Die Planung...
January 28 in Germany โ
โ๏ธ 3 ยฐC
Da man überall liest, dass man idealer Weise bereits ein Jahr im Voraus den Flug sowie die Unterkünfte bucht, war ich schon verhältnismäßig früh dran und habe den Flug bereits im Juli 25 gebucht.
Von Düsseldorf geht es mit der Fluggesellschaft SAS über Kopenhagen nach Tokio. Der Flugpreis mit Handgepäck lag bei 960 Euro.
Alle Unterkünfte sind ebenfalls gebucht.
Meine Planung sieht wie folgt aus:
01.05. - 05.05. Tokio
05.05. - 09.05. Kyoto
09.05. - 11.05. Osaka
11.05. - 13.05. Hiroshima
13.05. - 17.05. Tokio
Ich bin mir sicher, dass diese Reise etwas ganz Besonderes sein wird. Ich freue mich total, eine völlig neue Kultur, ein neues Land kennen zu lernen und mich defintiv am Rande meiner Comfortzone zu bewegen.
Nach und nach werde ich nun all meine bisher gespeicherten Notizen, Screenshots und Blogs sichten und mir einen groben Plan daraus stricken, auch wenn ich am liebsten getreu das Mottos "planlos geht der Plan los" reise.
Ihr seid dabei..... ๐Read more
Leute wir mรผssen reden....
April 29 in Germany โ
โ๏ธ 20 ยฐC
14.09.26
Ja! Mein Trip ist mittlerweile 4 Monate her... Dennoch habe ich mir fest vorgenommen, mein Reisetagebuch zu schreiben bzw. es nach zu schreiben. Ich habe mich schon so oft darüber geärgert, es nicht parallel geführt zu haben. Aus diesem Grund wird es sicherlich nicht so detailliert, wie es mir gewünscht habe ๐ข
Ich gelobe Besserung! ๐๐คRead more
... Tokio ich komme... รhm.. Kopenhagen!
April 30 in Japan โ
โ๏ธ 14 ยฐC
Mein Flug startete von Frankfurt über Kopenhagen nach Tokio.
Gebucht hatte ich den Flug bereits fast ein Jahr im Voraus mit Skandinavian Airlines. Gekostet hat dieser 980 Euro inkl. Handgepäck.
Ich muss sagen, empfehlen kann ich diese Airline nicht. Die Flugzeiten wurden während dieses Zeitraumes insgesamt 3 Mal verschoben. Nicht nur die Uhrzeit, sondern ganze Tage! Demnach musste ich insgesamt 3 Mal die Unterkünfte neu buchen ๐ Am Ende hat dann aber doch alles geklappt über Kopenhagen.. Interessant war allerdings, dass auch nur ein (!) Softdrink während des insgesamt 14 Stunden Flug kostenlos war. Ansonsten gab es nur Kaffee und Wasser..
In Tokio angekommen, habe ich mir direkt eine "welcome suica" Karte am Schalter mit 50 Euro aufgeladen. Diese Karte ist für die öffentlichen Verkehrsmittel unerlässlich. In Japan funktioniert alles über diese Karte. Einfach an den Scanner halten zum einchecken und wieder beim auschecken in der U-Bahn etc. dranhalten und die Kosten der Fahrt wird automatisch abgezogen. PS. Die öffentlichen Verkehrsmittel in Japan sind super günstig! Neben Tickets kann man aber auch in Supermärkten etc. mit der Suica Karte zahlen. Also diese ist vielseitig einsetzbar. Sie ist übrigens kostenlos.
Direkt am Flughafen habe ich auch meinen ersten Stempel gesammelt. In Japan geht man nämlich auf Stempelsuche... Das kann zu einem richtigen Hobby werden, habe ich festgestellt ๐
Da ich vormittags in Tokio gelandet bin und es leider wie aus Eimern geregnet hat, war die vernünftige Entscheidung, erst mal ins Hostel zu fahren (eigentlich mit der Hoffnung, vielleicht schon früher einchecken zu können...) leider nein - leider gar nicht! Also saß ich bis Punkt 15 Uhr in der Unterkunft und habe auf das einchecken gewartet. Zwischendurch habe ich mir eine Bentobox und natürlich etwas zu Trinken besorgt.
Bentobox?! ๐ณ GEEEEENIAL! Ich lieb's!
Pünktlich um 15 Uhr und keine Minute früher - wie war das mit der Genauigkeit der Japaner?!.... Konnte ich dann einchecken. Hab mich kurz ausgeruht und und direkt in dem Zimmer gemerkt, hier läuft es anders..
Hatte mich gewundert, warum vor den Toiletten Schlappen liegen. In einem eingerahmten Quadrat und dachte mir, wer zieht denn die Schuhe aus, bevor man auf Toilette geht?! Hab es erst Mal auf mich wirken lassen, bis ich dann später gemerkt habe, nein, die zieht man nicht aus, sondern an ๐ und dann das Highlight von dem alle sprechen.. Die Toilette. Ehrlich? Nach 14 Stunden Flug und Jetlag habe ich mich zunächst einfach nur über den beheizten Klodeckel gefreut. Alles andere hat mich erst mal vollkommen überfordert und wollte ich mir dann Mal in Ruhe anschauen ๐
Später bin ich dann noch mal los und wollte zumindest das Viertel ein bisschen erkunden, in dem ich bin (Ueno). Getreu des Mottos "planlos geht der Plan los". Vorbei an einem Markt, lauten und schrillen Einkaufsläden und jeder Menge Reizüberflutung und ganz viel krass... Einfach eine komplett andere Welt! Aber cool! Anders! Ich mag's!
Mit freudiger Erwartung, was noch alles auf mich zukommt, lag ich dann todmüde aber unendlich happy im Bett.Read more
Tokio Tag 1 - Ginza & Asakusa
May 2 in Japan โ
โ๏ธ 21 ยฐC
Außergewöhnlich gut, trotz Jetlag habe ich geschlafen und das auch viel länger als üblich.. Nämlich bis 08:30 Uhr. War ein bisschen erschrocken, als ich auf die Uhr schaute ๐
Die Wettervorhersage versprach für heute gutes Wetter โ๏ธ also rein in die kurzen Klamotten, Rucksack an und erste Mission - 7eleven ๐
Danach ging es mit der Bahn nach Ginza. Stadtteil der reichen und schönen mit vielen Designer Läden, wunderschönen Fassaden und moderner Architektur.
Dort besuchte ich den "Nippon Fish Port Market". Früher bis 2018 eines der größten Fischmärkte und heute ein riesiger und ein beliebter Streetfoodmarkt. Bereits am frühen Mittag war kaum ein Durchkommen. Man darf defintiv nicht fies vor Menschen sein ๐
Hier dreht sich das Meiste um das begehrte Wagyu Steak. Steaks in allen Varianten und sehr viel Seafood. Es gab sicherlich hunderte von Ständen und da natürlich jeder seinen Stand besonders anpreisen wollte, war die Lautstärke neben der Menschenmasse auch nicht ohne ๐ absolute Reizüberflutung mit ganz viel - irgendwie mag ich es trotzdem!
Danach ging ich weiter in die Stadt, zu den ganzen Einkaufscentren. Die Einkaufsstraße in Ginza wird am Wochenende zur Fußgängerzone. Ich war in einem super schicken Shoppingcenter, auf dessen Dach eine Dachterasse war und man eine tolle Aussicht hat. Das ist in Tokio übrigens fast Standart, dass es auf hohen Einkaufscentren eine Dachterasse gibt, die frei zugänglich ist, manchmal auch mit einem Café, wo man verweilen oder z. B. seine Mittagspause verbringen kann. Wenn man Glück hat, gibt es auch noch einen schönen Rundumblick.
Danach habe ich kurz Pause in einem angrenzenden Stadtpark gemacht. Habe ich schon erwähnt, wie sehr ich Stadtparks liebe?! So mitten im Trouble zu sein aber irgendwie auch nicht? Ich lieb's!
Kurz vorbei am Kaiserpalast, der sehr enttäuschend war, da man ihn nur von weitem sehen konnte, weiter zu einem anderen Park, mit einem kleinen Snack in der Hand und eine Runde mit dem Tretboot über einen kleinen Teich zu schippern. Verrückt?! Ja... Irgendwie schon ๐
ich in Tokio in einem Schwan sitzend..
Zu Rushhourzeiten ging es dann erst mal zurück in die Unterkunft. Leute - volle Bahnen, in denen man reingequätscht wird?! Der shit is real....
Aber das sollte noch nicht genug sein. Nachdem ich meine Füße kurz ausbluten lassen habe ๐คฃ bin ich abends noch mal los in ein angrenzendes Viertel von Ueno - nach Asakusa.
Dort bin ich noch ein wenig durch die Straßen und durch ein paar Läden geschlendert und habe dann irgendwann völlig ko den Tag als beendet erklärt ๐Read more
Tokio Tag 2 - Harajuku & Shibuya
May 3 in Japan โ
โ๏ธ 20 ยฐC
Heute standen die Stadtteile Harajuku & Shibuya auf dem Plan. Mehr als 2 Stadtteile an einem Tag zu machen ist in Tokio kaum machbar. Überall gibt es Etwas zu sehen, man möchte es auf sich wirken lassen und trotzdem irgendwie so. viel wie möglich aufsaugen.
Eines vor meinem Trip war mir klar - Japan wird kein "Spaziergang".
Es ist defintiv sinnvoll, sich im Vorfeld einen Plan zusammen zu stellen, was man sehen möchte und welche Stadtteile für einen interessant sind, um zumindest einen groben Fahrplan zu haben.
Zu Harajuku hatte ich mir aufgeschrieben:
30 min mit der Bahn von Ueno entfernt - Streetfood, Shopping-Meile mit Seitengassen und Boutiquen. Meiji Shrine - durchlaufen bis nach Shibuya Abends: Shinjuku - beliebtes Viertel, Partymeile und Werbewand mit Katze
Klang eigentlich ganz harmlos..
Ich muss dazu sagen, dass die erste Mai Woche in Tokio die "golden week" ist. Das bedeutet, dass die meisten Japaner genau in dieser einen Woche Urlaub haben und es sein kann, dass ein "bisschen" mehr los ist, als sonst. Als ich meinen Flug gebucht habe, war nur klar, dass ich zu dem Ansturm der Kirschblüte nicht in Japan sein wollte. Von golden week wusste ich damals noch nichts ๐
Kaum in Harajuku angekommen wurde man durch die Menschenmassen schon automatisch Richtung Ausgang geschoben. Nein, das ist nicht übertrieben... Irgendwann den Menschenmassen entflohen, stand ich dann vor der besagten Shoppingstraße. Zumindest wies das Schild darauf hin. Tausende von Menschen versperrten die Sicht auf Straße und auf Shopping ๐คฃ Na ich bin ja nicht zum Spaß hier.. Also rein ins Vergnügen! Selten hat "shoppen" so wenig Spaß gemacht! Man hatte kaum eine Chance überhaupt im die Geschäfte zu kommen geschweige denn zu sehen, was es da überhaupt gab. Man wurde quasi anhand der Massen einfach durch die Straße "geschleust". Anhalten und mal gucken war kaum möglich.
