December 2019 - January 2020
  • Day1

    Mont Saint Michel

    December 29, 2019 in France ⋅ ☁️ 4 °C

    🏰 Le Mont-Saint-Michel
    📍Département Manche, Region Normandie
    🌍 Frankreich 🇫🇷
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    48• 38‘ N, 1• 31‘ W
    Wetter: ☀️🌤 9 - 10 Grad Celsius, 🌬 9 km/h
    Reisedauer: 4:00 h
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    Der Mont Saint-Michel ist eine Insel im Wattenmeer in der gleichnamigen Bucht Mont-Saint-Michel. Die kleine Insel besteht aus einem mittelalterlichen Dorf und dem eigentlichen Klosterberg mit der Abtei Mont Saint Michel. Sowohl die Bucht, die Insel und auch das Kloster tragen den gleichen Namen, was ab und an zu Verwirrungen führen kann. 🤪🏝⛪️
    Die Legende berichtet, dass der Bau einer Kapelle auf dem Mont St. Michel dem hartnäckigen Einsatz des Erzengels Michael zu verdanken sei: Dieser erscheint im Jahre 708 dem Bischof Aubert von Avranches im Traum und verlangt, dass ihm zu Ehren eine Kapelle auf dem der Küste vorgelagerten Granitfelsen errichtet werden soll. In den folgenden Jahrhunderten werden die Klosterbauten stetig erweitert; zunächst im romanischen, ab dem 13. Jahrhundert dann im gotischen Stil. Seit 1979 sind sowohl der Klosterberg als auch die umgebende Bucht Teil des UNESCO-Welterbes. 🌎🌍🌏

    Die Bucht, die Abtei und das Dorf sind von weitem aus gesehen ein wahrer Augenschmaus. Von südlicher Richtung sich nähernd, zieht der Berg einen jeden Besucher sofort in seinen Bann. Zu Fuß läuft man ca. 30 Minuten; es fahren auch Shuttle-Busse zur Insel und wieder zurück. Innerhalb der Mauern verspürt man ein wahres Mittelalter-Feeling: Enge Gassen, steile, weite Treppen und gut ausgelegter Kopfsteinpflaster. Überall befinden sich kleine Antiquitäten-Geschäfte, Souvenir-Shops und Restaurants, die ebenso im mittelalterlichen Stil gehalten sind. Doch Vorsicht, der lebensnotwendige Tourismus ist preislich deutlich zu spüren ... (kleiner Latte Macchiato + Orangina = 12,00 €) ☕️🥤
    Um ganz nach oben zur Abtei zu gelangen, muss man in Schlangenlinien den Berg erklimmen (Erinnert ein bisschen an Minas Tirith aus Herr der Ringe). Oben angekommen hat man einen atemberaubenden Ausblick auf die Ländereien der Normandie, Bretagne und der Nordee, wirklich sehr empfehlenswert. #mustsee 👁
    Kleines Manko: Für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagenschieber ist die Insel wirklich ungeeignet, da es nahezu ausschließlich Treppensteigen gibt. (Aufzüge gab es im Mittelalter wohl einfach nicht ... 🤷🏼‍♂️)
    Wer Urlaub in Nordfrankreich macht, darf sich den Mont Saint Michel auf keinen Fall entgehen lassen. ✅

    Fun Fact:
    In der Bucht des Klosterbergs Mont Saint-Michel herrschen die stärksten Gezeiten Europas. Bei Ebbe zieht sich das Meer bis zu 15 Kilometer von der Küste zurück. Die Normannen sagen, dass die Flut in der Bucht „wie ein Pferd im Galopp“ auf die Küste trifft.
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  • Day2

