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  • Day1

    Kuala Lumpur

    November 23 in Malaysia ⋅ ☁️ 29 °C

    *23.11.22*
    Am Flughafen in Kuala Lumpur angekommen, mussten wir uns ein Taxi zur Unterkunft besorgen. Das Problem: das WLAN ging nirgends so richtig und für 6 Tage wollten wir uns keine Sim-Karte kaufen.
    Also quatschten wir am Ausgang den Erstbesten an, um zu fragen, wie das mit den Taxis vor Ort hier läuft. Es war ein Inder im pinken Jacket. In der Wartehalle versuchte sein Kollege auch gerade ein Taxi zu ordern. Die beiden waren total sympathisch. Zwei Geschäftsmänner, die in einer großen Mosaikfirma arbeiten und für ein Marketing-Meeting anreisen mussten. Ihr Hotel war nur 5 min von unserem entfernt. Somit teilten wir uns ein Taxi. Dankenswerterweise mussten wir dann nicht mal etwas bezahlen, da sie dies sowieso über deren Firma abrechnen. Während der Fahrt unterhielten wir uns viel über das Reisen, die beiden sind geschäftlich auch schon sehr viel rumgekommen. Im Apartment angekommen, fielen wir direkt tot ins Bett.
    Was uns hier direkt auffiel, hier ist die Maskenpflicht noch ein großes Thema. Schon beim Hinflug mussten wir im Flugzeug eine Maske tragen und auch im Taxi und in der Hotelanlage.

    *24.11.22*
    Nach dem Aufstehen sind wir erst mal ins Fitnessstudio. Dies war auf dem Dach des Gebäudes mit einem tollen Ausblick über die Stadt. Danach liefen wir ca. 20 min in ein Einkaufszentrum, um etwas herum zu schlendern. 500 Meter weiter, folgte gleich das nächste. Hier gab es ein Ikea, in dem ich mir eine schwedische Zimtschnecke gönnte.
    Kuala Lumpur besteht förmlich aus Shoppingmalls, an jeder Straßenecke folgt die Nächste. Oft auch richtige Schickimicki-Zentren, in denen es nur Marken wie Gucci, Louis Vuitton, uvm. gab. Hier fühlten wir uns beim Durchlaufen richtig fehl am Platz und sind froh, auf den ganzen Mist gar nicht zu stehen. Gegen späten Nachmittag liefen wir zu den Petronas Twin-Towers und dem anliegenden KLCC-Park. Die Anlage war sehr schön gestaltet und die Türme fingen in der Dämmerung an zu leuchten.
    Die Stadt ähnelte einer Mischung aus Frankfurt, London, New York, Istanbul und immer wieder auch an etwas japanisches. Verrückt und faszinierend zugleich.
    Während des Tages fiel uns auf, dass die Straßen überall sehr sauber sind. Nirgends lag Müll herum, auch nicht in den Gebüschen oder an den Bushaltestellen. Ebenso war der Verkehr sehr geregelt. Keiner Hupte, es ging überall voran und es gab keine tausende Scooter.

    *25.11.22*
    Nach dem Frühstücken sind wir noch etwas durch die Stadt geschlendert und sind dann mit der Bahn zum „Little India“ gefahren. Hier aßen wir Mittag. Das Essen war leider etwas enttäuschend, dafür dass wir mitten in einem indischen Viertel waren. Danach fuhren wir nochmal mit der Bahn zum Ikea und liefen durch das Geschäft durch, um die Zeit ein bisschen totzuschlagen.
    Wir waren erstaunt, wie gut der Schienenverkehr hier funktioniert und wie günstig es ist, von A nach B zu kommen.
    Abends beobachteten wir die Skyline von unserem Rooftop-Pool des Hotels.

    *26.11.22*
    Heute machten wir uns auf dem Weg zu einer Kunststraße, diese bestand jedoch nur aus vier bemalten Gebäuden. Hier erhofften wir uns leider etwas mehr. Also gingen wir weiter zum Merdeka Square und der danebenliegenden historischen Moschee. In der Nähe war ein großer Markt, durch den wir liefen. Dieser war allerdings ausgelegt auf Muslime, daher war dies für uns eher uninteressant. Es gab ausschließlich Kopftücher und verschiedene Gewänder.
    Wirklich schade an Kuala Lumpur ist, dass es keinerlei gemütlichen Cafés gibt. Überall nur Coffeeshops, an den man Coffee To Go bekommt, aber nirgends etwas, wo man sich schön mal reinsetzen kann.

    *27.11.22*
    Auf dem heutigen Plan standen die Batu Caves. Hierfür mussten wir etwas außerhalb des Stadtrandes fahren. Leider war auch dies wieder nicht so spektakulär, wie wir erwarteten. Da gab es in Thailand z.B. viel beeindruckendere Höhlen. Langsam geht uns aber auch die Lust am Stadtleben verloren. Zum Glück geht es übermorgen wieder ans Meer.

    *28.11.22*
    Die Langeweile war deutlich zu spüren. Wir verbrachten den größten Teil des Tages heute damit, eine Serie zu schauen und schon etwas für die weiteren Tage zu recherchieren.

    *29.11.22*
    Heute geht es endlich wieder ans Meer.
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  • Day49

    Fazit zu Indonesien (Bali)

    November 23 in Indonesia ⋅ ⛅ 30 °C

    *Der erste Eindruck*
    Nachdem wir endlich aus dem Flughafen raus waren, fuhren wir zum Surfcamp. Auf dem Weg dorthin erwartete uns ein wahnsinns Verkehr. Die Straßen waren vollgestopt mit Scootern und es ging fast gar nichts voran. Dort angekommen war alles schon dunkel und wir wurden gar nicht mehr richtig empfangen. Am nächsten Morgen konnten wir dann zum Glück das Meer mit dem schwarzen Sandstrand direkt vor der Haustür sehen und die Wellen, in die wir uns dann reinstürzen sollten. Die Einheimischen, die im Surfcamp arbeiteten, waren alle sehr herzlich.

    *Verkehr*
    Wie gerade schon erwähnt, war der Verkehr oft die absolute Hölle. Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Scooter auf einem Haufen gesehen. Jeder versucht sich überall vorbei zu drängeln und als Autofahrer braucht man sehr starke Nerven. Ebenso scheint hier die Regel zu gelten: Wer hupt hat Vorfahrt. Ähnlich wie bei Mario Kart fuhren alle gleichzeitig bei einer grünen Ampel los und überholten sich, wo sie konnten. Rollerfahren darf man hier übrigens schon ab 9 Jahren. So war es üblich, dass dir auch Kinder damit begegneten. Ebenso wie in Thailand, fahren natürlich auch ganze Familien gemeinsam auf nur einem Fahrzeug. Alle barfuß und ohne Helm versteht sich.

    *Hunde, Katzen, Hühner*
    Wie auch schon in Thailand, liefen auch hier überall Hunde und Katzen herum. Hier vom Gefühl her jedoch noch vermehrt. Was hier noch dazu kommt, sind diese vielen Hühner und Hähne. Egal wo man langlief, überall begegnete man ihnen und sie weckten dich teilweise morgens. Auch hier waren immer alle friedlich, ab und zu bellte auch mal ein Hund, aber alle waren zahm und wollten oft gestreichelt werden. Das Zusammenleben von Menschen und Tieren auf diese Art und Weise mag ich sehr gerne.

    *Jeder spricht dich an*
    Auch hier in Indonesien wird man überall von jedem angesprochen. Ob man eine Massage möchte, ein Taxi benötigt oder man dir irgendetwas anderes verkaufen kann. Der Unterschied hier ist jedoch, dass sie direkt auf die persönliche Ebene gehen. Während in Thailand dir nur ein "Taxi Taxi" hinterhergerufen wird, wird man hier direkt mit Fragen wie "How are you?", "Where are you going?", "Where are you from?" konfrontiert. Hin und wieder erlebten wir auch recht penetrante Leute, die einen nicht aufgehört haben, vollzuquatschen, auch wenn man sie ablehnte oder ganz ignorierte.
    Ansonsten wurde man aber auch immer wieder einfach nur im Vorbeilaufen gegrüßt.

    *Die Menschen allgemein*
    Allgemein konnten wir sehr viel beobachten, wie die Menschen untereinander leben. Auch hier waren die Einheimischen sehr freundlich und hilfsbereit. Jeder kannte irgendwo jemanden oder hatte gleich Geschwister, die für alles mögliche hilfreich waren und mit denen direkt Kontakt hergestellt wurde. Die Familien leben oft auf sehr engem Raum zusammen und es ist üblich, viele Geschwister zu haben.
    Auch die Kinder treffen sich immer draußen. So rannten teilweise Kinder irgendwo entlang und aus irgendeinem Haus kam immer noch jemand dazu. Auch am Strand konnte man viele immer gemeinsam im Wasser oder beim Fußballspielen beobachten. Überall wurde man total süß von ihnen begrüßt, viel mehr als von den Erwachsenen.

    *Die Natur*
    Hier in Bali ist die Natur wahnsinnig vielseitig. Von schwarzen Sandstränden über weiße Sandstrände, von ruhigem Meer zum Schnorcheln bis zu den Wellen, in den man Surfen kann. Viele atemberaubende Wasserfälle und auch Vulkane, die man entdecken kann. Ebenso kann man durch die Reisfelder wandern oder den tiefsten Dschungel bestaunen.
    An einem Ort gibt es ganz viele Delfine zu sehen, am nächsten Ort kann man mit Schildkröten schwimmen. Langweilig wird es einem sicher nicht und für jeden ist etwas dabei.

