• Die ersten Tage in El Paredon ๐ŸŒŠ๐Ÿ๏ธ๐Ÿข

    Sep 11โ€“17, 2025 in Guatemala โ‹… โ˜€๏ธ 34 ยฐC

    „Hola“ oder „Buenos Días“ aus „El Paredon“, einem kleinem verschlafenen Fischerdorf & Surfer-Hotspot ๐Ÿ„‍โ™€๏ธ an Guatemala‘s Westküste. ๐Ÿ‡ฌ๐Ÿ‡น ๐ŸŒŠ

    Zu dem beliebten Ort liegt leider keine genauen Einwohnerzahlen vor ๐Ÿ™…‍โ™‚๏ธ ๐Ÿ“‹, aber seine touristische Natur ๐ŸŒณ deutet auf eine geringere ständige Bevölkerung hin, die stark vom Tourismus ๐Ÿงณ abhängt.

    „El Paredon“ noch vor zwei Jahren - >

    …. Ein kleines Dorf ๐Ÿ  am einem schwarzen Sandstrand. Palmen. Hängematten. Surfboards. ๐ŸŒด Eine Handvoll Unterkünfte. Nur wenige Restaurants ๐Ÿฅ˜ und noch viel weniger Einkaufsmöglichkeiten…

    Eine einzige Schotter- und Sandstraße โณführt in das Örtchen, die in einer Sackgasse an einem Fluss, der voller Mangroven ๐ŸŒณ ist, endet.

    Das bestgehütete Strandgeheimnis Guatemalas ๐Ÿ๏ธ ist „El Paredon“ mittlerweile nicht mehr – in der Hochsaison hat man hier Probleme, eine Unterkunft ๐Ÿจ zu bekommen.

    Die Hauptstraße ist asphaltiert ๐Ÿ›ฃ๏ธ worden und die Essens- und Einkaufsangebote ๐Ÿ›๏ธ sprießen nur so aus dem Boden. ๐Ÿ—๏ธ ๐Ÿšง

    Bevor der Tourismus ๐ŸŽ’ komplett überhand nimmt, wollen wir uns natürlich selbst ein Bild machen und nutzen die Küste ๐ŸŒŠ um „anzukommen“ und uns an das Land, die Preise ๐Ÿ’ฐ und die Leute zu gewöhnen. ๐Ÿ˜Ž

    Von „Guatemala City“ aus ging es 10 Minuten zu Fuß ๐Ÿฆถ zum mitgeteilten Abholort. Entlang an einer nicht ganz sauberen, ๐Ÿ’ฉ lauten und stark befahrenen Straße ๐Ÿ”Š und umgeben von schwer bewaffneten Polizisten ๐Ÿ”ซ ๐Ÿ‘ฎ‍โ™€๏ธ überkam uns wieder ein mulmiges Gefühl. ๐Ÿ˜ต‍๐Ÿ’ซ

    Ganze 15 Minuten โฐ waren wir, vor der eigentlichen Abholzeit, an der Adresse. โ˜๐ŸผWir warteten und warteten und warteten… ๐Ÿ™„๐Ÿ™„Während wir von unzähligen Menschen angestarrt ๐Ÿ‘€ wurden, fragten wir uns, ob wir nicht noch etwas eher hätten da sein sollen. โ“โ“

    Gerade als ich mich darüber aufregte, dass der SMS - Benachrichtigungsservice Geld ๐Ÿ’ฐ kostet, erreichte uns eine WhatsApp vom Fahrer. Er ist in ca. ๐Ÿ”Ÿ Minuten da. ๐Ÿ‘‰

    Ich fand es gut, dass ich den Service โœ‰๏ธ nicht gebucht habe ๐Ÿ˜…๐Ÿซฐund trotzdem eine Benachrichtigung erhalte ๐Ÿ“ฒ und Lena war die Erleichterung sichtlich ins Gesicht geschrieben, gleich in einem Van mit geschlossenen Türen๐Ÿšช und Fenstern zu sitzen. ๐ŸชŸ

    Mit 40 Minuten Verspätung hielt dann endlich der Van ๐Ÿš bei uns an und die 4,5 Stunden Fahrt konnte beginnen. ๐Ÿ’จ Für 21€ p. Person, war es sogar ein recht komfortabler Van, bei dem zumindest Auspuff & Stoßdämpfer funktionierten und alle Scheiben ๐ŸชŸ vorhanden waren.

