• Reisetagebuch von Celine
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Neuseeland

A 59-day adventure by Reisetagebuch von Celine Read more
  • Trip start
    January 29, 2023

    Unser Start…

    January 28, 2023 in New Zealand ⋅ 🌧 17 °C

    *28.01.23*
    Um 6:30 Uhr klingelte der Wecker und das erste das ich auf dem Handy sah, war eine Mail von Jetstar. Der Flug wurde annulliert. Hochwasser in Auckland, der gesamte Flughafen ist überflutet.
    Da wir aber den Mietwagen abgeben mussten, sind wir erstmal zum Flughafen. Dort sagte man uns, dass es sein kann, dass die nächsten Flüge, die wir kostenlos umbuchen hätten können, erst im Februar wieder gehen. Ansonsten können wir online eine Rückerstattung beantragen. Wir waren uns sicher, dass auch unser Weiterflug nach Napier gecancelt werden würde. Der jedoch fand wie geplant statt, da vereinzelte Inlandsflüge noch starten konnten. Das bringt uns aber auch nichts.
    Sämtliche Optionen sind wir durchgegangen.. Länger in Sydney und dort weiter im Hotel bleiben (das wir auch selbst hätten zahlen müssen) wollten wir keinesfalls. Eine Rückerstattung war dann letztlich nicht möglich, da die Airline nicht für Stornierungen aufgrund von Umweltkatastrophen haftet.
    Wir buchten uns also einen neuen Flug für den gleichen Abend nach Wellington. Die einzige Möglichkeit war, dabei über Melbourne zu fliegen. Dort haben wir fast 8 Stunden Zwischenaufenthalt. Gut, dann schlafen wir die Nacht eben am Flughafen. Morgen früh geht dann der Weiterflug nach Wellington. Von dort aus ging kein Direktflug nach Napier. Alle würden wieder über Auckland gehen. Also buchten wir uns einen Mietwagen, um von dort aus nach Napier zu kommen, wo wir unserem Camper dann abholen müssen. Jetstar stellte uns in Höhe des Betrags nur einen Gutschein aus, der natürlich nur 12 Monate gültig ist und die nur innerhalb Australiens und Neuseelands fliegen. Also planten wir auch unsere Route in Neuseeland um. Anstatt auf der Südinsel zu starten, werden wir nun zuerst die Nordinsel umreisen, dann auf die Südinsel weiterfahren, versuchen bei Christchurch den Camper wieder zu verkaufen und von dort den Gutschein für ein Flug nach Auckland einlösen. Vermutlich könnten wir sogar Business-Class fliegen, da diese Flüge nicht viel kosten und das die einzige Möglichkeit ist, den Gutschein noch soweit einzulösen. So würden wir uns wenigstens eine Fährenüberfahrt sparen und hätten evtl. das bestmögliche aus allem gemacht. Na, blickt ihr noch durch? Wir gerade noch so.

    *29.01.23*
    So, nachdem wir die Nacht am Flughafen durchgemacht haben, ging dann um 8:00 Uhr morgens endlich unser Flug. Im Flugzeug habe ich es geschafft, circa 20 Minuten zu schlafen, aber das brachte kaum Erholung. Am Flughafen angekommen, stellten wir fest, dass unsere Buchung des Mietwagens nicht akzeptiert wurde und es auch keinerlei Möglichkeit gab, einen neuen Mietwagen zu buchen und diesen in Napier abzugeben. Also müssen wir morgen wieder zurück nach Wellington. In Napier angekommen, besichtigten wir unseren Camper und waren begeistert von der Ausstattung. Es war wirklich alles vorhanden, wir können ihn so nehmen und direkt damit starten. Jetzt sollte hoffentlich alles gut laufen. Wir fuhren nochmal 40 Minuten zu unserer Unterkunft und wollten dann den Geldtransfer durchführen. Hierfür wollten wir die Plattform „Wise“ benutzen. Ähnlich wie bei PayPal funktioniert hier der internationale Geldtransfer in allen Währungen ziemlich schnell und auch unsere Anzahlung, die wir am Anfang schon gemacht hatten, konnten wir problemlos damit abwickeln. Keine Ahnung was das Problem war, aber es funktionierte einfach nicht. Wir haben sämtliche Variationen und Versuche gestartet und nichts funktionierte. Nach drei Stunden entschlossen wir uns, erstmal ins Bett zu gehen und Schlaf nachzuholen und es morgen früh erneut zu versuchen.

    *30.01.23*
    7:30 Uhr, die Nacht war dann auch schon wieder vorbei. Wir versuchten erneut den Geldtransfer über Wise. Diesmal funktionierte natürlich wieder nichts. Es sind uns noch ein paar weitere Möglichkeiten eingefallen, eine schien dabei zu funktionieren. Wir wiederholten einfach unseren letzten Transfer und diesmal klappte es. Leider ging es nur insgesamt dreimal zu wiederholen. Einmal habe ich es ich noch geschafft über Apple Pay zu zahlen und dann verließ uns das Glück auch schon wieder. Auch nun saßen wir ungelogen wieder 3 Stunden da und versuchten alles Mögliche. Unser Verkäufer richtete sich sogar extra ein PayPal Konto ein. Auch dies funktioniert nicht. Unsere letzte Hoffnung war Stefan. Über sein PayPal Konto funktionierte es zum Glück und gegen 13:00 Uhr schafften wir es dann, alle Zahlungen zu überbringen.
    Juhu, wir konnten unseren Camper endlich abholen. Nun standen 3,5 Stunden Fahrt nach Wellington vor uns, um den Mietwagen zurück zu bringen. Ich fuhr mit dem SUV vor, während Maja mit dem Camper hinterher fuhr. Dieser war schon um einiges älter und hatte auch noch Gangschaltung. Linksverkehr war mittlerweile kein Problem mehr, aber mit links zu schalten, war nochmal etwas Neues.
    So, geschafft, der Mietwagen ist weg. Wir kauften noch schnell Frühstück für morgen ein und gingen bei einem Inder etwas essen. Dann machten wir uns auf den Weg zum Campingplatz. Plötzlich leitete das Navi uns auf eine Straße, die extrem steil bergauf ging. Zurück in mein aller erstes Auto versetzt, einen Corsa B mit 45 PS, kamen wir nicht hoch. Im letzten Moment, bevor wir anfingen rückwärts wieder runterzurollen, bogen wir in eine Auffahrt ein und wendeten. Zum Glück führte noch ein anderer Weg zum Campingplatz. Jetzt noch das Bett richten und dann endlich schlafen!

    *31.01.23*
    10:30 Uhr. Wir hatten wirklich noch einiges an Schlaf nachzuholen. Voller Freude rissen wir die Vorhänge auf und wollten das Meer vor uns sehen. Och nö, was ist das denn? Der Nebel überdeckte die gesamte Aussicht und es nieselte leicht. Neuseeland meint es wirklich nicht gut mit uns. Wir richteten unser Frühstück, schmissen alles ins Auto und kauften erstmal noch ein paar Kleinigkeiten ein, die wir für unseren Trip noch benötigten.
    Der Himmel war immer noch grau, aber die Luft war trocken. Somit machten wir den Van erstmal komplett sauber und richteten uns ordentlich ein. In der Kühlbox entdeckten wir eine Flasche Sekt von unseren Vorbesitzern. Wie süß, wir haben uns sehr darüber gefreut. Unser kleines Stoff-Glücksschwein (das wir in Australien in einem Park gefunden haben) tauften wir auf den Namen, wie auch unser Camper die Aufschrift „Little Lucy“ hat, Lucy. Diesen platzierten wir vorne auf dem Amaturenbrett und es soll nun unser Wegbegleiter sein und hoffentlich mehr Glück als bisher bescheren.
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  • Wanganui - Raglan

    February 1, 2023 in New Zealand

    *01.02.23*
    Leider war das Wetter auch heute nicht sehr berauschend. Dennoch waren wir gut gelaunt, denn heute startete offiziell unser Roadtrip. Wir machten uns auf den Weg ein Stück weiter in den Norden und machten an einem ruhigen Platz einen Stopp. Hier frühstückten wir und entschieden uns aber noch ein Stück weiterzufahren. Zwischendurch kaufte sich Maja noch ein Surfboard. An unserem nächsten Campingplatz angekommen, fing es leider wieder an zu regnen. Wir klappten das erste Mal unseren Pavillon auf und machten es uns darunter mehr oder weniger bequem.

    *02.02.23*
    Gleich morgens fuhren wir zum nächsten Spot. Hier gab es einige Buchten direkt am Meer. Der Ausblick war richtig schön, doch leider war es extrem windig. Wir fuhren nochmal 20 min weiter nach New Plymouth. Hier spazierten wir zunächst zur Te Rewa Rewa Bridge. Diese Bestand zur Hälfte aus Baustelle und den eigentlichen Berg dahinter konnte man vor lauter Wolken auch nicht sehen. Wieder zurück schnappte sich Maja ihr Surfboard, um es mal auszuprobieren und ich ging nur so eine Runde schwimmen. Naja, mehr oder weniger. Hauptsächlich war ich damit beschäftigt, nicht von irgendwelchen Kindern mit ihren Bodyboards umgerempelt zu werden.
    Nur fünf Minuten vom Strand entfernt lag unser neuer Campingplatz. Hier kochten wir und liefen dann im dunklen nochmal in den anliegenden Park hinein. Wie schade, dass es schon dunkel war, der Park war unglaublich schön und ein leuchtender Wasserfall, der coole Lichteffekte machte, war nicht weit entfernt. Wir entschieden uns, zurückzugehen und morgen im Hellen noch einmal komplett durchzulaufen. Danach machten wir noch einen Abstecher auf den Spielplatz und entdeckten ein Reifendrehdings, an dem wir unsere unverbrauchte Energie rausließen.
    Wir planten noch unsere morgige Wanderroute auf den Vulkan Taranaki und gingen dann ins Bett.

