• Der Meereszorn und die Opfergabe

    August 25 in Spain ⋅ ☀️ 31 °C

    ​Zurück im Hostal hält uns nichts mehr. Ab in die Badeklamotten und schnell runter an den Strand!

    Wir haben tatsächlich das phänomenale Glück, noch zwei freie Liegen zu ergattern. Mein ursprünglicher Plan war eigentlich glasklar. Ich wollte elegant auf einem Stand-Up-Paddle-Board über die sanften Wogen des Mittelmeers gleiten. Ein Blick auf den Wellengang macht diesen Traum allerdings ruckzuck zunichte.

    ​Also gut, zweiter Plan. Gemütlich auf der Liege im Buch schmökern und zwischendurch eine Erfrischung im Meer suchen. So weit die Theorie. Die Praxis sieht leider völlig anders aus. Bei meinem Versuch, bravourös gegen die Brandung anzukämpfen, kenne ich keine Gnade – aber das Meer eben auch nicht.

    ​Zweimal hintereinander werde ich von den Wellen regelrecht aus den Flossen gehauen und gnadenlos untergespült. Als ich keuchend und mit halbem Liter Salzwasser im Magen wieder auftauche, ziehe ich demütig den Hut. Ich zolle der Naturgewalt meinen vollsten Respekt – und hinterlasse dem Ozean als unfreiwilliges Opfergabe meine geliebte Sonnenbrille.
    Bitte sehr, liebe Unterwasserwelt, gern geschehen! Ich schlage den Rückzug an und schwinge mich mit verbliebenem Stolz zurück auf meine Liege.

    ​Am Abend haben wir im „Señor Tapas“ reserviert. Hier lassen wir es uns bei köstlichen kleinen Schlemmer-Schätzchen noch einmal so richtig gut gehen. Statt des klassischen Bar-Cocktails auf dem belebten Boulevard entscheiden wir uns danach für eine stilvolle Variante: Getränk To-Go gesichert und ab an die Promenade.

    ​Wir sitzen im warmen Abendschein, lauschen dem Rauschen der Wellen und genießen einfach nur das Meer. Ein bisschen Schwermut schwingt mit – denn morgen geht es ja leider schon wieder zurück in die Heimat.

    ​Hach ja, Mallorca... Du warst fantastisch!
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