    *Kaffee*
    Etwas, das sehr gewöhnungsbedürftig war, war die Art und Weise, wie wir unseren Kaffee bekamen. Hier wurde immer nur ein Löffel Kaffeepulver in eine Tasse gegeben und mit heißem Wasser aufgegossen. Der Kaffeesatz blieb also drin. So musste man immer warten, bis sich dieser gesetzt hat und man konnt ihn nie austrinken, da bei dem letzten Schluck auch alles mit im Mund gelandet wäre. Geschmacklich war er in Ordnung, aber auch kein Highlight. Für die Verdauung, erfüllte er seinen Zweck.

    *Essen*
    Hier gab es eher selten mal einen Streetfood-Stand zu sehen. Dafür jede Menge "Warungs". Dies bezeichnen die kleinen Verkaufsstände, die meist eine kleine Kochstelle und oft nur 3-4 Tische besaßen.
    Als Gerichte bekam man hier immer Nasi oder Mie Goreng, Gado Gado, Saté und vieles mehr. Was Maja ganz besonders liebte, war das viele Tempeh, das in den verschiedensten Variationen zubereitet wurde.

    *Mit Fingern essen*
    Unter den Einheimischen ist es üblich, mit den Fingern zu essen und das auch nur mit der rechten Hand. Isst man mit den Fingern, die man sich vorher waschen muss, weiß man, dass es sauber ist. Ebenso soll man so seine Mahlzeit mehr mit allen Sinnen genießen und mehr schätzen. Es gibt oft auch keine Teller, sondern nur kleine Körbchen, in das ein Bananenpalmenblatt gelegt wird, auf dem das Essen serviert wird.

    *Aufblasbare Pinguine*
    Wieso, habe ich bis heute noch nicht herausgefunden. Aber überall gibt es große Stände, an denen es ganz viele aufblasbare Pinguine und bunte Bälle zu kaufen gibt. Egal wo man langfährt, diese Pinguine grinsen dich von jeder Seite an. Was es damit auf sich hat, oder ob diese nur ein beliebtes Spielzeug bei Kindern sind, habe ich leider nicht rausfinden können. Wenn also jemand mehr dazu weiß, kann man mich gerne aufklären.

    *Canang Sari*
    Diese Blumengestecke bestehen aus einem aus Kokospalmenblättern gebasteltes Schälchen, in das frische Blüten, Süßigkeiten und ein Räucherstäbchen gesteckt werden. Diese dienen als tägliche Opfergabe und man verteilt sie jeden Morgen auf dem Grundstück. Oft haben die Menschen eine Statue von Ganesha (Gott der Weisheit und der Wissenschaft) am Eingangsbereich, auf dem dies platziert wird. Aber auch einfach auf dem Boden oder am Straßenrand vor dem Gebäude werden sie verteilt.

    *Im Fluss waschen*
    Immer wieder konnten wir Menschen beobachten, die entweder komplett nackt im Fluss saßen und sich selbst, ihre Kleidung oder auch andere Dinge im Fluss wuschen. Allgemein sehr oft, wenn wir irgendwo langliefen und sahen, wie "einfach" die Einhemischen lebten, hatten wir das Gefühl, in die Vergangenheit gereist zu sein. Sie brachten z. B. Obst in großen Körben auf dem Kopf vom Feld nach Hause oder fuhren alles mit alten Schubkarren herum. Benutzten einfache Werkzeuge und wussten sich gefühlt in jeder Situation mit den einfachsten Dingen zu helfen.

    *Krankenhaus*
    Die Zustände in den kleineren Krankenhäusern waren erschreckend. Das OP-Besteck und die Spritzen etc, waren zum Glück steril. Aber alles andere stand vor Dreck. Die Räume waren dreckig, die Liegen sehr unbequem. Alle lagen im gleichen Raum, Liege an Liege mit nur einem Vorhang dazwischen. Jeder konnte hier hereinspatzieren, oft wurde gar nicht danach gefragt, was man hier drin wolle oder zu wem man gehöre. Man konnte jeden sehen und bei jeder Behandlung einfach so zuschauen.
    Ebenso steht das Geld hierbei an erster Stelle. Bevor das finanzielle nicht geklärt oder sogar gar gleich ganz bezahlt wurde, wurde man nicht behandelt. Egal, wie sehr man blutete oder schmerzen hatte, man wurde links liegen gelassen, bis alles abgewickelt war.

    *Müll*
    Auch hier ist das Plastikproblem nicht zu übersehen. Zwar liegt nicht ganz so viel an den Stränden herum, dafür aber überall am Rand eines Flusses oder eines Gehweges. Mitten im Dschungel oder auf den Grundstücken der Menschen. Überall haufenweise Abfall. Die Einheimischen scheint das wenig zu interessieren oder zu stören, die nehmen das einfach so hin. Es sind oft Organisationen, die von Zugezogenen oder Reisenden auf die Beine gestellt werden, die Beach-Clean-Ups veranstalten und sich darum bemühen, die Strände und das Meer immerhin ein wenig von dem Plastik zu befreien. So trafen wir unter Anderem zufällig auch ein deutsches Mädel, dessen Kumpel die Firma "Oceanmata" gehört. Diese veranstalten ebenso Clean-Ups und recyclen den Plastikmüll. Gleichzeitig setzen sie sich für den Schutz von Babyschildkröten ein. In Deutschland ist die Fima bekannt für ihre Handyhüllen, die aus recyletem Plastik bestehen. Im Vergleich zu Thailand ist uns jedoch positiv aufgefallen, dass man nicht so viel unnötigen Plastikkrams bekommt. So wurde Essen zum Mitnehemen nicht in Plastikverpackungen, sondern im Karton mitgegeben und man bekamt im Supermarkt keine Plastiktüten.

    *Vollmond*
    Ganz traditionell wird hier jeden Monat der Vollmond zelebriert. Meist finden diese in den Tempeln statt, woran alle Hindus teilnehmen. Den Göttern werden hierbei bunte Opergaben aus Früchten, Blumen und anderen Speisen gebracht. Dabei wird die Schöpfung des Universums gefeiert. Generell haben die verschiedenen Mondphasen in Bali eine große Bedeutung.

    *Moscheen*
    In vielen Orten leben jedoch nicht nur Hindus, sondern auch ganz viele Muslime. So haben wir auch viele Moscheen gesehen und vor allem gehört. Gerade auch im Surfcamp oder auf den Gili-Islands war unsere Unterkunft nicht weit von einer Moschee entfernt. Wenn dies der Fall war, wurden wir täglich um 4:20 Uhr geweckt, um uns die wundervolle Gesangsprädigt, die durch eine Art Megafon gegrölt wurde, anzuhören. Mal ging diese 10 Minuten, mal bis zu 20 Minuten. Über den Tag verteilt wiederholt sich das Ganze dann noch vier weitere Male. Einmal hat am Nachmittag das Gebet ein kleiner Junge durchgeführt, durch das Megafon klang er 1:1 wie bei den Minions.

    *Putzmänner*
    Ja, hier putzen die Männer! Nicht einmal haben wir eine Frau gesehen, die den Zimmerservice, das Kehren auf dem Hof oder Ähnliches gemacht haben. Ob im Surfcamp, im Yogacamp oder in den einzelnen Unterkünften, geputzt haben immer nur die Männer. Die Frauen waren eher für das Zubereiten des Essens zuständig oder kümmerten sich um die Kinder.
    Wenn es um die Ernte ging oder beim Anpacken von Bauarbeiten, haben immer Frauen und Männer vom Gefühl her gleich viel mit angepackt. Ebenso auch die Kinder, jeder musste mithelfen.

    *G20-Gipfel*
    Weil uns der G7-Gipfel dieses Jahr in Garmisch-Partenkirchen noch nicht genug war, sind wir extra nach Bali gereist, um auch noch den G20-Gipfel miterleben zu dürfen. Nein, natürlich war das Zufall. Dieser fand am 15. und 16. November in Nusa Dua statt. Wir selbst sind zum Glück erst am 20. November nach Nusa Dua gefahren, um dort unsere letzten drei Nächte vor dem Weiterflug zu verbringen. Die Tage davor hörte man immer mal wieder von kleineren Straßensperrungen und noch mehr Stau, als meist eh schon ist. Einmal konnten wir ein "Probedurchlauf" sehen. Hier fuhren einige Militärfahrzeuge mit bewaffneten Männern durch die Straßen. Das war es aber auch schon. So ein Aufriss, wie wir ihn in Garmisch erleben mussten, wurde hier weit aus nicht fabriziert. Wenn man also nicht wusste, dass der Gipfel hier gerade stattfindet, hat man es überhaupt nicht mitbekommen. Ein sehr spannender Vergleich. Umso mehr kann ich über die Deutschen nur den Kopf schüttlen.
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  • Day27

    House of OM - Yoga Teacher Training

    November 1 in Indonesia ⋅ ⛅ 29 °C

    So, die drei Wochen im Yogacamp sind vorbei. Ich hab mir diese drei Wochen bewusst eine Auszeit vom Tagebuch schreiben genommen, da wir zum einen täglich von 6:00-18:30 Unterricht hatten und zum anderen diese Zeit für einen selbst so intensiv war, dass ich es oft gar nicht in Worte hätte fassen können, um das zu beschreiben.