    *03.02.23*
    Na wie sollte es anders sein, es regnete mal wieder in Strömen. So konnten wir keineswegs auf den Vulkan hinauf. Mit unseren Schuhen würden wir auf dem nassen Weg, der als schwer gekennzeichnet ist, sofort ausrutschen.
    Also beschlossen wir, durch den Park zu laufen und weiter zu ziehen. Wir entdeckten auf der Karte die „Three Sisters and the Elephant Rock“-Felsen, die ein bisschen an die zwölf Apostels aus Australien erinnern. Hier war direkt auch ein Campingplatz. Die Lage des Platzes war sehr schön, nur die Wiese komplett matschig und teilweise schon aufgerissen. Wir bauten gerade rechtzeitig alles auf, bevor es wieder anfing zu regnen. Was für ein sch*** Wetter die ganze Zeit. Der eigentliche Weg zum Lookout war auch nicht begehbar, daher entschlossen wir am nächsten Morgen bei einer anderen Stelle kurz anzuhalten.
    Bisher ist leider noch nicht viel Spannendes auf unserem Trip passiert. Ich denke, je weiter wir in den Norden fahren, desto interessanter wird es.
    Was ich jedoch bisher schon wahnsinnig schön an Neuseeland finde, sind die vielen Grüntöne der Natur. Ich glaube, ich habe noch nirgends eine so „saftige“ Natur gesehen. Bisher besteht die Landschaft hauptsächlich aus verschieden großen buckeligen Hügeln, jeder Menge coolen Bäumen und extrem viel Farn. Obendrauf gibt es noch ganz viele Kühe, Schafe und Ziegen.

    *04.02.23*
    Juhu, mal kein Regen am Morgen. Wir packten alles zusammen, frühstückten und fuhren weiter. Zuerst machten wir an dem Aussichtspunkt Halt. Tatsächlich sah es ein wenig so aus wie auch in Australien, aber noch lange nicht so spektakulär. Danach fuhren wir an eine der Filmlocations von Hobbit und Herr der Ringe vorbei. Leider durfte man ohne Tour das Geländer nicht betreten und für diese waren wir auch schon zu spät. Daher konnten wir es nur von außen betrachten.
    Dann ging es weiter Richtung Waitamo Caves. Hier fuhren wir auf ein Campingplatz, auf dem mal etwas mehr geboten war, als nur ein Parkplatz. Hier war eine Art Hostel mit zusätzlichen Campingplätzen. Dazu gehörten auch ein Pool und ein großes Wohnzimmer.
    Da endlich mal die Sonne schien, entschlossen wir, hier den Tag zu bleiben. Morgen früh haben wir uns dann eine Glühwürmchentour mit dem Boot durch die Höhle gebucht.

    *05.02.23*
    Heute stand endlich mal etwas Programm auf dem Tagesplan.
    Um 9:30 ging die Tour los. Erst gingen wir zu Fuß in die Höhle von Waitamo hinein. An der Decke konnte man schon überall die Tropfsteine sehen. Immer wieder machten wir Halt und unser Guide erzählte auf sehr humorvolle Art etwas über die Höhle.
    Das letzte Stück war der Hauptteil, hier fuhren wir mit dem Boot in die Dunkelheit hinein und konnten überall an der Decke Hunderttausende von leuchtenden Glühwürmchen sehen. Die Tour kann ich absolut empfehlen. Es war faszinierend. Am liebsten hätte ich so eine Decke in meinem künftigen Schlafzimmer. Also nicht mit echten Glühwürmchen, aber so viele blau leuchtende Punkte. Da man keine Fotos machen durfte, kann ich leider nichts davon zeigen. Wenn man die Höhle googlet, kommen einige Bilder, aber keines davon kann mit dem realen Anblick mithalten.
    Nach der Tour frühstückten wir und fuhren weiter nach Karamu. Hier sind wir zu einer Pferdekoppel gefahren, wo man gemeinsam in einer Gruppe Reiten gehen konnte. Zwei Stunden gingen wir mit den Pferden durch die Natur. Dafür, dass ich zum ersten Mal allein auf einem Pferd saß, hab ich mich relativ gut geschlagen. Ähnlich wie meine Schüler, versuchte es anfangs ein bisschen auszuprobieren was es darf und was nicht. Z. B. wollte es einfach mal den Hang hinunter oder fern ab vom eigentlichen Weg an allen anderen Pferden vorbeiziehen. Auch mochte es überhaupt nicht, wenn er dem Hintern eines anderen Pferdes zu Nahe kam. Verständlich, ich würde auch keine Hinterteile direkt vor meinem Gesicht mögen. Da wurde es manchmal etwas zickig, aber anstatt von selber Abstand zu halten, versuchte es immer das jeweilige Pferd zu überholen.
    Beim Absteigen konnte ich kaum noch gerade laufen. Gefühlt habe ich mir meine linke Leiste ausgerenkt. Mal sehen, ob ich morgen Muskelkater habe.
    Nach dem Reiten ging unsere Fahrt weiter nach Raglan. Hier aßen wir zu Abend und wurden anschließend noch von unserem Nachbarn auf einen Tee eingeladen. Leider fing es dann auch schon wieder an zu regnen und wie verkrochen uns zurück in die Busse.
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  • Raglan - Whatipu

    February 6, 2023 in New Zealand ⋅ 🌙 19 °C

    *06.02.23*
    Regen, regen, regen… irgendwie verfolgt er uns. Schon mitten in der Nacht sind wir vom Wind aufgewacht, der auch morgens nur wenig nachließ. Erst gegen Mittag fuhren wir einmal zum Strand und Maja versuchte trotz des Windes surfen zu gehen. Am Strand traf ich einen Schweden, mit dem ich mich währenddessen unterhielt. Am Nachmittag wurde das Wetter zum Glück wieder besser. Wir liefen einmal durch die kleine Innenstadt von Raglan und waren total begeistert von dem Ort. Überall gab es kleine individuelle Läden, süße Cafés und Surfshops. Der Lifestyle der Stadt gefiel uns sehr gut. Später fuhren wir nochmal an einen weiteren Strand, an dem die Wellen ziemlich gut waren. Auch das Wasser war gar nicht kalt. Hier konnte man sich leider keine Boards leihen. Daher ging ich nur eine Runde schwimmen.

    *07.02.23*
    Morgens ging es wieder an den Strand, an dem Maja nochmal ins Meer hüpfte. Leider war es wieder wahnsinnig windig. Nachmittags sind wir zu einem anderen Strand, an dem riesige Wellen gemeldet waren. Hier schauten wir den Surfern etwas zu. Allein beim Zuschauen hat man teilweise schon Angst bekommen. Hier in den Wellen konnte man wirklich nur reingehen, wenn man richtig gut surfen kann. Und das konnten sie alle zum Glück auch.
    Abends wussten wir nicht so recht, was wir noch machen sollen und entschieden uns, schon mal weiter nach Auckland zu fahren. Hier gingen wir noch in einem Park spazieren und schmiedeten den Tagesplan für morgen.

    *08.02.23*
    Direkt am Parkplatz, an dem wir geschlafen haben, war ein Fitnessstudio. Morgens gingen wir hier einmal für eine Stunde rein, duschten und durften den ganzen Tag alle Kurse besuchen. Somit entschieden wir uns, abends noch zum Yoga zu gehen.
    Nun hieß es aber erstmal ein paar Sachen erledigen. Wir mussten Wäsche waschen, einen Schraubenschlüssel und eine neue Mutter im Baumarkt besorgen (es hat sich eine Halterung von unserem Dach gelöst), tanken und wollten am Hafen nachfragen, was eine Fahrt auf Waiheke Island kostet. (Leider viel zu viel, sodass es sich für 1-2 Tage nicht lohnt, da es dort auch nur kostenpflichtige Campingplätze gibt). Anschließend sind wir einmal den Mount Eden hinaufgelaufen. Es war aber eher ein Hügel, auf dem man mit einer Abkürzung innerhalb von 15 min oben war. Von hier hatte man eine schöne Aussicht über ganz Auckland. Wir gingen noch kurz durch die Innenstadt, tranken einen Kaffee und machten uns dann wieder auf den Weg zurück. Die Yogastunde war gut besucht und es tat gut, mal wieder in einer Gruppe ein paar Übungen zu machen. Wir verstehen jetzt aber auch die Aussage, dass es lange benötigt, den passenden Yogalehrer für sich zu finden. Wir kochten noch und machten es uns dann wieder im Camper gemütlich.