    Der erste Stopp ๐Ÿ™…๐Ÿผ war in „Antigua“. Nach unserem Wissen, für einen Toilettengang ๐Ÿšป gedacht, entpuppte sich der Halt als eine 1,5 Stunden Pause und einem Vanwechsel. ๐Ÿ” ๐ŸšŒ

    Unvorbereitet wurden die Schuhe ๐Ÿ‘ž wieder geschnürt und unser Kram ๐ŸŽ’ zusammen gepackt, bevor wir ein wenig durch den Ort โ›ช๏ธ gestiefelt sind.

    Da wir hier in Zukunft noch ausgiebig Zeit โฐ eingeplant haben, wollten wir uns gar nicht so viel anschauen. ๐Ÿซฃ Aber ein Blick auf unseren ersten ๐ŸŒ‹ den „Volcán de Agua“, der mit 3.760 m im Schatten des bekannten Wahrzeichens „Arco de Santa Catalina“ thront, konnten wir uns dennoch nicht entgehen lassen. ๐Ÿค—๐Ÿคฉ

    Nachdem wir die Zeit โฒ๏ธam Dorfplatz „Parque La Merced“ abgesessen hatten, ging es in einen neuen Van ๐Ÿš, der uns mit nur einem kurzen Tankstopp โ›ฝ๏ธ nach „El Paredon“ gebracht hat.

    Nach insgesamt 6๏ธโƒฃ Stunden Anreise, waren es nur noch zwei Minuten zu Fuß ๐Ÿฆถ bis wir unseren kleinen Bungalow beziehen konnten. Bei der Ankunft gab es Probleme mit der Klimaanlage, wir konnten aber einfach den Bungalow wechseln. ๐Ÿฅถ ๐Ÿ”

    Die Kommunikationsprobleme wurden über die entsprechende Übersetzer App ๐Ÿ“ฒ gelöst
    und außer dem Abendessen ๐Ÿฅ˜ ist nicht mehr viel passiert.

    Die nächsten Tage ๐Ÿ“… haben wir genutzt, um ein paar Einkaufsläden ๐Ÿ›๏ธ zu checken, uns in den verschiedenen Restaurants durch zu probieren und den Ort zu erkunden. ๐Ÿงญ

    Zwischen den „Aktivitäten“ haben wir natürlich auch viel Zeit am โ˜€๏ธ und im Meer verbracht. ๐ŸŒŠ ๐Ÿ๏ธ Das tägliche Volleyball spielen gehört genauso zu unserem Tagesablauf, wie der abendliche Sonnenuntergang ๐ŸŒ… am Meer. ๐Ÿ˜

    Wir haben auch mittlerweile eine eigene Katze ๐Ÿˆ hier… wer hätte es gedacht…. ๐Ÿ˜… Wir haben sie „Elli“ getauft, sie wird regelmäßig gefüttert und mit Streicheleinheiten versorgt.
    Manchmal kommt noch ihr riesig schwarzer Kumpel ๐Ÿˆ‍โฌ› zum spielen vorbei.

    Sie ist total lieb, kuschelbedürftig und beschützt uns sogar bereits, vor den lauernden Gefahren. Als ein Vogel ๐Ÿฆœ im Tiefflug auf mich zu kam, hat sie diesen abgefangen und ist mit ihm auf meinem Schoß gelandet. ๐Ÿซฃ Bis auf ein paar tiefen Kratzern, einem Puls von 200 und einem kleinen Schock auf den unangekündigten und nicht vorhersehbaren Überfall, geht es uns aber beiden (gerade mir) wieder gut. ๐Ÿ˜…

    Pünktlich zum Nationalfeiertag Guatemalas, der am 15. September war, wurden im ganzen Land Militärparaden, kulturellen Ereignisse und Fackelläufe (am Vorabend) veranstaltet. ๐Ÿฅณ ๐Ÿ‘ฏ Bei uns im Ort, gab es eine Parade mit Pferden ๐ŸŽ und singenden Kindern, die wir uns natürlich angeschaut haben. ๐Ÿ‘๐Ÿป

    Zwischen dem ganzen leckeren Essen wie z.B.
    Buritto, frischem Fisch ๐Ÿ , Pasta mit Shrimps ๐Ÿฆ, Tacos ๐ŸŒฎ, Enchiladas, Fajita oder dem Nationalgericht Pepian (dicker, würziger Eintopf mit gerösteten Gewürzen und Fleisch), welches wir bereits getestet ๐Ÿ˜‹ haben, ging ein weiterer langersehnter Wunsch für uns in Erfüllung. ๐Ÿคฉ๐Ÿซถ

    Wir sind tatsächlich endlich mal zur richtigen Zeit, am richtigen Ort ๐ŸŒŽ und haben uns für die Freilassung von Babyschildkröten ๐Ÿข eingeschrieben. ๐Ÿ“‹

