• Little Corn Island

    Mar 26–Apr 2 in Nicaragua ⋅ ☀️ 27 °C

    Little Corn Island erreichten wir mit einem kleinen Boot. Kaum angekommen waren wir sofort verliebt. Auf der Insel gibt es keine Autos und keine Roller, also keinen Verbrennungsmotor. Die einzigen Motoren gehören zu den Booten. Eine kleine Straße führt einmal rund um die Insel und teilweise mitten durch sie hindurch. Dadurch kann man alles problemlos zu Fuß erreichen.

    Auf der westlichen Seite befindet sich sozusagen das kleine „Downtown“ mit den meisten Restaurants, Bars und Divecentern. Im Norden und Osten liegen eher die schöneren und etwas ruhigeren Unterkünfte, wobei es überall auch sehr gemütliche Guesthouses gibt.

    In der Mitte der Insel ist vor allem dichter Urwald, in dem sich teilweise versteckte, wunderschöne Häuser und kleine Unterkünfte befinden.

    Die Menschen auf Little Corn Island sind unglaublich freundlich und entspannt. Überraschend war für mich, dass doch viele Leute eher Spanisch sprechen als Englisch oder Creole.

    Tauchen gingen wir bei Las Palmeras Dive Center und bereits bei den ersten zwei Tauchgängen erlebten wir etwas Unglaubliches. Wir sahen riesige Eagle Rays, viele Haie und sogar einen Hammerhai, der direkt zwischen uns hindurchschwamm. Ein absolut magischer Moment.
    Auch die nächsten Tauchgänge hatten ihre Highlights. Einmal beobachteten wir eine kleinere Schildkröte beim Fressen. Plötzlich kam aus dem trüben Wasser etwas Riesiges auf uns zu. Eine gewaltige Loggerhead-Schildkröte schwamm einfach geradeaus auf uns zu. Wir mussten ihr Platz machen, denn diese Tiere kennen kein Ausweichen, sie ziehen einfach ihren Weg durch.

    Auch die Leute auf dem Boot waren sensationell. Die Stimmung war entspannt, lustig und sehr familiär. Es fühlte sich wie ein gemeinsamer Ausflug mit Freunden an.

    Am Samstag feierten wir ein bisschen den Geburtstag von Yannick. Viel Nachtleben gibt es auf der Insel allerdings nicht oft, was irgendwie auch sympathisch ist. Alles ist ruhig, entspannt und sehr authentisch.

    Am letzten Tag liefen wir einmal rund um die ganze Insel. Die Natur ist unglaublich schön und immer wieder entdeckt man kleine Strände oder versteckte Buchten. Dabei sahen wir auch einige Resorts, die zum Verkauf stehen oder teilweise schon ziemlich verfallen sind. Wahrscheinlich hat auch hier Corona seine Spuren hinterlassen.

    Little Corn Island kann ich jedem Taucher nur empfehlen. Man kann hier auch schnorcheln oder fischen, aber Tauchen ist ganz klar die Hauptattraktion. Weil die Insel so abgelegen ist, sind viele Dinge etwas teurer. Essen kostet zum Beispiel schnell um die 7 CHF oder mehr. Damit muss man einfach rechnen. Dafür sind Unterkünfte wie Hostels oder kleine Guesthouses oft erstaunlich günstig.

    Absoluter Geheimtipp! Meine Lieblingsinsel in der Karibik bis jetzt!
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