    *09.02.23*
    So, unser neuer Plan war es, nach Whatipu zu fahren. Eine Stunde später waren wir da. Die letzten 20 min führten hierbei über einen sehr spannenden Schotterweg. Der Campingplatz war wahnsinnig schön, die Sonne schien endlich und der Himmel war nahezu wolkenlos. Wir stellten unser Auto ab, frühstückten und sind direkt losgelaufen. Zunächst wollten wir zu den Höhlen laufen. Der Weg dorthin war leider immer wieder voller Schlamm und Pfützen. Irgendwann war dann auch Sackgasse. Wir mussten umdrehen. Stattdessen sind wir zum Strand gelaufen. Hier konnte man sehr weit hinauslaufen und die Küste bestaunen. An unserem Startpunkt beschlossen wir noch den Omanawanui-Track zu gehen, der mit zwei Stunden ausgeschildert war. Der komplette Weg bestand nur aus Stufen. Irgendwann bin ich nur noch so hochgekrochen. Es waren über 1000 Stufen. Wer macht sowas?! Ja na klar, man schafft schneller mehr Höhenmeter, es ist gutes Training für einen knackigen Hintern und der Kalorienverbrauch ist wahrscheinlich auch höher, aber es ist verdammt nochmal aaaaanstreeengeend! Ich hab bestimmt morgen Muskelkater in der Lunge, so wie ich geschnauft habe.Aber wie immer, hat es sich dann gelohnt und der Ausblick war gigantisch. Zuvor standen wir noch da ganz unten am Meer und jetzt können wir aus keine Ahnung wie viel Metern darauf hinabschauen.
    Zudem konnte man das Zusammentreffen zweier Strömungen sehen. Wie eine klare Linie spaltete sich das Wasser und hatte zwei unterschiedliche Farben. Das kommt unter die Top 10, der schönsten Dinge, die ich bisher gesehen habe.
    Auf dem Campingplatz gönnten wir uns dann erstmal eine kurze Dusche und kochten. Da in drei Tagen ein Jahrhundertsturm gemeldet ist, mussten wir uns leider nun überlegen, wie wir weiterfahren. Je weiter wir in den Norden fahren, desto schlimmer würde es uns treffen. Allerdings auf die Südinsel schon zu fahren, ist völliger quatsch, da wir dann zu viel verpassen würden. Somit buchten wir uns eine Unterkunft auf einer Pferdefarm, die recht weit im Landesinneren liegt, bei der wir unseren Camper halbwegs windgeschützt abstellen können, wir hoffentlich nicht überflutet werden und so wenig Schaden, wie nur möglich davontragen.
    Vor dem Schlafen hatten wir eine regelrechte Mückenplage in unserem Van. Mit zwei Shirts bewaffnet zogen wir in die Schlacht und schlugen wie wild um uns. Dabei trafen wir uns hin und wieder auch mal gegenseitig. Am Ende und hunderte Leichen später, war es dann endlich still. Morgen müssen wir dann erstmal die Scheiben putzen.
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  • Whatipu - Paihia & Back to Raglan

    February 10, 2023 in New Zealand

    *10.02.23*
    Auch heute machten wir als Erstes eine Wanderung. Diesmal den Gibbons-Track. Dieser fing etwas harmloser an, als der gestern. Aber da hatte ich mich etwas zu früh gefreut. Diesmal zählten wir sogar mit. Es waren 1428 Stufen. Ich schwitzte gefühlt doppelt so viel wie gestern. Leider hat sich hier auch der Ausblick nicht so gelohnt, da wir nur an einem weiteren Campingplatz rauskamen. Dieser war zwar sehr schön und lag direkt am Fluss, aber es gab diesmal keinen so spektakulären Aussichtspunkt.
    Nach der Tour brachen wir auf Richtung Piha. Hier gab es den Lion Rock. Zur richtigen Zeit kamen wir an, denn das Meer ist gerade soweit zurückgegangen, dass wir rüberlaufen konnten. Auch hier ging es nochmals 272 Stufen aufwärts, bis zum ersten Stopp. Danach konnte man noch weitergehen, man musste aber klettern.
    Am späten Nachmittag fuhren wir dann weiter nach Muriwai. Hier gab es am Strand einen sehr schönen Campingplatz, auf dem einiges los war. Hier trafen wir auch Stefan wieder. Während die andern beiden eine Runde Surfen gingen, kochte ich schon mal das Abendessen.

    *11.02.23*
    Langsam machte sich der Sturm auf den Weg und das Wetter war dementsprechend trüb und es fing zwischendurch immer mal wieder an zu regnen.
    Da Stefan einen SUV hat, mit dem man über den Strand fahren konnte, sind wir morgens einmal über den Sand geheizt. Dabei mussten wir auch durch einen Wasserzulauf fahren, der tiefer war, als gedacht. Während des durchfahrens, schleuderte es versehentlich einen Fisch neben dem Auto hoch. Uupsii..
    den Tag verbrachten wir recht ruhig, ich lief einmal zur Vogelbeobachtungsstation, die andern gingen nochmal Surfen und ansonsten gammelten wir nur herum, da es, wie gesagt, immer zwischendurch mal wieder regnete. Abends räumten wir alles schon mal soweit auf, da in der Nacht der Starkregen einsetzen soll. Maja schlief bei Stefan mit im Zelt, ich hoffe die beiden weht es nicht weg.

    *12.02.23*
    Nun war es so weit, gegen zwei Uhr Nachts ging es los. Der gesamte Camper wackelte und es regnete in Strömen. Es war extrem laut und immer wieder schaute ich besorgt raus, um zu sehen, ob das Zelt mit den andern beiden schon abgesoffen ist. Da keiner von uns ein Auge zumachte und um 4:30 Uhr eine Regenlücke kam, beschlossen wir schnell alles zusammenzupacken und schonmal die Campingwiese zu verlassen, bevor wir darin stecken bleiben. Leider mussten wir noch bis 6 Uhr warten, denn erst dann öffnete sich das Tor und man konnte hinausfahren. Wir verabschiedeten uns von Stefan und fuhren schon mal in den Ort, wo unsere Unterkunft auch sein wird und stellten uns auf den Parkplatz eines Cafés. Hier kletterten wir nochmal nach hinten und legten uns für eine Stunde hin. Um 8 Uhr machte das Café auf, indem sich Maja gleich mal einen Cappuccino holte. Gegen 9 Uhr fuhren wir dann weiter zur Unterkunft. Hier wurden wir wahnsinnig herzlich empfangen. Gleich beim Aussteigen konnte man in den Pferdestall schauen, indem ein zwei Monate altes Fohlen hervorspitze. Im Haus kamen uns vier Hunde und zwei Katzen entgegen und wir bekamen einen Kaffee zubereitet. Eine ganze Weile unterhielten wir uns mit unserem Gastgeber und bestaunten das wahnsinnig große Grundstück. Einige Pfaue und weiße Tauben spazierten durch den Garten. Ich glaube, nein eigentlich ist es offensichtlich, dass die Familie stinkreich ist. Allerdings keineswegs abgehoben.
    In unserem Zimmer hatten wir einen Fernseher mit Netflix-Zugang. Perfekt! Jetzt kann der Sturm loslegen, wir sind in Sicherheit.

    *12./13./14.02.23*
    Und so verbrachten wir dann die Tage mit Netflix&Chill, wie man heutzutage sagt. Es hörte nicht auf zu regnen und immer wieder kam es zu Stromausfällen. Wir haben es zum Glück noch gut erwischt. In den Nebenorten waren die Überflutungen weitaus schlimmer. Auch eine Fähre wurde beschädigt.
    Dienstag nutzten wir mal eine Regenpause, um zu einem Café zu laufen. Auf dem Weg dorthin sahen wir etliche überschwemmte Grundstücke. Leider hatte das Café geschlossen. Hätten wir uns auch denken können. Naja egal. Nachdem dann auch der Strom irgendwann nicht mehr wiederkam, wars das auch mit Netflix. Aber den letzten Abend haben wir auch noch gut rumgebracht.
    Morgen brechen wir wieder auf und fahren weiter in den Norden.
    Ich hoffe, dass keine größeren Straßensperrungen uns ein Strich durch die Rechnung machen werden.

    *15.02.23*
    Morgens spitze endlich wieder die Sonne hervor! Wie krochen aus unserer Höhle und gingen hinaus. Unsere Gastgeberin war gerade bei den Pferden und bat uns an, gerne noch länger kostenfrei bleiben zu können. Wenn uns nicht die Zeit schon gedrängt hätte, hätten wir das Angebot sehr gerne angenommen. Aber wir wollten uns auf den Weg nach Paihia machen. Auf dem Weg dorthin mussten wir einige Umleitungen nehmen. Etliche Straßen waren komplett gesperrt. Auf unserem Weg waren immer wieder Erdrutsche, schon zersägte umgefallene Bäume und eine Menge Schlaglöcher Auch durch noch recht hohes Wasser auf der Straße mussten wir durch. Der Weg dorthin war mal wieder abenteuerlich. Als wir endlich ankamen, buchten wir uns schon eine Bootstour für den nächsten Tag, liefen ein wenig am Haruru Wasserfall entlang, gingen Pizza essen und verbrachten den Abend noch etwas am Strand.

    *16.02.23*
    Morgens fuhren wir direkt in die Innenstadt, bereiteten uns dort Frühstück vor und tranken noch einen Kaffee. Eine ältere Frau lief an uns vorbei, drehte sich nochmal um und grinste uns an. Nachdem ich zurück grinste, blieb sie stehen und kam zurück und sagte „ It’s just.. you girls are so beautiful“ dann fügte sie hinzu, dass sie 67 Jahre alt ist und viele Menschen darauf warten, im Alter endlich reisen zu können und wir beide machen es einfach jetzt und dass sie das so toll findet. Wow, wie süß, da geht einem doch gleich das Herz auf.
    Die Bootstour ging los und es war unfassbar kalt. Ich hatte schon lange nicht mehr so extreme Gänsehaut.
    Zunächst fuhren wir ein paar Inseln ab, zu denen wir einiges erzählt bekamen. Dann ging es zum „Hole in the Rock“. Hier fuhren wir auch hindurch und einmal komplett außenrum. Auf der Urupukapuka-Insel legten wir dann an und hatten 1,5 Stunden Zeit. Hier gingen wir einige Hügel hinauf. Dort spazieren zu gehen war eher ein Schafkacke-Hindernislauf. Aber es war das Paradies auf Erden. Sooo unglaublich schön.
    Nach der Tour entschieden wir uns, anstatt nach Devonport, nochmal nach Raglan zu fahren. Aufgrund der Strumschäden zeigte es uns 6,5 Stunden Fahrt an. Letztlich haben wir 7,5h gebraucht. Immer wieder regnete es (mal wieder) heftig. Als wir auf dem Campingplatz ankamen, war es schon dunkel.
    Gerne wären wir auch noch weiter hoch gefahren, um die Sanddünen und Cape Reinga zu erkunden. Da wir aber am 24.02 auf einem Festival sein wollen, das auf der Südinsel ist, müssen wir rechtzeitig runter, um hoffentlich noch eine Fährenfahrt zu bekommen. Durch die Komplikationen am Anfang und den Sturm, sind uns leider insgesamt 6 Tage verloren gegangen.
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  • Rotorua, Taupo, Cape Palliser

