• Die letzten Tage in El Paredon 🏄‍♀️☀️🛶

    Sep 18–24, 2025 in Guatemala ⋅ ☁️ 30 °C

    „Buenas Noches“ ihr Lieben. 🙋 Nun endlich kommen die Zeilen über die letzten vergangene Tage. 😬

    Nachdem ich schon darauf hingewiesen wurde… 📲 -> Ich versuche die nächsten Berichte wieder regelmäßiger zu schreiben. ✍️ 😅

    Der Körper hat auf jedenfall Farbe 👦🏾👩🏽bekommen, so viel schon mal vorab. ☀️

    Wie geplant, haben wir sehr viel Zeit ⌚️ damit verbracht, uns mit den kommenden Tagen und Wochen zu beschäftigen. Bis auf ein paar bürokratische Sachen 📋 konnten wir auch alles erledigen, sodass wir zumindest die nächsten 2️⃣ Wochen erstmal nichts größeres mehr buchen müssen 🥸🤓 und auch ungefähr wissen, wo wir zwei Monate sein werden. ✅

    Während die 🔌 elektronischen Geräte geladen werden mussten oder das Internet 🛜 wiederholt ausgefallen ist, haben wir unseren Freunden - den Sandmücken 🦟 - am Strand einen Besuch abgestattet. 🙄 Ob sie nun im Sand leben oder in der Luft rum schwirren, kein Sch… 🐖 braucht diese lästigen Tierchen.

    Am Strand hält man es bei diesen Temperaturen aber eh nicht lange aus. 🥵 Schatten gibt es leider gar keinen und selbst Sonnenschirme ⛱️ waren im Ort nirgends zu finden. 🛒

    Also hieß es, zwischen den schattigen Plätzchen 🌴 auf dem Grundstück, dem klimatisieren Bungalow 🏡 und den gut durchlüfteten Restaurants zu switchen.

    Hier haben wir auch Alejandro kennengelernt, einer der wenigen englisch sprechenden Imbissbetreiber. 🥘 Nach dem leckeren Mittagssnack wurde bezahlt 💵 und Lena hat die Chance direkt genutzt, sich bei Ihm über unsere SIM Karte 📲 zu erkundigen.

    Nachdem wir in mehreren Märkten 🛍️ versucht haben sie aufzuladen, kommt weiterhin eine Fehlermeldung und sie bleibt ohne Funktion. 🙅🏻‍♀️ Alejandro war so freundlich, mit uns zum nächsten Supermarkt zu gehen 🏃🏽‍♂️und es auf „spanisch
    zu probieren“. Leider blieb der Erfolg aber auch bei ihm aus. 🤦🏻🫩

    Er bot uns an, dass wir über eine Freundin eine neue SIM Karte aus „Guatemala City“ bekommen können. Natürlich nahmen wir das Angebot dankend an. 🙏🏽 Es stellte sich allerdings später heraus, dass er seinen Ausweis 🪪 verloren hat und so keine neue Karte beantragen konnte. 😵‍💫🙄

    Wir haben mittlerweile auch ein Lieblingsrestaurant in dem wir wieder leckere Sachen wie Falaffel Wrap, Limetten-Shrimps 🍤 und Nachos probiert haben. Und ja, es abgab auch mal Pizza… 🍕🤭🥰 Den Tequila 🍸nach dem Essen gibt es von der Bedienung Danny auch bereits umsonst. 🤓🤑

    Zum guten Essen im Dorf, gehört natürlich auch hin und wieder mal ein Cocktail. 🍹 Auch hierzu könnten wir einen super Laden inklusive neues Lieblingsgetränk empfehlen. 😂 Unser Favorit - Die „Paloma“.

    Der Inhalt besteht aus Tequila und Grapefruit-Limonade, mit zusätzlich Limettensaft und Salz. 😋 Der Barkeeper ist ebenfalls super nett, wenn wir mal unsere Einkäufe 🛍️🛒dabei hatten, hat er sie während unserem Besuchs in seiner Kühltruhe gelagert. 🧊

    Als wir eines morgens bei „Lady“ im Status 📱eine Riesenschildkröte sahen, schrieben wir Ihr, wo wir diese finden können. 🔍 Sie antwortete auch recht schnell und erzählte von einer Organisation, in der Sie tätig sei. 🤔

    Die folgende Nachricht 💬 war mit einem Standort 🗺️ und einer Uhrzeit 🕰️ für den nächsten Tag gefüllt. Außerdem eine Auflistung von Krams, was wir einpacken sollten. Wenn wir möchten, könnten wir die Organisation begleiten. Ohne wirklich zu wissen, was wir machen, sagten wir zu. ✅

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    Die Organisation die wir unterstützen dürfen nennt sich "CONAP" („Consejo Nacional de Áreas Protegidas“), also dem Nationalrat für Schutzgebiete. Sie wurde 1989 gegründet und ist das höchste Richtungs- und Koordinierungsgremium des Systema Guatemalteco de Áreas Protegidas (SIGAP), dem guatemaltekischen System der Schutzgebiete.