Irgendwann am Ende der Einkaufsstraße angekommen, habe ich mir einen Spot gesucht, der ein bisschen weitläufiger war. Brauchte gerade mal ein bisschen Abstand vor Menschen ๐
Also ging ich in ein Einkaufscenter, welches mal wieder eine tolle begehbare Dachterasse inkl. Starbucks Cafè hatte mit echt tollen Ausblick. Dort habe ich erst mal eine Kleinigkeit gegessen bevor ich weiter zum Meiji Schrein gezogen bin.
Der Schrein liegt inmitten eines 70 Hektar großen Waldes mit rund 100.000 gespendeten Bäumen und dient als ruhige Oase mitten in der Metropole.
Dort gab es unter anderem auch ein paar Foodtrucks, die frische japanische Spezialisten angeboten haben. Frische Onigiri mit Thunfisch - warm?! Ein Traum ๐ฅฐ und das für umgerechnet 2 Euro!
Den Schrein selber fand ich jetzt nicht so spektakulär.
Von dort aus ging es weiter in das Zentrum von Shibuya. Gerade an die kleine Freiheit abseits der Menschenmassen gewöhnt, ging es gleich wieder rein. Richtung der bekannten Kreuzung Shibuya Crossing ging es nur noch im mini Schritt Tempo weiter. Teilweise ging es nicht mehr vor und zurück. Aber soll ich euch was sagen? Irgendwie gewöhnt man sich ziemlich schnell dran und nimmt es einfach hin ๐
Also lies ich auch hier mich bis zur bekannten Kreuzung durch die Massen schieben und war erst mal überwältigt von dieser riesigen Kreuzung und diese unfassbare Menge an Menschen ๐
Ich stand bestimmt eine viertel Stunde an der Kreuzung um diesem wilden Treiben einfach zu zu gucken ๐ natürlich könnte ich es mir dann auch nicht nehmen lassen, über die Kreuzung zu laufen. Naja ok... Nicht ein mal, nicht zwei mal, dutzende Male ๐ aber ich war nicht die Einzige... Gefühlt sind fast alle immer nur hin und her gelaufen. Ja, gelaufen um dann als erster auf der Kreuzung zu stehen und dann ein cooles Video/Foto zu machen. Fragt nicht - ich hab einfach mitgemacht ๐
Shibuya war dann so ein... WOW... COOL
.. KRASS... Erlebnis. Überall diese bunten Leuchtreklame, diese unfassbaren Menschenmengen, die Geräuschkulisse. Es war so überwältigend aber ich habe es sofort geliebt. Es ist einfach verrückt! Super schwer zu beschreiben. Mit dem breitesten Grinsen und Kribbeln im Bauch bin ich abends durch die Straßen geschlendert und da ist mir so richtig bewusst geworden - wie verrückt. Ich bin einfach in Tokio! ๐๐๐Read more
Tag 3 - Kamakura
May 4 in Japan โ
โ๏ธ 25 ยฐC
Heute morgen ging es nach Kamakura.
Es ist eine historische Küstenstadt ca. 95 km südlich von Tokio entfernt und bekannt für ihre zahlreichen Schreine, Tempel und den großen Buddha.
Erst mal ging es durch die "shoppingstreet", die wesentlich entspannter war, als die vom gestrigen Tage. Aber ehrlich? Irgendwie gewöhnt man sich an diese Menschenmassen.
Danach ging es ein bisschen außerhalb des Zentrums zum ersten Schrein, zum Sasuke Inari. Dieser ist bekannt für seine roten Tore und hunderte kleiner Fuchsfiguren. Ich fand ihn nicht so spannend, deshalb war ich nach ein paar Bildern wieder weg, zurück zur shoppingstreet und auf dem Weg zum "großen" Schrein Tsurugaoka Hachiman-gลซ, mit einem wunderschönen Teich, bei dem es sich bei den warmen Temperaturen sehr gut zu einer Mittagspause verweilen ließ ๐
Hier scheint es auch Tradition zu sein, dass sich Menschen in "Kutschen" cheaufieren lassen, die durch andere Menschen gezogen werden?! Ich fand den Anblick ziemlich befremdlich und eher unangenehm.
Von dort aus ging es weiter zum "großen Buddha". Hierbei handelt es sich um eine riesige Statue, die gegen einen geringen Eintrittspreis zu besichtigen ist. Es erinnerte mich sehr an meine Asien Reise. Der Buddhismus hat mich schon in dieser Zeit etwas geprägt, da ich immer wieder erstaunt bin, wie Religion und Toleranz in anderen Menschen funktionieren kann.
Schon waren es 17 Uhr und was an Tokio/Japan super schade ist, dass viele Tempel/Einrichtungen wahllose Öffnungszeiten haben. Manchmal nur bis 16/17 Uhr zugänglich. Man achtet oft nicht darauf und steht dann nicht selten vor geschlossenen Türen.
Auch hier in Kamakura gibt es einen Tempel, der sehr sehenwert sein solle, der Hasedera Tempel. Allerdings sollte dieser bereits innerhalb einer Stunde schließen und Eintritt kosten. Viele Schreine/Tempel kosten tatsächlich Eintritt, auch wenn es eher erschwinglich ist. Aber oft lohnt sich der Eintritt trotzdem nicht.
Trotz der knappen Zeit sollte ich es mir nicht nehmen lassen, diesen Tempel zu besichtigen.
Und was soll ich sagen?! Einer der schönsten Tempel, die ich gesehen habe. Ein wunderschön angelegter Tempelgarten mit diesen kleinen zuckersüßen Buddha?! Ich war sofort verliebt! ๐ Ich blieb so lange, bis ich förmlich rausgeschmissen worden bin ๐คฃ Ich konnte mich gar nicht satt sehen ๐
Irre, dass meist die Dinge, an die man die wenigen Erwägungen hegt oder spontan macht, meist die tollsten Dinge sind. Das war defintiv mein Highlight des Tages.
Danach bin ich zurück nach Tokio gefahren und dann abends doch noch mal im Viertel Ueno los, weil ich wusste, dass ich am nächsten Tag Tokio erst mal verlassen werde und weiter ziehe... ๐ฅบRead more
Tag 4 - Mount Fuji
May 5 in Japan โ
โ๏ธ 16 ยฐC
.... wie bereits erwähnt, habe ich an Vieles gedacht, aber nicht an den Umstand der golden week und dessen Auswirkungen. Dementsprechend war auch meine am gestrigen Abend, als ich meine Shinkansenverbindung von Tokio zum Mount Fuji buchen wollte, Euphorie ganz schnell verflogen. Es gab nämlich keine einzige verfügbare Verbindung mehr (!). Alles ausgebucht! Damit hatte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn natürlich nicht gerechnet.
Also ging es mit Sack und Pack vieeeel früher und vieeeel länger als geplant mit sämtlichem Umsteigen und bimmelbahnverbindungen Richtung Mount Fuji.
Rund 80 Tage im Jahr hat man die Chance auf eine grandiose Sicht auf den Mount Fuji. Auf Youtube gibt es div. Live Webcams, die besagen, wenn man ihn schon ganz früh morgens sieht, los fahren und wenn nicht - lohnt sich der Weg nicht.
Für den Mount Fuji hatte ich allerdings genau diesen einen Tag eingeplant. Nicht, dass es auf dem Weg gelegen hätte, aber es hatte nirgends anders besser rein gepasst, also eine Alternative gab es nicht.
Morgens also das erste was ich getan habe - Youtube an und Webcam schauen... Und?! Er war da! ๐ค
Ich also los mit meinem kleinen Trolley in Richtung Bahn, mir am Bahnhof noch ein paar Snacks gekauft, funfact - in Japan ist es sehr unhöflich unterwegs zu Essen und zu trinken. Während langen Bahnstrecken wird es allerdings geduldet. Ja... Und eine lange Bahnstrecke hatte ich in der Tat vor mir. Anstatt nach knapp 2 Stunden war ich dann auch endlich nach 5 Stunden am Ziel. Ein Hoch auf die Pünktlichkeit der Züge. Das macht das Ganze dann doch sehr erträglich.
Zuerst habe ich mein Gepäck in ein Schließfach gegeben und sofort nach einer Verbindung für den Nachmittag geschaut, weil ich ja schließlich von dort aus noch weiter nach Kyoto musste. Was auch noch mal 360 km waren und diesmal wollte ich es nicht dem Zufall überlassen. Die einzige Möglichkeit war also, ein Busticket für den Nachmittag zu buchen zu einem größeren Bahnhof und von dort aus gab es noch Tickets mit dem Shinkansen Richtung Kyoto.
Alles klar. Ich habe mir also ein Zeitfenster von 3 Stunden für den Mount Fuji vorgenommen (zum Tempel wandern, ein paar Fotos machen, Zeit genießen) um dann den Bus zu nehmen. Das muss passen!
Also habe ich meinen kleinen Rucksack gepackt und bin los zum berühmten Tempel gelaufen. Wahrscheinlich eines DER Motive in Japan, mit dem Mount Fuji im Hintergrund.
Erst mal musste ich durchatmen, als ich da war und erst mal realisieren, dass ich gerade am Mount Fuji bin und er sich von seiner allerschönste Seite präsentiert ๐ฅฐ schon alleine der Weg zu dem Tempel war wunderschön. Überall war der Weg geschmückt von roten Ahornbäumen. Kaum vorzustellen, wie wunderschön es hier wohl zur Kirschblüte sein mag.
Das war echt ein magischer Moment! Das Glück schien so auf meiner Seite zu seh ich. War echt unfassbar dankbar! Habe viele tolle Bilder gemacht und dachte mir einfach nur immer wieder, wie schön das ist und das einfach heute einer dieser 80 Tage ist... und dann genau an meinem alternativlosen Tag. Ich hatte einfach unfassbares Glück ๐
Oben am Tempel habe ich noch ein bisschen in der Sonne verweilt und für diesen besonderen Moment dachte ich mir, ist es an der Zeit, endlich einen japan cheesecake zu probieren. Hatte mir extra eine Gabel mitgenommen und dann saß ich da und musste feststellen. Ist ekelig ๐คข egal! Tat der Situation keinen Abbruch ๐
Da der Tempel dann doch ein paar Schritte vom Bahnhof entfernt war, musste ich die Zeit ein bisschen im Auge behalten. Der Bus fuhr sage und schreibe 2 Stunden bis zum besagten Bahnhof. Von dort aus ging es noch mal gute 2 Stunden mit dem Shinkansen weiter bis nach Kyoto.
Das erste Mal Shinkansen fahren. DER Hochgeschwindigkeitszug in Japan. Völlig overrated. Innenausstattung super altmodisch und die Fahrt im Verhältnis zu den restlichen Preisen der öffentlichen Verkehrsmittel wirklich teuer. Vergleichbar mit ICE Tickets, die man kurzfristig bucht. Für die Strecke habe ich knapp 60 Euro bezahlt. Hier zahlt man defintiv die Zeitersparnis.
Abends nach 21 Uhr bin ich dann einfach nur noch k.o. im Hostel angekommen.