    Es dauert auch nicht lange, da meldete sich der „Vermittler“ bei uns und teilte uns direkt eine Uhrzeit ๐Ÿ•ฐ๏ธ + Treffpunkt ๐Ÿ˜๏ธ mit. ๐Ÿ˜ณ Sollte es nun wirklich soweit sein…? Keine Ansagen wie „Es ist keine Saison“, „das Wetter ist zu schlecht“, „keine freien Plätze“…. ๐Ÿ˜ต๐Ÿค”

    Der Tag war gekommen… Unsere 2๏ธโƒฃ0๏ธโƒฃ Wecker + 1๏ธโƒฃ0๏ธโƒฃ Sicherheitswecker klingelten alle samt um 05:00 Uhr. ๐Ÿฅฑ โฐ Wir haben uns ganz aufgeregt fertig gemacht, einen schnellen Kaffee โ˜•๏ธ geschlürft und uns zum 2-Minuten entfernten Treffpunkt begeben. ๐Ÿƒ๐Ÿฝ

    Dort wurden wir, wie auch andere interessierte Touristen, empfangen ๐Ÿ™‹๐Ÿผ‍โ™‚๏ธ und bekamen den Ablauf ๐Ÿ“‹ mitgeteilt.

    Mit dem tollen Sonnenaufgang ๐ŸŒ… im Rücken, liefen wir gemeinsam ca. 20 Minuten am Strand entlang. Am Ende der „Wanderung“ ๐Ÿฅพ kamen wir an einem Holzverschlag mit der Aufschrift „Tortugario el Paredon“ und mehreren eingezäunten „Feldern“ an. Hier steckten überall kleine Schilder ๐Ÿชง mit verschiedenen Zahlen drin.

    Wir haben uns alle versammelt โญ•๏ธ und einige interessante Informationen über das Schildkrötenschutzzentrum und natürlich die Schildkröten ๐Ÿข selbst sowie deren Brutstätte erhalten. ๐Ÿ—ฃ๏ธ

    U.a. auch, dass die besagten Schilder ๐Ÿชง mit den Zahlen drauf, bspw. die Anzahl der Tage wie lang sie sich schon im Sand befinden und/ oder die Anzahl der Eier ๐Ÿฅš bedeuten kann.

    Über das Projekt vor Ort werden ca. 60.000 Eier pro Jahr der u.a. „Oliv-Bastardschildkröten“ von Wilderern zurückgekauft ๐Ÿ’ฐ und in die Aufzuchtstation gebracht. ๐Ÿผ Nur 1% der geschlüpften Schildkröten überleben. ๐Ÿ˜ฒ๐Ÿ’ก

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    Die Oliv-Bastardschildkröten (Lepidochelys olivacea) verdanken ihren Namen der olivgrünen Farbe ihres herzförmigen Panzers. Sie leben hauptsächlich im offenen Ozean in teilweise über 3.800 km Entfernung von der nächsten Küste.

    Sie sind leider auch auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet, mit rückläufiger Bestandsentwicklung, gelistet.

    Die Art gehört zu den kleinsten Meeresschildkrötenarten, ausgewachsene Exemplare erreichen Panzerlängen zwischen 60 cm und 80 cm und sind bis zu 50 kg schwer.

    Ihre Lebenserwartung ist unbekannt. Experten schätzen, dass sie zwischen 30 und 50 Jahre alt werden. Mit etwa 14 Jahren erreichen sie ihre Geschlechtsreife.

    Die Weibchen kommen nachts, meist zwischen Juli und Dezember, an den Strand, um ihre Eier im warmen Sand abzulegen.

    Nach der Eiablage wird das Nest anfänglich ganz sorgfältig mit Sand bedeckt und dann kehren die Weibchen sofort ins Meer zurück ohne sich noch weiter um den Nachwuchs zu kümmern.

    Ein Nest kann im Durchschnitt 80–120 Eier enthalten, welche etwa 30-50 cm tief vergraben sind.

    Bis die Jungtiere schlüpfen, dauert es 45-60 Tage. Wobei die Dauer stark von der Sandtemperatur abhängt. So erzielt wärmerer Sand kürzere und kühler Sand längere Brutzeiten.

    Die Sandtemperatur ist außerdem verantwortlich für das Geschlecht der Schildkröten. Die Weibchen mögen es eher warm und die Männchen eher kühl.

    Das Nahrungsspektrum der Allesfresser umfasst sowohl Algen als auch Krebstiere, Tintenfische und andere Mollusken. Am Meeresboden machen Oliv-Bastardschildkröten außerdem Jagd auf am Boden lebende wirbellose Tiere. Ihre maximale Tauchtiefe soll bei 150 m liegen.