    Bei der Ankunft waren wir beide sehr nervös, wir wussten nicht, was auf uns zukommt und auf welche Menschen wir treffen werden. Das House of Om liegt etwas abgelegener in der Nähe von Ubud. Die ganze Anlage wirkte auf den ersten Blick unglaublich schön. Es gab total viele Palmen und Pflanzen, einen Pool, alle Räume waren überall verteilt und die Klassenzimmer waren mitten im Dschungel.
    Beim genaueren Hinsehen war leider einiges restaurierungsbedürftig. Unser Zimmer wiederum war Luxus pur. Wir hatten unter anderem ein King-Size-Bett, einen Kleiderschrank, Kühlschrank, einen großen Balkon und ein riesiges Bad mit Badewanne.
    Wir waren insgesamt 40 Teilnehmer, darunter ein Mann und der Rest Mädels. Viele waren aus Deutschland, hauptsächlich aus München und Hamburg. Aber auch aus Amerika, England, Argentinien und vielen weiteren Ländern waren Mädels angereist. Auch Saskia, die wir im Surfcamp kennengelernt haben, war dabei. Sie verließ uns jedoch leider am zweiten Tag schon wieder.

    Am ersten Tag fand eine Anfangszeremonie statt. Hier mussten wir uns alle weiß kleiden und bekamen ein Canang Sari in die Hand. Dann sollten wir uns in einer Reihe alle bei den Nachbarn einhaken und gingen so gemeinsam hinunter zum Fluss. Hier ließen wir nacheinander das Canang Sari in den Fluss schwimmen.

    Für die weiteren Tage wurden wir in zwei Gruppen geteilt und hatten die meiste Zeit getrennt Unterricht. Dadurch kam man leider mit vielen aus der anderen Gruppe gar nicht weiter in Kontakt. Dafür aber schweißten wir innerhalb der kleinen Gruppe sehr zusammen. Wir lachten, schwitzten, lernten und weinten hin und wieder auch zusammen. Unterstützten uns gegenseitig in jeder Situation und man fühlte sich absolut sicher und jeder wurde von jedem so gemocht, wie er ist. Hier sind in den drei Wochen tiefere Freundschaften entstanden und ich hoffe, dass ich mit vielen noch lange in Kontakt bleiben werde.

    In den drei Wochen hatten wir Fächer wie Pranayama (Atemtraining), Asana Workshop (Yogaübungen), Teacher Training, Anatomy, Meditation und History of Yoga. Und das natürlich alles auf englisch.
    Ich kann mich mittlerweile so gut in meine ehemaligen Schüler reinversetzten, die kein Deutsch sprachen und den ganzen Tag sich so sehr konzentrieren müssen, um alles zu verstehen. Und dass man wirklich selbst Sprechen muss, damit man auch die Sprache richtig erlernen kann. Hier habe ich selbst nochmal einen guten Fortschritt machen können.

    Beim Atemtraining bemerkte ich leider, dass meine Lunge nach wie vor sich nicht so ausdehnen kann, wie normalerweise üblich. (verdammtes Long-Covid!) Auch sonst konnte ich mich mit den meisten der Übungen leider nicht so sehr anfreunden. Bei den üblichen Yoga-Figuren machte man innerhalb der kurzen Zeit totale Fortschritte. Vor allem ich, die absolut kein Gleichgewicht besaß, nicht mal im Stehen eine Socke anziehen konnte, keinen Purzelbaum kann und noch nie zuvor Yoga gemacht hat. Ich war erstaunt, wie schnell sich die Innenmuskulatur aufbaut und wie man dehnbarer wird. In der dritten Woche allerdings, gingen nach und nach die Kräfte verloren und mir taten die Handegelenke und Oberschenkel weh. Zudem war es wahnsinnig kräftezehrend täglich um 5:30 Uhr aufzustehen und dann direkt die Praxisübungen am Morgen vor dem Frühstück zu haben. Auch bei den Meditationen fiel es mir teilweise schwer, mich darauf einzulassen. Obwohl unser Lehrer hier auch einer der authentischsten und inspirierendsten war. Wenn wir „Activ Meditation“ hatten, mit Tanzen usw., machte es mir sehr Spaß. Wenn es jedoch zu sehr in die spirituelle Richtung ging, war ich raus. Dennoch hatten wir in der Gruppe immer sehr schöne Momente währenddessen zusammen.

    Allgemein habe ich so unglaublich viel mitgenommen, was meine spätere Lehrerpersönlichkeit und Unterrichtsmethoden angeht. Es war eine wirklich gute Erfahrung, nach ein paar Jahren Lehrer sein, auch mal wieder Schüler zu sein. Zwei der Lehrerinnen waren so inspirierende Persönlichkeiten, von den ich besondern viel mitgenommen habe. Andersrum hatten wir auch einen Lehrer, der als negativ Bespiel für mich diente, da ich gemerkt habe, wie schwer es als Schüler ist, wenn im Unterricht die Struktur fehlt.

    Unsere Unterrichtsräume waren wie gesagt, mitten im Dschungel. So war es üblich, dass mal ein Gecko direkt auf dich sein Darm entleert hat oder gar ganz auf dich runtergefallen ist. Ebenso kam ein Affe zu Besuch oder es regnete rein.

    Am sechsten Tag ist Simone, eine der Teilnehmerinnen aus meiner Gruppe, abends in ein großes Kanalisationsloch mitten auf dem Gehweg gefallen und hat sich dabei das ganze Schienbein bis zum Knochen aufgerissen. Sie war nach dem Abendessen alleine auf dem Weg zu einem Bankautomaten. Zwei Einheimische haben es zum Glück gleich gesehen und haben sie direkt ins Krankenhaus gebracht. Maja und ich sind gemeinsam mit Kaja (eine der Betreuerinnen) hinterhergefahren. Die Zustände im Krankenhaus waren wirklich grenzwertig. Sie ließen sie eine ganze Stunde lang bluten und fingen erst mit der Behandlung an, nachdem das Finanzielle geklärt war. Dann wurde sie geröntgt und anschließend genäht. Ich hielt währenddessen ihre Hand und sah bei dem Nähen zu. Es war ekelig und faszinierend zugleich. Maja und Kaja konnten gar nicht hinsehen. Anschließend fuhr sie mit uns zurück ins Camp. Leider haben sie beim Nähen eine Aterie nicht richtig vernäht, weshalb es weiterhin blutete und sie ein paar Tage später in ein anderes Krankenhaus zu einem Gefäßspezialisten musste, um nochmal erneut operiert zu werden. Hier musste sie dann einige Tage bleiben und konnte leider nicht die Ausbildung zu Ende bringen.

    Etwas, dass ich sehr vermissen werde, ist das Essen hier. Täglich um 9 Uhr gab es Frühstück, um 13 Uhr Mittagessen und um 18:30 Uhr Abendessen. Alles war vegetarisch und größtenteils sogar vegan. Zu jeder Mahlzeit gab es immer frischen Salat und ganz viel Obst. Achja und das beste war: es gab jeden Morgen Käsewürfelchen!! Da es immer ein Buffet war, tendierte man aber auch dazu, mehr zu essen, als man benötigt. Naja egal, ab jetzt essen wir einfach wieder weniger.

    Jede Woche gab es immer am Ende (und manchmal auch zwischendurch) besondere Veranstaltungen mit allen zwei Gruppen gemeinsam. Einmal legten wir zusammen ein Blumenmandala und versuchten jedem etwas von uns zu erzählen.
    Als Vollmond war, hatten wir eine „Vollmondzeremonie“ und auch hier tanzten wir und bekamen Aufgaben, die uns mit den anderen sehr viel näher zueinander brachten.
    In der zweiten Woche mussten wir jedem etwas positives mitteilen. Wie wir sie wahrnehmen, wofür wir sie schätzen, wofür wir dankbar sind, was wir an ihr bewundern, was wir ihnen auf dem Weg mitgeben wollen, o. ä. Hier bildeten wir eine Art Tunnel, durch den man nacheinander mit geschlossenen Augen durchgereicht wurde. Dies war für alle im ersten Moment eine große Überwindung. Jeder war am Ende dann aber total überwältigt, von so viel lieben Worten und überrascht, wie positiv andere einen wahrnehmen.
    Am vorletzten Tag stand für alle Eisbaden auf dem Programm. Dafür wurde ein Pool mit Wasser und säckeweise Eiswürfel gefüllt. Immer sechs Leute stiegen gleichzeitig hinein. Hier musste man in der ersten Runde 2 min, in der zweiten Runde 1,5 min und in der letzten Runde so lange (oder eher kurz) man wollte, drin bleiben. Wir hielten alle gegenseitig unsere Hände und von außen wurde man angefeuert. In jeder Runde kamen weitere Säcke Eiswürfel hinzu. Danach drehten wir die Musik auf und tanzten uns wieder warm.

    Die Dritte Woche war die Prüfungswoche. Diese bestand aus drei Teilen. Zuerst musste man eine 60-Minuten Sequenz vorbereiten und sie mit einem der zugeteilten Gruppenmitglieder durchführen. Als Zweites bekam man 2-3 Ausschnitte einer Sequenz zugeteilt, die man mit der gesamten Gruppe durchführen musste und als letztes folgte die Theorieprüfung. Diese bestand aus 51 Multiple-Choice-Fragen. Dann war es endlich geschafft! Die Erleichterung war groß, da jeder am Ende einfach nur noch müde und kraftlos war.
    Nach der Theorieprüfung folgte dann die Feier. Eine Band kam und wir sangen zusammen. Anschließend gab es das „Gala-Dinner“. Am nächsten Morgen fuhren wir noch für die Abschlusszeremonie und für die Übergabe der Zertifikate in die Reisfelder. Auch hier waren wir wieder alle in weiß gekleidet.

    Ich bin sehr froh und dankbar für diese Zeit, den Erfahrungen und den Bekanntschaften, die man gemacht hat. Auch Maja und ich schweißten hier nochmal enger zusammen. Dennoch bin ich auch froh, jetzt wieder weiterzuziehen und wieder etwas Neues zu sehen und wieder länger als 5:30 schlafen zu können.
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    Traveler

    Toller Bericht!!! Und gratuliere dir 😘

    Traveler

    Dankeschön Sonja 🥰

    Traveler

    Hammer Bild!!!!!