Aber Hallo.... Was für eins ๐ฅฐ๐
Sowas gab es in Tokio nicht. Super modern und echt hübsch.. Hier bin ich erst mal die nächsten 3 Nächte.Read more
Tag 5 - Kyoto
May 6 in Japan โ
โ๏ธ 19 ยฐC
Ich habe geschlafen wie ein Baby ๐
Der erste Weg führte erst mal zum 7eleven. Ich weiß gar nicht, wie oft am Tag ich diesen Laden mit der "Ding Dong" Begrüßung am Tag betrete. Den gibt es an jeder Ecke und es ist nicht einfach ein kleiner Supermarkt, sondern viel mehr. Es gibt ganz viele frische zubereite Snacks, von warmem Chicken bis hin zu Sandwiches, die wirklich eine 10/10 sind oder aber auch Bento Boxen oder frisch gemachte onigiri. Aber auch die eingepackten Backwaren sind immer frisch. Das merkt man daran, dass alle frischen Dinge abends zu einem echt guten Preis abverkauft werden.
Übrigens finde ich die Preise in Japan wirklich sehr human! Auf jeden Fall wesentlich günstiger als in Deutschland. Egal, ob Snacks, Getränke im Supermarkt oder in Restaurants, wenn man nicht gerade ein Waygu Steak bestellt ๐
Aber hey, heute soll es um Kyoto gehen.
Also mit einem Sandwich und ein paar Snacks im Gepäck bin ich los. Das Wetter war leider nicht überragend. Aber keine Zeit für Ausreden!
Im Vergleich zu den ersten Tagen war ich, genauso wie ich von dem schrillen, lauten überfordert war, von dieser unfassbaren Stille und Leere überfordert. WO SIND DIE MENSCHEN?! ICH WILL ZURÜCK NACH TOKIO ๐ญ
Mein erster Eindruck war echt gedämpft, obwohl alle sagen, dass Kyoto soo schön sein soll. Wieder der Beweis - ich bin einfach anders ๐คฃ
Ich zog dann erst mal ein bisschen durch die Gassen. Ja! Hier war es defintiv anders... Was mir sofort aufgefallen ist, dass viele Menschen hier traditionelle Kleidung (Kimonos mit Bambus/Holz Flip Flops) tragen. War echt super schön anzusehen, vor allem, wenn man das aus Tradition trägt. Hier in Kyoto hat man allerdings die Möglichkeit, sich an jeder Ecke herrichten zu lassen. Sprich, ein solches Gewand inkl. Styling (Frisur und Makeup) und passenden Socken ich Flippis. Dies hatte dann zu Folge, dass super viele Touris mit solchen Gewändern durch Kyoto gelaufen sind. Ehrlich? Finde ich ziemlich respektlos gegenüber den Japanern. Hab mich eher lustig darüber gemacht, wie sie in diesen ungewöhnlichen Socken und Holzklötzen an den Füßen durch die Gegend "gestolpert" sind ๐
Zuerst machte ich mich auf dem Weg zum Yasaka Schrein. Dies ist einer der größten Schreine Japans und wurde im Jahr 656 gebaut. Ist das nicht irre?! ๐ณ Die Geschichten zu den jeweiligen Schrein sind meist super spannend, aber das würde hier den Ra(h) men ๐ sprengen.
Da dieser abends richtig schön beleuchtet sein soll, wollte ich bei schönerem Wetter und abends noch mal zurück kommen.
Hier ist es ebenso Tradition, Menschen in Karren durch die Gegend zu schieben.. Ich persönlich würde mir dabei total komisch vorkommen...
Von dort aus ging es dann weiter zum Tempel Jubusan Kodai-ji. Dieser ist ein berühmter Zen-buddhistischer Tempel mit einem wunderschön angelegten Tempelgarten ๐ Der Zugang zu diesen Tempel kostete Geld. Meist bewegen sich die Preise zwischen 1 und max. 3 Euro. Das ist vollkmmen human. Die meisten Schreine/Tempel sind allerdings kostenfrei zugänglich.
Leider regnete es immer wieder mal.
Das hielt mich aber nicht davon ab, ein Eis zu essen. Ein Kirschblüteneis. Sah es hübsch aus? Ja! Hat es geschmeckt?! Nein! Hab es trotzdem aufgegessen, weil es verhältnismäßig teuer war und wem war danach übel? ๐ซก
Durch einen kleinen Bambuswald ging es dann in die beliebten Viertel Gion und Higashiyama. Gassen mit historischen Holzstadthäusern und exklusiven Teehäusern prägen das Bild und gleichzeitig eine Menge von Menschen ๐ Hab sie gefunden!!
Ich schlenderte ein bisschen durch die Straßen und die Kleinen traditionellen Läden, die echt hübsch waren. Man hatte das Gefühl, hier ist die Zeit stehen geblieben.
Aber gepackt hat es mich trotzdem irgendwie nicht.. ๐คทโ๏ธ
Noch nicht genug für diesen Tag, habe ich noch einen Abstecher zum Ryozen Kwan-on gemacht. Ein markantes, 24 Meter hohes buddhistisches Denkmal. Es wurde 1955 errichtet, um der Opfer und Gefallenen des Zweiten Weltkriegs zu gedenken. Besucher erhalten am Eingang Räucherstäbchen und können sogar das Innere der riesigen Statue betreten. War sehr beeindruckend!
Das sollte es dann über für heute gewesen sein.
Auf dem Weg zur Unterkunft, holte ich mir noch ein Bentobox und verbrachte den restlichen Tag auf einem Sofa mit Netflix und chill ๐งโ๏ธRead more
Tag 6 - Kyoto
May 7 in Japan โ
โ๏ธ 20 ยฐC
Ursprünglich war der Plan heute nach Nara zu fahren, nur da das Wetter morgen dort besser ist als in Kyoto habe ich kurzerhand meinen Plan verworfen,
Es standen ohnehin noch ein paar "to does" auf meiner Liste für Kyoto. Unter Anderem der ich glaube, bekannteste Schrein, den JEDER kennt und wahrscheinlich auch einer der beliebtesten Fotospots Japans. Der mit den vielen roten Toren. Auch Fushimi-Inari genannt.
Dieser war unweit von meiner tollen Unterkunft entfernt und aus diesem Grund war ich auch bereits um kurz vor 8 Uhr dort, um zumindest den ganz großen Menschen aus dem Weg zu gehen.
Vorneweg: ist mir nur semi gut gelungen :D
Funfact: Wer denkt, auf diesen Säulen stehen irgendwelche tiefgründigen Schriften, der wird jetzt stark sein müssen. Firmen nutzen diese zu Werbezwecken. Zumindest die linke Seite der Säulen. Dort stehen ganz plump irgendwelche Firmennamen drauf. Ich war auch sehr amüsiert, als ich mal eine Dokumentation darüber gesehen habe.
Diese Tore erstreckten sich wirklich über gefühlt - Kilometer, bergauf... mit vielen Stufen.. :D und es war warm.. Die Sonne brannte .. Aber umso höher man war, umso weniger Menschen begegnete man und es ergab sich die Gelegenheit auch mal das ein oder andere Bild zu machen, ohne irgendjemanden im Hintergrund zu haben.
Ein Hoch auf mein Stativ!
Ansonsten war der Tempel gar nicht so besonders. Oben gab es ein paar schöne Aussichtsplattformen, die zum Verweilen einluden, bevor es dann wieder nach unten ging. Die Sehnsucht nach einem Kaltgetränk war groß :)
Kaum Abseits des Tempels war die Gegend wie leergefegt. Man merkte, dass viele Touris einfach nur die großen "to does" abklappern, zwei Fotos machen und sich danach wieder ins Taxi setzen und dann zum Nächsten fahren. Ich hingegen liebe es auch die Gegend drumherum zu erkunden. Vor allem zu Fuß.
Weiter ging es für mich zu dem in Kyoto gelegenen Tempel Tofuku-Ji. Er ist ebenfalls ein Zen Tempel mit wunderschönem „Drumherum“ und einem extra angepriesenen Garten, der extra Eintritt gekostet hat.
Der Eintritt hat ca. 5 € gekostet, was verhältnismäßig viel war.
Der Tempel war wirklich schön. Zumindest von außen. Die meisten sind nicht begehbar und wenn, dann sind sie suuuuper unspektakulär. Da stehen dann teilweise ein paar Holz“schränke“ drin, die eher Gerümpel gleichen.
Teilweise echt merkwürdig. Also nicht vergleichbar mit Tempeln aus Thailand, wo innen alles vergoldet ist etc.
Der Eingang zu dem „Tempelgarten“ war separiert und gehörte defintiv zu der Kategorie „nepp“. Man durfte eine Plattform betreten, und von dort aus in den Garten gucken, der wirklich nicht sehenswert war.
Dementsprechend schnell war ich da auch wieder weg.
Das nächste Ziel war nämlich der berühmte Bambuswald im Stadtteil Arashiyama. Dieser ist frei zugänglich und kostenlos. Ja, war ganz nett, aber nicht DAS Highlight ๐
Da meine 30.000 Schritte für diesen Tag noch nicht voll waren, entschied ich mich von dort aus weiter mit dem Bus zu einem weiteren Tempel zu fahren, nämlich zum Kinkakuji Tempel.
Dieser war ca. 30 Minuten mit dem Bus entfernt. In Japan ist es so, dass man die Fahrt beim Aussteigen bezahlt. Alle Fahrten, egal wie weit sie sind, kosten eine Pauschale von 230 Yen, das ca. 1,50 € entspricht.
Der Kinkakuji Tempel wird auch als „der goldene Pavillon“ benannt, da die ersten beiden Stockwerke vollständig aus Blattgold bestehen. Dieser gehört auch zu dem UNESCO Weltkulturerbe.
Die Tempelanlage sowie der Tempel war wirklich sehr beeindruckend und absolut empfehlenswert. Der Eintritt lag bei ca. 2,50 €.
Danach entschied ich mich erst mal zurück zu fahren, da ich echt k.o. war. Holte mir einen Snack auf die Hand und ruhte mich 1-2 Stündchen aus, bevor ich dann, natürlich… noch mal los zog.
Ich wollte noch mal bei Dunkelheit durch die Viertel und Tempel schlendern. Holte mir bei 7eleven ein Eis und konnte noch ein paar wirklich schöne Fotos machen, bevor ich völligst erschöpft ins Bett gefallen bin.
Man merkt, dass viele Orte für viele Touris als Tagesziele fungieren. Die Straßen waren abends nahezu leer. Aber auch dies hatte einen ganz besonderen Charme.
Nein, Kyoto und ich sind trotzdem nicht miteinander warm geworden.
Morgen geht es nach Nara zu den kleinen frechen Rehen ๐Read more
Tag 7 - Nara
May 8 in Japan โ
โ๏ธ 23 ยฐC
Früh, aber wie sich am Ende herausstellte, dennoch viel zu spät, ging es heute mit dem Zug von Kyoto nach Nara.
Die Fahrt dauerte eine Stunde. Kaum in Nara angekommen, merkte man sofort – hier steht alles im Zeichen dieser süßen kleinen braunen Hirsche/Rehe.
Überall Werbetafeln mit Hirschen, überall gab es haufenweise Souvenirs, sowie Statuen, Aufsteller und was man sich sonst noch alles vorstellen kann.
Naja und ganz nebenbei ist Nara auch noch für sein UNESCO-Weltkulturerbe bekannt ๐
Nicht lange dauerte es, bis die ersten kleinen Rehe den Weg kreuzten. Irgendwie unvorstellbar. So mitten in der Stadt, neben Hauptverkehrsstraßen.
Natürlich hatte man an jeder Ecke die Gelegenheit „Hirschkekse“ für 100 Yen, umgerechnet, 50 Cent zu kaufen. Man muss sich ja beliebt machen..
