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  • Day12

    Þingvellir

    July 16, 2019 in Iceland ⋅ 🌧 15 °C

    Wir hatten gestern genügend Zeit, die Wettervorhersage zu studieren, und die Reiseroute für die nächsten zwei Tage zu planen. Viel weiter vorauszuplanen macht auf Island aufgrund des wechselhaften Wetters wenig Sinn. So war es vorgestern noch unser Plan uns in Richtung Westfjorde zu orientieren. Nun haben wir uns doch dafür entschieden, Richtung Südwesten zu fahren, um das stabile Wetter morgen für unsere erste Hochlandtour, die Kaldidalur F550 von Süden nach Norden, zu nutzen. Der schnellste Weg zu unserem heutigen Tagesziel und morgigen Ausgangspunkt Þingvellir war die Ringstraße. Dieser Ort ist kein unbedeutender. Daher weiter unten eine kurze Erklärung dazu. Unseren Mittagsstopp legten wir heute in Borgarnes ein, wo wir auf Anraten einer Isländerin das Mittagsbuffet in einem kleinen Restaurant genossen. Die durchgängig vegetarischen Speisen waren nicht nur äußerst köstlich, sondern für isländische Verhältnisse auch sehr preiswert. Unser Bauch und auch unser Vitaminhaushalt ist nun voll gefüllt. Nun zum Ort Þingvellir.

    Der Ort Þingvellir (Ebene der Volksversammlung), im Südwesten von Island, etwa 40 km östlich der isländischen Hauptstadt Reykjavík hat besondere Bedeutung für die Geschichte Islands. In einer Grabenbruchzone im Grenzbereich zweier tektonischer Platten gelegen, ist das Gebiet auch geologisch von Bedeutung. Hier wurde bereits um 930, einmal jährlich, die Volksversammlung Islands abgehalten, die sowohl gesetzgeberische, als auch gerichtliche Funktion hatte. Es handelt sich um eines der ältesten Parlamente der Welt – nach denen in Griechenland und im Römischen Reich der Antike. An diesem Ort, und im weiteren Umfeld, wird auch das Auseinanderdriften der amerikanischen und eurasischen tektonischen Platten durch imposante Felsspalten und Risse sichtbar (Quelle Wikipedia).

    Eine kleine Anekdote noch zum Schluss. Den gestrigen Tag hatten wir, wie berichtet, zum Wäsche waschen genutzt. Voller Vorfreude hatte ich das noch feuchte und frisch duftende Gewand auf die, dafür vorgesehenen Wäscheleinen zum Trocknen gehängt. Nur, um abends festzustellen, dass eine Gruppe Tschechen unmittelbar davor den Griller gestartet hatte. Die Wäsche wurde heute morgen also nochmals gewaschen. Die Trockenanlage, bestehend aus Kordschnur und Standheizung, war Julias Patent.
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