    Traveler

    Danke Hanna 🫶🏻💕

     
  • Day23

    Brown Sugar Surfcamp Medewi #2

    October 28 in Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C

    *Fr, 28.10.22*
    Auf der Hinfahrt ins Surfcamp waren wir schon total gespannt, welche weiteren Gäste diesmal auf uns warten werden. Ob es nochmal genauso cool werden würde, wie mit den zuvor. Als wir ankamen, fühlten wir uns direkt wohl und merkten, dass es eine gute Entscheidung war, noch einmal herzukommen. Hier waren vier schon etwas ältere Australier und sonst nur Deutsche. Marco und Timo aus Baden, Jana aus Hamburg, Joel aus Köln, Mara aus Dortmund, Laura aus Stuttgart und später kam noch ein schweizer Pärchen dazu.
    Die heutige Surfsession lief erstaunlich gut. Das was ich bisher gelernt hatte, konnte ich gleich wieder anwenden und es machte tierisch Spaß. Am Abend saßen wir wieder alle zusammen. Es war zum Glück auch diesmal eine richtig sympathische Gruppe.

    *Sa, 29.10.22*
    Oh nein, wir haben die Moschee schon ganz vergessen. Wieder mal wurden wir um 04:20 Uhr aus dem Schlaf gerissen.
    So gut wie es gestern lief, umso schlechter lief es dafür heute. Irgendwie war ich müde und hatte kaum Kraft. Ich war auf dem Board teilweise schon in der richtigen Position und hätte mich nur noch nach oben drücken müssen, doch stattdessen fiel ich hinten mit dem Hintern wieder runter und legte eine Arschbombe ins Wasser hin. Was zur Hölle tu ich da eigentlich gerade? Irgendwie war heute nicht mein Tag. Naja, morgen würde es bestimmt wieder besser laufen.
    Am Nachmittag unternahmen wir gemeinsam mit den Surfcoaches einen Ausflug zu einem Wasserfall. 189 Stufen mussten wir dafür erst hinab und anschließend natürlich wieder hinauf gehen. Danach machten wir auf dem Weg noch zwei weitere Stops. An einem konnte man total gut über die Dschungellandschaft und dem dahinterliegenden Meer sehen. Am anderen war ein riesiger Baum, der mittendrin einen großen Tunnel bildete und durch den eine Straße führte.
    Zurück im Camp gab es, wie auch schon beim letzten mal, ein BBQ und die Küchendamen zauberten wieder leckere balinesische Spezialitäten.

    *So, 30.10.22*
    Gott sei Dank, das Surfen hat wieder richtig Spaß gemacht und lief viel besser als gestern. Nach der Session gingen wir alle gemeinsam etwas essen und wir verabschiedeten uns von den Surfcoaches. Am Nachmittag telefonierte ich mit Vroni und nachdem sie meinte, morgen wäre erst Halloween und nicht heute, bemerkten wir, dass wir ja noch einen Tag länger haben. Wenn wir das nicht durch Zufall bemerkt hätten, wären wir einfach morgen früh um 5:30 Uhr abgereist und wären ein Tag zu früh vor unserer nächsten Unterkunft gestanden. Upsiii…
    Abends machten wir ein Lagerfeuer am Strand und unterhielten uns total lange miteinander.

    *Mo, 31.10.22*
    So, also nachdem wir nun noch einen Tag länger hatten, ging es nochmal hinaus ins Wasser. Heute wollte ich das erste mal ein Hardboard testen. Ich fühlte mich wieder wie eine komplette Anfängerin. Der Unterschied zum Softboard war größer als gedacht. Es war schmaler und leichter. So musste ich erst wieder erneut ein Gefühl für die Balance entwickeln. Ebenso konnte man seine Fußposition nicht mehr so sehr korrigieren, da man direkt runterflog. Also entweder der Pop Up sitzt sofort oder du bist verloren und fällst direkt runter. Am Nachmittag fuhr ich dann mit zum anderen Surfspot, um den Fortgeschritteneren etwas zusehen und mir da noch ein paar Sachen abschauen zu können.

    *Di, 01.11.22*
    Mama Made fuhr uns gemeinsam mit einer Freundin von ihr nach Ubud ins House of Om. Hier werden wir die nächsten drei Wochen ein Yoga Teacher Training absolvieren. Für diese Zeit mache ich keine Tagebucheinträge und es wird am Ende nur eine Zusammenfassung geben.
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  • Day18

    Sidemen, Batur, Luvina

    October 23 in Indonesia ⋅ ⛅ 27 °C

    *So, 23.10.22*
    Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes noch nicht aus dem Boot ausgestiegen, versuchten sich schon die Taxifahrer aufzudrängen. Auf diese penetrante Art und Weise haben wir das auch bisher noch nicht erlebt. Wahnsinn! Wir waren richtig gestresst, als wir endlich aus dem Trubel draußen waren. Doch selbst dann noch hielten die Taxis ständig neben uns an und versuchten uns zu bequatschen. Rein aus Prinzip fahren wir mit solchen Leuten schon nicht mit. Nachdem wir ein Stück weiter gelaufen sind, wurden wir von einem Einheimischen gefragt, ob er uns irgendwo hinbringen kann. Er und ein älterer Herr brachten uns sicher zur Unterkunft. Nachdem man nicht direkt ranfahren konnte, bemühten sie sich, dass wir auch das letzte Stück zu Fuß gut ankommen. Solchen Leuten geben wir viel lieber Geld für die Fahrt, da diese uns nicht nur als wandelnden Geldbeutel wahrnehmen.
    Unsere nächste Unterkunft war zum ersten Mal ein „Homestay“. Eine Familie, die zwei kleine Appartements neben ihrem eigenen Zuhause hatten und Gäste aufnahmen. Hier wurden wir total herzlich von einer Frau und ihrer kleinen Tochter mit Tee und Kaffee empfangen. Gleich danach spitze unsere Nachbarin hervor. Jutta aus Kiel. Wir verquatschen uns total und plötzlich war es zwei Stunden später. Wenn wir nicht so hungrig gewesen wären, hätte ich noch ewig mit ihr weiter tratschen können.
    Zum Essen gingen wir in ein Lokal nicht weit entfernt. Auch hier waren die Besitzer extrem herzlich.

    *Mo, 24.10.22*
    Morgens begrüßte uns Jack, der Herr des Hauses und brachte uns Frühstück. Wir unterhielten uns total lange mit ihm. Anschließend machten wir eine Wanderung durch die Reisfelder und gingen in einem winzigen Restaurant etwas essen. Als wir zurückkamen, kamen wir erneut mit Jack ins Gespräch. Er erzählte sehr viel von sich, seinen acht Geschwistern und wie sie aufwuchsen, dass ein Bruder und seine Mutter gestorben sind und seine Sichtweise auf das Leben. Es war unglaublich interessant und inspirierend. Ich kam mir ein bisschen so vor, wie in dem Buch „Das Café am Rande der Welt“. Ebenso planten wir gemeinsam mit ihm unseren morgigen Tag, an dem er uns viel zeigen möchte. Wir saßen auf der Veranda, als plötzlich zwei kleine Mädchen zu uns kamen. Ina, 8 Jahre alt und Ita, 3 Jahre alt. Sie leben ebenfalls hier und sind die Nichten von Jack. Ina geht in die dritte Klasse und spricht auch schon ein wenig Englisch. Zusammen verbrachten wir den Nachmittag mit Malen und Ina hatte Spaß daran, Maja und mir Rechenaufgaben als Wettbewerb zu stellen. „Aber ich kann doch nicht 8:2 rechnen, das geht doch gar nicht.“, meinte Maja, als sie die erste Aufgabe sah. Ähm? Maja? Auf was für einem Schlauch stehst du denn gerade? Nachdem sie ihren Denkfehler bemerkte (sie wollte 2:8 rechnen), mussten wir total lachen. Am Abend schauten wir noch einen Film und gingen früh schlafen, da wir morgen schon um fünf Uhr aufstehen werden.

    *Di, 25.10.22*
    Um 5:15 Uhr holte uns Jack vor unserer Tür ab und wir fuhren noch gemeinsam mit einem weiteren Gast zunächst ca. 20 min mit dem Auto. Von dort aus gingen wir eine Treppe entlang und kamen an einen Platz, von dem man einen wahnsinnigen Ausblick über ganz Sidemen hatte. Der Ort erinnerte mich wieder an die Heimat, man konnte nach unten ins Dorf schauen, sah den Fluss und um einem herum die Berge (Vulkane).
    Hier schenkte Jack uns einen Kaffee ein und wir warteten gespannt, bis die Sonne hinter dem Vulkan und den vielen Wolken hervorkommt. Wow! Der Anblick war atemberaubend und ein Gefühl von vollkommener Zufriedenheit breitete sich in mir aus. Wir verbrachten fast zwei Stunden hier oben und ließen die Kulisse und die frische Luft auf uns wirken. Zurück in der Unterkunft frühstückten wir und packten unsere Sachen zusammen. Gegen zehn Uhr ging es weiter zu einem Wasserfall mit vielen kleinen Pools. Auch hier ging es erstmal viele Stufen hoch und die Natur war unglaublich schön.
    Nachdem wir ein bisschen geplanscht haben, ging es wieder weiter. Jack nahm uns nun mit zu seiner Schwester. Diese lebt mit ihrem Mann und den gemeinsamen zwei Kindern auf einem kleinen Hof. Hier zeigte er uns, wie sein Schwager den balinesischen Schnaps „Arak“ selbst herstellte. Er kletterte täglich eine Palme hinauf und schnitt die Kokosblüten auf, um so den Sirup daraus zu gewinnen. Er erklärte uns die selbst gebaute Destillationsanlage und ließ uns einen Schnaps davon probieren. Seine Schwester kochte für uns und wir saßen ganz traditionell gemeinsam auf einem Teppich und aßen mit den Fingern. Nach dem Essen durfte wir gemeinsam mit ihr die sogenannten „Canang Saris“ binden. Ein Gesteck aus Palmenblättern, die täglich gefüllt mit Blüten, Süßigkeiten und Räucherstäbchen als Opfergabe auf dem Grundstück verteilt werden.
    Die Herzlichkeit, die man hier zu spüren bekam und der Einblick in das Zusammenleben der Familie war sehr beeindruckend.
    Jack fuhr uns noch zur nächsten Unterkunft. Die Fahrt war etwas abenteuerlich, da es sehr stark regnete, die Straßen überflutet waren, an manchen Stellen Erdrutsch war und einige Palmen umgestürzt den Weg versperrten. Hier angekommen planten wir für den darauffolgenden Tag die nächste Wandertour und gingen früh schlafen.

