• Vulcano Boarding 🌋🛷🏂

    12. oktober 2025, Nicaragua ⋅ 🌧 25 °C

    Der bereits letzte Tag 📆 in „León“ stand an und für heute hatten wir uns eine Tour zum 728 m hohen Vulkan 🌋 „Cerro Negro“ gebucht. Der zweite Vulkan auf unserer Reise ist ebenfalls aktiv. Er kann aber bestiegen werden, da sich die Eruptionszeiten (letzte 1999) auf Grund seiner besonderen Beschaffenheit sehr genau Voraussagen lassen. 📋

    Allerdings waren wir nicht nur wegen der 45-minütigen Wanderung 🥾 auf den Vulkan hier, sondern wegen der ungewöhnlichen Methode wieder runter zu kommen. Das geschieht nämlich nicht per Fuß 🦶, sondern mit einem Holzbrett. 😵‍💫🫣 Die für uns weltweit einzigste Möglichkeit das genau so zu tun, ist hier auf dem „Cerro Negro“. 🌎

    Wir haben uns für die spätere Tour am frühen Nachmittag entschieden (das war im Nachhinein die komplett falsche Entscheidung 🫣) und sind zuerst 2️⃣0️⃣ Minuten zur Agentur von „Volcano Day“ gelaufen. 🏃🏽

    Der Schreibkram 📑 und die Bezahlung 💰 (35💲p.Person) waren schnell erledigt. Man konnte sich noch ein Nici 🎽 aussuchen, allerdings nur noch ab Größe L aufwärts. 🤨 Mir viel zu groß, fing die erste Diskussion schon an. Schließlich kostet das Shirt 10 Dollar, was aber in unserem Preis inbegriffen sein soll. Wir wurden beruhigt mit der Aussage, wenn wir wieder kämen, gäbe es wieder alle Größen. 🙆🏻‍♂️

    Dann hieß es warten. Schon leicht genervt, das wir grundlos 30 Minuten gewartet haben, ging es endlich los. 🤩

    Die Vorfreude hielt genau 20 Sekunden, das war der Weg vom Wartebereich auf die Straße. 🏘️ Denn unser Transportmittel war kein Jeep, Van oder Truck, sondern ein umgebauter, ausgemusterter gelber Schulbus. 🚌 Wer hier schon einmal unterwegs war, weiß, dass diese Busse, genau so bunt blinkend wie dieser, eher für Partys 🥳 als für eine interessante Tour bekannt sind.

    Kaum eingestiegen, wurde unsere Vorahnung bestätigt. Die Musik 🎶 dröhnte, das man sein eigenes Wort nicht mehr verstand und die restlichen Teilnehmer führten sich wie 12 jährige auf, die gemeinsam auf Klassenfahrt fahren. 🫨🙄

    Wir waren also nicht mehr nur leicht genervt, sondern hatten jetzt schon keine Lust mehr auf diese Tour. Nach 45 rasanten 🏎️ Minuten quer durch den Wald, über Stock und Stein
    (immernoch mit dem Bus) 🤦🏻 haben wir den Nationalpark Eingang 🏞️ erreicht. Es musste wieder ewig gewartet werden, bis jeder ein Bändchen bekam. 🎟️

    Drei der vier Guides nutzen die Zeit, um sich kräftig über ein paar andere Teilnehmer lustig zu machen. Tja blöd, wenn man mittlerweile etwas von ihrer Sprache versteht. 🤮

    Nachdem wir endlich am Zielort 🏁angekommen waren, bekam jeder seine (total abgenutzte) Ausrüstung. Dazu zählen das Holzbrett (scharfe Kanten, Seile kaputt) eine völlig zerkratzte Schutzbrille 🥽 und einen gelben Overall an dem jegliche Knöpfe fehlten. 🧥 Notwendige Handschuhe waren gar nicht erst vorhanden.

    Beim Gruppenfoto 📸 bitte schön die „Gelbe“ Seite des Boards und den Veranstalternamen in die Kamera halten - das war wichtig… Alles andere interessierte leider keinen. Dann hieß es loslaufen. Keiner wusste wohin, wie lange oder was auf uns zukommt.

    Die Gruppe trennte sich schnell zwischen denen, die sich auch mal umschauten und ein paar Bilder 📸 machten und denen die Steine 🪨 in den Vulkan warfen und schon das dritte Mal vom Bier 🍺 pinkeln mussten.

    Während des 45 minütigen Aufstieges 🥾 geht es über loses Geröll hinauf bis zum Krater des Vulkans ⛰️ und auf diesem entlang. Alles nicht schlimm, wenn die Guides sich für die Teilnehmer interessieren würden und eventuell vorab mal ein paar Sätze dazu verloren hätten. 🗣️ Ein falscher Schritt und man kullert die knapp 800 Meter hinunter…. 🤕

    Tatsächlich ist auch Lena gestürzt bzw. umgeknickt. Da kann keiner was für, das war eher Unachtsamkeit und Schuld des viel zu schweren Brettes. 🏋🏻 Aber es war eben auch keiner weit und breit zu sehen, um ggf. zu helfen.