    Das „Parque Nacional Sipacate-Naranjo“ ist ebenfalls unter „CONAP“ geschützt. Es schützt einen der am besten erhaltenen Überreste von Mangrovenwäldern, an der Südküste Guatemalas. Das gesamte Schutzgebiet umfasst etwa 2.000 Hektar. Hier gibt es vier Mangrovenarten -> rote, schwarze, weiße und „botoncillo“ (gewöhnlich Avicennia oder ähnliche Arten).

    Zudem gibt es zahlreiche Schutzprogramme, sowie bspw. das Tortugario (Meeresschildkrötenprogramm). „CONAP“ betreibt oder kooperiert mit einem Schildkrötenaufzuchtprogramm („tortugario“) in „El Paredón“. Die Eier von Meeresschildkröten werden gesammelt, überwacht, ausgebrütet und die Jungtiere ins Meer entlassen. In der Saison 2021-2022 wurden im „Tortugario El Paredón“ 32.088 Eier ausgebrütet, daraus wurden 28.378 Jungtiere freigelassen. Das entspricht einer Schlupfquote von etwa 95 %.

    Weiterhin leitet „CONAP“ die Bestände­überwachung, z. B. von Meeresschildkröten (Anzahl der gelegten Eier, Aufzucht, Freilassung) und führt Kontrollen und Bewachung gegen illegale Aktivitäten (z. B. Abholzung/ Mangrovenrodung) durch.

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    Am nächsten Morgen ging es zu 15 Minuten zu Fuß 🦶 zum „Pier“. Hier trafen wir uns mit „Lady“ und einigen anderen Personen. Punkt 07:00 Uhr kam ein Boot 🚣🏼 an, auf dass das Equipment 🩺 💉🕸️ geladen wurde und los ging es.

    Eine gute Stunde später, endete die Fahrt durch die Mangroven 🌳 an einem verlassenen Anleger. Hier gab es ein kurzes Briefing mit Zeichnungen per Stock 🦯 im Sand. Viel verstanden haben wir leider nicht, aber Hände und Füße haben geholfen… ☺️

    Erster Schritt war das Dach des Bootes ab-zumontieren. Danach wurden leere Flaschen 🍾 mit Sand gefüllt und diese an einem Netz angebracht. Erklären 🗣️ war hier nicht, also wurde es uns gezeigt, bevor wir selbst angepackt haben. 💪🏻

    Das Boot 🚣🏼 wurde mit einer Plane ausgelegt und das Netz darauf ausgerollt. Das Boot fuhr los und sämtliche Menschen LIEFEN dem Boot hinterher. 🤦🏻🤷🏼‍♂️ Unser Blick 👁️ zu „Lady“ verriet uns aber, dass wir bei ihr an Land bleiben sollen/ können. 😮‍💨

    Die Jungs und Mädels standen bis zum Hals im Wasser und verschwanden hinter den Mangroven. Uns wurde später klar, dass das netzt per Boot ausgebreitet wird und an den beiden enden die Menschen einfach ziehen. 🙆🏻‍♂️💁🏼‍♂️🤨

    Nach zwanzig Minuten waren die ersten Köpfe wieder zu sehen und der Motor zu hören.👂 Alle kamen zurück an Land und tatsächlich waren im Boot vier riesige Schildkröten. 😵🐢 Da wir bis dato noch nicht wussten, war wir hier tun, waren wir umso mehr überrascht. 🤩🤩🤩

    Die 4️⃣ gefangenen Kollegen und Kolleginnen werden nacheinander aus dem Boot 🚣🏼 gewuchtet und an Land ausgiebig untersucht. Sie wurden vermessen 📐, gewogen ⚖️, gechipt und wenn notwendig auch direkt verarztet. Natürlich wurde das auch alles schriftlich 📋 und per Foto 📸 dokumentiert, bevor sie wieder zurück im trüben Wasser 💦 verschwanden.

    Die größte Schildkröte an diesem Tag war übrigens 92 cm lang / 80 cm breit und wog knapp 100 kg. 😵‍💫😲

    Nach ca. 4️⃣ Stunden Arbeit wurde alles zusammengepackt, das Dach wieder am Boot 🚣🏼 angebracht und dann ging es eine Stunde zurück durch die Mangroven.

    Zurück an Land, konnten wir es immer noch fassen, was wir heute erleben durften. Ohne jegliche Ahnung was der Tag bringt, haben wir am Ende völlig überraschend bei einer Tierschutzorganisation die sich u.a. zum Wohl der Schildkröten einsetzt - helfen dürfen. 😇🤩🥺

    Am Abend schrieben ✍️ wir noch mit „Lady“ und schickten gegenseitig unsere Bilder 📸vom Tag. Wahnsinn, wie oft sie sich für unsere Unterstützung 🎗️💪🏻 bedankt hat, obwohl wir gar nichts groß getan haben. 🙏🏽 Die letzte Nachricht 📱 endete spontan mit einer erneuten Einladung für übermorgen. 📆

    Begeistert 🤩 von der heutigen Tour, sagten wir natürlich auch hier, ohne Überlegung, zu. ✅

    Diesmal begann der Tag erst um 08:30 Uhr. Der Treffpunkt 🚉 war diesmal an der für uns bekannten Baby-Turtle Station. Auch hier gab es ein kurzes Meeting, danach wurden Schildkröten Eier 🥚vergraben und wiederum geschlüpfte freigelassen. Das war nochmal ein ganz anderes Erlebnis, ohne Touristen. 🤭

    Anschließend ging es gemeinsam zum Pier, wo wieder ein Boot auf uns wartete. Heute wurde keine „Werkzeug“ aufgeladen, sondern schwere weiße Säcke. 🧐 Wir legten ab und fuhren in die entgegengesetzte Richtung als beim letzten Mal.

