• Valparaíso Streetart 🎨

    Jan 7–8 in Chile ⋅ ⛅ 21 °C

    Unser nächster Zwischenstopp ist Valparaíso. Nach einer 7-stündigen Busfahrt mit Flixbus - ja, die sind jetzt auch hier - steigen wir am Terminal aus. Valparaíso ist eine Mischung aus armen Stadtvierteln mit Obdachlosigkeit, Drogenabhängigen und Schmutz und andererseits den schönen Hipster-Vierteln, mit Latte-Art, Galerien und Kunst überall. Irgendwie eine Stadt der Gegensätze. Vor der Eröffnung des Panamakanals war hier einer der bedeutensten Häfen an der Westküste Amerikas. 🚢

    Das Herz von Valparaíso schlägt in den Cerros – den Hügelvierteln, die die Stadt prägen. Besonders Cerro Alegre und Cerro Concepción sind bekannt für ihre farbenfrohen Häuser, kleinen Cafés und atemberaubenden Aussichtspunkte. Beim ziellosen Umherlaufen entdeckt man Street Art an jeder Ecke: politische Statements, Poesie, Fantasiewesen – jede Wand erzählt ihre eigene Geschichte. Die Orientierung geht schnell verloren, aber genau das macht den Reiz aus. Treppen führen ins Nichts, Gassen enden plötzlich in Aussichtsbalkonen, und hinter jeder Kurve wartet ein neues Fotomotiv. 📸

    Wir lassen uns einfach treiben, trinken Kaffee, essen Empanadas und Eis - hier zum astronomischen Preis von 3,30€ pro Kugel. Später setzen wir uns auf einen der zahlreichen Balkone und trinken Sangría. 🍷

    In einer der farbenfrohen Straßen sehen wir den aktuellen chilenischen Präsidenten Gabriel Boric, der einen Jugendclub besucht. Er wirkt super nahbar und sympathisch. Schade, dass er im März vom ultra-rechten José Antonio Kast abgelöst wird, dem Sohn eines ausgewanderten deutschen Wehrmachtssoldaten...

    Es ist ein interessanter Zwischenstopp, der mal wieder zeigt, wie divers Chile, das sich 4.300km von Nord nach Süd (zum Vergleich: Europa ca. 4.000km) erstreckt, ist 🌎
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