    *Mi, 26.10.22*
    3:20 Uhr, der Wecker klingelte. In 20 min werden wir für die Sonnenaufgangstour auf den Vulkan „Mount Batur“ abgeholt. Bis zum Startpunkt fuhren wir etwa fünf Minuten. Mit Stirnlampen ging es dann los. Der Weg war extrem sandig, weshalb man immer einen halben Schritt wieder zurück rutschte. Es waren total viele Leute unterwegs. Leider war man verpflichtet, sich einen Guide zu nehmen, sonst hätten wir die Tour auch alleine gemacht. Je höher wir kamen, desto kälter und feuchter wurde die Luft. Oben angekommen, war uns ziemlich kalt. Hier bekamen wir einen heißen Tee und Frühstück serviert. Aus dem Sonnenaufgang wurde leider nichts, da der Himmel extrem nebelig war. Hier oben tummelten sich die Leute. Wir waren die einzigen, die die lange Rundtour machen wollten, alle anderen sind den gleichen Weg wieder hinunter gegangen. Wir liefen einmal um den Krater herum. Zwischendrin kamen wir an Löchern im Boden vorbei. Hier kam sehr heiße Luft vom Vulkaninneren hinaus. Man hätte sogar darüber Eier etc. zubereiten können. Nach und nach konnten wir auch immer mehr sehen und der Himmel wurde klarer. Am Ende unserer Tour wurden wir von einem kleinen Jeep abgeholt und fuhren Offroad über die Sandhügel. Ich fand das mega cool, am liebsten wäre ich selber gefahren.
    Nach unserer Vulkantour fuhren wir weiter nach Luvina. Hier schliefen wir erstmal zwei Stunden und gingen anschließend etwas essen und am Strand entlang. Es war der erste Ort, an dem zahlreiche Einheimische ihre Zeit verbrachten und unglaublich viele Kinder spielten am Strand und im Meer.

    *Do, 27.10.22*
    Zunächst lagen wir etwas am Strand und fuhren anschließend zu einem Wasserfall. Die Natur hier war richtig schön und man hätte sogar von einer Plattform aus hinunter ins Wasser springen können. Auch weiter oben lag noch ein zweiter größerer Wasserfall. Abends gingen wir in ein indisches Restaurant, in dem nur Taubstumme arbeiteten. Dies war unser letzter Tag im Norden. Morgen früh geht es nochmal für 4 Tage zurück ins Surfcamp.
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    Traveler

    Celine du wirst richtig braun 😍

    10/28/22Reply
    Traveler

    Jaa, man glaubt es kaum 😂

    10/30/22Reply
    Traveler

    Traumhaft 😍

    10/30/22Reply
    Traveler

    🥰🥰

    10/30/22Reply
     
  • Day15

    Gili Islands

    October 20 in Indonesia ⋅ ☁️ 30 °C

    *Do, 20.10.22*
    Auf der Gili Trawangan angekommen, gab es endlich mal keine motorisierten Fahrzeuge. Nur Fahrräder und Pferdekutschen waren hier unterwegs. Leider ging es mir gegen späten Nachmittag wieder etwas schlechter. Ich fühlte mich müde und kaputt. Um 17 Uhr gingen wir noch gemeinsam mit anderen Leuten und Mitarbeitern des Hostels zu einer schönen Stelle am Strand. Hier wurde ein Lagerfeuer gemacht, Gitarre gespielt und gesungen. Anschließend liefen wir noch ein wenig auf der Insel herum und ich legte mich recht früh schlafen.

    *Fr, 21.10.22*
    Gleich morgens schnappten wir unsere Badesachen und gingen zum Turtle-Point. Hier liehen wir uns Schnorchelsachen aus und gingen ins Wasser. Nicht weit im Meer draußen war gleich eine Schildkröte zu sehen. Einige Menschen versammelten sich um sie herum und versuchten Videoaufnahmen zu machen. Leider war es die Einzige, die es an diesem morgen zu sehen gab. Normalerweise sollen wohl ziemlich viele immer da sein. Wir schwammen so noch etwas herum, aber viel mehr zu sehen gab es nicht. Nur ein paar vereinzelte Fische und eine Moräne. Wir liefen noch einmal komplett um die Insel herum und fuhren dann um 16 Uhr mit dem Boot auf eine der weiteren drei Gili-Inseln. Die Unterkunft war wunderschön. Auch der Strand und wie alles hergerichtet war, war sehr romantisch. Perfekt für Flitterwochen, falls da jemand noch Inspiration sucht. Wir setzten uns ans Meer und beobachteten den Sonnenuntergang.

    *Sa, 22.10.22*
    Auch heute wollten wir gleich morgens schnorcheln gehen. Leider war das Meer sehr aufgewühlt und die Sicht sehr schlecht.
    Wir liefen auch hier einmal komplett um die Insel herum und setzten uns in ein gemütliches Café, um dort etwas zu verweilen. Dann ging es auch schon wieder zurück zur vorherigen Insel.
    Hier aßen wir etwas und gingen zum Hostel. Abends gingen wir zum gleichen Sunset-Point, an dem wir schon am Donnerstag waren und wollten diesmal unser eigenes Lagerfeuer machen. Nur leider wollte es nicht so brennen, wie wir es gerne gehabt hätten und mein Feuerzeug funktionierte nicht so richtig. Naja, dann eben nicht. Zurück im Hostel planten wir unsere nächsten Tage.

    *So, 23.10.22*
    Die Nacht war mal wieder viel zu warm, da es nur Ventilatoren und keine Klimaanlage gab. Nach dem Frühstück brachen wir auf und fuhren mit einem kleinen Umweg über Lombok zurück nach Bali, wo wie noch den Norden erkunden wollen.
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  • Day9

    Jimbaran, Kuta, Canggu, Ungasan

    October 14 in Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C

    *Fr, 14.10.22*
    Nachdem wir zwei Wochen immer zu Zweit waren, war es wieder ganz ungewohnt in einem Hostel mit anderen Menschen sich einen Raum teilen zu müssen. Zudem waren zwei Mädels aus der Ukraine mit im Raum, die so rücksichtslos und laut waren. Rülpsten die ganze Zeit, sangen laut und kicherten in einer Tour wie zwei kleine Kinder. Sowas hab ich in der ganzen Zeit noch nicht erlebt.
    Wir gingen nach dem Frühstück erstmal zum Immigration Office, da wir einen Antrag für die Visaverlängerung stellen mussten. Anschließenden entschieden wir, für die nächsten Tage nach Canggu zu gehen.
    Hier war es schon etwas schöner, als in Jimbaran. Wir fanden ein tolles kleines Café, in dem wir eine Pause einlegten und schlenderten noch etwas durch die Straßen und am Strand entlang.

    *Sa, 15.10.22*
    Zum Frühstücken sind wir heute in ein Restaurant gegangen, in dem es ein veganes Buffet gab. Das haben wir gestern Abend zufällig entdeckt und wir waren begeistert. Anschließend fuhren wir mit einem Taxi zu den Outlet - Surfshops. Hier gab es Marken wir Ripcurl, Volcom, BillaBong uvm.
    Nach unserem Bummel-Tag zogen wir ins nächste Hostel und schauten am Abend kurz zu einem riesigen Beach-Club.

    *So, 16.10.22*
    2:45 Uhr, direkt vor unsere Zimmertür ist plötzlich ein riesen Lärm. Zwei Mädels und ein Typ kamen anscheinend von der Disco und waren der Meinung, noch Uno spielen zu müssen. Trotz genervter Ansage von mir, waren sie nicht wirklich leiser. Warum sind die anderen Touris hier teilweise denn so rücksichtslos? In Thailand hab ich so etwas an nicht einem einzigen Tag erlebt. Völlig gerädert packten wir unsere Sachen zusammen und suchten uns mal wieder ein neues Hostel, da auch die Hauptstraße nicht gerade sehr schlaffreundlich war. Wir fuhren zu einem Sonntagsmarkt und schlenderten wieder etwas herum. Danach verbrachten wir ein wenig Zeit im Garten und am Pool unseres Hostels. Am Abend trafen wir zufällig Pija (sie war mit uns im Surfcamp) am Strand. Die Freude war riesig. Wir schauten mit ihr zusammen den Sonnenuntergang an und gingen noch etwas essen.

