• Über die Berge zur Cala Blanca

    August 22 in Spain ⋅ ⛅ 31 °C

    Von Camp de Mar aus geht es erst einmal stramm bergauf. Wir passieren eine ganze Reihe exklusiver Luxusvillen, die sich aktuell noch in ihrer Verpuppungsphase befinden. Die Hochglanzfotos an den Baustellenzäunen versprechen allerdings Paläste der Extraklasse. Der typische mallorquinische Charme bleibt zwar etwas auf der Strecke, aber wer hier später einzieht, darf sich ungeniert wie der König von Mallorca fühlen.

    Was lange bergauf geht, muss Überraschung - naturgemäß auch irgendwann wieder bergab führen, wenn man in eine Bucht möchte. In Serpentinen schlängeln wir uns nach unten. Doch die eigentliche Mutprobe wartet ganz am Ende. Ein höchst gefährlicher Geröll-Abhang versperrt den Weg ins Paradies.

    Mit wackligen Knien, aber ohne nennenswerte Blessuren meistern wir die Kraxelei. Die Belohnung? Wir ergattern einen der heiß begehrten und extrem rar gesäten flachen Felsen, die hier als behelfsmäßige Liegewiese dienen.

    Und dann liegt sie vor uns, die Cala Blanca. Das Wasser ist so glasklar, dass es fast schon kitschig wirkt. Ich zögere keine Sekunde, schnalle mir meine neue Taucherbrille auf und tauche ab. Eine völlig neue Welt! Ich entdecke Seeigel, neugierige Fischschwärme und sogar eine Seeanemone, die sanft in der Strömung wiegt. Bei einem besonders kühnen Tauchgang entdecke ich eine wunderschöne Muschel. Da sie allerdings noch von einem kleinen Bewohner besetzt ist, lasse ich sie natürlich im kühlen Nass. Man ist schließlich Gast auf der Insel und setzt niemanden einfach so vor die Tür. Außerdem können die Bewohner beißen, fragt mich - ich weiß es genau!

    Nach unzähligen Tauchgängen und ausgiebigem Rumfläzen treten wir bei strammen 34 Grad Sonnenschein den Rückweg an.

    Als hochverdiente Belohnung für diesen Fußmarsch gönnen wir uns die absolute Kalorienbombe. Ein Soft-Ice-Coffee-Milchshake für die Begleitung und eine Waffel für mich, die so vollgepackt mit allerhand Süßem ist, dass man sie fast schon unter das Waffengesetz stellen müsste.
    Hach ja. Ein perfekter Tag für einen Hobbit auf Reisen.

    Das Abendessen steht noch aus, schauen wir doch mal, mit welcher kulinarischen Überraschung wir uns den Abend versüßen.
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