• 3. Akt: auf zur Basilica Santa Maria della Salute

    September 19 in Italy ☀️ 25 °C

    Eigentlich wollten wir am Samstag noch die Umgegend Venedigs mit den Rädern erkunden, davon hat man uns allerdings an der Rezeption dringend abgeraten. Also machen wir uns ein drittes Mal auf in die Lagunenstadt und im Nachgang konstatieren wir alles richtig gemacht zu haben, nur zwei Besuch würden dieser Stadt absolut nicht gerecht. Zudem stehen wir hier gerade auf einem hervorragenden Campingplatz.
    Am Busbahnhof angekommen schlagen wir diesmal eine ganz andere Richtung ein, es geht zur Basilica Santa Maria della Salute. Die verwinkelten Gassen führen uns -wunderbar schattig- durch das sogenannte Künstlerviertel. Viele Galerien und Ateliers säumen ebenso den Weg, wie Cafés und Bars. In der Galerie Bartoux stehen wir etwas zu lang an einer Bronze von Etienne, mit dem Titel: the conversation, da werden wir von Luca, dem Art Sales Consultant angesprochen und mit den Einzelheiten des Kunstwerks vertraut gemacht. Weil wir so artig zuhören ist er auch bereit, uns entgegenzukommen und reduziert den Preis von € 32.800 auf € 32.000, wer kann da schon nein sagen? Wir streifen wieder mal den Canal Grande, der an dieser Stelle von Space Cowboys überwacht wird. Von der Ponte dell' Accademia aus haben wir das Ziel bereits im Zoom. Hier lässt sich sehr schön beobachten, dass man in Venedig zu gesellschaftlichen Anlässen per Wassertaxi anreist. Oft darf man umsonst die Galerien besuchen, eine Kunstinstallation nahm tatsächlich einen kompletten Innenhof in Anspruch. Letztendlich haben wir doch noch die berühmte Kuppelkirche aus dem 17. Jahrhundert erreicht, ein äußerst imposantes Bauwerk. Von hier aus hat man einen grandiosen Rundblick, von der Abbazia di San Giorgio Maggiore bis zum Markusplatz. Da uns das Künstlerviertel so gut gefallen hat, nehmen wir den gleichen Weg zurück und stoßen wenig später auf die Corner Bar. Hier gibt es die beliebten Cicchetti (ausgesprochen tschi-két-ti), das sind die traditionellen, venezianischen Häppchen, die als kleiner Snack zwischendurch, zum Mittagessen oder klassisch zum abendlichen Aperitivo gereicht werden. Man genießt das kulinarische Herzstück der Lagunenstadt typischerweise im Stehen. So halten wir es auch in dieser urigen, lokalen Bar und kommen dabei mit dem Nachbartisch ins Gespräch, eine Gruppe junger Menschen aus Südtalien, Californien und Texas; eine junge Dame hat sogar eine Zeit lang in Deutschland gelebt. Letztendlich werden wir noch auf ein Bier eingeladen und sind ganz gerührt. Das sind die Momente, die auch den Reiz des Reisens für uns ausmachen. Wir setzen unsere Entdeckungstour fort, lassen uns treiben und halten durch, bis die Abendsonne die Dächer der Stadt in rotes Licht taucht. Zurück am Campingplatz lassen wir den Abend in der Gastronomie ausklingen. Die Tage in Venedig werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Morgen versprechen wir „Arrivederci Venedig“. Barbara überlegt schon, wohin man mit der Fähre von der Lagunenstadt aus verreisen kann, um dies mit einem weiteren Besuch zu verbinden.
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