    February 17, 2023 in New Zealand ⋅ 🌙 10 °C

    *17.02.23*
    Juhu! Die Sonne scheint wieder.
    Maja und Stefan fuhren zum Surfen und ich fuhr einmal in die Innenstadt. Hier trank ich einen Kaffee und ging ins Verkehrsbüro, da wir einem Strafzettel bekamen, mit dem wir nicht einverstanden waren. Die Diskussion mit den drei Damen war nicht ganz erfolgreich, aber wir hatten ein sehr nettes Gespräch. Zum Frühstück gingen wir heute in ein hübsches Café. Mittags fuhren Maja und ich dann weiter nach Rotorua. Hier sollen noch ganz viele Maoris leben. Ebenso soll es jede Menge heiße Quellen, Thermalbäder und den Whakarewarewa-Forest geben.
    Unser Campingplatz lag mitten im Regierungspark und war komplett belegt. Wir haben uns gerade noch so dazu quetschen können. Als wir aus unserem Camper ausstiegen, wär ich am liebsten direkt wieder eingestiegen und weggefahren. Heiliger Bimbam, es stiiiiinkt so unfassbar intensiv nach Schwefel und Pups. Vor uns war direkt ein Schwefelgewässer und mir verging jeglicher Appetit.
    Der ganze Ort riecht übrigens so, da er mitten zwischen Geothermalfelder und Vulkanfeldern liegt. Abends liefern wir noch eine Runde durch den Park und planten den nächsten Tag.

    *18.02.23*
    Da das Maori Village erst am Abend öffnet und man da nicht einfach durchlaufen konnte, fuhren wir zu den Hamurana Springs. Es war ein sehr schöner Park, durch den ein Fluss floss, dessen Wasser glasklar war, sodass man selbst am tiefsten Punkt auf den Grund schauen konnte. Das Farbspiel mit der Sonne, die überall etwas hineinschien, war spektakulär. Auf dem Parkplatz frühstückten wir und freundeten uns mit einem humpelnden Huhn an.
    Dann fuhren wir weiter zum Whakarewarewa-Forest und wanderten dort einen zweistündigen Track entlang. Hier waren auch die „Redwoods“ und endlich roch es hier nicht mehr nach Schwefel und Pups. Hier gäbe es übrigens auch sehr coole Mountainbike-Strecken.
    Anschließend ging es weiter nach Taupo. Auch hier machten wir nochmal eine Tour zum Huka-Wasserfall. Die Strecke dorthin war ziemlich abwechslungsreich. Wir joggten immer wieder entlang und wechselten zwischen Waldboden, Schotterwegen, bergauf, bergab und steilen Kurven. Der ganze Waikato - Fluss war ebenfalls glasklar und der Wasserfall sprudelte in einer hellen eisblauen Farbe. Auf dem Rückweg sprangen wir spontan noch in den Fluss hinein und fuhren dann weiter zum Campingplatz.
    Langsam fällt es schon fast negativ auf, dass egal wo wir hingehen, egal auf welchem Campingplatz wir stehen usw., es sind einfach überall Deutsche. Aus jeder Ecke hört man deutsche Gespräche kommen. Wir versuchen uns dann schon oft, unauffällig zu verhalten, damit wir nicht in eines der Gespräche verwickelt werden. Also nicht, dass wir allgemein keine Gespräche führen wollen. Mhm, jetzt wo ich es so schreibe, klingt es schon fast schlimm. Ist es schlimm, von Menschen seiner eigenen Nationalität genervt zu sein?

    *19.02.23*
    Seit langem haben wir uns für heute mal wieder einen Wecker gestellt, um früh eine Wanderung starten zu können. Nach einer Stunde Anfahrtszeit, standen wir nun vor dem Tongariro Nationalpark.
    Wir entschieden uns für die 5-stündige Route über den Taranaki Wasserfall zu den beiden Tama-Seen. Der Weg und die Atmosphäre in dem Park war wunderschön. Man war umgeben von trockenen Buschlandschaften, kam immer wieder an kleinen Bächen entlang und hatte um sich herum verschiedene Bergkulissen. Am ersten See angekommen, waren wir begeistert. Dann ging es zum Zweiten über ein Geröllfeld hinauf und gefühlt die gesamten 500 Höhenmeter steckten in dem letzten Kilometer drin. Oben angekommen war der Ausblick auf beide Seen noch viel viel schöner. Auf dem Weg zurück hat es mich auf dem steilen Geröllweg erstmal ordentlich hingelegt. Auch wurde der Wind immer stärker, sodass einem die Ohren schon fast wehtaten. Nach der Wanderung fuhren wir wieder ganz nach unten von der Nordinsel. Unser letzter Stop war Cape Palliser. Die Fahrt hierher war einer der schönsten Routen, die wir bisher gefahren sind. Ich finde die Natur und dessen Farben in der Abendsonne immer noch viel schöner. Die Straße ging zwischen Meer und Felswänden entlang. Wir konnten währenddessen den Sonnenuntergang am Meer genießen.
    Auch der Campingplatz war eine große Wiese direkt am Meer. Da es schon spät war, gingen wir dann auch schon ziemlich schnell ins Bett.

    *20.02.23*
    Heute ging es gleich früh am Morgen zu den Pelzrobben. Die meisten waren noch am schlafen. Hauptsächlich die Kinder robbten schon umher und planschten in einer kleinen Wasserstelle zwischen den Felsen. Es war einerseits total süß zu beobachten, andererseits wenn sie sich gestört fühlten und uns alle gleichzeitig anstarrten, auch irgendwie gruselig. Dabei waren wir wirklich leise, aber unsere Schritte nervten sie offensichtlich schon. Robben zu beobachten ist wirklich was total witziges. Irgendwie konnte ich mich auch etwas mit ihnen identifizieren. Ich glaube ich wäre gerne so eine faule, dicke Robbe, wenn ich ein Tier sein müsste.
    2 Kilometer weiter lag dann ein Leuchtturm. Endlich mal einer, der er rot-weiß gestreift ist. Hier ging es eine lange Treppe hinauf. Zum Glück waren wir so früh dran, sodass er noch nicht geöffnet hatte und noch keine Menschenseele da oben war.
    Nun machten wir uns auf den Weg wieder nach Wellington, um die Lage bei der Fähre einmal zu checken. Wow, gleich für 2 Uhr Nachts bekamen wir ein Ticket.
    Wir verbrachten den Tag noch am Strand, gingen Kaffee trinken und machten einmal das Auto sauber.
    Ich war heute übrigens auf der coolsten öffentlich Toilette überhaupt. Sie redete mit mir und es lief lautstarke Hotellobbymusik. Hier konnte man auf sehr entspannende Art und Weise sein Geschäft verrichten. Die Toilettenspülung funktionierte übrigens auch nur, indem man sich die Hände wusch. Ich möchte ab sofort überall solche Musik auf Toiletten.
    Abends gegen 10 Uhr fuhren wir dann schon mal zur Fähre, um dort noch die letzten Stunden rumzubringen. Dort kam ein Mitarbeiter auf uns zu und erklärte uns, dass die Fähre komplett gecancelt wurde, da sie in Picton kaputt gegangen ist.
    Na super! Die Pechsträhne scheint uns nach wie vor zu verfolgen. Es wäre auch zu einfach gewesen, wenn es so schnell geklappt hätte.
    Also fuhren wir zurück auf den Campingplatz, auf dem wir unsere allererste Nacht mit dem Camper verbrachten.

    *21.02.23*
    Wie fuhren mittags also wieder zum Fährenhafen und versuchten unser Glück, ein neues Ticket zu bekommen. Per Telefon wird man immer sofort abgewiesen, das war jetzt schon mehrmals der Fall. Vor Ort geht es anscheinend aber ja doch immer. Somit bekamen wir eine Umbuchung und können nun morgen um 17 Uhr auf die Südinsel fahren. Da das Wetter nicht so toll war und ziemlicher Wind ging, verbrachten wir den Tag nur mit rumschlendern und Essen.
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  • Richmond - Westport

    February 22, 2023 in New Zealand ⋅ ⛅ 22 °C

    *22.02.23*
    Wir fuhren nochmal an die Lyall Bay und frühstückten etwas. Als wir zurück zum Auto liefen, haben wir ein paar Delfine entdecken können. Wir rannten schnell hinunter zum Strand, setzten uns dorthin und beobachteten sie. Es waren super viele und ziemlich weit am Strand dran. Bestimmt 20 Stück, die komplett von links nach rechts sprangen. Wuhu! Endlich habe ich auch mal welche gesehen. So viele Möglichkeiten hätte ich schon gehabt, aber nie konnte man sie sehen.
    Dann fuhren wir nochmal zum Botanischen Garten, liefen dort eine Runde herum und nochmal durch die anliegende Innenstadt. . Gegen 17 Uhr fuhren wir dann zur Fähre. Da sie ca. 2,5 Stunden Verspätung hatte, kamen wir erst nach Mitternacht an und entschieden uns, nicht noch bis Richmond zu fahren, sondern uns auf den nächstmöglichen Campingplatz zu stellen und zu schlafen.

