Siesta in Santiago City 🏙
Jan 8–14 in Chile ⋅ ☁️ 24 °C
Vor unserem Flug nach Patagonien haben wir uns einige Tage in Santiago de Chile eingebucht, um ein wenig Pause zu machen und letzte Vorbereitungen abzuhaken. Unser AirBnB mit 2 Zimmern in einer Wohnanlage mit Waschraum, Pool und Fitnessraum ist dafür top geeignet. Wir kochen oft, machen morgens Sport, telefonieren mit Freunden und Familien, waschen Wäsche und statten uns für die anstehenden Wanderungen aus. Ein Kaffee mit Lea und Hauke vor unserem Abflug darf natürlich auch nicht fehlen. Außerdem beschäftigen wir uns ein bisschen näher mit dem Land, in dem wir uns gerade befinden. 🇨🇱
🏙 Die Stadt
Insgesamt fühlen wir uns in den Straßen von Santiago nicht so wirklich sicher. Das war bisher anders. Gleich am ersten Tag beobachten wir, wie jemand auf der Straße bestohlen wird und hören immer wieder, dass Taschendiebstahl und Kleinkriminalität hier Alltag sind. Leider müssen wir für Patagonien mehrere hundert Euro in Argentinischen Pesos beschaffen, und so fühlt sich der Weg zur Bank und danach zur Wechselstube etwas komisch an. Aber mit gekonnten Verwirrungstaktiken wie Umwege durch Einkaufszentren schlängeln wir uns nach Hause 🦸♀️🦸
🛒 Einkaufen
Wir sind insgesamt schockiert vom Preisniveau. Für eine Fertigpizza aus dem Supermarkt zahlt man z.B. fast 8 €, 250g Käse kosten gut 5€ und für eine Kugel Eis aus der Eisdiele bezahlt man 3,90€. Wir fragen uns, wie die Löhne und die Lebensmittelpreise zueinander passen und lernen, dass ein Großteil der Bevölkerung 35-40% ihres Gehalts für Lebensmittel ausgibt. Viel Raum fürs Sparen kann da nicht mehr bleiben. Im Wesentlichen entstehen die hohen Preise durch eine ausgeprägte Ungleichheit der Einkommensverteilung und der Markt orientiert sich an oberen Einkommensklassen. Der Einkauf ist wie der Gang zu Rewe in Frankfurt.
📖 Geschichte
Schon lange lebten in Chile indigene Völker wie die Mapuche, die sich erfolgreich gegen die Inka Herrschaft wehrten. Im 16. Jahrhundert begannen die Spanier mit der Eroberung und Kolonialisierung, doch Chile blieb lange ein abgelegenes und eher armes Randgebiet des spanischen Reiches.
1810 erlangte Chile seine Unabhängigkeit von Spanien. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich das Land vergleichsweise stabil, geprägt von Bergbau und Handel. Im 19. Jahrhundert erweiterte Chile sein Territorium erheblich, unter anderem im Salpeterkrieg.
Das 20. Jahrhundert brachte soziale Spannungen, Reformen und politische Umbrüche. International bekannt wurde Chile durch den Militärputsch von 1973 (unterstützt wurde das Militär durch die USA, die mit der demokratisch gewählten linksgerichteten Regierung zu Zeiten des Kalten Krieges nicht einverstanden war) und die anschließende Diktatur unter Augusto Pinochet. Pinochet übernahm 1973 die Macht in Chile und regierte das Land bis 1990 als Diktator. Seine Herrschaft war geprägt von massiven Menschenrechtsverletzungen - tausende Menschen wurden verhaftet, gefoltert, ermordet oder verschwanden spurlos. Viele Chilenen gingen ins Exil.
Gleichzeitig führte Pinochet tiefgreifende wirtschaftliche Reformen ein, die Chile langfristig wirtschaftliches Wachstum brachten, jedoch auch große soziale Ungleichheit schufen. Diese Zeit spaltet und beschäftigt das Land bis heute. (Doku-Tipp: https://youtu.be/4XSuqGsbaKI?si=Fu-FTJG6helD9fik)
Seit 1990 ist Chile wieder eine Demokratie. Tatsächlich hatten die Chilenen eine der ältesten Demokratien der Welt, bis man eben in Nordamerika beschloss, dass eine linke, sozialistische aber demokratisch gewählte Regierung ähnlich störend wie der Kommunismus sei. Der damals gewählte Präsident Allende war der weltweit erste demokratisch gewählte sozialistische Präsident - leider nur für kurze Zeit. Heute gilt das Land als eines der politisch stabileren Länder Südamerikas. 🌎
Alles in allem haben wir unsere Akkus aufgeladen und freuen uns riesig auf Patagonien. Vorallem der Nationalpark Torres del Paine ist ein großes Highlight! 🏞Read more
















Traveler
Hahaha ist jemand rangegangen?
TravelerJaa, der Cross Trainer 😃
Traveler
<3
Traveler😊