    *Mo, 17.10.22*
    Mittlerweile ist das Restaurant, in das wir zum Frühstücken gehen, zu unserem Stammlokal hier geworden. Jeden Morgen nutzen wir das tolle Buffet aus. Danach zogen wir wieder ins nächste Hostel und nahmen uns dann ein Taxi zum Tanah Lot. Ein Tempel mitten im Meer. Die Kulisse war sehr schön anzusehen. Man konnte durch das Meer hinüber zum Tempel laufen. Auf das Segnen mit „heiligem Wasser“ verzichtete ich dann jedoch. Ebenso beobachten wir, wie dort anscheinend ein Musikvideo gedreht wurde.

    *Di, 18.10.22*
    Auch heute stand ein letztes Mal das Fühstücksbuffet auf dem Plan. Irgendwie war mir etwas unwohl, weshalb ich nicht viel runterbekam. Keine 15 min später, kam es dann auch schon wieder raus. Nun mussten wie wieder zum Immigration Office, um unsere Fingerabdrücke abzugeben und ein Foto machen zu lassen, damit unser Visum verlängert wird. Die anschließende Fahrt zur nächsten Unterkunft war eine richtige Qual. Dort angekommen stieg ich aus dem Auto und musste mich direkt wieder übergeben. Als wir endlich ins Zimmer durften, lag ich den ganzen Tag nur noch im Bett. Auch hatte ich ziemlich Fieber bekommen. Zum Glück hatten wir hier ein eigenes Zimmer mit Bad.

    *Mi, 19.10.22*
    Nachdem ich heute immer noch sehr schwach war, stand leider nur Ausruhen auf meinem Tagesprogramm.

    *Do, 20.10.22*
    Ich fühlte mich zum Glück wieder soweit fit. Als erstes mussten wir heute wieder zum Immigration Office, bei dem wir unseren fertigen Pass abholen konnten. Hier trafen wir zufällig Lisa aus dem Surfcamp wieder.
    Nun ging es zum Hafen, an dem wir dann mit dem Boot auf die Gili Inseln fahren.
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  • Day1

    Brown Sugar Surfcamp Medewi

    October 6 in Indonesia ⋅ 🌧 27 °C

    *Do, 06.10.22*
    Unser Flug nach Bali dauerte 4,5 Stunden. Am Flughafen angekommen begann erstmal die Schnitzeljagd. Mehrere Steps warteten in Indonesien auf uns. Als wir alles hinter uns hatten, wurden wir von einem Mitarbeiter des Surfcamps abgeholt. Die Autofahrt dauerte nun nochmal fast 5 Stunden, da der Verkehr die Hölle war und es teilweise nur im Schritttempo voranging.
    Im Surfcamp war es schon still und wir gingen gleich in unser Zimmer. Es war sehr schön hergerichtet und das Badezimmer war Outdoor. Platt von der ganzen Anreise schliefen wir direkt ein.

    *Fr, 07.10.22*
    Um 4:30 wurde ich das erste Mal aus dem Schlaf gerissen. Was wird hier denn für eine seltsame Zeremonie um diese Uhrzeit veranstaltet? Ein kurzen Moment später wurde uns klar, dass direkt hinter dem Surfcamp eine Moschee liegt. Aber um diese Uhrzeit? Es war unglaublich laut. Danach schlief ich nicht mehr richtig ein, aber um 06:30 war für uns sowieso die Nacht vorbei, da um sieben Uhr die erste Surfstunde auf uns wartete. Ich war ziemlich nervös. Maja meinte, der erste Tag würde entspannt werden und man würde zunächst nur Trockenübungen am Strand machen.
    Es ging los. Ein anderes Mädel und ich waren zu zweit im Beginnerkurs. Der Rest war schon besser und fuhr zu einem anderen Strand.
    Nur Trockenübungen? Schön wäre es gewesen. Unser Coach zeigte uns, wie man auf dem Board aufsteht, das sollten wir fünf mal nachmachen und dann gings rein ins Meer. Wir liefen hinaus in die Wellen, legten uns aufs Board und wurden dann von ihm in die Wellen gestoßen. An diesem Punkt sollten wir dann aufstehen. Ich... die null Gleichgewicht besitzt... Wie die ersten Male bei mir aussahen, kann man sich vorstellen. Nochmal und nochmal und nochmal. Es war alles andere als einfach. Richtig aufzustehen schaffte ich hier noch nicht wirklich. Um 16 Uhr sollte die zweite Session folgen. Diesmal regnete es und der Himmel war düster. Die Wellen waren nicht ganz so hoch, wie am Morgen und mir gelang es schon immer besser, auf dem Board aufzustehen. Leider hatte ich immer wieder meine Füße noch nicht richtig platziert, weshalb ich recht schnell wieder runterfiel. Ein Mix aus Nervosität, Freude, Frustration und Faszination wechselten permanent in mir ab. Man schenkte den Wellen und auch sich selbst immer mehr vertrauen und die Angst schwand nach und nach. Der düstere Himmel und die Palmen waren ein genialer Anblick. Vor mir grasten direkt die Kühe auf der Wiese hinter dem Strand. Aber nein, ich darf nicht zu viel gucken, ich muss mich mehr auf die Wellen und das Board konzentrieren. Beim vorletzten Mal gelang es mir, länger zu stehen. Juhu! Die minimalen Fortschritte nach und nach machten für den Moment richtig Spaß.
    So, Schluss für heute. Meine Hände und Knie waren aufgescheuert und meine Kräfte waren am Ende. Abends saßen wir noch mit den anderen Surfschülern und Surflehrern im Camp zusammen, aßen etwas und spielten Kartenspiele. Die gesamte Truppe im Camp war ein sehr sympathischer und lustiger Haufen. Da waren Celine und Saskia aus der Schweiz, Piya aus Thailand, Lisa aus München und Andrew und Maria aus der Ukraine.

    *Sa, 08.10.22*
    Das Aufstehen fiel mir ziemlich schwer, mir tat einfach alles weh. Ich glaube so ein großflächigen und heftigen Muskelkater hatte ich noch nie in meinem Leben. Heute ging es erst um 11 Uhr los. Wir frühstückten vorher und schauten uns das Meer an. Die Wellen waren viel größer als gestern. Jetzt war ich wieder genauso nervös. Als wir ins Wasser gingen verschwand dies doch recht schnell wieder. Es gelang mir immer mehr, die Balance auf dem Board zu halten und aufzustehen. Plötzlich hatte ich es! Ich stand, hatte einen sicheren Halt auf dem Bord und konnte bis zum Schluss stehen bleiben. Geil! Ich freute mich wie ein kleines Kind. Nach ca. einer halben Stunde gingen meine Kräfte flöten. Meine Hände taten unglaublich weh und ich spürte den Muskelkater. Mittlerweile war mir vor Erschöpfung alles andere egal. Ich sah nur noch auf die großen Wellen vor mir und dachte: „Oh cool, die kriegst du gleich wieder voll ins Gesicht.“ Wenn ich in die Welle geschubst wurde versuchte ich ohne viel nachzudenken die Technik des Aufstehen anzuwenden und wenn sie mir gelang (das mittlerweile immer besser wurde), freute ich mich gar nicht mehr so richtig. „You look like you have no more power“, lachte mir mein Coach entgegen. Er sah meine Hände und fragte, ob ich aufhören möchte. Aber das wollte ich nicht, gerade wo es so gut läuft. Also ging es weiter. Nach 1,5 Stunden war die Session zu Ende. Da heute Samstag ist, gab es nachmittags keine Zweite Runde und ich hätte Zeit, bis morgen wieder etwas Kraft zu tanken.
    Am Nachmittag wollten Maja und ich kurz ins Dorf reinlaufen. Nachdem wir ca. 200 Meter gelaufen sind, schlug plötzlich direkt neben uns in die Stromleitung ein Blitz ein. Maja und ich fingen plötzlich an zu schreien, dann zu lachen, dann wieder zu schreien. Keine Minute vorher sagte ich noch zu ihr: „Wieso hast du Angst vor Blitzen? Es ist wahrscheinlicher, dass ich im Lotto gewinne, als vom Blitz getroffen zu werden.“ Über unser blätterte irgendwas auf uns runter. Maja war barfuß und ihre Füße brannten plötzlich und mir zischte es einmal durch den ganzen Körper. Maja rannte nur noch drauf los zurück ins Camp und hielt keine Sekunde mehr an. Lachend versuchte ich ihr hinterher zu kommen. Auf den Schock kam Piya erstmal mit einem Whisky um die Ecke.
    Abends gab es ein BBQ und wir saßen wieder alle zusammen und hatten tolle Gespräche. Gegen neun Uhr traf Olivia ein, sie kam ebenfalls aus der Schweiz. Kurz danach gingen plötzlich alle Lichter aus und der Strom war weg. Wir entschlossen uns in die Betten zu verschwinden.

    *So, 09.10.22*
    Die ganze Nacht gewitterte es so heftig, dass ich teilweise das Gefühl hatte, mir reißt das Bett unter mir weg. Daher waren auch die Wellen heute morgen ziemlich hoch und kräftig, weshalb wir wieder erst um 11:30 starteten. Auch jetzt noch hatten die Wellen so eine Wucht, dass man es kaum schaffte, entgegen zu laufen. Fürs Surfen war das jedoch ganz gut, da man so mehr Schwung reinbekam. Heute klappte es schon richtig gut und ich wurde immer sicherer auf dem Board und schaffte es oft, bis zum Ende zu stehen.
    Leider scheuerte die Oberfläche des Softboards meine Hände immer weiter auf und die Wunden wurden größer.
    Nach der Surfsession wollten wir alle gemeinsam essen gehen. Ein Mädel nach dem andren hüpfte bei einem der Surflehrer hinten auf den Roller auf und los gings. Es war ein kleines Cafe namens "The Holytree" mitten am Strand und umgeben von Palmen. Mal wieder fing es heftig an zu regnen und wir saßen erstmal eine Weile dort fest. Einer der Surflehrer sprang irgendwann auf seinen Roller und holte das große Auto, um uns alle abzuholen. Eigentlich wollten wir alle noch mit der "Mama" des Surfcamps zu einer Zeremoniefeier. Diese fiel leider aufgrund der mittlerweile überfluteten Straßen ins Wasser.