    *23.02.23*
    Am Morgen fuhren wir dann weiter nach Richmond. Auf dem Weg machten wir einen kurzen Halt in der Erdnussbutterfabrik und deckten uns mit verschiedensten Sorten für die nächsten Wochen ein. In Richmond gingen wir zunächst einkaufen und schlenderten einmal durch die kleine Mall, die direkt neben dem Supermarkt war. Dann fuhren wir zum Campingplatz und frühstückten in Ruhe. Da wir weiter aber nichts zu tun hatten und dort nicht viel geboten war, fuhren wir schon mal Richtung Festival und blieben dabei in Takaka Hill. Hier liefen wir zu den Ngarua-Höhlen, die leider direkt vor unsere Nase die Tore schlossen, sodass wir nicht mehr hineinkamen. Eine halbe Stunde später fing es dann auch schon ziemlich an zu regnen. Die Nacht war unfassbar kalt und hatte nur 9 Grad. Mit Mütze und Jacke kuschelten wir uns ins Bett und warteten auf den nächsten Tag.

    *24.-26.02.23*
    Richtig deutsch, wie wir dann wohl doch sind, standen wir eine halbe Stunde bevor das Gelände für die Besucher öffnete vor dem Tor und warteten, bis wir reindurften. Nachdem wir unseren Platz gefunden und hergerichtet haben, frühstückten wir und erkundeten einmal die Umgebung. Da es kein Wasser gab, entschieden wir uns, zum Waschen in den Fluss zu gehen. Das Wasser hatte keine 10 Grad und grenzte schon ans Eisbaden. Es hatte jedoch glasklares Wasser und die Erfrischung danach tat sehr gut.
    Der Campingplatz füllte sich allmählich und auch Stefan kam endlich an und quetschte sich irgendwie noch dazwischen. Um 17:30 Uhr war dann die Eröffnungsfeier. Ab dann lief 24/7 Musik und die reinsten Hippies waren hier unterwegs. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich von dem Festival halten soll oder wie ich es überhaupt beschreiben soll. Es war sehr interessant dabei zu sein, aber ich bin auch froh, dass es wieder vorbei ist. Irgendwie hatten wir es uns etwas anders vorgestellt. Allerdings gab es dieses auch zum allerersten Mal. Ich denke, es ist auf jeden Fall noch ausbaufähig und wird in den nächsten Jahren noch weiterentwickelt.

    *27.02.23*
    Nachdem wir alles wieder abgebaut hatten, fuhren wir ein kleines Stück weiter nach Takaka. Heute ließen wir es ruhiger angehen und spazierten nur einmal zu den „Te Waikoropupū Springs“ und danach eine Runde durch das Felsenlabyrinth.
    Im Supermarkt und auf dem Campingplatz trafen wir etliche Leute vom Festival wieder. Die Idee, hier einen Zwischenstopp einzulegen, hatten offensichtlich viele.
    Leider zog sich das Wetter dann auch schon wieder zu und wir machten nichts mehr produktives.

    *28.02.23*
    Seit langem mal wieder sind wir aufgewacht und die Sonne schien. Wir sind an den Strand gefahren und buchten uns eine Kajaktour für den Mittag. In der Zwischenzeit spazierten wir etwas herum und tankten wieder etwas Vitamin D auf. Um 13 Uhr ging es dann los. Heike, ein sehr sympathischer Niederländer (ja, Heike ist dort ein Männername) war unser Guide. Gemeinsam mit fünf Weiteren bekamen wir eine Einweisung und dann ging es auch schon los. Das war das modernste Kajak, indem ich je saß. Es hatte hinten sogar zwei Pedale, mit denen man das Boot rechts und links steuern konnte. Nun ging es im Abel Tasman Park um einige Inseln herum. Dabei konnte man viele verschiedene Vögel und auch Robben beobachten. Heike erzählte einiges zur Geschichte des Parks und wir fuhren durch Felswände hindurch. Einmal ist mir plötzlich das Pedal kaputt gegangen. Zum Glück konnte ich es mit den Seilen schnell wieder zusammenknoten, ansonsten hätten wir nicht mehr so einfach lenken können. Nach der Tour fuhren wir weiter nach Westport. Da wir einen gemütlichen Zwischenstopp zum Abendessen machten, kamen wir erst sehr spät am Campingplatz an. Gerade noch so konnten wir uns irgendwo dazwischen quetschen und hüpften dann auch schon wieder ins Bett.
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  • Westport - Milford Sound

    March 1, 2023 in New Zealand ⋅ ☁️ 17 °C

    *01.03.23*
    Heute schlenderte ich eine Weile durch Westport. Dabei kam man an einige Pferdegehege vorbei, an dem die Ponys, Fohlen und größeren Pferde direkt auf mich zukamen und sich streicheln ließen. Auf dem Rückweg zum Campingplatz fand ich eine Paua-Muschel. Es ist zwar eine von jemand anderem abgelegte und keine selbst am Strand gefundene, aber besser als keine. Danach lief ich einmal den Strand ab und wartete, bis Maja und Stefan vom Surfen zurück kamen. Abends kochten wir gemeinsam bei Sonnenuntergang am Strand und ließen den Abend bei Kerzenschein ausklingen.

    *02.03.23*
    Während Maja nochmal zum Surfen ging, fuhr ich in den Baumarkt und besorgte mir Sandpapier. Dann fing ich an, meine Paua-Muschel zu schleifen. Nach einer Stunde und einigen wunden Fingern, ließ ich das Zwischenergebnis erst einmal so stehen. Mal sehen, wie lange es dauert, bis ich an die gewünschte Oberfläche komme.
    Nach dem Frühstück fuhren wir dann weiter zu den Pancake-Rocks. Die Fahrt an der Westküste entlang war absolut bewundernswert und wir hatten Glück, dass die Sonne so schien. Ein sehr idyllischer Rundweg führte zu verschiedenen Aussichtspunkten, an den man die wie Pancakes aufeinander gestapelten Felsen betrachten konnte. Gleich daneben lag die Punakaiki-Höhle, durch die wir ebenso einmal liefen/krochen. Da es noch nicht zu spät war, entschieden wir uns, noch nach Greymouth weiterzufahren.

    *03.03.23*
    Nun ging es weiter nach Hokitika. Hier wollten wir an dem schönen Fluss spazieren gehen, doch leider ging dies nur mit einer geführten Tour, die uns zu teuer war, für das, was geboten wird. Da man nichts anderes in dem Ort machen konnte, fuhren wir weiter nach Franz Josef. Klingt irgendwie deutsch, dachten wir uns. Naja fast.. der Ort und der dazugehörige Gletscher wurden 1865 (von einem Deutschen) nach dem österreichischen Kaiser benannt.
    Tada! Es regnete mal wieder ohne Ende. Wir gingen erst mal einen Kaffee trinken und planten die weiteren Tage. Da das Wetter zunehmend schlechter wird und auch die Fähre nach Stewart Island komplett ausgebucht war, entschieden wir uns, den untersten Teil der Insel auszulassen.
    Wir fuhren auf den Campingplatz und nutzen es mal wieder aus, dass es warme Duschen und einen Waschsalon gab.
    Abends hörte es zum Glück wieder auf zu regnen, sodass wir noch etwas durch den Ort laufen und in Ruhe kochen konnten.
    Nachdem unsere Wäsche auch nach einer Stunde immer noch komplett nass aus dem Trockner kam (der offensichtlich nur zum Münzenschlucken diente) mussten wir die Kleidung irgendwie im Bus zum Trocknen verteilen. Zwischen einer Sockenparade und nassen Schlüpfern legten wir uns dann schlafen.

    *04.03.23*
    Da es für eine Gletscherwanderung zu kalt ist und es auch so nebelig war, dass man weder von oben, noch von unten hätte irgendwas sehen können, fuhren wir weiter nach Fox und machten hier die Wanderung zum See Gault. Nachdem wir vor lauter Tratschen eine Abbiegung verpassten und erstmal eine halbe Stunde in die falsche Richtung liefen (die wir natürlich wieder zurück mussten), ging es noch weitere 1,5 Stunden bis zum See. Auf dem Weg entdeckten wir immer wieder leuchtend blaue Pilze. Aufgrund der Farbe, gehe ich mal davon aus, dass sie giftig sind und weder nahrhaft, noch bewusstseinserweiternd sind. Hier bekommt der Begriff „Magic Mushroom“ jedoch eine ganz neue Betrachtungsweise. Die Pilze sind auch auf dem 50$-Schein abgebildet, haben wir festgestellt.
    Nachdem der Himmel nicht aufriss und man absolut nichts von irgendeinem Gletscher entdecken konnte, fuhren wir weiter nach Wanaka. Auf dem Weg legten wir einen Zwischenstopp zum Kochen ein. Dafür fuhren wir einen kleinen Weg bis zum Strand hinein. Zum Glück schien die Sonne, sodass wir währenddessen nochmal die feuchte Wäsche raushängen konnten. Dann folgte eine wunderschöne Weiterfahrt am See entlang. Von dort aus hatte man kurzzeitig auch einen Blick zu einem der Gletscher werfen können.
    Auf dem Campingplatz war es ziemlich kalt, weshalb wir uns schnell in den Camper kuschelten.

    *05.03.23*
    Zuerst fuhren wir in den Innenort von Wanaka hinein, um einkaufen zu gehen. Auf dem Parkplatz fanden wir ein weiteres kleines Stofftier auf dem Boden, dass sich als optimaler Reisebuddy unseres Schweinchens, das wir in Sydney fanden, eignete. Wir hoben das etwas verwahrloste Ding auf und platzieren es erstmal sicher, bis wir ihm die nötige Wäsche verpassen können.
    Wir konnten anfangs nicht mal identifizieren, um was für ein Tier es sind handelte. Teilweise sind diese Viecher aber auch seltsam konstruiert. Im Internet fand ich dann heraus, dass es ein Husky sein soll. Joaaa.. mit ein bisschen Fantasie könnte das hinkommen.
    Dann liefen wir ein wenig am See entlang, bis zu einem Baum, der mitten im Wasser stand und als sehenswert gilt. Ja gut, ein Baum halt. Anscheinend spektakulär genug, sodass die asiatischen Touribusse hier einen Halt einlegen und alle mit ihren Kameras davor standen.
    Stellenweise kämpfte sich die Sonne durch, also traten wir die Wanderung auf den Roys Peak an. Kaum losgelaufen, fing es auch schon an zu nieseln. Nach ca. einer halben Stunde wurde der Regen stärker, weshalb wir kurz überlegten umzukehren. Nein, ich will da rauf! Also ging es weiter und keine zehn Minuten später, hörte es auf und die Sonne kam heraus. Der Weg war ziemlich steil, aber gleichmäßig. Nach zwei Stunden und 1000 Höhenmetern später, war man dann am Aussichtspunkt. Hier zog es sich nach und nach wieder zu und die Sicht nach unten wurde leicht behindert. Der Weg hinunter ging dann recht zügig. Wir hüpften noch schnell in den See hinein und brachen schon mal Richtung Milford Sound auf.
    Am See Gunn stellten wir uns dann auf den Campingplatz und schliefen erst einmal.

