Wanganui - Raglan
1. februar 2023, New Zealand
*01.02.23*
Leider war das Wetter auch heute nicht sehr berauschend. Dennoch waren wir gut gelaunt, denn heute startete offiziell unser Roadtrip. Wir machten uns auf den Weg ein Stück weiter in den Norden und machten an einem ruhigen Platz einen Stopp. Hier frühstückten wir und entschieden uns aber noch ein Stück weiterzufahren. Zwischendurch kaufte sich Maja noch ein Surfboard. An unserem nächsten Campingplatz angekommen, fing es leider wieder an zu regnen. Wir klappten das erste Mal unseren Pavillon auf und machten es uns darunter mehr oder weniger bequem.
*02.02.23*
Gleich morgens fuhren wir zum nächsten Spot. Hier gab es einige Buchten direkt am Meer. Der Ausblick war richtig schön, doch leider war es extrem windig. Wir fuhren nochmal 20 min weiter nach New Plymouth. Hier spazierten wir zunächst zur Te Rewa Rewa Bridge. Diese Bestand zur Hälfte aus Baustelle und den eigentlichen Berg dahinter konnte man vor lauter Wolken auch nicht sehen. Wieder zurück schnappte sich Maja ihr Surfboard, um es mal auszuprobieren und ich ging nur so eine Runde schwimmen. Naja, mehr oder weniger. Hauptsächlich war ich damit beschäftigt, nicht von irgendwelchen Kindern mit ihren Bodyboards umgerempelt zu werden.
Nur fünf Minuten vom Strand entfernt lag unser neuer Campingplatz. Hier kochten wir und liefen dann im dunklen nochmal in den anliegenden Park hinein. Wie schade, dass es schon dunkel war, der Park war unglaublich schön und ein leuchtender Wasserfall, der coole Lichteffekte machte, war nicht weit entfernt. Wir entschieden uns, zurückzugehen und morgen im Hellen noch einmal komplett durchzulaufen. Danach machten wir noch einen Abstecher auf den Spielplatz und entdeckten ein Reifendrehdings, an dem wir unsere unverbrauchte Energie rausließen.
Wir planten noch unsere morgige Wanderroute auf den Vulkan Taranaki und gingen dann ins Bett.
*03.02.23*
Na wie sollte es anders sein, es regnete mal wieder in Strömen. So konnten wir keineswegs auf den Vulkan hinauf. Mit unseren Schuhen würden wir auf dem nassen Weg, der als schwer gekennzeichnet ist, sofort ausrutschen.
Also beschlossen wir, durch den Park zu laufen und weiter zu ziehen. Wir entdeckten auf der Karte die „Three Sisters and the Elephant Rock“-Felsen, die ein bisschen an die zwölf Apostels aus Australien erinnern. Hier war direkt auch ein Campingplatz. Die Lage des Platzes war sehr schön, nur die Wiese komplett matschig und teilweise schon aufgerissen. Wir bauten gerade rechtzeitig alles auf, bevor es wieder anfing zu regnen. Was für ein sch*** Wetter die ganze Zeit. Der eigentliche Weg zum Lookout war auch nicht begehbar, daher entschlossen wir am nächsten Morgen bei einer anderen Stelle kurz anzuhalten.
Bisher ist leider noch nicht viel Spannendes auf unserem Trip passiert. Ich denke, je weiter wir in den Norden fahren, desto interessanter wird es.
Was ich jedoch bisher schon wahnsinnig schön an Neuseeland finde, sind die vielen Grüntöne der Natur. Ich glaube, ich habe noch nirgends eine so „saftige“ Natur gesehen. Bisher besteht die Landschaft hauptsächlich aus verschieden großen buckeligen Hügeln, jeder Menge coolen Bäumen und extrem viel Farn. Obendrauf gibt es noch ganz viele Kühe, Schafe und Ziegen.
*04.02.23*
Juhu, mal kein Regen am Morgen. Wir packten alles zusammen, frühstückten und fuhren weiter. Zuerst machten wir an dem Aussichtspunkt Halt. Tatsächlich sah es ein wenig so aus wie auch in Australien, aber noch lange nicht so spektakulär. Danach fuhren wir an eine der Filmlocations von Hobbit und Herr der Ringe vorbei. Leider durfte man ohne Tour das Geländer nicht betreten und für diese waren wir auch schon zu spät. Daher konnten wir es nur von außen betrachten.
Dann ging es weiter Richtung Waitamo Caves. Hier fuhren wir auf ein Campingplatz, auf dem mal etwas mehr geboten war, als nur ein Parkplatz. Hier war eine Art Hostel mit zusätzlichen Campingplätzen. Dazu gehörten auch ein Pool und ein großes Wohnzimmer.
Da endlich mal die Sonne schien, entschlossen wir, hier den Tag zu bleiben. Morgen früh haben wir uns dann eine Glühwürmchentour mit dem Boot durch die Höhle gebucht.
*05.02.23*
Heute stand endlich mal etwas Programm auf dem Tagesplan.
Um 9:30 ging die Tour los. Erst gingen wir zu Fuß in die Höhle von Waitamo hinein. An der Decke konnte man schon überall die Tropfsteine sehen. Immer wieder machten wir Halt und unser Guide erzählte auf sehr humorvolle Art etwas über die Höhle.
Das letzte Stück war der Hauptteil, hier fuhren wir mit dem Boot in die Dunkelheit hinein und konnten überall an der Decke Hunderttausende von leuchtenden Glühwürmchen sehen. Die Tour kann ich absolut empfehlen. Es war faszinierend. Am liebsten hätte ich so eine Decke in meinem künftigen Schlafzimmer. Also nicht mit echten Glühwürmchen, aber so viele blau leuchtende Punkte. Da man keine Fotos machen durfte, kann ich leider nichts davon zeigen. Wenn man die Höhle googlet, kommen einige Bilder, aber keines davon kann mit dem realen Anblick mithalten.
Nach der Tour frühstückten wir und fuhren weiter nach Karamu. Hier sind wir zu einer Pferdekoppel gefahren, wo man gemeinsam in einer Gruppe Reiten gehen konnte. Zwei Stunden gingen wir mit den Pferden durch die Natur. Dafür, dass ich zum ersten Mal allein auf einem Pferd saß, hab ich mich relativ gut geschlagen. Ähnlich wie meine Schüler, versuchte es anfangs ein bisschen auszuprobieren was es darf und was nicht. Z. B. wollte es einfach mal den Hang hinunter oder fern ab vom eigentlichen Weg an allen anderen Pferden vorbeiziehen. Auch mochte es überhaupt nicht, wenn er dem Hintern eines anderen Pferdes zu Nahe kam. Verständlich, ich würde auch keine Hinterteile direkt vor meinem Gesicht mögen. Da wurde es manchmal etwas zickig, aber anstatt von selber Abstand zu halten, versuchte es immer das jeweilige Pferd zu überholen.
Beim Absteigen konnte ich kaum noch gerade laufen. Gefühlt habe ich mir meine linke Leiste ausgerenkt. Mal sehen, ob ich morgen Muskelkater habe.
Nach dem Reiten ging unsere Fahrt weiter nach Raglan. Hier aßen wir zu Abend und wurden anschließend noch von unserem Nachbarn auf einen Tee eingeladen. Leider fing es dann auch schon wieder an zu regnen und wie verkrochen uns zurück in die Busse.Læs mere




