    Pointe du Hoc

    December 30, 2019 in France ⋅ ☀️ 5 °C

    🌅 Pointe du Hoc
    📍 Département Calvados, Region Normandie
    🌍 Frankreich 🇫🇷
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    49• 23‘ N, 1• 2‘ W
    Wetter: ☀️🌤 7 - 9 Grad Celsius, 🌬 15 km/h
    Reisedauer: 00:30 h
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    Einige Kilometer östlich des kleinen Fischerhafens Grandcamp bildet eine Klippe einen Felsvorsprung von rund 30 m Höhe, der steil auf einen engen Kieselstrand abfällt. Dieser ca. 500 m lange Abschnitt wird Pointe du Hoc genannt (fälschlicherweise oftmals auch als „Pointe du Hoe“ bezeichnet ...) und erlangte im Jahr 1944 traurige Bekanntheit: An diesem besonders günstig gelegenen Standort hatten die Deutschen (125 Soldaten der SS und 85 Kanoniere) im Juni eine starke Artilleriebatterie errichtet, mit der sie einen besonders breiten Küstenabschnitt abdecken konnten. Die Anlage war von der Organisation Todt, einer Bautruppe der Nationalsozialisten, so stark befestigt und verbunkert wurden, dass es nicht gelang, die Batterie aus der Luft zu zerstören. Neben dem natürlichen Schutz der Steilküste war die Anlage durch Minenfelder und Drahtverhaue gesichert. Sie stellte eine fürchterliche Bedrohung für die beiden für die Landung der amerikanischen Truppen gewählten Strände, Utah Beach im Westen und Omaha Beach im Osten, dar. 225 amerikanische Ranger hatten die Aufgabe, die deutsche Artillerie über das Küstengelände auszuschalten. Am 08. Juni 1944 überlebten nur knapp 80 amerikanische Soldaten die Kämpfe; die überlebenden und nicht gefangen genommenen deutschen Truppen am Pointe du Hoc zogen sich ins Landesinnere zurück.

    Pointe du Hoc ist eine landschaftlich schöne und sehr ansehnliche Küstenregion, die eine traumhafte Aussicht auf den Ärmelkanal bietet. Bei sehr guten Witterungsverhältnissen kann man sogar die Ländereien Großbritanniens in der Ferne erkennen. 🇬🇧
    Dennoch lässt sich an den zahlreichen Granaten- und Kanonenkratern die traurige Vergangenheit dieses Ortes festmachen; die Landschaft erinnert von der Form an die Mondoberfläche. 🌔 Ruinen der Deutschen Bunker sowie alter, verrosteter Maschendraht entlang des Küstenabschnittes sind heute noch Zeugen der zweitägigen Schlacht am Pointe du Hoc. Überall verteilt findet man Info-Tafeln und Gedenksteine, die einem die historischen Geschehnisse beschreiben. Eine gewisse Form von Demut und Mitgefühl liegt in der Luft; dieser Ort soll erinnern und niemals vergessen, und das gelingt ihm ‘par excellence‘.
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  • Day2

    Omaha Beach

    December 30, 2019 in France ⋅ ☀️ 5 °C

    🌅 Colleville-sur-Mer & Saint-Laurent-sur-Mer
    📍Département Calvados, Region Normandie
    🌍 Frankreich 🇫🇷
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    49• 22‘ N, 0• 53‘ W
    Wetter: ☀️🌤 8 - 9 Grad Celsius, 🌬 12 km/h
    Reisedauer: 1:00 h
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    Omaha Beach ist der bekannteste der fünf Landungsabschnitte vom 06. Juni 1944 als die Alliierten in der Normandie unter dem Decknamen „Operation Overlord“ (auch „Operation Neptune“) landeten und somit eine entscheidende Wendung im Zweiten Weltkrieg bewirkten. An diesem sechs Kilometer langen Strand hatten die US-Einheiten gegen eine nahezu vollständig intakte deutsche Verteidigung anzukämpfen. Es ist der Abschnitt, an dem die amerikanischen Truppen sehr herbe Verluste verzeichneten; aus diesem Grund wird dieser Strand auch "Bloody Omaha" genannt. Die alliierten Soldaten waren teilweise noch in ihren Landungsbooten und hatten den Strand nicht einmal betreten und befanden sich zugleich bereits im Kugelhagel. Es kam zu gigantischen Verlusten auf beiden Seiten: Mehr als 10.000 Mann wurden verletzt oder getötet.
    Omaha Beach diente nach dem D-Day als Hafenanlage. Die Geschichte des zweiten Weltkrieges ist und bleibt ein fester Bestandteil der Geschichte der Normandie.