    *06.03.23*
    Die Nacht war unglaublich kalt. Das Surfboard, das Maja nachts immer unters Auto legt, hatte sogar eine Frostschicht auf der Oberfläche. Schnell zogen wir uns alles an, das wir hatten, machten die Scheiben trocken und fuhren weiter. Eine halbe Stunde später hielten wir kurz an einem anderen See an. Dieser dampfte vor sich hin und der Himmel wurde langsam heller. Das Wasser war sogar wärmer als die Luft. Wir machten uns frisch und fuhren weiter zum Milford Sound. Eine traumhafte Kulisse erwartete uns hier. Der Wasserstand war recht niedrig. Das hängt wahrscheinlich mit dem aktuellen Vollmond zusammen.
    Wir liefen hier etwas herum und machten aber keine Bootstour.
    Da es wirklich extrem kalt war, fuhren wir wieder ein Stück weiter in den Norden. Zum Frühstücken machten wir am Wakatipu See einen Stopp und dann kam auch endlich die Sonne hervor.
    Zwei Damen vom Zensus kamen vorbei und drückten uns einen Fragebogen in die Hand, den wir ausfüllen sollen. Das hatten wir letztes Jahr ja auch in Deutschland. Da wir uns gerade in Neuseeland befinden, müssen auch wir an der Umfrage teilnehmen.
    Unser letzter Halt war in Queenstown. Wir schlenderten einmal durch die Straßen und fuhren dann zum Campingplatz. Dieser lag ebenso direkt am See, auf dem die Sonne noch ziemlich lange schien. Generell gibt es hier in der Gegend wahnsinnig viele Seen und drum herum eine malerische Bergkulisse.

    So, wir sind jetzt innerhalb von acht Tagen die halbe Südinsel durchgeballert. Die vielen Eindrücke, gerade von der wunderschönen Westküste, müssen jetzt erst einmal sacken.
    Weiter im Norden schlägt das kalte und regnerische Wetter hoffentlich noch nicht gleich zu. Ich bin gespannt, wie wir die letzten drei Wochen noch verbringen werden. Hoffentlich etwas entspannter..
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  • Christchurch - Back to Wellington

    March 7, 2023 in New Zealand

    *07.03.23*
    Als wir uns auf den Weiterweg machen wollten, sahen wir ein kleines Katzenbaby am Straßenrand, das den Anschein machte, schwach zu sein. Als wir anhielten und darauf zu gingen, huschte es zunächst ins Gebüsch. Kam aber direkt neugierig wieder heraus, miaute uns an und überlegte, ob es auf uns zugehen sollte. Maja bückte sich hinunter und streckte die Hand hin. Es schnupperte etwas und kam dann auf sie zu und kletterte direkt auf sie hinauf. Es miaute immer wieder laut und suchte an Maja überall nach Nahrung. Es wirkte auch viel zu dünn. Wir riefen bei einem Tierarzt an, dieser wies uns auf die „Vet Life“ - Praxis hin. Diese sagte, wir sollen das Kätzchen zu ihnen bringen. Maja wickelte es in ihre Jacke und steichelte es die ganze Fahrt über. Ohne große Angst fuhr es mit uns mit und auch in der Praxis hüpfte es direkt auf den Tresen und ging auf die beiden Damen zu, an denen sie ebenfalls nach Nahrung sucht. Diese nahmen das Katzenbaby an sich und wir musste somit wieder gehen und es dort lassen. Am Lake Tekapo machten wir unseren nächsten Halt, schlenderten einmal durch den Ort, über die Hängebrücke und zur kleinen Kirche. Dann gingen wir in ein Café und fuhren nach Timaru weiter.

    *08.03.23*
    Morgens regnete es mal wieder und es dauerte etwas, bis wir uns aufraffen konnten. Dann fuhren wir nach Christchurch. Hier war das Wetter tatsächlich ganz angenehm. Wir suchten uns an einem gemütlichen Park ein Plätzchen zum Frühstücken und räumten das Auto einmal auf. Dann verbrachten wir etwas Zeit am Strand und schlenderten durch die anliegenden Straßen. Gegen späteren Nachmittag fuhren wir auf die andere Seite des Meeres, zum Sumner Beach, wo auch Stefan wieder dazukommen sollte. Auch hier liefen wir den Strand entlang, vorbei am Höhlenfelsen bis zum Surfspot. Die beiden hüpften nochmal ins Meer, während ich an meiner Muschel weiter schliff.

    *09.03.23 - 11.03.23*
    Die Tage verbrachten wir mal wieder entspannt. Wir waren die meiste Zeit am Strand, spazierten einmal durch die Innenstadt von Christchurch, kochten gemeinsam und genossen die Sonne.
    Nachts war es immer ziemlich kalt, tagsüber wurde es aber oft nochmal richtig warm.
    Samstagnachmittag war ich dann noch auf einer Grillfeier von einer Gruppe, die ich auf dem Festival kennengelernt habe, eingeladen. Zwischen Israelis, Brasilianern, einem weiteren Deutschen, einem Maori und Südafrikanern saß ich dann. Alle sind vor ein paar Jahren nach Neuseeland ausgewandert. Dabei entstanden sehr interessante Gespräche. Gegen 22 Uhr fuhr ich dann wieder zurück zum Campingplatz.

    *12.03.23*
    Heute brachen wir gegen Mittag auf nach Kaikoura. Zunächst gingen wir etwas durch den schönen Ort hindurch. Dann kochten wir und machten am Abend einen ziemlich langen Spaziergang. Dabei fanden wir am Strand jede Menge Paua-Shells. Aha! Hier verstecken sie sich also. Super, jetzt hab ich gerade meine nicht selbst gefundene Muschel fertig geschliffen, da finde ich noch viel schönere am Strand. Da gerade Ebbe war und der Strand von spitzen Felsen umgeben, lagen sie überall zwischen den Steinen und Algen.

    *13.03.23*
    Wir trafen uns wieder mit Stefan und brachen gemeinsam zum Strand auf.
    Auf dem Weg dorthin entdeckten wir wahnsinnig viele Delfine. An einer Straßenbucht hielten wir dann an, um sie eine ganze Weile zu beobachten. Sie sprangen immer wieder hoch, drehten sich und knallten mit dem Rücken zurück ins Wasser. Offensichtlich war Frühstückszeit und sie fingen so ihre Fische. Auch einen süßen Seelöwen, der uns auch immer wieder anschaute, war mit dort.
    Dann fing es an zu regnen und es wurde immer stürmischer.
    Also brachten wir unsere Muscheln erstmal zum Schleif-Service, denn nochmal tu ich es mir nicht an, eine per Hand zu schleifen.
    Später fuhren wir noch zu einem weiteren Strand. Gegen halb 6 kam die Sonne dann wieder hervor. Es war aber leider trotzdem unfassbar kalt.

    *14.03.23*
    Die Nacht war mal wieder viel zu kalt, aber morgens schien zum Glück gleich wieder die Sonne.
    Wir fuhren noch einmal zum selben Strand wie gestern und frühstückten gemeinsam. Dann machten wir uns auf den Weg nach Picton, da wir wieder zurück auf die Nordinsel müssen. Ich glaube wir mussten noch nie so oft unsere Pläne umschmeißen, wie hier auf Neuseeland.
    Zum Glück haben wir direkt für heute Abend noch einen Platz bekommen. Nur vier Stunden mussten wir noch rumkriegen. Wir gingen Kaffee trinken, sprangen mal ins Meer und aßen schon mal zu Abend.
    Mal wieder hatte sie eine Stunde Verspätung, hier scheint auch keine so wirklich nach Plan zu laufen. Auf der Fähre standen wir dann direkt neben einem großen Tiertransport mit jede Menge Schweinen, die randaliert und gequiekt haben. Und schon wieder haben wir die Aussicht der Überfahrt nicht sehen können.
    Kurz vor 1 Uhr kamen wir dann am Campingplatz an und haben zum Glück noch die letzte Lücke ergattern können.
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  • Whanganui - Auckland

    March 15, 2023 in New Zealand ⋅ ☀️ 19 °C

    *15.03.23*
    Wir fuhren weiter bis Whanganui und entspannten etwas in der Sonne am Strand.
    Abends ging es dann noch weiter bis Tongariro. Hier fanden wir einen ziemlich neuen und coolen Campingplatz, an dem wir uns zum Kochen ausbreiteten. Nur fuhr mehrmals ein wirklich lauter Güterzug direkt daran vorbei und ließ vor allem Maja später nicht ganz so gut schlafen.

    *16.03./17.03.23*
    Nun brachen wir mal wieder nach Raglan auf. Nach dem Frühstück ging Maja ein letztes Mal surfen, bevor sie ihr Surfboard wieder verkaufen musste. Dann liefen wir noch eine ganze Weile am Meer entlang.
    Am nächsten Tag fing es leider zwischendrin immer wieder ordentlich an zu regnen. Wir setzen uns deswegen in ein Café und nutzen dort die Zeit, um für unsere Weiterreise schon einiges zu organisieren. So beantragten wir z. B. unser ESTA, kontaktierten ein paar Couchsurfing-Leute in Waikiki, buchten die erste Unterkunft in Costa Rica und suchten dort einige Busverbindungen heraus.

