzo Contarini del Bovolo, denn er liegt versteckt in einer kleinen Gasse. Ein toller Fotospot. Über die Campiello Santa Maria Formosa geht es weiter zur Libreria Acqua Alta, sie gilt als eine der außergewöhnlichsten und charmantesten Buchhandlungen, vor allem für ihre kreative und funktionale Lösung gegen das venezianische Hochwasser (Acqua Alta): unzählige neue und gebrauchte Bücher lagern hier zum Schutz vor den Fluten in echten Gondeln, Badewannen und Kanus. Auf dem Weg zurück zum Canal Grande streifen wir die Basilica dei Santi Giovanni e Paolo. Am Kanal angekommen setzen wir für 4€ mit einer Gondel über, wie cool ist das denn. Jetzt dauert es nicht mehr lange und wir erreichen wieder den Campo dei Tolentini. Hier legen wir noch ein kurzes Päuschen ein, bevor wir auf der Rückfahrt im Bus den Sonnenuntergang über der Lagune genießen. Städtereisen sind zwar genial aber immer auch sehr anstrengend. Hinsichtlich der Nachsaison haben wir übrigens eine Vermisstenanzeige aufgegeben 😂Read more







