Man hatte förmlich das Gefühl, dass die kleinen Viecher einen bereits beim Kauf beobachteten, denn kaum eine Sekunde später klebten sie formlich an einem.
Kleben klingt so harmlos. Die waren richtig frech! Schupsten einen mit ihrem Geweih, zuppelten an Rucksack und Kleidung, bedrängten einen… Also die wussten genau,
was Sache war und man selber spätestens dann auch ๐ Einfach umdrehen und gehen? Fehlanzeige! Sie klebten dir an den Versen und waren zudem auch noch in der Mehrzahl.
Das war schon teilweise echt witzig.
Natürlich schaute ich mir auch dort einige Tempel an. Aber irgendwann hab ich sie einfach nicht mehr „zusammen“ bekommen. Irgendwie sah doch alles relativ ähnlich aus und selten
War ein wirkliches „Highlight“ dabei. Der Weg führte durch ein größeres Waldstück, das echt schön war. Die Rehe sind einfach überall beheimatet. Sie laufen dir in ganz Nara über den Weg aber nur an den Touristenpoints sind sie so aufdringlich.
Woanders hat man auch gar keine Möglichkeit spezielle Rehkekse zu kaufen. Man muss nur aufpassen, was man in der Hand hat. Das können sie einem schnell wegschnappen, wenn man nicht aufpasst ๐
Aber streicheln konnte man alle Tiere problemlos. Sie waren sehr zutraulich und offensichtlich an Menschen gewöhnt.
Was aber definitiv auf meiner to doe Liste stand war der Todai-Ji Tempel. Die Haupthalle ist mit einer Breite von 57 m, einer Tiefe von 50 m und einer Höhe von 48 m das größte rein aus Holz gebaute Gebäude der Welt. Sie beherbergt die größte buddhistische Bronzestatue. Der Eintritt kostete 800 Yen / umgerechnet 4,50 € und sah wirklich imposant aus. Leider lies sich diese gigantisch große Buddha-Statue im inneren des Gebäudes leider gar nicht richtig einfangen.
Danach ging ich noch durch das größte Tempeltor Japans (Mamdai-Mon-Gate), welches 1203 nach der Zerstörung durch den Taifun wieder neu aufgebaut worden ist und musste danach schmerzlich feststellen, dass die meisten
Sehenswürdigkeiten in Nara bereits um 16 Uhr schließen. Ich war einfach zu spät da โน Das sollte man auf jeden Fall bei einem Tagesausflug nach Nara beachten. Ich hätte echt gerne noch mehr gesehen, aber so gönnte ich mir dann
Mal einen ersten Tag, den ich nicht fast bis zur Erschöpfung herausforderte und fuhr dann am Nachmittag schon zurück in Richtung Unterkunft.
Wie genau die Japaner sind? Ein Beispiel: Die Zeit an den Haltestellten der Bahn wird durch den Zugbegleiter per Stoppuhr gemessen!
Ich lieb´s!
Morgen geht es dann weiter nach Osaka ๐Read more
Tag 8 - Osaka
May 9 in Japan โ
โ๏ธ 17 ยฐC
Heute hieß es, Kyoto verlassen und weiter nach Osaka (Nur zur Orrientierung, Osaka ist von Tokio ca. 500 km entfernt)
Mit der Bimmelfahrt fährt man ca. 1 Stunde. Es würde auch schneller, aber teurer gehen ๐ Also entschied ich mich für die günstige Variante.
Die Sitzplätze der Straßen/U-Bahnen sind übrigens so angeordnet, dass man seitlich sitzt. So passen in der Rushhour wesentlich mehr Menschen in die Bahn.
Für mich als jemanden, der hin und wieder mal mit Reiseübelkeit zu kämpfen hat, war das manchmal schon eine kleine Herausforderung. Es sei denn, die Bahn war so voll,
dass man nicht mehr raus gucken konnte. Dann ging es… Die bessere Alternative war dann stehen.
Aufgrund der geringen Enfernung der beiden Orte, die man in der Regel beide besucht, entscheidet sich der Großteil der Touristen dafür, eine Unterkunft an einem Ort zu haben,
und dann zu pendeln. Da ich allerdings nur mit ganz kleinem Gepäck unterwegs bin, habe ich mich dafür entschieden, die Unterkünfte zu wechseln, und ebenso ein paar Tage in Osaka zu bleiben
und mit lieber die tägliche Pendelei zu sparen. In Osaka angekommen, habe ich zunächst meinen kleinen Trolley im Hostel abgegeben und bin direkt los.
Der Weg führte mich direkt durch eine riesige Shoppingmall mit Streetfood und diversen anderen Geschäften.
Fanfact: In Tokio geht man als Fußgänger auf der linken Seite. In Osaka hingegen ist es wie in Deutschland. Hier geht man rechts.
War erst irritiert, hatte mich die letzten Tage bereits so sehr an den „Linksverkehr“ gewöhnt und war immer wieder verwundert, warum so viele „verkehrtherum“ gehen.
Irgendwann passt man sich aber einfach wieder dem „Strom“ an ๐
Wie scheinbar in jedem Ort, gibt es auch in Osaka Traditionen und „Spezialitäten, für diese sie bekannt sind. Ich ging an einem Stand vorbei, der verkaufte gegrillte, also es sah aus wie kleine
Mini mini Oktokusse am Stil, in einem ganz künstlichem rot. Ich machte schnell ein Foto, und wollte später nachschauen, was das ist, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass es das ist, wonach es aussah.
Aufklärung: Dieser Snack fällt sofort durch seine intensiv rote Färbung auf. Hierbei wird der Kopf eines kleinen Mini-Oktopus mit einem gekochten Wachtelei gefüllt und auf einen Spieß gesteckt. Der Spieß wird in einer süß-salzigen Sojasaucen-Glasur kandiert.
Also doch, wonach es aussah โน
Ich ging an diversen Fischläden vorbei, die wirklich faszinierend aussahen, weil sie erstens riesig waren, die Auswahl war extrem vielseitig und es sah alles total frisch aus. Der Fisch war verpackt in einer Styroporschale, die dann eingeschweißt war.
Ich nahm eine Schale mit Riesengarnelen in die Hand, weil ich mir die mal genauer anschauen wollte und erschreckte mich zu Tode, da sie auf einmal anfingen, sich zu bewegen. Die waren noch gar nicht tot, aber schon in Folie eingeschweißt? Die armen Viecher…
Das war dann doch zu viel des Guten und habe die Mall dann erst mal verlassen und bin weiter gegangen.
Für Osaka hatte ich ehrlicher Weise gar nicht so viel auf dem Plan, worüber ich nach den letzten Tagen auch gar nicht so unglücklich war. Also bin ich einfach getreu des Mottos, planlos geht der Plan los, in Richtung Stadt gegangen.
Osaka ist die 3. Größte Stadt Japans und bekannt für seine Spezialitäten und das pulsierende Nachtleben. Also freute ich mich nach 3 Tage Kyoto definitiv auf ein bisschen mehr Trouble ๐ Kaum in den typischen, belebten Straßen in Osaka angekommen,
war es wieder da… dieses Kribbeln… โค Menschen.. bunt, laut, schrill… Ich liebe es einfach! In mitten der Stadt, ringsrum ist ein künstlicher Kanal (Dotonbori-Fluss) angelegt, der zu kleinen Bootsfahrten einläd. Vor allem abends bei den ganzen leuchtenden
und schrillen Lichtern sicherlich ein Highlight.
Ein bisschen fernab des Treibens gibt es aber auch wieder richtig schöne angelegte Ruheoasen, an denen man die Ruhe genießen und mal durchatmen kann. Mitten in der Stadt gibt es zum Beispiel einen künstlich angelegten Rosengarten.
Diese Kombination aus Großstadttreiben, unfassbar hohen und pompösen Gebäuden aber auch genügend Grünfläche und diverse Parks gibt Osaka ein unglaublich lebenswertes Gefühl.
Unter anderem gibt es auch dort einige kostenlose Aussichtsplattformen, die man ohne Voranmeldung betreten kann. Meist sind diese auf der letzten Etage eines „Wolkenkratzers“ in Verbindung eines Restaurants oder Ähnliches. Dennoch sind diese frei zugänglich
und der Ausblick teilweise gigantisch! Wenn man mal überlegt, dass solche Plattformen in New York teilweise 50 Dollar kosten! Irre! Die nicht so hoch gelegenen Plattformen sind meist mit einem „Dachgarten“ integriert. Ich denke, dass da die Mitarbeiter der Firmen
ihre Mittagspause verbringen. Ich würde es zumindest definitiv tun!
Ein Tag ohne Tempel wäre inzwischen ein verlorener Tag, oder?!... ๐ Also so ganz ohne ging es dann doch nicht. Zumindest schaute ich mir einer der beliebtesten in Osaka an.
Der Shitennoji-Tempel ist einer der ältesten buddhistischen Tempel Japans. Er wurde 593 erbaut und den Seelen der Menschen und dem Frieden der Nation gewidmet.
Ein Gebäude/Turm des Tempels ist sogar begehbar. Nur schade, dass mich beim Bezahlen des Eintrittes niemand darauf hingewiesen hat, dass der Tempel gerade schließt, und nicht mehr begehbar ist. Wir hatten mal wieder 16 Uhr..
Das ist echt ein bisschen nervig und fand es ein bisschen unverschämt. Also quasi gerade drin, wurde ich nett herausgebeten. Hätte nicht sollen sein ๐
Also entschied ich mich, erst mal zur Unterkunft zu fahren, da man dort ab 17 Uhr einchecken durfte. Das Hostel war ziemlich groß, sehr sauber und echt modern.
Auf meinem Bett lag sogar ein Schlafanzug und ein paar Schläppchen bereit. Nachdem ich meine Füße 2 Stunden „ausbluten“ lies, bin ich natürlich noch mal los. Abends durch pulsierende Städte Japans laufen ist ein absolutes Highlight.
Außerdem wollte ich mir auch noch unbedingt die 3D Werbewand mit dem „Hund“ anschauen, die in Osaka auch eine echte Sehenswürdigkeit ist. Also bin ich abends noch mal im Kanal spazieren gegangen, schaute den Booten zu, den Menschen beim fröhlichen
Zusammensein und hörte den Straßensängern beim Singen zu. Als Abschluss bin ich noch mal ein Stückchen nach Außerhalb gefahren um noch mal auf eine Plattform zu gehen. Osaka wollte ich mir nämlich unbedingt auch noch mal im Dunkeln von oben anschauen.
Irgendwann war ich einfach nur noch froh, als ich im Bett lag… meine Tage endeten alle mit dem einen Satz „boah bin ich ko.“. Ich denke, ihr könnt verstehen, warum das digitale Tagebuch hier auf jeden Fall zu kurz kam.
Ich war froh, dass ich es gerade immer so geschafft habe, abends meine InstaStory mit meinen täglichen Highlights zu füllen.Read more
Tag 9 - Kobรจ
May 10 in Japan โ
โ๏ธ 19 ยฐC
Da ich die Tage in Osaka ausnahmsweise nicht durchgetaktet hatte, habe ich mich ein bisschen belesen, welche Orte es in der Nähe gibt,
die sehenswert sind. Chatcpt schlug mir Kobé vor und bewarb es wie folgt: Nicht nur eine wunderschöne Hafenstadt mit historischer Architektur sondern auch mit toller Natur.
