• Tag 6 - Kyoto

    May 7 in Japan ⋅ ☁️ 20 °C

    Ursprünglich war der Plan heute nach Nara zu fahren, nur da das Wetter morgen dort besser ist als in Kyoto habe ich kurzerhand meinen Plan verworfen,

    Es standen ohnehin noch ein paar "to does" auf meiner Liste für Kyoto. Unter Anderem der ich glaube, bekannteste Schrein, den JEDER kennt und wahrscheinlich auch einer der beliebtesten Fotospots Japans. Der mit den vielen roten Toren. Auch Fushimi-Inari genannt.

    Dieser war unweit von meiner tollen Unterkunft entfernt und aus diesem Grund war ich auch bereits um kurz vor 8 Uhr dort, um zumindest den ganz großen Menschen aus dem Weg zu gehen.

    Vorneweg: ist mir nur semi gut gelungen :D

    Funfact: Wer denkt, auf diesen Säulen stehen irgendwelche tiefgründigen Schriften, der wird jetzt stark sein müssen. Firmen nutzen diese zu Werbezwecken. Zumindest die linke Seite der Säulen. Dort stehen ganz plump irgendwelche Firmennamen drauf. Ich war auch sehr amüsiert, als ich mal eine Dokumentation darüber gesehen habe.

    Diese Tore erstreckten sich wirklich über gefühlt - Kilometer, bergauf... mit vielen Stufen.. :D und es war warm.. Die Sonne brannte .. Aber umso höher man war, umso weniger Menschen begegnete man und es ergab sich die Gelegenheit auch mal das ein oder andere Bild zu machen, ohne irgendjemanden im Hintergrund zu haben.

    Ein Hoch auf mein Stativ!

    Ansonsten war der Tempel gar nicht so besonders. Oben gab es ein paar schöne Aussichtsplattformen, die zum Verweilen einluden, bevor es dann wieder nach unten ging. Die Sehnsucht nach einem Kaltgetränk war groß :)

    Kaum Abseits des Tempels war die Gegend wie leergefegt. Man merkte, dass viele Touris einfach nur die großen "to does" abklappern, zwei Fotos machen und sich danach wieder ins Taxi setzen und dann zum Nächsten fahren. Ich hingegen liebe es auch die Gegend drumherum zu erkunden. Vor allem zu Fuß.

    Weiter ging es für mich zu dem in Kyoto gelegenen Tempel Tofuku-Ji. Er ist ebenfalls ein Zen Tempel mit wunderschönem „Drumherum“ und einem extra angepriesenen Garten, der extra Eintritt gekostet hat.
    Der Eintritt hat ca. 5 € gekostet, was verhältnismäßig viel war.

    Der Tempel war wirklich schön. Zumindest von außen. Die meisten sind nicht begehbar und wenn, dann sind sie suuuuper unspektakulär. Da stehen dann teilweise ein paar Holz“schränke“ drin, die eher Gerümpel gleichen.
    Teilweise echt merkwürdig. Also nicht vergleichbar mit Tempeln aus Thailand, wo innen alles vergoldet ist etc.

    Der Eingang zu dem „Tempelgarten“ war separiert und gehörte defintiv zu der Kategorie „nepp“. Man durfte eine Plattform betreten, und von dort aus in den Garten gucken, der wirklich nicht sehenswert war.
    Dementsprechend schnell war ich da auch wieder weg.

    Das nächste Ziel war nämlich der berühmte Bambuswald im Stadtteil Arashiyama. Dieser ist frei zugänglich und kostenlos. Ja, war ganz nett, aber nicht DAS Highlight 😊

    Da meine 30.000 Schritte für diesen Tag noch nicht voll waren, entschied ich mich von dort aus weiter mit dem Bus zu einem weiteren Tempel zu fahren, nämlich zum Kinkakuji Tempel.
    Dieser war ca. 30 Minuten mit dem Bus entfernt. In Japan ist es so, dass man die Fahrt beim Aussteigen bezahlt. Alle Fahrten, egal wie weit sie sind, kosten eine Pauschale von 230 Yen, das ca. 1,50 € entspricht.
    Der Kinkakuji Tempel wird auch als „der goldene Pavillon“ benannt, da die ersten beiden Stockwerke vollständig aus Blattgold bestehen. Dieser gehört auch zu dem UNESCO Weltkulturerbe.
    Die Tempelanlage sowie der Tempel war wirklich sehr beeindruckend und absolut empfehlenswert. Der Eintritt lag bei ca. 2,50 €.

    Danach entschied ich mich erst mal zurück zu fahren, da ich echt k.o. war. Holte mir einen Snack auf die Hand und ruhte mich 1-2 Stündchen aus, bevor ich dann, natürlich… noch mal los zog.
    Ich wollte noch mal bei Dunkelheit durch die Viertel und Tempel schlendern. Holte mir bei 7eleven ein Eis und konnte noch ein paar wirklich schöne Fotos machen, bevor ich völligst erschöpft ins Bett gefallen bin.
    Man merkt, dass viele Orte für viele Touris als Tagesziele fungieren. Die Straßen waren abends nahezu leer. Aber auch dies hatte einen ganz besonderen Charme.

    Nein, Kyoto und ich sind trotzdem nicht miteinander warm geworden.

    Morgen geht es nach Nara zu den kleinen frechen Rehen 😊
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