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  • Day2

    Monte Baldo - "Es wird noch schlimmer"

    September 17, 2019 in Italy ⋅ ⛅ 17 °C

    7 Uhr Aufstehen. "Heute wollen wir den Monte Baldo besteigen.". Wollen wir das?
    Lecker Frühstück vorm Zelt 🏕 und dann ging es samt Rucksack im Schlepptau mit der Fähre nach Malcesine.
    Dort angekommen liefen wir Richtung Seilbahn und wir wussten, diese nutzen wir nur auf dem Rückweg.
    1815 Höhenmeter - 4 bis 6h Wegstrecke, unwegsames Gelände oder steile Straßen, je nach Route, liegen vor uns.
    Es ging los. Nach 5min bemerken wir, dass wir in die falsche Richtung laufen, also wieder zurück, nochmal Lage checken.
    10min später - Es ging los 2.0😄
    Als Zwischenetappe setzten wir uns die Zwischenstation der Seilbahn "San Michele".
    Selbst dieses Teilstück dauerte fast 2h mit mehrmaligen Pausen, da es sehr steil war.
    Vielleicht lag es auch daran, dass wir immer wieder den "Mountain Race" Schildern gefolgt sind, welche, Achtung Spoiler, die Downhill Strecke für die Biker waren 🤩, man kann es sich auch unnötig schwer machen.
    Ich hatte dann auch Anikas Rucksack übernommen, da sie schon leichte Hüftschmerzen bekam.
    Wir waren erstmal zufrieden, als wir unser Teilstück erreicht haben und selbst dort gab es schon viele Menschen, welche demotivierend waren: "Ich laufe doch nicht bis hoch, ich muss niemanden was beweisen. Bist du verrückt - ohne mich.".
    Egal, wir wollten es trotzdem versuchen. Kurz was getrunken und weiter geht's. Erst war es wieder eine kurze asphaltierte Strecke und kurz darauf gab es eine Strecke, welche aufwärts in den Wald führte - " Mountain Race", das konnte nur die Strecke sein 😉 🤪.
    Nach 1h bemerkte ich auch so langsam Hüftschmerzen und die Strecken wurden nicht besser. Wir versuchen uns die ganze Zeit zu motivieren. Doch Anika hatte bald die Schnauze gestrichen voll. Von Schmerzen geplagt pausierten wir immer öfter und es ging Poe a poe voran. Wir liefen teilweise seitwärts, rückwärts, Anika hob mit einem Tuch ihr Bein an. Nur damit wir schmerzarm laufen konnten.
    Das Ziel zum Greifen nah, nur noch 1 1/2h liegen vor uns. Ich motivierte Anika, wie gut sie das macht und sage wie gut wir sind und das wir das schaffen. 5min später kommt uns jemand entgegen gelaufen mit dem Worten "Es wird noch schlimmer.". Ich wäre ihm am liebsten am die Gurgel gesprungen. Naja egal, Anika wir machen weiter. 😄🤪
    10min später, der Nächste Volltrottel "Es wird noch steiler." 😬 - Leute, Motivation sieht anders aus.
    Nachdem wir eine weitere Mountain Race Strecke durchgekrachselt sind, haben wir die Baumgrenze erreicht und wir konnten eine ersten Blick hinunter werfen. Es wäre sicherlich wunderschön gewesen, wenn die Wolken nicht da wären. Also kurze Pause, Essen, Trinken und letzte halbe Stunde nach oben quälen.
    Voller Stolz kamen wir oben an und freuten uns auf die Gondelfahrt nach unten.
    Mit kleinen Tippelschritten ging es dann Richtung Fähre zurück nach Limone und dann zum Zeltplatz.
    An diesem Abend schliefen wir schnell ein.
    Fazit des Tages: "Traue keinen Schildern" 😄
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