Ein Besuch also absolut empfehlenswert – klang erst mal nach einem guten Plan.
Die Fahrt bis nach Kobé dauerte ca. 45 Min. Als erstes habe ich den Hafen angesteuert. Wie soll es auch anders sein. Erst mal ans Wasser! ๐
Auf dem Weg dort hin, machten mich die Menschenmassen (alles Japaner) die sich alle in diese Richtung bewegten, schon ein bisschen stutzig, dachte mir aber nichts dabei,
bis dann der Geräuschpegel von undefinierbarerer Musik, die immer lauter wurde, umso näher man dem Hafen kam, begann…
Kaum dort angekommen, war klar, dass diese „wunderschöne Hafenstadt“, auf die mich einstellte, ausgerechnet an diesem Wochenende von einem Festival (Rock/Metal o.Ä.) heimgesucht wurde.
Alles war abgesperrt, es gab zich Bühnen, natürlich nur mit entsprechender Eintrittskarte. Ich schaute mir das wilde Treiben aus sicherer Entfernung an, und mir wurde schnell klar, dass die Vorstellung aus dem
Entspannten Hafenspaziergang erst mal passé war. Ich also wieder zurück in die Stadt gelaufen und dort ein bisschen rumgeschlendert. Einen wirklichen Plan hatte ich nicht. Ich dachte, man geht halt einfach mal ein bisschen rum.
Aber irgendwie war die Stadt kleiner als gedacht und packte mich zudem auch überhaupt nicht.
Kobé ist neben des Kobé Steaks auch sehr bekannt für seine Seilbahn inkl. des „Herb Gardens“. So richtig konnte ich mir nichts darunter vorstellen, aber ich war jetzt schon mal hier und wollte nicht einfach unverrichteter Dinge zurück fahren.
Also kaufe ich mir ein Kombi-Ticket für die Seilbahn und diesen besagten Garten für 2000 Yen. Das sind umgerechnet 12 €. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal Seilbahn gefahren bin. So ganz Geheuer war mir der Gedanke nicht, aber bevor
Ich mir viele Gedanken machen konnte, saß ich schon mit 2 süßen japanischen Mädels in der Seilbahn und es ging steil nach oben. Der Ausblick entschädigte auf jeden Fall für die bisherige Enttäuschung.
Die Seilbahn legte einige Zwischenstopps ein, an denen man aussteigen konnte. Ich bin allerdings direkt bis nach ganz oben gefahren, weil ich ggf. die Strecke dann zu Fuß runter gehen wollte.
Oben angekommen, war ich total überrascht. Ich stieg aus und wo man nun vermuten würde, man wäre im „nichts“ war ein richtig schön kleines angelegtes Dorf. Es sah aus wie ein kleiner Markplatz mit Sitzgelegenheiten, Musik die über Lautsprecher
lief und einem richtig schönen Ausblick und das bei allerschönstem Wetter. Also damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet!
Ich kaufe mir also erst mal ein Eis und genoss den schönen Ausblick nach unten in Richtung Hafen und machte mich dann auf dem Weg nach unten. Der Garten war nämlich so angelegt, dass er quasi die parallele zu der Seilbahn war. Auf dem Weg
nach lief man durch ganz viele Themengärten, ok zugegeben – manches fand ich ziemlich langweilig – aber es gab auch richtig viele und schöne „Loungeareas“ wo man sich einfach „hinfletzen“ und in der Sonne entspannen konnte. Das habe ich unter
Anderem auch getan und habe den Nachmittag dort oben echt genossen. Teilweise gab es auf den verschiedenen Höhenmetern richtig schön angelegte Restaurants und Bars. Unter anderem auch eins auf einer Plattform mit dem allerschönsten Ausblick.
Sowas habe ich zuvor noch NIE gesehen! Ich war absolut angetan. Was für ein toller Ort?! Ein Mal im Leben heiraten?! Wenn ja, dann NUR hier! Es war gigantisch!!!!
Zum Schluss bin ich allerdings doch noch mal ein gutes Stück wieder zurück nach oben gegangen, weil ich nach Möglichkeit noch mal mit der Seilbahn fahren wollte und dabei ein paar Aufnahmen mit der Insta360 machen wollte.
Nach lieb fragen, war es sogar möglich, dass ich eine Gondel für mich alleine haben konnte und machte auf dem Weg nach unten ein paar coole Videos! ๐
Tut mir leid Kobé. Bis auf die Seilbahn warst du bisher meine größte Enttäuschung.
Verhältnismäßig früh, am Nachmittag war ich dann auch schon wieder zurück. Holte mir auf dem Weg zum Hotel noch eine BentoBox und chillte erst mal ein bisschen. Abends wollte ich dann noch mal nach Osaka rein, da ich für 20:10 Uhr ein Ticket für eine Kanalfahrt
hatte. Die ging ungefähr eine halbe Stunde und kostet um die 15 €. Schlenderte dann gemütlich wieder zurück zur Unterkunft und sortierte ein bisschen mein Handgepäck, da es am nächsten Morgen natürlich wieder weiter nach Hiroshima ging… ๐
Osaka mochte ich wirklich sehr sehr!Read more
Tag 10 - Hiroshima
May 11 in Japan โ
โ๏ธ 18 ยฐC
Heute früh mit passender Zugverbindung mit dem Shinkansen um 7:34 Uhr ging es nach Hiroshima. Am Bahnhof kaufte ich mir noch ein echt leckeres Sandwich und standardmäß meine Cola Zero.
Die Fahrt dauerte ca. 1:30 Std und kostete stolze 58 €. Shinkansenfahren ist echt teuer ๐ฅฒ Alle Zugtickets beinhalten gleichzeitig eine Sitzplatzreservierung.
Hiroshima dann tatsächlich auch schon meine letzte Station, bevor es dann noch mal für ein paar Tage zurück nach Tokio geht.
In Hiroshima angekommen, vertsaute ich zunächst mein Gepäck in ein Schließfach am Bahnhof und zog direkt los in Richtung Friedenspark. Vom Bahnhof Hiroshima waren das ca. 40 Minuten Fußweg.
Zuerst schaute ich mir das Gebäude "Atomic Bomb Dome" an. Am 6. August 1945 explodierte die US-Atombombe „Little Boy“ nur rund 160 Meter entfernt und etwa 600 Meter über dem Gebäude.Überstehen: Da die Druckwelle fast senkrecht von oben einschlug, blieb das eiserne Skelett der Kuppel und Teile der Außenwände als einziges Gebäude in der direkten Umgebung stehen.UNESCO-Erbe: Heute steht die Ruine im Friedenspark von Hiroshima und gehört seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie erinnert an die Opfer und mahnt zum Weltfrieden.
Das Gebäude sieht schon sehr faszinierend aus.
Sie ist das berühmteste Friedensdenkmal in Hiroshima.
Direkt gegenüber und auf der anderen Seite des Flusses stehen ebenfalls ganz viele verschiedene Mahnmale mit Informationstafel mit dessen jeweiligen Bedeutungen. Dieser Ort löste sehr viel Wehmut aus und gerade deshalb war es so komisch, dass rund um den Friedenspark das Leben einfach ganz normal und schier unbekümmert weitergeht.
Für den Park habe ich mir viel Zeit genommen und habe dies mit einem Besuch in dem Museum kombiniert, in dem man das ganze Ausmaß, welches man vorher nur erahnte, auch realistisch dargestellt bekommen hat. Ich finde solche Museen immer sehr bedrückend. Die Stimmung in diesen ist immer ganz sonderbar und traurig ๐ข
Der Eintritt in dieses Museum lag gerade Mal bei einem Euro!
Von dort aus zog ich weiter zum Hiroshima Castle. Dieses bezieht aus mehreren Eingängen sowie Komplexen. Leider war das Schloss nicht zugänglich und deshalb nur von außen, am Fuße einer Treppe zu betrachten.
Nach einigen Fotos bin ich weiter zu einem Stadtpark, den Shukkeien Garden gegangen. Der Eintrittspreis lag bei umgerechnet 2 Euro.
Hatte ich schon erwähnt, dass ich Parks in mitten der Städte einfach liebe?! ๐ฅฐ๐ Das erste Mal hatte ich sie in New York wahrgenommen. Aber die waren nicht annähernd so schön, wie hier. Waren eher Parks für Jogger. Das hier sind Parks, die eher eine Oase gleichen.
In diesem Park war sogar ein kleiner Bambuswald intigiert. Es war traumhaft schön! Ich machte Rast (natürlich ohne Essen und Trinken, wie sich das gehört ๐) in einer kleinen Holzhütte direkt am Teich und beobachtete die Kois im Wasser. Ringsum die ganzen Wolkenkratzer. Was für ein toller Ort! ๐
Am späteren Nachmittag fuhr ich dann Richtung Bahnhof um mein Gepäck wieder aus dem Schließfach zu nehmen und in der Unterkunft ein zu checken.
Die Auswahl der Unterkünfte war in Hiroshima sehr begrenzt. Das Hostel, in dem ich war, war vom Standard her sehr niedrig, aber dennoch gleichzeitig anhand der Bewertungen eines der Besten. Zumindest die Lage war sehr zentral und in diesem Zimmer war mit mir nur eine weitere Person ๐
Morgen fahre ich auf die Insel Miyajima.
Ich freu mich! ๐คRead more
Tag 11 - Miyajima
May 12 in Japan โ
โ๏ธ 16 ยฐC
Mit der Straßenbahn im Milka Design ging es heute morgen nach einem morgendlichen Halt im 7eleven, wie soll es auch sonst sein?! Auf die andere Seite von Hiroshima zum Fährhafen. Die Fahrt dauerte ca. eine Stunde.
In Hiroshima gibt es mehrere Fahrhäfen, die auf die Insel Miyajima übersetzen. Einen sogar nicht im Zentrum. Bedeutet aber im umkehrschluss, dass man die eine Stunde, die ich mit der Straßenbahn gefahren bin, auf der Fähre verbringen müsste. Wer mich kennt weiß, Bootsfahrten und ich sind nicht so dicke ๐
Also entschied ich mich für die Variante, so nah wie möglich an die Insel heran zu kommen und dann für eine Fährfahrt von ca. 10 Minuten.
Die Überfahrt kostet pro Strecke inkl. Inselsteuer 300 Yen/1,60 €. Also quasi nichts!
Wer hat noch mal behauptet, Japan sei teuer?!
Im nu war man also drüben auf der Insel.
Die Insel Miyajima ist bekannt für das "schwebende" Tor (Torii) im Wasser, sofern gerade Flut ist. Bei Ebbe kann man tatsächlich auch bis zum Tor laufen.
Auch hier auf der Insel ist freilaufendes Wild beheimatet ๐ฆ
Neben des gehypten Tores, welches auch eines der berühmtesten Fotomotive in Japan ist, gibt es hier auch diverse Wanderwege, Schrein sowie Tempel (wartet mal ab.....) und sogar eine Seilbahn, mit der ich allerdings nicht gefahren bin.
Unweit vom Hafen entfernt, führt der erste Weg erst mal zum "schwebenden Tor". Allerdings musste ich auf dem Weg dort hin erst mal an einen wunderschönen Strandabschnitt vorbei. Das Wetter war wunderschön, die Sonne spiegelte sich in dem blauen Wasser und ich wusste, hier bleib ich erst Mal! Wasser und Strand zieht mich einfach magisch an. Dort saß ich bestimmt eine Stunde und schaute zu, wie nach und nach die vollen Fähren den Hafen ansteuerten.. ๐
Es wurde also voll..!