    Collleville-sur-Mer ist klein, grade mal knapp 200 Menschen wohnen hier. Eine Dünenlandschaft führt zum Strand, der einer der Schönsten an der gesamten Côte de Nacre ist: Eine breite, feinsandige Gestade, Idylle pur. Blendet man einmal kurz die Geschehnisse des 2. Weltkriegs aus, dann ist es eine traumhaft schöne Gegend mit einem wunderschönen Strand. 🌊🌅
    An der Promenade kann man bei einem ca. 40-minütigen Spaziergang frische Meeresluft schnappen und die Seele baumeln lassen. Am „Omaha Beach Memorial“ gibt es mehrere Restaurants, die jedoch sehr hohe Preise fordern.
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  • Day2

    Gold Beach & Batterie Allemande

    December 30, 2019 in France ⋅ ☀️ 4 °C

    🌅 Longues-sur-Mer
    📍Département Calvados, Region Normandie
    🌍 Frankreich 🇫🇷
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    49• 20‘ N, 0• 42‘ W
    Wetter: ☀️🌤 (unfassbar schön: 🌅) 7 - 8 Grad Celsius, 🌬 10 km/h
    Reisedauer: 00:45 h
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    Gold Beach lautete der Codename des für das 30. britische Corps bestimmten Landungssektors. Im Osten von Arromanches machen die Klippen einer tiefgelegenen und sumpfigen Küstenlandschaft Platz. Der feindliche Widerstand ist an den äußeren Enden des Sektors, und insbesondere in Asnelles, besonders erbittert. Nach einer relativ problemlos verlaufenden Landung vor dem Weiler Les Roquettes trifft die in westlicher Richtung vorstoßende 231. Brigade auf heftigen Widerstand. Die von den vorausgehenden Bombardierungen verschonte Befestigungsanlage im Dorf Le Hamel bringt den britischen Soldaten schwere Verluste bei. Es bedarf mehrerer Ansturmversuche, sowie dem zusätzlichen Einsatz von Spezialpanzern und Nachschubtruppen, um die Stellung zur Mitte des Nachmittags hin letztendlich doch zu erobern. Am Abend des 6. Juni haben die Briten bei Gold Beach 25 000 Männer an Land gesetzt und kontrollieren ein Gebiet von rund 10 Quadratkilometern. Auf der linken Seite wurde die Verbindung mit den in Juno Beach gelandeten Kanadiern hergestellt.

    Longues-sur-Mer liegt nahe der Steilküste ca. 50 m über dem Meer. Der landwirtschaftliche Charakter des Ortsbildes ist weitgehend erhalten geblieben. Typisch sind die mit hohen Natursteinmauern umgebenen Gehöfte. Direkt an der Steilküste liegt die sehr gut erhaltene deutsche Artillerie-Stellung („Batterie de Longues“ oder einfach nur „Batterie Allemande“). Eine Fahrstraße führt von der Batterie de Longues an eine Bucht mit Kiesstrand unterhalb der Artilleriestellungen.
    Die Steilküste ist besonders in den Abendstunden absolut zu empfehlen, da das Farbenspiel des Sonnenuntergangs sich am Horizont des Ärmelkanals hervorragend widerspiegelt, eine traumhaft-malerische Aussicht ist die Folge. 🌈 Doch Achtung, das Betreten des Küstenabschnitts ist mit großer Vorsicht zu genießen, da es keine Absperrungen an der Klippe gibt. Entlang des Küstenabschnittes lassen sich noch alte Bunkerruinen aus vergangenen Tagen bestaunen. 🏚

    Fun Fact:
    Die Batterie Longues-sur-Mer ist die einzige deutsche Küstenbatterie des Atlantikwalles mit heute noch erhaltenen Kanonen in der gesamten Normandie.
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  • Day3

    Saint-Malo („Intra-Muros“)

