Tag 7 - Nara
8 Mei, Jepun ⋅ ☁️ 23 °C
Früh, aber wie sich am Ende herausstellte, dennoch viel zu spät, ging es heute mit dem Zug von Kyoto nach Nara.
Die Fahrt dauerte eine Stunde. Kaum in Nara angekommen, merkte man sofort – hier steht alles im Zeichen dieser süßen kleinen braunen Hirsche/Rehe.
Überall Werbetafeln mit Hirschen, überall gab es haufenweise Souvenirs, sowie Statuen, Aufsteller und was man sich sonst noch alles vorstellen kann.
Naja und ganz nebenbei ist Nara auch noch für sein UNESCO-Weltkulturerbe bekannt 😃
Nicht lange dauerte es, bis die ersten kleinen Rehe den Weg kreuzten. Irgendwie unvorstellbar. So mitten in der Stadt, neben Hauptverkehrsstraßen.
Natürlich hatte man an jeder Ecke die Gelegenheit „Hirschkekse“ für 100 Yen, umgerechnet, 50 Cent zu kaufen. Man muss sich ja beliebt machen..
Man hatte förmlich das Gefühl, dass die kleinen Viecher einen bereits beim Kauf beobachteten, denn kaum eine Sekunde später klebten sie formlich an einem.
Kleben klingt so harmlos. Die waren richtig frech! Schupsten einen mit ihrem Geweih, zuppelten an Rucksack und Kleidung, bedrängten einen… Also die wussten genau,
was Sache war und man selber spätestens dann auch 😃 Einfach umdrehen und gehen? Fehlanzeige! Sie klebten dir an den Versen und waren zudem auch noch in der Mehrzahl.
Das war schon teilweise echt witzig.
Natürlich schaute ich mir auch dort einige Tempel an. Aber irgendwann hab ich sie einfach nicht mehr „zusammen“ bekommen. Irgendwie sah doch alles relativ ähnlich aus und selten
War ein wirkliches „Highlight“ dabei. Der Weg führte durch ein größeres Waldstück, das echt schön war. Die Rehe sind einfach überall beheimatet. Sie laufen dir in ganz Nara über den Weg aber nur an den Touristenpoints sind sie so aufdringlich.
Woanders hat man auch gar keine Möglichkeit spezielle Rehkekse zu kaufen. Man muss nur aufpassen, was man in der Hand hat. Das können sie einem schnell wegschnappen, wenn man nicht aufpasst 😊
Aber streicheln konnte man alle Tiere problemlos. Sie waren sehr zutraulich und offensichtlich an Menschen gewöhnt.
Was aber definitiv auf meiner to doe Liste stand war der Todai-Ji Tempel. Die Haupthalle ist mit einer Breite von 57 m, einer Tiefe von 50 m und einer Höhe von 48 m das größte rein aus Holz gebaute Gebäude der Welt. Sie beherbergt die größte buddhistische Bronzestatue. Der Eintritt kostete 800 Yen / umgerechnet 4,50 € und sah wirklich imposant aus. Leider lies sich diese gigantisch große Buddha-Statue im inneren des Gebäudes leider gar nicht richtig einfangen.
Danach ging ich noch durch das größte Tempeltor Japans (Mamdai-Mon-Gate), welches 1203 nach der Zerstörung durch den Taifun wieder neu aufgebaut worden ist und musste danach schmerzlich feststellen, dass die meisten
Sehenswürdigkeiten in Nara bereits um 16 Uhr schließen. Ich war einfach zu spät da ☹ Das sollte man auf jeden Fall bei einem Tagesausflug nach Nara beachten. Ich hätte echt gerne noch mehr gesehen, aber so gönnte ich mir dann
Mal einen ersten Tag, den ich nicht fast bis zur Erschöpfung herausforderte und fuhr dann am Nachmittag schon zurück in Richtung Unterkunft.
Wie genau die Japaner sind? Ein Beispiel: Die Zeit an den Haltestellten der Bahn wird durch den Zugbegleiter per Stoppuhr gemessen!
Ich lieb´s!
Morgen geht es dann weiter nach Osaka 😊Baca lagi







































