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  • Day100

    100 Tage Südamerika

    March 9, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 15 °C

    Nach 100 Tagen könnte ich ein Fazit ziehen, aber Kolumbien ist noch zu frisch, mal abwarten bis Cartagena.
    Der Tag 100 jedenfalls scheint mir doch ein bisschen symptomatisch zu sein. Es regnet so ziemlich den ganzen Tag, aber schließlich sind wir im Regenwald.
    Aber es ist trotz viel schlechten Wetters nicht so, daß die Regentage überwogen hätten. Die Regenjacke hatte ich jedenfalls nicht besonders oft angezogen. Das Wetter war insgesamt nicht so schlecht wie es in letzter Zeit den Anschein hatte. Aber schließlich ist ein bisschen Regen auch noch kein Grund dafür.

    Die Abfahrt von Mocao jedenfalls verzögert sich schon mal. An seiner Honda Transkalb hat Arnd ein Spiel am Hinterrad festgestellt. Eigentlich noch kein Grund zur Panik, aber unsere freundliche Hotelrezeption organisiert sofort einen Mechaniker. Der kommt mit dem Moped, schaut sich das Rad an, treibt die Lager aus, fährt zurück und kauft irgendwo passende und baut sie ein. 1 1/2 Stunden später ist alles erledigt. 70000 Pesos verlangt er für Lager und Arbeit. Ca. 23€. Was für ein Service!
    Danach fahre ich schnell wieder allein, es gibt viel zu fotografieren bei der Fahrt dürch den nassen Regenwald. Und hinter jeder Kurve neue faszinierende Bilder . Wieder geht es hoch hinauf, wo landwirtschaftlich genutzte Flächen dominieren. In San Agustin auf 1600 m treffen wir uns in einer Lodge , die umgeben ist von Regenwald.
    Hier ist das Zentrum der San Agustin Kultur, während der von 100 bis 1200 n.Chr zahlreiche mit einfachsten Werkzeugen hergestellte Felsskulpturen und mystische Figuren entstanden. Sie gehören zum UNESCO Weltkulturerbe.
    Ich mache nachmittags noch eine Wanderung und komme durch abgelegene Wälder. Überall sind Häuser im Wald, die Bewohner überwiegend mit ihren Mopeds unterwegs, oft sitzt die ganze Familie darauf, meist auch ohne Helm. Bevor es steil zur Stadt zurück geht bietet mir ein Mopedfahrer an mitzufahren. Ich sitze hinten auf und ziemlich flott geht es geübt über den holprigen Pfad nach unten.
    Abends macht man für uns ein Lagerfeuer und wir werden den ganzen Abend unterhalten, was anstrengend ist, denn überall wird nur spanisch gesprochen. Die Kolumbianer sind offen, kommunikativ, sehr interessiert und freundlich. Immer wieder werden wir angesprochen was meist in längeren Gesprächen endet, auch wenn wir nicht immer alles verstehen. Natürlich fallen unsere Motorräder immer auf und viel mehr als in allen anderen Ländern Südamerikas interessieren sich die Kolumbianer für alles
    Dann am Tag 100 wandern wir also im Regen durch den archäologischen Park, suchen alle Cafés auf und hängen etwas ab. Kolumbien macht auf mich bisher einen sehr sympathischen Eindruck.
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