Irgendwann dann doch am Tor angekommen, ein paar Bilder gemacht und einfach mal ohne Plan los. Einige Sehenswürdigkeiten waren ausgeschildert. Aber bis auf einen speziellen Tempel stand eigentlich nichts auf meiner Liste. Also konnte ich mir viel Zeit nehmen.
Ich schlenderte ein bisschen rum. Setze mich hier und da mal hin und steuerte Grob den Weg zum Daishoin Tempel an. Kaum dort angekommen, wurde ich von ganz niedlichen und herzlichen kleinen Buddhastatuen begrüßt ๐ ich war sofort in love! โค๏ธ
Entlang der Treppen und Pfade des Tempelgartens stehen über 500 steinerne Buddhastatuen (Rakan). Jede einzelne besitzt einen völlig einzigartigen Gesichtsausdruck.
Unter anderem und sehr faszinierend war auch eine schwach beleuchtete Höhle, in der die Hauptgötter aller 88 Tempel des berühmten Shikoku-Pilgerwegs aufgestellt sind.
Die gesamte Tempelanlage war riesig, absolut vielseitig, wunderschön und kostenlos zugänglich.
Ich konnte mich an diesen kleinen Mäusen gar nicht satt sehen. Die waren wirklich Zucker! ๐ฅฐ๐
Danach schlenderte ich ein wenig durch die Shoppingstraße. Hier wird sehr viel traditionelle Handarbeit verkauft. An einem kleinen Stand saß eine süße Omi die kleine Holzlöffel individuell mit einem Pinsel gemalte. Wenn ich auf etwas stehe, dann defintiv auf selbstgemachte und individuelle Souvenirs.
Jeder Löffel hätte eine besondere Bedeutung und das besondere war, dass man seinen Namen auf japanisch von dieser Dame auf die Rückseite schreiben lassen konnte. Ich suchte mir aus hunderten von süßen Löffelchen zwei aus, die für "Glück" standen aus, und schrieb meinen sowie den Namen meiner Tante auf einen Zettel. Eine Dame übersetzte diesen ins japanische und die Dame malte diesen dann vor Ort mit einem Pinsel auf diesen Löffel, kurz angeföhnt, und schon war das Sovinir fertig ๐ฅฐ๐ das war übrigens das Erste, welches ich kaufte. Übersetzt haben die beiden ca. 7 Euro gekostet.
Hier in Japan ist Softeis sehr begehrt. Dieses gibt es in allen denkbaren Varianten. Macha ish hier sehr hoch im Kurs. Habe ich aber nicht probiert. Stattdessen entschied ich mich für Kaffee und Vanille und es war mit Abstand das beste Eis, dass ich ja aß ๐
Am Nachmittag zog es sich leider ein wenig zu und es fing an zu tröpfeln. Gegen 15 Uhr ging ich dann in Richtung Fähre.
Später in der Unterkunft machte ich dann meinen Rucksack leer und wollte die kleinen Löffelchen gut in mein Handgepäck verstauen.
Da ist mir aufgefallen, dass die kleine Tüte nicht mehr in meinem Rucksack war. Ich hab den ganzen Rucksack auf links gedreht. Die konnte doch nicht weg sein ๐ Ich schaute auf die Uhr. Wir hatten bereits 17 Uhr... Noch mal zurückfahren war keine Option. Bis ich da gewesen wäre, hätte der kleine Laden schon zu gehabt und am nächsten Tag ging mein Flieger bereits um 9 Uhr nach Tokio. Ich war unfassbar traurig! Ich musste die Tüte beim Eiskaufen und der Suche meines Portemonnaies aus dem Rucksack genommen und auf die Theke gelegt haben, um daran zu kommen. Im Nachhinein habe ich sie aber scheinbar vergessen, wieder ein zu packen. Oh man, war ich traurig! ๐ข
Ich sortierte ein bisschen meinen Kram und suchte bereits eine Verbindung zum Flughafen Hiroshima raus und versuchte verzweifelt mich online ein zu checken. Allerdings ohne erfolg. Ich prüfte noch mal genau die Gepäckbestimmungen und schickte währenddessen ein paar Sprachnachrichten mit einer Bekannten hin und her, die bereits auch schon in japan war und einen Inlandsflug hatte.
Sie wies mich darauf hin, dass die Gepäckkontrolle am Flughafen der Stasi gleichen. Kein Gramm Übergepäck erlaubt und noch weniger eine kleine zusätzliche Tasche. Nicht mal eine kleine Bauchtasche ๐ซช
Wunderbar! Ist nicht so, als hätte ich nicht nur einen Trolley dabei, sondern auch noch einen Rucksack sowie eine Bauchtasche und defintiv mehr als 8 kg... Ich erkundigte mich also vorsorglich schon mal zu den Kosten für Übergepäck und plante gleichzeitig mehr Zeit am Flughafen ein ๐Read more
Tag 12 - Tokio i am baaaaack!
May 13 in Japan โ
โ๏ธ 17 ยฐC
Vom Bahnhof fuhr ein Flughafenshuttle, der innerhalb von ca. 50 Min. und in einem durchfuhr. Die Fahrt kostete 1500 Yen/ca. 9 Euro.
Da offensichtlich bei niemanden der online check in funktionierte, war die Schlange am Schalter entsprechend lang. Der Schalter öffnete genau (!) 2 Std vor Abflug und keine Minute früher und dann fing das Schlamassel an.
Ich hatte keine Ahnung, wieviel mein Gepäck wog... Damit fing es schon mal an. Also erst mal warten, dann die Taschen durch den Scanner und dann zum Schalter, um fest zu stellen, ich hab zu viel dabei ๐ฅฒ Das Handgepäck dürfte maximal 7 kg Handgepäck wiegen. Auf meinen anderen Flügen lag die Obergrenze bei 8 kg! Mein Rucksack musste ich extra aufgeben und bezahlen. Ich konnte ein Übergepäck von 5 kg dazu gebucht. Ich war trotzdem noch drüber! Jetzt fing es an, Spaß zu machen.... Ich mach es kurz, ich trennte mich erst Mal von allen Snacks etc. die unnötig Gewicht hatten, stopfte mir kleine Gegenstände in die Taschen, zog zwei Jacken übereinander an und bin davon ausgegangen, dass es ausreichend sei. Ich also wieder zurück ans Ende der Schlange, Gepäck durch den Scanner, an den Schalter, und dann an die der Wage festgestellt, dass es immer noch nicht passte. Stopfte mir irgendwelche Dinge in die Hose und war echt verzweifelt. Es gab nichts, was ich hätte noch rausnehmen können.
Also.. noch mal auf gut Glück, zur Schlange, Scanner, Schalter.. Auf insgesamt 12 kg bin ich inzwischen gekommen. Die Verteilung der Gewichtung wurde aber nicht akzeptiert, weil das Gewicht des Trolleys über 7 kg war und der Inhalt des Rucksackes unter 5 kg. Dass das zusammen 12 kg entsprachen, spielte hierbei keine Rolle. Ich kürze ab. Ich bin noch 3 weitere Male am Schalter gewesen, war inzwischen nassgeschwitzt und habe mir gedacht, dass es sich das erste Mal gelohnt hat, wirklich früh am Flughafen gewesen zu sein....๐ Selbst ein Unterschied von 100 Gramm wurde nicht akzeptiert. Auf den Gramm genau habe ich mit 7 kg und 5kg eingecheckt. Ich war fix und alle!
So sehr wie ich die Genauigkeit der Japaner liebe, weil sie so unglaublich verlässlich macht, hat mich das gerade zu Wahnsinn getrieben ๐
Ich saß im Flieger, wir rollten wir die Startbahn, der Flieger hob an und ich schaute auf die Uhr.. Auf die Minute pünktlich!! ๐ณ๐ซช Ich musste grinsen. Das hat es irgendwie wieder wett gemacht.
Der Flug von Hiroshima nach Tokio kostete sage und schreibe inkl. des Übergepäcks 35 Euro ๐ Die Fahrt mit dem Schinkansen bei fast ähnlichem Zeitaufwand, 120 Euro.
Pünktlich in Tokio angekommen war ich super glücklich über meine Planung, dass ich doch noch 3 Tage in Tokio habe ๐ bei der Planung dachte ich, dass es vielleicht zu viel sein könnte aber neiiiinnnnnn! Habe mich so sehr auf die letzten Tage Tokio gefreut ๐๐
Ich bin in dem selben Hostel wie zu Beginn meiner Reise. Das Hostel mir den Toilettenschuhen ๐ von der Lage hat es einfach am besten gelegen und die annähernd den Preis gab es auch keine Alternative. Die Hotels sind in Tokio doch eher Kategorie Sdhuhkarton und sauteuer. Ich also mein Gepäck im Hostel zwischengeparkt und direkt los.
Für Tokio standen eigentlich nur noch ein paar Viertel auf dem Zettel, für die ich zu Beginn meiner Reise keine Zeit hatte. Aber diesmal eher in slow motion. Also zumindest so der Plan ๐
Zuerst bin ich in das Viertel Asakusa gegangen. Dieses ist unweit von dem Hostel entfernt und zu Fuß erreichbar. In Asakusa war ich nur mal kurz an einem Abend. Deshalb gab es noch ein wenig Nachholbedarf ๐
Asakusa ist ein eher ursprünglich gehaltenes Viertel und ist für seinen Senso-Ji Tempel verbunden. Ja... Da sind sie wieder. Die Tempel ๐ dieser ist der älteste buddhistische Tempel Tokios. Die Tempelanlage mitten in der Stadt war gigantisch groß und frei zugänglich. Auch hier gab es einige Japaner, die sich mit einem wunderschönen Kimono schmückten ๐
Danach bin ich noch ein wenig durch die Gassen geschlendert. Das Viertel ist sehr übersichtlich und wunderschön traditionell.
Ein Besuch im gehypten Uniqlo darf in Japan nicht fehlen, oder? Ich kann der Mode nichts abgewinnen. Auch die Sack über den Kopf in der Umkleide, konnte mich nicht umstimmen ๐คฃ
Was ich aber unbedingt vor meiner Heimkehr als Mitbringsel machen wollte, war eine kleine individuelle Crossbacktasche. Diese kauft man dort und gleichzeitig kann man diese vor Ort mit einer unzähligen Auswahl an Aufnäher versehen und individuell gestalten lassen.
Die Qual der Wahl... Ich habe mich für eine beige Tasche entschieden mit der Aufschrift, Tokio und Japan sowie div. anderen Motiven. Diese plant man mit einer lieben Mitarbeiterin. Man sucht sich die Farben, Motive und die Platzierung aus. Umso mehr Motive man sich aussucht, umso teurer wird natürlich die Tasche.
Funfact: die Tasche hat umgerechnet 8 Euro gekostet und die ganzen Stickereien 25 Euro ๐
In der Regel kann man seine Tasche am nächsten Tag dann abholen.