    Schlussendlich sind wir alle oben angekommen, haben die Klamotten 🧥 angezogen und uns bereit für die Abfahrt gemacht. Auch hier waren wieder die Marketing Fotos 📸 und komplett kindisches Verhalten der drei Guides wichtiger, als etwas zur Abfahrt oder der Ausrüstung zu erklären.

    Einfach nur noch genervt ging es ab auf das Brett. Der Abhang und die darauf folgende Nebelwand vor einem ließen den Puls schon höher schlagen. 🤗 Wir sind in Gruppen gestartet, wenn die eine unten ankam, konnte die nächste los. Die Guides haben sich entlang der Abfahrt positioniert um Bilder/ Videos zu machen (oder mal wieder herrum zu albern).

    Wir waren an der Reihe und völlig aufgeregt. Wenn man gut ist, kann man die Abfahrt wohl in 15 Sekunden schaffen… 🤩 Wir haben gefühlt 5-10 Minuten gebraucht. 🙄 Ob wir uns zu blöd angestellt haben oder es an dem schlechten Equipment lag, keine Ahnung. ❓

    Aber ich behaupte mal, mit einem Brett auf klatschnassem Vulkansand/ Geröll 🪨 mit einer derart schlechten Einweisung, hätte es kaum jemanden hin bekommen.

    Unten angekommen, wartete schon der Bus. 🚌 Während des Sonnenuntergangs 🌄, welcher wirklich schön war, gab es noch ein Sandwich 🥪 und eine Banane, dann begann die Heimfahrt. 🤦🏻

    Übermäßig laute spanische Musik, blinkende Lichter, reichlich harten Alkohol 🍸 und kopfüber 🤯 hängende Menschen… mehr möchte ich dazu nicht sagen. Der kurze Stopp mit Lagerfeuer 🔥 und Marshmallows ist ebenfalls nicht erwähnenswert.

    Ohne überhaupt eine Information zum Vulkan und/ oder der umliegenden Landschaften erhalten zu haben, waren wir froh, als wir den den Bus 🚌 verlassen konnten. 🙅‍♂️

    Schnell noch das Shirt 🎽 abholen und ganz schnell weg. Aus dem Plan wurde leider nichts. Der Schrank 🗄️ mit den Shirts war nun komplett leer und der Oberhäuptling von dem Verein nicht mehr auffindbar. Boar war ich sauer… 😡😤 Mit meinem besten Englisch habe ICH versucht, dem albernen Guide klar zu machen, dass das so nicht funktioniert -> Ein Nici in meiner Größe oder ich möchte die 10 Dollar zurück. ⏪

    Leider war der Typ mehr als Beratungsresistent und die anderen beiden Hilfsarbeiter waren ebenfalls spurlos verschwunden. 🔎 👻

    Vielleicht ist euch aufgefallen, das ich den „vierten“ Guide kaum erwähnt habe. Das war ein junges Mädchen aus Frankreich, die dort Freiwilligenarbeit (Volunteer) leistet und sich verhältnismäßig „normal“ aufgeführt hat. Mit ihr hat sich Lena dann unterhalten 🗣️ und die Situation geschildert. Um überhaupt noch irgendetwas zu retten, hat sie mir dann ihr Shirt (in Größe S) gegeben und sich mehrmals entschuldigt. 😇

    Ohne Abendessen 🥘 ging es dann für uns zurück zur Unterkunft. Wir haben noch Sachen 🎒 gepackt und im Liegestuhl entspannt. 😎 Morgen gehts es weiter nach „Granada“. 👋🏼

    ——— ⚠️ ———

    Entschuldigt, dass der Beitrag bezüglich der Tour so (ungewollt) umfangreich geworden ist. Wir haben vorher viel gelesen, um den für uns, richtigen Anbieter zu finden, wurden aber maßlos enttäuscht. Das möchten wir einfach anderen ersparen und unsere persönliche Erfahrung völlig transparent wieder geben. Es war lediglich unsere eigene Erfahrung und jeder hat andere Vorlieben.

    Wir empfehlen jedoch jedem, der sich für die Tour und nicht fürs Feiern interessiert, zumindest die morgendliche Tour zu probieren - da ist wohl kein Partybus dabei. Bei der späteren Tour ist es unmöglich diesen zu umgehen.

    Ehrlich gesagt raten wir sogar komplett von dieser Agentur ab, es steht nach unserer Erfahrung, einfach mehr der Alkoholpegel und die Lautstärke der Musikanlage im Vordergrund, als das eigentliche Erlebnis des Vulkans und dem Vulcano-Boarding. ⚠️

    Mittlerweile haben uns auch die versprochenen Bilder und Videos erreicht, welche im Preis ebenfalls inbegriffen waren. Wenn ihr nicht lauter verschiedene Posen der Guides haben wollt, nehmt eure eigene Kamera mit (auch wenn euch erklärt wird, dass es verboten sei). 😉📸
    Læs mere