    *18.03.23*
    Nun sollte bzw. musste es leider wieder zurück nach Auckland gehen. Auf dem Weg dorthin hielten wir noch beim indischen Restaurant, in dem wir vor ein paar Wochen schon einmal waren und der uns mit seinem Essen sehr überzeugte. Gleich nebenan war ein Waschsalon, in der wir unsere Wäsche noch reinschmissen und eine Autowaschanlage, bei der wir den Dreck am Auto einmal schön verschmierten. Mehr oder eher weniger sauber, fuhren wir dann nach Auckland rein und stellten uns auf den Campingplatz, an dem wir auch das letzte Mal schon waren. Von hier aus machten wir noch eine Abendrunde ans Meer. Umgeben von lauter kleinen Hühnern, die total befederte Füße hatten, gingen wir dann schlafen.

    *19.03.23*
    Jeden Sonntag ist in Auckland ein Automarkt, an dem man wie beim Flohmarkt sein Auto zum Verkauf anbieten konnte und bei dem wir wussten, dass einige Backpacker auf der Suche nach einem Camper sein werden. Somit fuhren wir gleich morgens hin. Ein paar schauten sich den Van gut an und zeigten Interesse. Einen Käufer konnten wir leider noch nicht finden, aber ein ebenfalls deutsches Paar, speicherte sich unsere Daten ein und wollte nochmal eine Nacht darüber schlafen. Nun hoffen wir, dass diese ihn wollen, denn das würde uns einiges an weiteren Aufwand ersparen. Leider ist der Markt gerade ziemlich groß, da die Nebensaison beginnt und viele aktuell wieder abreisen. Nach dem leider nicht so erfolgreichen Vormittag, fuhren wir weiter nach Devonport. Dort liefen wir erst einen Hügel hinauf und gingen seit langem Mal wieder schwimmen. Das Wasser war zur Abwechslung mal richtig warm, sodass man es länger darin aushalten konnte. Dann legten wir uns auf die Wiese und streckten unsere Bäuche in die Sonne.
    Zurück auf dem Campingplatz, war neben uns. ein deutsches Paar aus Frankfurt (wie sollte es auch anders sein). Mit ihnen quatschten wir stundenlang noch über alles Mögliche. Leider war es ihr letzter Tag in Neuseeland, mit den beiden hätten wir gerne noch was unternommen.

    *20.03.23*
    Als Erstes gingen wir in die Bibliothek und erstellten am PC ein paar Flyer. Dann liefen wir zurück, frühstückten und fuhren zu einem Camperverleih. Die Jungs dort waren interessiert an unserem Van und checkten ihn technisch einmal komplett durch. Außer dem Zahnriemen, dessen Wechsel in ca. 20.000km fällig wäre, war er in einem top Zustand. Leider wurden wir uns preislich nicht einig.
    Also fuhren wir einige Hostels ab, um die Flyer dort überall an deren Pinnwände auszuhängen. Jetzt heißt es wieder abwarten.
    Wir entschieden uns, für die nächsten zwei Nächte nochmal weiter zu fahren und machten uns auf den Weg Richtung Coromandel Peninsula. Auf der Hälfte der Strecke machten wir Halt, kochten, gingen noch eine Runde spazieren und anschließend ins Bett.

    *21.03.23*
    Da sich das deutsche Pärchen gemeldet hat und diese sich den Camper nochmal genauer anschauen wollten, fuhren wir also wieder zurück nach Auckland, anstatt weiter bis Coromandel. Nachdem sie sich alles gründlich angeschaut haben, sie aber im Laufe des Tages noch einen Weiteren anschauen und sich dann erst entscheiden wollen, wussten wir also genauso wenig wie vorher. Da wir nicht den ganzen Weg erneut fahren wollte , entschieden wir uns dazu, nochmal nach Muriwai zu fahren. Hier waren wir schon einmal, als der Sturm einsetzte und wussten, dass es einen tollen Campingplatz gibt und es waren außerdem nur 45km Fahrt. Kurz vor Ankunft am Campingplatz, war plötzlich die Straße gesperrt und ein netter Polizist wies uns darauf hin, dass nur die Anwohner durch dürfen. Beim Sturm sind mehrere Häuse zerstört worden und einige Menschen sind dabei gestorben, weshalb dort nach wie vor die Arbeiten auf Hochtouren laufen. Entsetzt darüber, dass in vereinzelten Orten doch mehr passiert ist, als man zunächst über die Medien mitbekam, drehten wir wieder um. Da man weiter runter auch nicht kam und im Umkreis ebenfalls nichts war, fuhren wir also erneut zurück nach Auckland. Diesmal entschieden wir uns aber für einen Campingplatz etwas oberhalb und nicht mitten in der Stadt. Somit landeten wir in einer ziemlich ruhigen Ecke, direkt an einem großen Yachthafen.
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  • Auckland - Tauranga

    March 22, 2023 in New Zealand ⋅ ☀️ 20 °C

    *22.03.23*
    Gleich in der Nähe war der „Shakespear-Regionalpark“. Wir liefen eine größere Runde vorbei am „Gully“ Wasserfall, hinauf über eine Kuh- und Schafsweide und mit immer mal wieder ein paar Exkrementen am Schuh, bis zu einem Lookout. Hier hatte man von fast allen Richtungen ein Blick übers Meer. Zurück am Parkplatz bereiteten wir unser Frühstück zu. Einen kurzen Moment nicht hingesehen, machte sich tatsächlich eine Möwe über mein Müsli her. Den restlichen Tag verbrachten wir wieder am Strand. Als das Wasser immer weniger wurde, konnte man mach rechts und links auch ziemlich weit langlaufen.

    *23.02.23*
    So! Letzter Versuch nochmal kurz aus Auckland rauszukommen. Mal sehen, ob es diesmal klappt. Wir suchten uns Tauranga als Ziel heraus. Nachdem wir eine Weile im Stau standen, kamen wir am Nachmittag dort an. Der Campingplatz war zum Glück direkt am Strand. Hier liefen wir etwas entlang, schwammen eine Runde und legten uns in die Sonne. Nach dem Abendessen machten wir noch einen längeren Strandspaziergang. Seit langem gab es auch mal wieder einen richtig schönen Sonnenuntergang zu sehen.

    *24.03.23*
    Heute sollte es auf den Mount Maunganui gehen. Mehrere Routen führen hier hinauf. Ca. eine halbe Stunde später waren wir schon oben. Wie, das wars schon? Wir dachten, es würde etwas anspruchsvoller sein. Am Aussichtspunkt versammelten sich mehrere Schulklassen. Hatten wohl Wandertag. Die Gegend hier war tatsächlich ziemlich schön, weshalb wir noch eine Weile am Strand verbrachten und durch die Innenstadt liefen. Anschließend fuhren wir zurück zu unserem Campingplatz. Von dort aus gingen wir noch in ein Café und liefen später wieder am Strand entlang. Diesmal allerdings in die andere Richtung.

    *25.03.23*
    Morgens fuhren wir zurück nach Auckland, da wir um 12 Uhr mit zwei deutschen Geschwistern verabredet waren, die sich den Camper anschauen wollten. Tatsächlich haben die Flyer im Hostel etwas bewirkt. Als wir schnell alles ordentlich machen wollten und das Bettlaken ausschüttelten und kurz beiseite legten, hat eine Möwe sich allen Ernstes mitten aufs Laken entleert, die auf der Laterne über uns saß. Tipp: Parkt niemals unter einer Straßenlaterne, wenn Möwen oder Tauben in der Nähe sind.
    Die beiden Deutschen waren zum Glück gleich überzeugt und kauften unseren Van. Zur Ummeldung und Übergabe haben wir uns für Montag verabredet. Top! Quasi in letzter Minute, bevor wir ihn erneut auf dem Sonntagsmarkt für weniger Geld angeboten hätten, da wir Dienstag ja weiterfliegen, haben wir ihn noch für einen guten Preis wieder verkaufen können.
    Zwei Belgier, die es mitbekamen, kamen auf uns zu und fragten, wie wir den Kontakt mit den beiden hergestellt haben. Sie sind auch gerade dabei, ihren loskriegen zu wollen. Sämtliche Tipps, die wir zuvor von anderen bekamen, leiteten wir weiter und konnten ihnen so hoffentlich helfen.
    Tzja, da sitzen wir mal wieder. In Auckland… in dem Ort, den wir ja so toll finden. Nochmal irgendwohin fahren lohnt sich diesmal wirklich nicht, so entwarfen wir für morgen ein Tagesprogramm innerhalb der Stadt und versuchen, das Beste draus zu machen.

    *26.03.23*
    Nach dem Aufstehen machten wir grob erstmal das Auto sauber. Dann sollte unser Plan für den Tag beginnen. Zuerst suchten wir uns einen kleinen Wasserfall heraus. Als wir ankamen, waren wir plötzlich in einem total abgeranzten Viertel. Der offizielle Weg war eigentlich mit einem Geländer abgesichert und gesperrt. Am Rand konnte man jedoch einen Trampelpfad sehen, der trotzdem dahin führte, wo wir hin wollten. Am Wasserfall angekommen, wussten wir, warum es abgesperrt war. Der Sturm vor ein paar Wochen hat auch hier ordentlich viel Schaden angerichtet. Das Wasser muss höher gestanden sein, als der Wasserfall insgesamt ist. Der Gehweg war zum Teil rausgebrochen und das Treppengeländer abgerissen. Wir versuchten ein wenig nach oben zu klettern, bis wir leider in einer Sackgasse landeten.
    Dann steuerten wir in die Innenstadt hinein. Hier fuhren wir ungefähr zehn Mal im Kreis, bis wir einen Parkplatz fanden. Ich hasse es, in einer fremden Stadt mit einem überdimensional großem Auto einen Parkplatz suchen zu müssen. Leider gab es hauptsächlich nur Parkhäuser, für die wir zu hoch waren, sodass wir am Straßenrand einen suchen mussten. Hier suchte Maja nach einem Geburtstagsgeschenk für Stefan. Unser letzter Halt sollte nochmal ein Spaziergang sein, dessen Weg an einem Felsen an der Küste entlangführt. Dieser war leider auch abgesperrt und hier kam man nirgends anders durch. Also fuhren wir wieder zurück zum Campingplatz und verbrachten dort den restlichen Nachmittag und Abend.