    Schon nach 🔟 Minuten erreichten wir das Ziel. Es wurden die Gummistiefel angezogen (für uns gab es eine Art „Überzieher“) und über den Steg ging es an Land. Überhäuft von Mücken 🦟 und knöcheltief im Schlamm, liefen wir wie die Ameisen 🐜 hintereinander in die Mangroven hinein.

    Jeder bekam mehrere Hände 🙌🏻 voll angesetzter Mangroven, die (mit der braunen Seite zuerst) beliebig in den Matsch gesteckt wurden. Eine einfache, aber effiziente Arbeit, die dem Erhalt der „Roten Mangroven“ dienen. 😇🙏🏽

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    Die Mangroven dienen generell und überall auf der Welt als Lebensraum für viele marine Arten (Fische, Krustentiere etc.), Schutz vor Erosion und als Puffer gegen Stürme und Gezeiten. Gerade deswegen ist der Schutz und die regelmäßige Aufforstung unfassbar wichtig!

    Mangroven wachsen recht langsam – und ihr Wachstum hängt stark von der Art, dem Standort (Salzgehalt, Gezeiten, Boden) und den Umweltbedingungen ab. Sie sind „Lebendkeimer“, das bedeutet, dass der Samen bereits an der Mutterpflanze keimt und als Propagule (Setzling) ins Wasser oder auf den Boden fällt. Im Durchschnitt wachsen Mangroven 30–100 cm pro Jahr (je nach Art und Bedingungen).

    Nach etwa 7–15 Jahren erreichen Mangroven eine Höhe von 3–5 Metern und beginnen, sich selbst stark zu vermehren. Ein stabiler, ausgewachsener Mangrovenwald kann somit 20–30 Jahre oder länger brauchen, bis er sich voll etabliert hat.

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    Nach vielem kichern 😃und waghalsigen Rutschmanövern, ging es mit den leeren Säcken zurück zum Boot in Richtung Pier. Gegen Mittag waren wir zurück an Land und haben uns auch für diesen tollen und interessanten Tag bedankt. 🙏🏽🙏🏽🙏🏽

    Da beide Exkursionen völlig umsonst waren, haben wir noch eine kleine Spende übergeben, bevor es für uns zurück zum Bungalow ging. 💁🏼‍♂️☺️

    Das es die folgenden Tage, trotz der Hitze, viel geregnet ☔️ hat, haben wir wieder einige Spanisch Lektionen gemacht und uns Schach ♟️ beigebracht. 😂🫣 Jaaa, wir spielen jetzt neben Scrabble auch regelmäßig Schach. 🤭

    Die Tage vergingen wie so oft unfassbar schnell. 💨 Trotz des ungewollten längeren Aufenthaltes hatten wir eine super schöne Zeit hier. Wir haben viele sehr sehr freundliche Menschen kennengelernt und natürlich auch einiges erlebt. 🐢🥰

    Am letzten Tag wurden natürlich nochmal alle hier lebenden Katzen 🐈‍⬛ und Hunde 🐕 geknuddelt. Den Abend haben wir mit verabschieden der einzelnen Personen verbracht. 🫶👋🏼

    Zurück am Bungalow wurden wir noch von einem riesigen „Südopossum“ 🐀 begrüßt 🤮 und im Haus von einer handgroßen Spinne🕷️
    Glücklicherweise konnte ich sie mit gaaaanz viel Mut 🛡️ unbemerkt (außer einem gebrochenen Besenstiel 🧹) beseitigen, sodass Lena auch genau hier und jetzt erst davon erfährt. 😅😜

    Am Abreisetag kam noch unsere Vermieterin „Lady“ vorbei und hat sich ebenfalls mit einer herzlichen Umarmung 🫂 und tollen Worten, über den Google Übersetzer, bei uns verabschiedet. 🥺😢

    Die letzten 🔟 Minuten vor Ort gehörten Lena und „Elli“ 🐈 ganz allein. Sie war über unseren kompletten Aufenthalt 24/7 bei uns und ist besonders Lena sehr ans Herz gewachsen. ❤️

    Es gab also noch das letzte Futter und dann wurde „Elli“ wurde unter kleinen kullernden Tränchen 😢 besonders liebevoll verabschiedet.

    Anschließend ging es mit den gepackten Taschen 🎒 zum Treffpunkt. 🚐
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