• Santa Catalina / Coiba

    Apr 29–May 4 in Panama ⋅ ⛅ 31 °C

    Nach ein paar Tagen auf den Inseln von Bocas del Toro ging es für mich wieder zurück aufs Festland. Mit dem Bootstaxi fuhr ich dieses Mal nach Chiriquí Grande. Die Fahrt dauerte etwas länger, war aber unglaublich schön. Das Boot schlängelte sich zwischen unzähligen kleinen Inseln hindurch, vorbei an bunten Häusern auf Stelzen und ruhigen Buchten.

    Von dort ging es mit dem Bus quer durchs Land. Ein kurzer Zwischenstopp in Boquete gehörte auch dazu. Ironischerweise war das Wetter dort genau an diesem Tag plötzlich perfekt, nachdem ich zuvor hauptsächlich Regen erlebt hatte.

    Mein Ziel war Santa Catalina. Der kleine Ort liegt ziemlich abgelegen an der Pazifikküste, ist aber dank einer überraschend guten Strasse gut erreichbar. Kaum in der Unterkunft angekommen, wurde ich direkt von allen begrüsst. Schnell gab es ein erstes Bier, Spiele und Gespräche mit den anderen Reisenden. Die Stimmung war sofort richtig entspannt.

    Am nächsten Tag wollte ich mich direkt fürs Tauchen im Coiba National Park anmelden. Doch alle Anbieter waren bis Sonntag ausgebucht. Also blieb mir plötzlich viel Zeit. Die nutzte ich zum Musikmachen, unter anderem mit dem Hostelbesitzer und Steven, einem Amerikaner, den ich dort kennenlernte.

    Eines Abends landeten wir auf einer Strandparty am Playa El Estero. An einem anderen Tag nahm ich zusammen mit drei Kolleginnen wieder einmal eine Surflektion. Ich hatte es zwar schon ein paar Mal ausprobiert, aber ein kleiner Refresh schadet nie. Die Bedingungen waren ziemlich episch. Es regnete leicht, das Meer war unglaublich warm und trotzdem waren viele Leute im Wasser.

    Am Sonntag ging es dann endlich los mit der Tauchtour in den Coiba National Park. Die Tour war ziemlich teuer, sogar noch teurer als viele Tauchgänge in Costa Rica. Dafür fährt man aber auch mit einem kleinen Boot etwa eine Stunde hinaus zu den Inseln. Dort machten wir zwei Tauchgänge, mit einer Pause an einem komplett einsamen Strand. Nach dem zweiten Tauchgang gab es Mittagessen an einem anderen Strand, wo ich zufällig auch wieder zwei Schweizer Kolleginnen traf. Den dritten Tauchgang liess ich aus und genoss stattdessen einfach die Umgebung.

    Unter Wasser sahen wir zwar nicht ganz das, was wir uns erhofft hatten. Aber so ist es eben mit der Natur. Trotzdem war es ein richtig guter Tag. Am Abend kochte ich noch und später gab es im Hostel ein kleines Abschiedsfest, weil viele am Montag weiterreisten.

    Santa Catalina ist definitiv ein besonderer Ort. Viel Surfen, viel Tauchen, viel Schnorcheln, unglaublich nette Menschen und eine entspannte Atmosphäre. Die Stimmung im Hostel war besonders cool. Einer dieser Orte, an denen man leicht ein paar Tage länger bleibt als ursprünglich geplant.
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