    December 31, 2019 in France ⋅ ☀️ 4 °C

    🌇 Saint-Malo
    📍 Département Ille-et-Vilaine, Region Bretagne
    🌍 Frankreich 🇫🇷
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    48• 39’ N, 2• 1’ W
    Wetter: lange ☁️, danach ⛅️ und ein bisschen 🌤 4 Grad Celsius, 🌬 15 km/h (Glühwein und Grog helfen ein wenig... 🥶)
    Reisedauer: 2:00 h
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    Die Geschichte des „Korsarennestes“, der „Stadt aus Granit“ und der „Seefestung“ Saint-Malo reicht weit zurück: Sie entstand im 1. Jahrhundert v. Chr. aus Alet (eine in Frankreich gelegene römisch-katholische Diözese). Im 12. Jahrhundert erwächst aus dem alten römischen Hafen eine Stadt, die zunächst auf einer kleinen grünen Insel gegründet wird. Im 16. Jahrhundert machte sich Jacques Cartier von hier auf, Kanada zu entdecken und ganze Fischfang-Armadas landeten daraufhin in Neufundland. Die alle Seestraßen abklappernden Reeder sichern der Stadt ihren Wohlstand, die im Schutz der von den Schülern Vaubans errichteten Befestigungsmauern prosperiert. Im 18. Jahrhundert untermauern die Korsaren Duguay-Trouin und Surcouf das Ansehen Saint-Malos, dessen Standarte (🚩) unter der französischen Flagge weht (mit anderen Worten ... Piraten durften unter französischer Aufsicht Piratenzeugs machen. 🏴‍☠️)
    Als 1944 die Alliierten an der Küste der Normandie eines der gewagtesten, größten und folgenreichsten Landungsmanöver der Menschheitsgeschichte unternahmen, begann auch die Zerstörung der alten Stadt Saint-Malo (bretonisch Sant-Maloù). Als die letzten deutschen Truppen sich schließlich ergeben mussten, war die Stadt - vor allem die Altstadt - zu mehr als 85 Prozent zerstört; lediglich die gewaltigen Mauern um die Altstadt „Intra-Muros“ hatten weitgehend standgehalten. In den darauffolgenden Jahren wurde die Stadt von ihren energischen Bewohnern stilgerecht wieder aufgebaut und gilt heute als eine der größten und beliebtesten Touristenziele in Frankreich.

    Zutreffendes bitte ankreuzen:
    „Saint-Malo ist ...“
    🔲 der Hammer
    🔲 der Wahnsinn
    🔲 einfach nur schön und idyllisch
    🔲 für Geschichtsidioten wie Tim ein gefundener Diamant

    Im Ernst, man muss kein Geschichtswissenschaftler sein, um Saint-Malo als wirklich schön zu deklarieren (voller Fokus auf die Altstadt „Intra-Muros“; die restliche Stadt ist auch nennenswert, aber ist halt einfach eine Stadt. 😋). Wie eine Halbinsel liegt die Hafenpromenade im Meer; in den schmalen Pflastergassen der Altstadt von Saint-Malo reihen sich bunte Boutiquen und zahlreiche Restaurants aneinander. Hoch oben entlang der Wehrmauer können Besucher den Blick über das smaragdgrüne Meer, die weißen Sandstrände und den Hafen schweifen lassen. 💎 🏖 Ihre Silhouette ist das Wahrzeichen der alten Seefahrer-Stadt in der Bretagne. Selbst im Herbst und Winter ist der Besuch der Stadt ein aufregendes und ansehnliches Ereignis. Im Hafen lässt sich ein wunderschöner und bis ins Detail ausgeschmückter Weihnachtsmarkt auffinden. 🎄 UND die Preise sind auch recht erschwinglich (ganz untypisch für die Bretagne und Normandie).
    Absolutes #mustsee ‼️

    Fun Fact:
    Stolz sind die „Malouins“, die Bewohner der Stadt, vor allem darauf, dass ihre Flagge immer ein wenig höher als die französische flattert: Ein Ausdruck als Symbol der Unabhängigkeit, denn während der Hugenottenkriege erklärte sich die Stadt zur Republik. Das manifestiert sich auch in dem immer wieder zitierten Wahlspruch „Ni Français, ni Breton: Malouin suis!“ („Weder Franzose noch Bretone – Bürger von Saint-Malo bin ich!“) und dem Stolz, Einwohner einer Korsarenstadt zu sein. Im Gegensatz zu einfachen Piraten waren die Korsaren mit einem Kaperbrief („lettre de course“) ihrer Regierung ausgestattet, der sie offiziell legitimierte, feindliche Schiffe aufzubringen oder deren Besatzungen zwecks Lösegeldforderungen zu verschleppen ... legale Piraterie eben... 🤷🏼‍♂️
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  • Day5

    Rennes

    January 2 in France ⋅ ⛅ 8 °C

    🌆🌃 Rennes
    📍 Département Ille-et-Vilaine, Region Bretagne
    🌍 Frankreich 🇫🇷
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    48• 7‘ N, 1• 41‘ W
    Wetter: Ganztags ☁️, ganz kurz 🌥 aber auch 🌧 4 Grad Celsius, 🌬 15 km/h (eigentlich nicht viel Wind, aber durch die schmalen Gassen zieht es ordentlich; in Kombination mit dem Fisselregen ein sehr herbstliches Feeling ... 🍂 🍁)
    Reisedauer: 3:00 h
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    Happy New Year 2️⃣0️⃣2️⃣0️⃣‼️
    (Zu Beginn sei gesagt, dass unsere vorherigen Erwartungen und der dann entstandene Eindruck leider nicht ganz so korrelieren wie erwartet. Aus diesem Grund gibt es den historische Teil in aller Kürze, das Fazit etwas länger.)