Ich stand bestimmt 1 1/2 Std im Laden. Entscheidungen die man fürs Leben trifft... So fühlte es sich zumindest an ๐
Ich bemerkte gar nicht, dass es sich draußen zwischenzeitlich so zu zog. Ich kam aus dem Laden und der Himmel war schwarz. Mit kurzem Abstecher im Supermarkt und einer Bentobox unter dem Arm ging es auf direktem Wege zum Hostel. Immerhin hatten wir auch schon 18 Uhr und ich bin einfach todmüde ins Bett gefallenRead more
Tag 13 - Tokio
May 14 in Japan โ
โ๏ธ 23 ยฐC
Heute standen einige Spots auf dem Plan, die in den ersten Tagen übrig geblieben sind. Also quasi ein bisschen querfeldein.
Zuerst ging es in das Viertel Shinjuku.
Der Bahnhof Shinjuku gilt laut Guinness-Buch der Rekorde als der am stärksten frequentierte Bahnhof der Welt mit über drei Millionen Passagieren täglich.
Lass uns mal bitte kurz über Bahnhöfe in Japan reden. Der shit is real! Sich in Bahnhöfen zurecht zu finden ist eine Höchstleistung. Tausende von Menschen, kaum ein Durchkommen, und dann gleichzeitig noch den richtigen Eingang zur richtigen Bahn und zur richtigen Richtung finden.. wow! Ich war teilweise erstaunt, wie gut es doch irgendwie klappte aber es gab auch Situationen, die mich fast an den Rand der Verzweiflung führten. Die meisten Unterführung der Bahnen sind so groß, dass man teikweise via Google Maps zum richtigen Eingang/Gleis kommt.
Bahnfahren zu Rushhourzeiten ist trotzdem krass... Japan ist einfach anders! Hunderte Menschen sind in der Bahn zusammengepfercht und niemand spricht! Es ist einfach Stille. Wahnsinn! Es ist soo angenehm. Es gehört einfach zum guten Ton, dass man sich in Bahnen nicht unterhält. Eine Wohltat! Was hingegen auch zum guten Ton gehört, ist so kontrovers... Nämlich Nasehochziehen ๐ in Japan ist es unhöflich sich die Nase zu putzen. Permanent aber die Nase hochziehen, ist kein Problem. Es machte mich teilweise waaaaaahnsinnig! ๐ก๐ก๐ก
In Shinjuku angekommen, schlenderte ich durch die Stadt. Ich werde einfach nicht müde von diesem Anblick ๐ฅฐ๐ Tatsächlich hat mich dann doch ein bisschen das Shoppingfieber gepackt und habe ein paar Mitbringsel gekauft. Bisher hatte ich gar nicht das Bedürfnis, irgendwas kaufen zu müssen. Aber die letzten Tage waren immerhin gezählt...Don Quijote gehört zu einem der klassischen Ketten, wo es einfach alles gibt, nebst dem verrücktesten Einkaufserlebnis. Reizüberflutung next Level. Man bekommt dort einfach ALLES! Teilweise relativ hochpreisig aber dafür auch wesentlich ausgefallener als in den klassischen Sovinirläden.
Von dort aus ging ich zu einer Aussichtsplattform, die ebenfalls kostenlos war. Diese bestand sich auf dem Gebäude des Government Building auf der 45. Etage. Ich genoss den Ausblick und ging von dort aus weiter zum Gyoen National Park. Laut Google ein Park mit Bestbewertungen. Eintritt 500 Yen /ca. 2,70 Euro. Die Ernüchterung kam aber relativ schell. Der Park war sehr sehr weitläufig und gefühlt haben alle Kindergartenkinder genau heute vorgenommen, einen Ausflug dort hin zu machen ๐ Das war nichts. Nach 15 Minuten war ich wieder auf dem Weg in die Stadt.
Ich hatte mir vorgenommen, noch mal durch die vor Tagen extremst überfüllte Einkaufsstraße (Thakeshita Street) zu gehen, mit der Hoffnung, dass dieses mal weniger los ist. Schließlich waren die golden weeks beendet. Ein guter Plan! Es war wesentlich entzerrter..und man hatte mal die Gelegenheit, die Geschäfte neben sich wahr zu nehmen und vielleicht in das ein oder andere Geschäft zu gehen und ein bisschen zu stöbern.
Da Shibuya direkt an dieser Einkaufsstraße angrenzt und ich durch Chatcpt erfahre habe, dass es auch dort eine kostenlose Aussichtsplattform gibt, führte mich der Weg direkt dort hin. Die Aussicht war allerdings nicht so spektakulär.
Als "Spot" hatte ich in meinen Notizen noch das Viertel Sangenjaya. Hier gibt es eine coole Gorilla Statue, die auf einem Haus plaziert ist. Sah im Internet ganz cool aus und vor Ort auch wirklich witzig! Nach 2/3 Bildern ging es allerdings weiter, weil das Viertel ansonsten nicht viel zu bieten hatte.
Unweit vom Gorilla gibt es einen relativ berühmten Tempel, den ich noch sehen wollte, der Gotokuji Tempel, auch liebevoll Katzentempel genannt. Hier steht alles im Zeichen der Winkekatze. Katzen..viele Katzen.. Hunderte von Katzen, nein tausende ๐
sah ganz witzig aus.
Der letzte Weg für heute führte mich am späten Nachmittag wieder nach Asakusa in den Uniqlo, um meine Tasche vom Vortag ab zu holen.
Die ist soooooooooo schön geworden โค๏ธ โค๏ธ โค๏ธ
Danach in die Unterkunft, kurz Beine hoch und mich von dem dritten Paar Socken verabschiedet, die einfach durch waren. Zu meiner Ernüchterung, ich hatte insgesamt nur 4 Paar dabei ๐ da soll mal einer sagen, ich würde nicht vollen Körpereinsatz zeigen. Meine Tage hatten gefühlt teilweise 36 Stunden und es gab selten Tage, an denen sich meine Beine nicht schwer wie Blei anfühlten ๐
Trotzdem konnte ich es nicht sein lassen, abends noch mal durch Ueno zu laufen.. Aber schnell war dann auch einfach die Luft raus ๐ฎ๐จRead more
Tag 14 - Hakone
May 15 in Japan โ
โ
16 ยฐC
Heute stand ein Tagesausflug nach Hakone auf dem Plan. Bereits um 06:30 Uhr bin ich vom Bahnhof Ueno los. Insgesamt dauert die Fahrt bis nach Ueno 2:30 Std.
Hakone ist eine sehr vielseitige Stadt. Sie ist bekannt für ihre Onsen (heiße Quellen), deren aktive Vulkanlandschaft und den Ashi-See.
Da es sich hier anbietet, die Region in einem Loop zu erkunden. habe ich mir den Hakone Free Pass gekauft. Dieser beinhaltet sämtliche Transportmittel, teilweise Eintritte/Ermäßigungen für Museen etc. Dieses hatte man du mir morgens am Bahnhof für ca. 50 Euro gekauft.
Los ging es dann mit dem RomanceCar.. Alleine ๐ Zurvor hatte ich mich natürlich mit ein paar Snacks und Getränken ausgestattet.
Dort angekommen war es auch zu dieser frühen Uhrzeit sehr voll!
Erst mal ging es mit der Bergbahn nach Gora. Das ist quasi der erste Stepp des Loops. Wird als Highlight angepriesen, da die Bahn allerdings so voll war, dass ich nicht auf dem Fenster gucken konnte, empfand ich es jetzt nicht unbedingt als Highlight, bzw. kann es nicht bewerten ๐ซฃ
In Gora habe ich mir dann den Gora Park angeschaut, bevor es dann mit dem cablecar zum nächsten Step, nach Sõunzan. Oben angekommen erwartete einen eine wirklich schöne Aussichtsplattform, mit Sitzgelegenheiten ich die Möglichkeit, währenddessen ein kostenloses Fußbad zu nehmen.
Von dieser Aussichtsplattform ging es dann weiter mit der Seilbahn, vorbei an aktiven Vulkanregionen. Das war sehr beeindruckend. Schwefel lag defintiv in der Luft. Das sah sehr mystisch aus.
Diese Region ist aus diesem Grund auch bekannt für diese "schwarzen Eier". Diese werden 60 Min.in schwefelhaltigen, heißen Quellen gekocht. Eine chemische Reaktion färbt die Schale tiefschwarz. Der Verzehr soll laut Legende das Leben um sieben Jahre verlängern.
Eier gab es in allen Varianten. Sogar als Eis ๐ซช Der Andrang war riesig. Ich hab sie nicht probiert ๐
Von dort aus ging es dann weiter mit der Seilbahn zum Ashi-See, wo das Piratenschiff bereits wartete.
Gegen einen geringen Aufpreis von 700 Yen/4 Euro habe ich ein VIP Ticket gekauft, mit dem ich in den vorderen Bereich des Decks konnte. Alle Anderen waren weiter hinter und hatten während der Fahrt nicht den direkten Blick auf den See. 4 Euro, die sich aber sowas von gelohnt haben. Das Piratenschiff sah so toll aus und glitt ganz entspannt über den See. Es war wirklich ein absolutes Highlight! ๐ Habe die Fahrt total genossen.
Gleichzeitig bedeutete dies aber auch, dass diese Schiffsfahrt auch das Ende des "Loops" ist. Von dort aus fahren Busse zurück zum Bahnhof. Währenddessen Alle ausgestiegen sind, habe ich mich dafür entschieden, mit dem Schiff zurück zu fahren und den ganzen Loop noch mal umgekehrt zu machen und auf diesem Wege wieder zum Bahnhof zu gelangen. Die beste Entscheidung! Denn in diese Richtung gab es nur wenige Menschenmassen, da die meisten den direkten Weg via Bus genutzt haben. Also genoss ich noch mal alle Fahrten mit der Seilbahn sowie cablecar und Bergbahn nahezu alleine ๐ฅฐ
Es war echt ein wunderschöner Tagesausflug, der absolut lohnenswert ist und ich jedem ans Herz legen kann. Irgendwie fühlte sich das wie Urlaub vom Urlaub an...๐
Auf dem Rückweg hatte ich noch versucht, ob ich vielleicht spontan noch ein Ticket für Shibuya Sky bekomme. Das ist eine ganz gehypte Aussichtsplattform mit einer aufsteigenden Rolltreppe. Eines DER Instamotive. Vor meinem Urlaub hatte ich mich selbstverständlich schon bemüht, als das Kontinent für diesen Zeitraum freigeschaltet worden ist, nur leider war es chancenlos Tickets für abends zu bekommen. Die späteste buchbare Uhrzeit war 14:30 Uhr. Tagsüber kann die Plattform nur leider nichts und den halben Tag oben auf den Sonnenuntergang zu warten, war es mir auch nicht wert.
Also versuchte ich noch mal mein Glück, mit der Hoffnung, dass vielleicht noch kurzfristig ein Kontingent freigeschaltet wurde.
Man gelang auf diversen Seiten von irgendwelchen Drittanbietern, die teilweise sehr unübersichtlich waren ABER offensichtlich hatte ich Glück und konnte ein Ticket für den morgigen Abend buchen ๐๐ der letzte Abend sollte dann noch mal was ganz Besonderes sein ๐๐Read more
Tag 15 - Tokio
May 16 in Japan โ
โ๏ธ 20 ยฐC
Mein Herz ist schwer...
Heute brach der letzte Tag an ๐ช
Zunächst bin ich nach Odaiba gefahren. Das ist ca. 45 Minuten von Ueno entfernt und man fährt mit einer führerlosen Straßenbahn mit toller Aussicht ๐
Odaiba ist eine künstliche Insel in der Bucht von Tokio die ursprünglich als Festungsinseln zur Verteidigung erbaut wurde.