    Wie bei allen Meeresschildkrötenarten sind geschlüpfte und heranwachsende Jungtiere als Beute beliebt bei allem, was Zähne und Fangarme hat, sowie bei großen Seevögeln. Erwachsene Tiere haben große Haie als einzige Feinde.

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    Soviel zur Theorie, dann ging es endlich zur Praxis. ๐Ÿคฉ Die geschlüpften kleinen Jungs und Mädels wurden von den Pflegern eingesammelt und von uns allen zum Strand begleitet. ๐Ÿง‘‍๐Ÿง‘‍๐Ÿง’‍๐Ÿง’

    Hier hieß es zunächst die Hände ๐Ÿ™Œ๐Ÿป mit Sand einreiben und anschließend mit Meereswasser ๐ŸŒŠ abspülen. Die Pfleger ๐Ÿ‘จ‍โš•๏ธ zogen währenddessen mehrere Linien ใ€ฐ๏ธ im Sand, die wir nicht übertreten sollten und gleichzeitig für die Babys ๐Ÿ‘ถ als „Wegweiser“ dienten.

    Dann war es endlich soweit. Jeder durfte sich selbst eine Babyschildkröte ๐Ÿข aussuchen. Natürlich wurden erstmal Unmengen an Fotos ๐Ÿ“ธ in zahlreichen Posen gemacht.

    Anschließend setzten ๐Ÿช‘ sich alle an die Linie und ließen die Kumpels in Richtung Ozean ๐ŸŒŠ frei. Es war komplette Stille ๐Ÿค, lediglich die Geräusche des Wassers und einige Worte der Pfleger ๐Ÿ‘จ‍โš•๏ธ waren zu hören. Unbeschreiblich, wie niedlich alle los watschelten und versuchten, als erstes in die Wellen zu kommen. ๐Ÿ˜Šโ˜บ๏ธ

    15 Minuten später konnte man nur noch die kleinen schwarzen Köpfe abwechselnd im Wasser auftauchen sehen. ๐Ÿฅฐ๐Ÿฅฐ

    Eine weitere, wahnsinnig schöne Erfahrung, die wir niemals wieder vergessen werden. โค๏ธ

    Bevor es nach ein paar Tagen Entspannung ๐Ÿ’† weiter ins Land ๐Ÿ‡ฌ๐Ÿ‡น gehen soll, musste auch noch einiges geklärt und recherchiert werden. ๐Ÿง‘‍๐Ÿ’ป Leider kann man hier vieles nicht, wie in Asien, spontan buchen. ๐Ÿ˜•

    Eine DER Aktivitäten weshalb wir u.a. hier sind ist z.b. erst wieder für Anfang Oktober ๐Ÿ“† buchbar, sodass wir jetzt schon unseren ganzen Plan umschmeißen mussten. ๐Ÿคจ๐Ÿ˜ณ

    Um schon einmal ein paar Tage zu „überbrücken“, haben wir mit unserer netten Vermieterin per Übersetzer eine kurzen Preisverhandlung geführt und die Unterkunft ๐Ÿจ verlängert.

    Bei 30-35 Grad โ˜€๏ธ und dem Meer ๐ŸŒŠ vor der Tür, gibt es sicherlich schlimmeres - dennoch ärgert es uns, dass uns nun einige Tage „verloren“ gehen. ๐Ÿ˜ฃ

    Die Preise ๐Ÿ’ฐ in „Paredon“ sind zum Glück moderat, sodass 3x täglich essen gehen, die Unterkunft ๐Ÿจ und sonstige Ausgaben wenigstens wieder im Budget liegen.

    Die Restaurants liegen je nach Auswahl bei 5-7€ pro Person und die Unterkunft kostet uns (nach Verhandlung) 36€ p. Nacht. ๐Ÿ’ฐ

    Die nächsten Tage steht also noch der ein oder andere Ausflug ๐Ÿšฃ๐Ÿผ an, wir werden unsere Zeit hier in Guatemala durch buchen ๐Ÿ“ฒ ๐Ÿ’ณ und uns schon Gedanken ๐Ÿ’ญ machen (müssen), wie es anschließend weitergeht.

    Ansonsten werden wir uns ein bisschen auf den Termin im Oktober vorbereiten, weiter die guatemaltekische Küche ๐Ÿฅ˜ probieren und dem Körper ein wenig Farbe verleihen. โ˜€๏ธ๐Ÿ˜Ž๐Ÿ‘ฉ๐Ÿฝ๐Ÿ‘ฆ๐Ÿพ

    Aber darüber mehr, im nächsten Bericht. Bis bald. ๐Ÿ‘‹๐Ÿผ
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