    *Mo, 10.10.22*
    Die Wunden an meinen Händen waren mittlerweile so schlimm, dass ich heute nicht mit Surfen gehen konnte. Das Wasser würde sie nur wieder aufweichen und das ständige Greifen des Board nur größer werden lassen. So ein Mist, ich war tierisch genervt. Gerade nach dem gestrigen Tag, der so gut lief, wollte ich eigentlich nicht aufhören müssen.
    Stattdessen machte ich einen längeren Spaziergang und ging zu einer anderen Stelle am Meer, um dort ein paar Surfern zuzusehen. Wieder zurück im Camp, waren auch schon die anderen wieder da. Heute stand die Videoanalyse auf dem Plan und wir versammelten uns alle, um nach und nach die Videos anzusehen und zu besprechen.
    Es war total interessant, alle einmal beim Surfen sehen zu können und auf welchem Level diese sich befinden.

    *Di,11.10.22*
    Heute wollte ich es wieder versuchen und ging um 8 Uhr mit zum Surfen. Die Wellen vorne waren leider nicht so gut, weshalb wir viel weiter raus gingen, als in den letzten Tagen. Hier waren sie deutlich höher und stärker und ich wurde beim rauslaufen und -paddeln immer wieder ein Stück zurückgespült. Heute lief es wieder richtig gut und es machte total Spaß. Auch schaffte ich es schon, selbst eine Welle anzupaddeln und ohne hineingeschubst zu werden, zu kriegen und bis zum Ende zu stehen. Ich war erstaunt, wie schnell man doch Fortschritte machte. Mein Surflehrer war auch wirklich super und man fühlte sich sehr gut aufgehoben. Nur einmal wirbelte es mich leider so rum, dass das Board meine linke Schulter ziemlich überdehnte.
    Bei der zweiten Session am Mittag spürte ich, dass meine Schulter schmerzte, aber davon wollte ich mich nicht abhalten lassen. Die Wellen waren leider nicht so gut und diesmal hatte ich einen anderen Surflehrer. Dieser verhedderte sich zweimal in meiner Leash und konnte die Wellen meiner Meinung nach nicht so gut einschätzen. Dementsprechend lief es leider insgesamt nicht so gut. Hätte ich mal lieber Pause gemacht, denn danach war meine Schulter noch schlimmer, als zuvor.
    Nachmittags gingen wir wieder zusammen mit den anderen essen und dann auch sehr früh ins Bett, da wir alle vom Tag ziemlich kaputt waren.

    *Mi, 12.10.22*
    Na super! Ich konnte meinen Arm am Morgen kaum nach hinten bewegen und habe ihn gar nicht in die Position des Pop Ups bekommen. Also wieder aussetzen.. Ich beobachtete etwas die anderen, las ein bisschen und räumte auf. Am Nachmittag reisten Maria, Andrew, Saskia und Celine ab. Der Abschied fiel recht schwer, da sie uns in den paar Tagen sehr ans Herz gewachsen sind.
    Am Abend saßen wir wieder zusammen und spielten Karten. Es war wirklich lustig und es wurde total viel gelacht. Leider war dies unser letzter Abend. Wir hatten hier wirklich eine coole Zeit mit den anderen Gästen und auch den Surflehrern. Wer also ein cooles Surfcamp in Bali besuchen möchte, dies kann ich absolut empfehlen.

    *Do, 13.10.22*
    Heute ist unser letzter Tag. Also wollte ich, egal wie meine Schulter wehtut, noch ein letztes Mal mit Surfen gehen. Nachdem unser Coach gestern Abend zu viel getrunken hatte und nicht auftauchte, ging einer der anderen Surflehrer mit uns raus. Er sagte, meine Pop Ups wären heute sehr gut und zeigte mir, wie ich mehr Geschwindigkeit reinbekomme. Das war ein super Abschluss und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis der gesamten Woche. Nach der Surfsession frühstückte ich in Ruhe und packte schon mal meine Sachen zusammen. Als Maja zurückkam, stand unser Taxi schon da, daher war der Abschied leider relativ hektisch.
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  • Day28

    Fazit zu Thailand

    October 6 in Thailand ⋅ ☀️ 28 °C

    *Der erster Eindruck*
    Am ersten Tag in Bangkok wurden wir ziemlich erschlagen. Hier war der Smog so extrem, dass man am liebsten gar nicht atmen wollte. Die Straßen waren dreckig und überall huschten Kakerlaken und Ratten umher.
    In den weiteren Orten im Süden Thailands und den einzelnen Inseln, war dies zum Glück ganz anders.

    *Hunde und Katzen*
    Während unseres gesamten Aufenthalts in Thailand begleiteten uns überall streunende Katzen und Hunde. Die Katzen hatten teilweise nur halbe Stummelschwänzchen. Hier fragten wir uns, was es damit auf sich hat, ob dies eine Bedeutung hat, wenn man ihnen wohl den Schwanz abschneidet. Nach ein paar Recherchen stellte sich heraus, dass dies ein dort verbreiteter Geburtsfehler bei den Katzen ist und diese so schon zur Welt kommen. Viele Hunde haben Flöhe und sitzen oft da und kratzen sich ununterbrochen. Sowohl Hunde als auch Katzen sind fast alle sehr zutraulich und friedlich. Es gab kaum einen Tag, an dem keine Tiere zum Streicheln zu uns ankamen. Einmal haben wir sogar einen trampenden Hund gesehen, der versuchte, sich einfach bei Leuten auf den Roller zu setzen und mitgenommen zu werden. Auch spielten sie oft am Meer mit anderen Hunden oder auch Urlaubern.

    *Englische Sprache*
    Was uns auch extrem aufgefallen und zwischendurch immer wieder zum Schmunzeln brachte, war das Englisch und deren Verdopplungen. Immer wenn sie nur einzelne Wörter sagten wie z.B. „Taxi“ oder „Massage“ kam jedes mal ein piepsiges „Taksiii Taksiii“ oder „Maschassaaa Maschassaaa“ um die Ecke. Der letzte Vokal wurde immer in einer ganz besonders hohen Tonlage artikuliert. Versuchte man in ganzen Sätzen mit ihnen zu kommunizieren, verstand man leider immer nur die Hälfte, da die meisten so nuschelten, dass gerade auch über das Telefon eine Verständigung nahezu unmöglich war.

    *Jeder spricht dich an*
    Vor allem in den typischen Touriorten, wie den einzelnen Inseln oder auch in Krabi, wirst du gefühlt alle 5m von einem Tuk Tuk, Taxi oder Restaurantmitarbeiter angesprochen. Das nervt nach einer gewissen Zeit tierisch, wenn du einfach nur eine Straße entlang gehen möchtest und dir überall jemand versucht in Windeseile seine Speisekarte hinterherzurufen.
    Anscheinend ist es genauso unüblich, einen Weg zu Fuß zu gehen, denn jedes gottverdammte Tuk Tuk hupt dich an. Ein Geräusch, bei dem ich wirklich an die Decke gehen könnte. Meist ignorierten wir es einfach, aber des öfteren reichte das nicht ganz und uns rutschte immer mal ein pampiges „NO!“ raus. Anfangs sagten wir noch ganz normal „No, thanks.“ Doch irgendwann fiel es uns schwer, jedesmal freundlich abzulehnen.

    *Viele leerstehende Gebäude*
    Ich weiß nicht genau, wie es vor der Coronazeit aussah und ob dies möglicherweise ein ausschlaggebender Grund ist, man hört es zumindest immer wieder. Ich habe noch nirgends so viele leerstehende, verlassene Gebäude gesehen, die schon am vergammeln sind, wie in Thailand. Riesige Hotelanlagen, Restaurants oder Wohnhäuser. Egal wohin man geht, man kommt immer an welchen vorbei. Manche Gelände erkundeten wir auch etwas genauer. Ich finde so etwas immer sehr schade, da man so viel daraus machen könnte.
    Allgemein leben viele Menschen hier in total kleinen Wohnungen, die vor der Haustür eine halbe Müllhalde sind. Oft sind kleine Läden direkt in den Wohnungen mit darin und man hat einen komplett offenen Einblick in das Zusammenleben der Thais.

    *Die Menschen allgemein*
    Wir sind erstaunt darüber, wie ruhig und geduldig die Thailänder*innen vom ganzen Charakter sind. Nicht einmal wurde gedrängelt. Weder, auf den Märkten, noch im Straßenverkehr. Keiner beschwert sich oder meckert ständig herum.
    Auch die Kinder erlebten wir total entspannt. In den Bussen und Tuk Tuks schienen sie alle total gelassen und nie quengelten sie herum. Auch sonst überall waren alle sehr friedlich miteinander.
    Ebenso erlebten wir die Einheimischen als total freundlich und zuvorkommend. Man konnte ihnen sehr vertrauen. Nicht einmal sind wir übers Ohr gehauen worden und immer kamen wir an, wo wir wollten und Absprachen wurden selbstverständlich eingehalten.