Besonders bekannt ist sie für ihre Rainbowbridge, die im Dunkeln in bunten Farben leuchtet, sowie der Freiheitsstatue.
Bietet allerdings auch riesige Shoppingcentren dazu und Vergnügungsparks.
Erst denkt man-hä? Freiheitsstatue?
Die Statue wurde ursprünglich 1998 Rahmen des Französischen Jahres in Japan temporär aus Paris ausgeliehen, um die französisch-japanischen Beziehungen zu feiern.
Aufgrund der Beliebtheit, wurde diese im Jahr 2000 an diesem Ort fest installiert.
Wusstet ihr dass die Freiheitsstatue in New York auch ein Geschenk der Franzosen war?!
Nicht unweit entfernt steht der Unicorn
Gundan st die Hauptfigur der Anime- und Roman-Ser.e Mobile Suit Gundam Unicorn und ich mit knapp 20 Metern lebensgroß. Ein Mal die Stunde interagiert dieser. Da ich aber mit dieser Thematik nicht viel anfangen konnte, war es mir nicht wert, darauf zu warten.
Also machte ich einen kurzen Abstecher zum Strand und machte dort eine kleine Pause.
Auch hier in Odaiba gibt es eine kostenlose Plattform, die frei zugänglich ist.
Das scheint ein richtiger Geheimtipp zu sein, denn es verirren sich meist nur sehr wenige Menschen dort hin. Ein Hoch auf chatcpt! ๐ค Aus Ausblick war echt hübsch! ๐ฅฐ
Die Bahnhöfe hier sind so modern ausgestattet, dass es sogar einen digitalen Assistenten gibt. Mit.... Selfiefunkfion! Sehr witzig ๐
Zurück in Toiko war ich in geheimer Mission unterwegs. Seit Tagen versuchte ich ein Tattoo Studio zu finden, das noch Kapazität für ein kleines Andenken hat. Tattoos in Japan sind grundsätzlich sehr verpönt, aber sie werden geduldet. Demnach gibt es hier einige, aber wenige Tattoostudios, mit wirklich guten Bewertungen aber demnach auch null Kapazitäten, für "mal eben....." via Instagram/E Mail habe ich soo viele Studios kontaktiert. Tatsächlich hat es bei einem terminlich noch gepasst. Heute war schließlich die letzte Chance. Fand ein kleines Studio in Shibuya. Also ging ich um 16 Uhr dort hin. Naja...und wenn ich ohnehin noch mal hier war, schnupperte ich noch mal ein bisschen Shibuya Crossing Luft ๐ In der Nähe von dieser gibt es eine Werbetabel, auf die zur vollen Stunde in 3D ein Hund in Anlehnung von Hachiko, dessen Statue auch an der Kreuzung ist, angezeigt wird und zack war es auch schon wieder dunkel. Ein letztes Mal schlenderte ich durch die schrillen Gassen von Shibuya und versuchte alles noch mal aufzusaugen.
Um 21 Uhr hatte ich mein (vermeintliches) Ticket für Shibuya Sky. Vorher nochmals in die Unterkunft zu fahren, lohnte sich nicht. Also vertrieb ich mir bis dahin die Zeit.
Als es dann endlich 21 Uhr war, reihte ich mich in die lange Schlange an, die zu einem Aufzug führte, und dieser fuhr hoch zur Plattform des Shibuya Sky. Unten wurden die Tickets noch nicht kontrolliert, weil der Zugang nach oben grundsätzlich frei ist, da es dort oben noch einen Shop gibt. Allerdings gelangt man ohne Ticket nicht auf die besagte Plattform inkl. Rolltreppe. Ich also oben angekommen, lief noch ein bisschen dort rum, weil das Zeitfenster noch nicht freigegeben war, ging dann irgendwann zum Eingang der Plattform, um mein Ticket abscannen zu lassen.
Erst dann wurde ich darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um ein Ticket für eine andere Sehenswürdigkeit und nicht das Shibuya Sky handelt ๐ซช das war auf den ersten Blick überhaupt nicht ersichtlich, vor allem, weil ich nach gar keinen anderen Tickets als nach den für das Shibuya Sky geschaut hatte.
Sie sagte, es sei ein Ticket für so ein Illusionkran. Ich wollte es erst verfallen lassen, aber immerhin hatte ich 25 Euro bezahlt.. Ich schaute, wie ich dort hin komme und laut Googlemaps komme ich um PUNKT 21 Uhr dort an. Um 21 Uhr ist auch dort der letzte Einlass. Da ich ja mittlerweile weiß, wie Japaner ticken, wusste ich, ich darf keine Minute zu spät kommen. Ich hab mich sowas von abhehetzt, der Einlassbereich war schon abgebaut, ich konnte gerade noch so einen Mitarbeiter finden, der in diesem Moment auf die Uhr schaute. Es war PUNKT 21 UHR!! ๐
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Glück gehabt! Also ließ er mich noch rein..
Ich mach es kurz - sowas ist gar nichts für mich. Ich konnte null damit anfangen und stellte mir eher immer häufiger die Frage "Was soll das!?" Ich bin relativ schnell abgehauen.. Im Nachhinein wäre die bessere Wahl gewesen, das Ticket verfallen zu lassen. Dann hatte ich noch einen entspannten letzten Abend gehabt.. Steckt man nicht drin. Fand es schade, dass es mit dem Shibuya Sky nicht mehr geklappt hat ๐ช
Unverrichteter Dinge und bereits schon super spät machte ich mich also auf den Weg zur Unterkunft.Read more
Tag 16 - Heimreise / Fazit
May 17 in Japan โ
โ๏ธ 25 ยฐC
Mein letzter Post.... ๐
Bereits am Vormittag ging es über Kopenhagen wieder zurück nach Frankfurt.
Mein Herz ist so voll! ๐ซถ
Ich war im Vorfeld so zwiegespalten was Japan angeht. So richtige Vorfreude konnte ich gar nicht entwickeln. Ich konnte mir nicht ansatzweise vorstellen, was mich erwartet. Ich weiß nur, dass mich bisher nur sehr sehr wenige Großstädte überzeugen konnten. Die einzigen Ausnahmen sind Las Vegas und Kapstadt. Das hätte also auch total nach hinten los gehen können, zumal ich so viele Tage in Tokio geplant habe. Ich hatte überhaupt keine Idee, ob das zu viel sei.
Ich hatte mir sogar ein paar Notfallplan geschrieben, was ich alternativ machen könnte, falls mir die Decke auf den Kopf fallen sollte wie z.B. Disneyland etc.
Aber Papelapapp. Ich hätte noch viel länger in Tokio bleiben können ๐
Was Japan so besonders macht?
Japaner sind unglaublich genau. Das macht alles so sehr verlässlich. Am Anfang gewöhnungsbedürftig, aber seeeeehr schnell weiß man es absolut zu schätzen!
Ich liebte den respektvollen Umgang miteinander. Diesen "man braucht keine Worte", sondern man macht das über nett lächeln und nicken (und meint es auch so ๐)
Es war unfassbar sauber. Niemand würde es wagen, auch nur einen Schnipsel Papier auf den Boden zu schmeißen. PS. Ja - es gibt wenige Mülleimer, aber ist nicht so dramatisch, wie immer dargestellt wird.
Rauchen auf offener Straße ist verboten. Selbst draußen gab es "Raucherkabinen".
Hallo Deutschland?! Da geht noch was...
Alle paar Meter gibt es Getränkeautomaten, wo man sich für ganz wenig Geld etwas zu Trinken kaufen konnte. Bei den teilweise heißen Temperaturen ein absoluter gamechanger!
Ich glaube, 7eleven, Lawson, Familymart und wie sie nicht alle heißen, muss ich nicht erwähnen ๐๐ Bentoboxen?! Beste Erfindung ever!
Sich mit ganz anderen Kulturen auseinander zu setzen und sich an zu passen, ist immer wieder aufs Neue eine kleine Herausforderung. Welcher Faktor hier aber zusätzlich noch eine wesentliche Rolle spielte, ist die sprachliche Barriere. Das ist schon teilweise sehr herausfordernd und man hat zu Beginn der Reise viel Respekt davor. Im Nachhinein ist man aber immer wieder erstaunt, wie gut man das Ganze doch gemeistert hat, vor allem, wenn man alleine unterwegs ist.
Die Japaner selbst würde ich eher als zurückhaltend freundlich einstufen, die allerdings sehr auf ihr Handy fokussiert sind. Crazy... Wenn hunderten in der Bahn gab es vielleicht 3, die nicht auf ihr Handy geschaut haben ๐
Übrigens Handy, an dieser Stelle muss unbedingt erwähnt werden, dass Googlemaps in Japan tausend Mal besser funktioniert als hier.
Die Route, wie ich sie gemacht habe, würde ich tatsächlich immer wieder genau so machen. Für mich war sie perfekt!
Die Meinung, dass Japan/Tokio so teuer sei, kann ich im übrigen nicht teilen. Mir hat es an nichts gefehlt und habe wirklich wenig vor Ort ausgegeben. Die höchsten Ausgaben sind der Flug sowie die Unterkünfte in Tokio. Alles andere empfand ich dort als wirklich günstig!
Tokio ist echt eine Stadt, die mich von Minute eins in ihren Bann gezogen hat. Diese Kombination aus den schrillen und lauten aber genauso deren traditionellen Viertel mit ihren kleinen Stadtoasen..
Ob ich Japan noch mal besuchen würde?
Ich weiß es gar nicht... Ich habe das Gefühl, dass ich das gesehen habe, was ich sehen wollte. Es war eine grandiose Zeit, die ich niemals missen möchte und wenn du überlegen solltest, nach Japan zu gehen - TU ES! Es ist ein unvergessliches Abenteuer! ๐ซถRead more





























































































































































































































































































































































































































































































































































































































