• Tag 4 - Mount Fuji

    May 5 in Japan ⋅ ☀️ 16 °C

    .... wie bereits erwähnt, habe ich an Vieles gedacht, aber nicht an den Umstand der golden week und dessen Auswirkungen. Dementsprechend war auch meine am gestrigen Abend, als ich meine Shinkansenverbindung von Tokio zum Mount Fuji buchen wollte, Euphorie ganz schnell verflogen. Es gab nämlich keine einzige verfügbare Verbindung mehr (!). Alles ausgebucht! Damit hatte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn natürlich nicht gerechnet.

    Also ging es mit Sack und Pack vieeeel früher und vieeeel länger als geplant mit sämtlichem Umsteigen und bimmelbahnverbindungen Richtung Mount Fuji.

    Rund 80 Tage im Jahr hat man die Chance auf eine grandiose Sicht auf den Mount Fuji. Auf Youtube gibt es div. Live Webcams, die besagen, wenn man ihn schon ganz früh morgens sieht, los fahren und wenn nicht - lohnt sich der Weg nicht.

    Für den Mount Fuji hatte ich allerdings genau diesen einen Tag eingeplant. Nicht, dass es auf dem Weg gelegen hätte, aber es hatte nirgends anders besser rein gepasst, also eine Alternative gab es nicht.

    Morgens also das erste was ich getan habe - Youtube an und Webcam schauen... Und?! Er war da! 🤗

    Ich also los mit meinem kleinen Trolley in Richtung Bahn, mir am Bahnhof noch ein paar Snacks gekauft, funfact - in Japan ist es sehr unhöflich unterwegs zu Essen und zu trinken. Während langen Bahnstrecken wird es allerdings geduldet. Ja... Und eine lange Bahnstrecke hatte ich in der Tat vor mir. Anstatt nach knapp 2 Stunden war ich dann auch endlich nach 5 Stunden am Ziel. Ein Hoch auf die Pünktlichkeit der Züge. Das macht das Ganze dann doch sehr erträglich.

    Zuerst habe ich mein Gepäck in ein Schließfach gegeben und sofort nach einer Verbindung für den Nachmittag geschaut, weil ich ja schließlich von dort aus noch weiter nach Kyoto musste. Was auch noch mal 360 km waren und diesmal wollte ich es nicht dem Zufall überlassen. Die einzige Möglichkeit war also, ein Busticket für den Nachmittag zu buchen zu einem größeren Bahnhof und von dort aus gab es noch Tickets mit dem Shinkansen Richtung Kyoto.

    Alles klar. Ich habe mir also ein Zeitfenster von 3 Stunden für den Mount Fuji vorgenommen (zum Tempel wandern, ein paar Fotos machen, Zeit genießen) um dann den Bus zu nehmen. Das muss passen!

    Also habe ich meinen kleinen Rucksack gepackt und bin los zum berühmten Tempel gelaufen. Wahrscheinlich eines DER Motive in Japan, mit dem Mount Fuji im Hintergrund.

    Erst mal musste ich durchatmen, als ich da war und erst mal realisieren, dass ich gerade am Mount Fuji bin und er sich von seiner allerschönste Seite präsentiert 🥰 schon alleine der Weg zu dem Tempel war wunderschön. Überall war der Weg geschmückt von roten Ahornbäumen. Kaum vorzustellen, wie wunderschön es hier wohl zur Kirschblüte sein mag.

    Das war echt ein magischer Moment! Das Glück schien so auf meiner Seite zu seh ich. War echt unfassbar dankbar! Habe viele tolle Bilder gemacht und dachte mir einfach nur immer wieder, wie schön das ist und das einfach heute einer dieser 80 Tage ist... und dann genau an meinem alternativlosen Tag. Ich hatte einfach unfassbares Glück 😍

    Oben am Tempel habe ich noch ein bisschen in der Sonne verweilt und für diesen besonderen Moment dachte ich mir, ist es an der Zeit, endlich einen japan cheesecake zu probieren. Hatte mir extra eine Gabel mitgenommen und dann saß ich da und musste feststellen. Ist ekelig 🤢 egal! Tat der Situation keinen Abbruch 😅

    Da der Tempel dann doch ein paar Schritte vom Bahnhof entfernt war, musste ich die Zeit ein bisschen im Auge behalten. Der Bus fuhr sage und schreibe 2 Stunden bis zum besagten Bahnhof. Von dort aus ging es noch mal gute 2 Stunden mit dem Shinkansen weiter bis nach Kyoto.

    Das erste Mal Shinkansen fahren. DER Hochgeschwindigkeitszug in Japan. Völlig overrated. Innenausstattung super altmodisch und die Fahrt im Verhältnis zu den restlichen Preisen der öffentlichen Verkehrsmittel wirklich teuer. Vergleichbar mit ICE Tickets, die man kurzfristig bucht. Für die Strecke habe ich knapp 60 Euro bezahlt. Hier zahlt man defintiv die Zeitersparnis.

    Abends nach 21 Uhr bin ich dann einfach nur noch k.o. im Hostel angekommen.

    Aber Hallo.... Was für eins 🥰😍
    Sowas gab es in Tokio nicht. Super modern und echt hübsch.. Hier bin ich erst mal die nächsten 3 Nächte.
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