    *Plastikproblem*
    Wo man in Deutschland versucht, an Plastik zu sparen, setzt man hier noch eins drauf.
    Als wäre das Problem mit dem Plastikmüll nicht nahezu offensichtlich und die Strände teilweise übersäht damit.
    So viel unnötige Kleinigkeiten. Zu unserem Smoothie, der natürlich im Plastikbecher mit Plastikdeckel und Plastikstrohhalm übergeben wurde, gab es obendrauf auch noch eine Plastiktragetasche, damit man ihn besser mit sich rumtragen kann. Zu jedem Joghurt, den man im Supermarkt kaufte, gab es einen einzeln verpackten Plastiklöffel dazu. Von den ganzen Plastiktüten fange ich gar nicht erst an. Auch das Obst ist so oft eingeschweißt. Einzelne Mangos oder zwei Bananen extra in einer Schale eingeschweißt oder in einem Plastikbeutel portioniert. Die schon geschnittene und eingeschweißte Mango war günstiger, als eine frische Mango am Stück. An diesem Punkt bin ich einfach nur noch fassungslos.

    *Die Natur*
    Wenn man sich den ganzen Plastikmüll also mal wegdenkt, dann hat Thailand wunderschöne Ecken zu bieten. Tolle Viewpoints und teilweise atemberaubende Strände. Wir haben viele Wanderungen gemacht und Höhlen, Strände, Dschungel, Berge usw. begutachtet und die An- und Ausblicke genossen. Was das angeht, lohnt sich ein Ausflug hierher auf jeden Fall.

    *Buddha und die Erdbeer-Fanta*
    An jeder Ecke kommt man an einem Miniaturtempel vorbei, in dem häufig ein kleiner Buddha sitzt. Immer wieder standen volle, offene Flaschen mit Erdbeer-Fanta an der Tempelvorrichtung und zeigten mit dem Strohhalm Richtung Buddha. Irgendwann fragten wir uns nur noch „Wieso?“
    Also recherchierte ich mal wieder und fand heraus, dass Götter wohl eine Schwäche für zuckersüße Limo haben sollen.
    Diese Opfergabe gilt als ein Zeichen des Respekts und manche wollen ihr Karma damit bereinigen. Die Fanta dient als Mittel, um eine Verbindung zwischen dem Geist und dem Menschen herzustellen.

    *Das Essen*
    Zwei Dinge, die ich ziemlich schnell feststellen musste: 1. Käse ist teuer. Ein kleines Stück Emmentaler für umgerechnet 10€? Wie soll ich das nur aushalten? 2. Alles schmeckt so viel süßer und überall ist Zucker drin. Klar, Zucker ist ein günstiger Rohstoff und natürlicher Geschmacksverstärker. Aber selbst im Kaffeepulver? Ernsthaft?
    Beim Bestellen von Fruchtshakes mussten wir jedesmal extra erwähnen, dass wir bitte kein Zuckersirup mit rein möchten. Die Cola schmeckte so viel süßer als bei uns ins Deutschland und und und. Es war schwer, Lebensmittel zu finden, in den nicht unnötig viel Zucker steckte.
    Dennoch waren die thailändischen Gerichte oft sehr lecker. So lernten wir deren Currys und Pad Thais lieben. Das frische Kokoseis oder die leckeren Fruchtshakes. Ebenso liebten Maja und ich es, dass es viel scharfes Essen gab.

    *Überall Roller*
    Es ist faszinierend, wie viele Personen auf einen Roller passen. Ganze Familien fahren zusammen. Eine Mutter mit drei Kindern und der Hund auch noch mit drauf. Das Transportieren von großen Artikeln wie eine große Tonne oder lange Rohre werden ebenfalls mit dem Roller gemacht. Steile Berge, deren Weg komplett zertrümmert ist, mit dem Roller kommt man überall hin. Ohne Helm und in Flipflops versteht sich.
    Dabei ist es offiziell verboten ohne Helm zu fahren. Angehalten werden jedoch nur die Nicht-Thais. Bezahlst du einmal die Strafe, bekommst du ein Ticket, das du beim nächsten mal anhalten vorzeigen kannst und nicht nochmal zahlen musst. Das riecht eindeutig nach Korruption.

    *Ladyboys*
    Ich verstehe die ganze Aufmerksamkeit und die Shows nicht, schaut sie euch am Besten selber an.
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  • Day22

    Pattaya

    September 30 in Thailand ⋅ 🌧 28 °C

    *Fr, 30.09.22*
    Als wir in unserer Unterkunft ankamen, waren wir hin und weg. Es war eine wunderschöne Wohnung in einem großen Wohnblock. Ein Freund von mir, der hier seit 2,5 Jahren lebt, suchte sie für uns raus. Unten gab es eine riesige Poolanlage. Ebenso gab es ein Fitnessstudio und auf dem Dach darüber noch einen zweiten Pool. Als erstes stürzten wir uns gleich ins Fitnessstudio und powerten uns ordentlich aus. Zofia und ich machten uns abends wieder auf den Weg und zogen durch die Straßen. Ein großer Night-Bazar und Food-Market war nicht weit von unserer Unterkunft entfernt. Hier gab es einfach alles, was man sich nur vorstellen kann. Leider waren wir etwas zu spät dran, daher waren viele schon dabei, wieder aufzuräumen.

    *Sa, 01.10.22*
    Als wir aufgestanden sind, hatten wir gleich mal keinen Strom. Das Gewitter der letzten Nacht schien das ganze Viertel lahmgelegt zu haben. Gegen halb 10 war er wieder da. Plötzlich ging im Hausflur der Feuermelder und ein übler Geruch zog in unser Appartement. Ein Ladyboy im Nebenappartement hat ordentlich was anbrennen lassen. Mal sehen was der Tag noch so für Überraschungen mit sich bringt, dachten wir. Für heute hatten wir uns zwei Spots rausgesucht, zu denen wir laufen wollten. Zuerst ging es zum Big Buddha Temple. Im Vergleich zu den vorherigen, die wir schon gesehen haben, war dieser leider nicht so spektakulär. Weiter ging es zu einem Viewpoint, von dem man einen tollen Blick über Pattaya hatte. Da wir diesmal eine Wohnung mit einer Küche hatten, suchten wir noch einen großen Supermarkt auf, wo wir ein bisschen mehr einkaufen konnten, als nur ein paar Kleinigkeiten, die man an jeder Ecke in einem 7-Eleven bekommt. Abends trafen wir uns mit meinem Kumpel. Er zeigte uns das Nachtleben in Thailand und vor allem in der Walking-Street von Pattaya. Gleich zu Beginn meinte er, es wäre das thailändische Los Angeles. Wir zogen von Club zu Club. Maja fuhr schon etwas früher (ok, es war fast 6 Uhr) zurück und Zofia und ich waren letztlich bis um halb 10 morgens unterwegs. Oha! Man merkte überhaupt nicht, wie die Zeit vergeht, das letzte mal war ich an meinem 18. Geburtstag so lange wach.

    *So, 02.10.22*
    Ich schlief bis um 15 Uhr und auch danach war ich immer noch total müde. Kein Wunder. Der ganze Tag war für den A****, aber immerhin hab ich nun auch das thailändische Nachtleben auf meiner Bucket List abgehakt. Nachdem wir noch etwas rumlagen, zogen wir noch einmal zu dem Food-Market. Diesmal waren wir früher dran und alles war noch in vollem Gange. Wieder Zuhause stand nur noch eine Runde Netflix und Schlafen auf dem Plan.

    *Mo, 03.10.22*
    Am Morgen liefen wir einmal zur Busstation, da Zofia heute wieder die Heimreise antreten musste. Als wir wieder im Appartement ankamen, fing es heftig an zu gewittern und regnen und hörte auch nicht mehr auf. Somit gingen wir nach und nach ins Fitnessstudio oder schauten noch die ein oder andere Folge auf Netflix. Als sich am Nachmittag das Wetter legte, wollten wir wieder zu dem Food-Market. Leider waren alle Stände weg und man sagte uns, dass dieser immer nur von Fr-So stattfindet. Enttäuscht trotteten wir wieder zurück und bestellten uns etwas über die Grap-App. Da die ganzen Straßen total überflutet waren, lehnte man zwei mal unsere Lieferung ab. Mit einem sehr komplizierten hin und her, lieferte uns dann zwei Stunden später ein Mitarbeiter von dem Restaurant selbst das Essen. Es tat gut, auch mal einen Gammeltag zwischendurch einzulegen. Wenn wir schon mal die Möglichkeit eines eigenen Appartements mit einem Fernseher haben und dann auch noch so ein bescheidenes Wetter ist, sollte man das auch nutzen. Es war in diesem Moment der reinste Luxus für uns.

    *Di, 04.10.22*
    Nachdem ich das Essen von gestern Abend nicht so vertragen hatte, ließen wir es erstmal entspannter angehen. Gegen 14 Uhr brachen wir dann auf in das Art in Paradise Kunstmuseum. Hier waren jede Menge 3D-Gemälde, in die man sich mit reinprojizieren konnte. Auch gab es eine App, mit der man in den Bildern verschiedene Animationen und Effekte sehen konnte. Das war wirklich cool gemacht und gerade auch für Familien sehr empfehlenswert.
    Abends kochten wir uns noch etwas und schauten die letzten Folgen unserer Staffel.

    *Mi, 05.10.22*
    Die Nacht war der reinste Horror, offensichtlich hatte mein Magen doch etwas mehr abbekommen, als es anfangs schien. Ich habe kaum geschlafen und verbrachte mehr Zeit auf der Toilette, als im Bett. Um 12 Uhr stand uns eine 2-stündige Busfahrt bevor. Also schmiss ich mir eine Elektrolytmischung und eine Kohletablette ein und hoffte auf das Beste. Nun sollte es nochmal für eine Nacht nach Bangkok gehen und morgen ziehen wir endlich weiter nach Bali.
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