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  • Day5

    Refuge de Tighiettu

    August 16, 2018 in France ⋅ ⛅ 21 °C

    Haut Asco über Monte Cinto zur Refuge de Tighiettu
    Über Nacht hatte es geregnet, so daß die Wäsche, die schon fast getrocknet war, wieder naß geworden ist.
    Wir starteten auch früh, weil wir auf den Gipfel wollten, der ca. 2 Stunden mehr in Anspruch nimmt als die Tagestour sonst. Hatten gesamt eine Gehzeit von 9h, 1400 im Aufstieg und 1150 im Abstieg. Der Anstieg war schon gigantisch mit viel Geröll und teils versicherten Stellen, an denen sich die Leute manchmal stauten. Das Wetter war gut bis kurz vor der Scharte, wo der Weg zum Gipfel abzweigt. Wir kamen an einigen Schneefeldern vorbei. Mittagspause war noch in der Sonne, dann ging’s hinein in die Wolken und am Gipfel sahen wir nichts außenrum, leider. Rucksackdepot war 100m tiefer, so daß wir den Gipfel ohne Gepäck machen konnten. Beim Abstieg klarte es langsam wieder auf, es gab’ einen tollen Ausblick auf einen großen See und das Meer sah man sowieso jeden Tag immer mal wieder. Der Abstieg war lang aber toll. Segelflieger begleiteten uns. Als wir an der Refuge de Tighiettu ankamen hatte es ganz schön zugezogen, so daß wir gerade mit dem Zeltaufbau fertig waren, als es zu regnen begann. Unsere Sachen vom Wäsche waschen gestern, heute den ganzen Tag am Rucksack außen gehangen, waren noch immer nicht trocken und auch im Zelt hatte sich Feuchtigkeit gebildet, so verlief alles nicht ganz so rund.
    Abends saßen wir mit einer Belgierin am Tisch und einem alten Franzosen, der uns schon in Asco aufgefallen war. Wir unterhielten uns bruchstückhaft mit ihm, ihm gingen wohl die Schuhe kaputt, aber viel mehr war nicht zu erfahren, er sollte uns aber einige Tage später noch mal begegnen und dann wohl für immer im Gedächtnis bleiben.
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