    Rennes, die Hauptstadt der Bretagne, liegt dort, wo die beiden Flüsse Ille und Vilaine (die Region ist nach diesen benannt) zusammenfließen. Anfangs unter dem Namen Condate in der gallo-romanischen Zeit bekannt, wurde Rennes Metropole der keltischen Redonen, von denen sich auch der heutige Name ableitet. Als bekannte Industrie- und Handelsstadt haben viele große Konzerne in Rennes ihren Sitz, wie zum Beispiel der Automobilhersteller Citroën.
    40.000 Studenten besuchen die zwei Universitäten mit angeschlossenen Hochschulen, was der Stadt eine jugendliche und moderne Atmosphäre verleiht.

    Nachdem in den letzten Tagen die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs uns sehr häufig begleitet haben, „kapitulieren“ wir endgültig und „flüchten“ in die größte Stadt der Region, nach Rennes. Von Rennes hatten wir im Vorhinein erfahren, dass es eine sehr gemütliche Stadt mit vielen Fachwerkhäusern, kleinen Gassen und Pubs sein soll. Wir erwischten leider einen wettertechnisch nicht so optimalen Tag, aber für einen Stadttag immer noch besser als an der Küste. 🌫🌊🌪

    Im Gegensatz zu Anziehungspunkten wie Saint-Malo, dem Cap Sizun oder Concarneau sucht man in Rennes einen malerischen Hafen, einsame Strände oder wildromantische Küsten vergeblich.
    Kurzgesagt ist es eine junge, lebenswerte Stadt, geprägt von den Studenten der Universität. Dementsprechend ist die Atmosphäre ideal für einen Abstecher während des Bretagne-Urlaubes oder einen Kurzurlaub allgemein. Die Hauptstadt der Bretagne lernt man am besten auf einem Spaziergang durch das Zentrum kennen. Alle Sehenswürdigkeiten kann man ohne Mühen in etwas mehr als einer Stunde besichtigen, da sich die interessanten Ziele - wie bei vielen französischen Städten - auf die historische Altstadt eingrenzen lassen. Mittelpunkt der Stadt ist der „Place de la Mairie“, wo sich westwärts das Rathaus und im Osten die Opéra de Rennes erheben, architektonisch wirklich einzigartig. 🏛
    Um den bekanntesten Platz von Rennes schlängeln sich viele kleine Gässchen und da fanden wir sie dann auch, die Fachwerkhäuser ... nur leider sehr selten in schön. Schätzungsweise 70 % dieser sehen richtig heruntergekommen und blass aus, dass man doch leicht enttäuscht war; wir fanden nur wenige, für die sich ein Foto gelohnt hat. (Die waren dann aber auch richtig ansehnlich. 🙂🤳🏽)
    Rennes ist eine „junge“, dynamische Stadt, die keinesfalls Hektik ausdrückt, sondern trotz ihrer kompakten Größe im Zentrum in Verbindung mit den 215.000 Einwohnern plus Touristen sehr ruhig geblieben ist (ob das im Sommer auch so ist, können wir an dieser Stelle nicht beurteilen). Aber es hat uns irgendwie nicht umgehauen oder besonders herausragend beeindruckt. Am Ende des Tages ist uns diese Stadt als eine durchschnittlich-französische Stadt in Erinnerung geblieben und der Wow-Effekt der vergangenen Tage blieb - leider - aus (Vielleicht sind wir schon zu verwöhnt ... 🤦🏼‍♀️🤦🏼‍♂️). Dennoch hat uns die junge, aufsteigende Kultur und die damit einhergehende Leichtigkeit sehr gefallen, weshalb sich ein zukünftiger Besuch im Sommer eventuell anbietet.
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