    *27.03.23*
    Die letzte Nacht in unserer Little Lucy ist vorbei. Nun heißt es Abschied nehmen von unserem Van, den wir so lieb gewonnen haben, dass wir ihn am liebsten mit nach Deutschland nehmen würden. Wir fuhren zum Waschsalon, um dort vor der Übergabe die Bettsachen für unsere Nachfolger noch durchzuwaschen. In der Zwischenzeit packten wir unsere Sachen zusammen. Dann trafen wir uns mit den anderen beiden am AA-Büro. Dort meldeten wir das Auto auf sie um. Mit einem Uber fuhren Maja und ich dann zur Unterkunft, die wir für die letzte Nacht gebucht haben. Hier sortierten wir einmal unsere ganzen Sachen durch, da es ab jetzt wieder mit den Backpacks weitergeht. Am Nachmittag kam Stefan dazu, den wir auch vorerst das letzte Mal sehen. Er bleibt noch länger in Neuseeland und hat noch keinen weiteren Reiseplan.
    Morgen geht es dann für fünf Tage nach Hawaii!
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  • Fazit Neuseeland

    March 28, 2023 in New Zealand ⋅ ☁️ 18 °C

    *Der erste Eindruck*
    Unser Start war leider mit einigen Komplikationen verbunden. Wer mich verfolgt, hat dies im ersten Beitrag schon mitbekommen.
    Als sich am vierten Tag dann endlich der Tumult beruhigt hat und wir mal wieder richtig geschlafen haben, ging es dann endlich los mit unserem Roadtrip. Noch wollte allerdings das Wetter nicht so mitspielen und der erste Eindruck, wie wir ihn sonst immer schnell gewannen, ging hier leider etwas unter. Erst Anfang der zweiten Woche sind wir so richtig angekommen und wir fanden es unglaublich toll, durch die Natur Neuseelands von einem Ort zum Anderen zu fahren. Auch wenn wir mit unserem Gefährt etwas langsamer waren, waren auch die ersten Passstraßen von der Aussicht genial.

    *Die Menschen allgemein*
    Als freundlich und hilfsbereit haben wir die Menschen bisher ja schon überall erlebt. Die Neuseeländer aber sind nochmal ein ganz anderes Level. So haben wir wirklich oft, auch nur im Vorbeigehen, total nette Worte zu hören bekommen. Sei es auf unsere Reise, unseren Camper oder Sonstiges bezogen. Einmal standen wir ganz unglücklich im Regen unter unserer Kofferraumklappe und tranken Kaffee, als ein Spaziergänger mit seinem Hund vorbeikam und meinte, dass wir durchhalten sollen, in ein bis zwei Stunden sollte der Regen aufhören. Dann drehte er nochmal zu uns um, um uns den Regenradar auf seiner Wetterapp zu zeigen.
    Letztens parkten wir versehentlich in einer falschen Einfahrt, als uns Googlemaps das gegenüberliegende Haus von dem anzeigte, das wir eigentlich suchten. Man wies uns freundlich darauf hin, dass wir falsch wären, aber bevor wir uns an den Straßenrand stellen müssen, sagten sie direkt, dass wir bei ihnen in der Einfahrt stehen bleiben sollen und zu Fuß zum anderen Haus laufen können. Dies sind nur zwei von vielen Situationen gewesen, in der wir über die Freundlichkeit positiv überrascht waren.
    Bei sämtlichen Fragen, die man an die unterschiedlichsten Leute hatte, kam man immer direkt noch weiter ins Gespräch. An jeder Supermarktkasse hielt man einen kurzen Plausch und sie zeigten immer wieder Interesse an allem und jedem.

    *Maoris*
    Neben den Kiwis (die von den europäischen Kolonien abstammen, die erst Ende des 19. Jahrhunderts in Neuseeland eintrafen und mittlerweile 70% der Bevölkerung ausmachen) gibt es auch noch das indigene Volk, die Maoris. Diese haben eine polynesische Abstammung und besiedelten das Land zwischen dem 8. und dem 14. Jahrhundert. Die Kultur und die Sprache (Te Reo) der Ureinwohner wird ganz bewusst bewahrt und wertgeschätzt. So kann man überall Skulpturen finden, die aus ihrer Kultur stammen. Schilder und Hinweise sind meist zweisprachig. So findet man neben dem Englischen auch die maorische Schrift. In verschiedenen Orten Neuseelands kann man die Siedlungen oder auch kulturelle Veranstaltungen besuchen, um mehr über dessen Geschichte zu erfahren.
    Was uns (nicht despektierlich gemeint) auffiel, ist, dass so gut wie alle Maoris übergewichtig sind. So machten wir uns diesbezüglich etwas schlau. Es heißt, dass diese öfter arm sind als andere Neuseeländer, mehr trinken und genetisch zur Fettleibigkeit neigen. Laut WHO, hat Neuseeland die zweithöchste Rate übergewichtiger Erwachsener im englischsprachigen Raum.

    *Überall Deutsche und Franzosen*
    Viele meiner Freunde und Bekannten waren schon einmal in Neuseeland. Weil sie ein Auslandssemster machten, für Work & Travel, während einer Langzeitreise oder zum Urlaub. Unter den Deutschen scheint es eines der beliebtesten Länder zu sein.
    (Kein Wunder, denn hier ist es wirklich unglaublich schön.) Ich würde behaupten 90% aller, die wir so trafen und um uns auf den Campingplätzen herum waren, waren tatsächlich auch Deutsche oder Franzosen. Irgendwann schon fast etwas nervig. Es war ganz selten, dass man mal jemand aus einem anderen Land getroffen hat. Zwischendrin war mal ein Schwede, ein Amerikaner oder ein belgisches Pärchen. Laut letztem Zensus sind etwa 5% der Einheimischen deutsche Zuwanderer oder haben zumindest deutsche Wurzeln.
    Wenn ich Work & Travel gemacht hätte oder machen würde, würde ich mich auch für Neuseeland entscheiden. Die meisten, mit den wir gesprochen haben, reisen tatsächlich auch für ein ganzen Jahr hier herum.

    *Natur*
    Wer in Neuseeland einreisen möchte, muss saubere Schuhe haben. Zudem wird die Campingausrüstung etc. am Flughafen durchgecheckt, damit auch kein Dreck aus anderen Ländern mit reingebracht wird. Das passiert nicht ohne Grund. Denn die Flora und Fauna soll nicht beschädigt werden und der Erhalt der Natur und der Artenvielfalt ihrer Tiere wird hier ganz groß geschrieben. Bevor man Wanderwege betritt, muss man sich oft die Schuhe putzen und desinfizieren und es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man nur auf dem offizielen Weg laufen und nicht davon abkommen darf.
    Und auch wir haben Neuseeland als absolut einzigartig wahrgenommen. So oft stößt man auf nahezu unberührte Natur und wilde Landschaften. Dazu kommen die unterschiedlichsten Strände, glasklare Seen, Flüsse und Fjorden. Hügellandschaften, teilweise von Schnee bedeckte Berge, Vulkane und geothermische Gebiete. Zudem sind die Grüntöne der Weidewiesen und unterschiedlichen Wälder ein echtes Wunderwerk. Noch nie zuvor habe ich eine derart saftige Natur gesehen, wie hier in Neuseeland. Es wäre wünschenswert, dass dies für immer genau so bleibt.

    *Naturkatastrophen*
    So schön wie die Natur ist, so sind hier Naturkatastrophen leider auch gar nicht so unüblich. Unser Hinflug startete schon mit der Ersten, bei dem der gesamte Flughafen in Auckland überschwemmt war.
    Drei Wochen später kam der Jahrhundertsturm, bei dem es ebenso zu wahnsinnigen Überschwemmungen und zahlreichen Erdrutschen kam. Noch heute sind eingie Teile der Nordinsel komplett abgeschnitten und eingestürtzte Häuse müssen immer noch geborgen werden.
    Zudem werden jährlich über 15.000 Erdbeben registriert, von denen aber nur ca. 150 davon spürbar sind oder Schäden anrichten. Zwei, die etwas Stärker gewesen sein sollen (in Wellington und Rotorua) haben wir hier mitbekommen, waren jedoch nicht zum Zeitpunkt des Geschehens in den jeweiligen Orten.

    *Tiere*
    Man sagt, in Neuseeland leben doppelt so viele Schafe wie Menschen. Wir jedoch behaupten: Hier leben mehr Kühe als Schafe. Viel viel mehr Kuhweiden, als Schafwiesen haben wir im gesamten Land wahrgenommen. Stand Februar 2023 ist jedoch, dass es 10 Millionen Kühe und 26 Millionen Schafe gibt. Aber wo sind denn die ganzen Wollknäul? Wir haben sie jedenfalls nicht gesehen. Aber das sind natürlich nicht die einzigen Tiere, die man hier zu Gesicht bekommt. Die Vogelvielfalt ist hier auch enorm groß. Darunter gibt es ein paar wirklich witzige Gestalten, die ich auch noch nie zuvor gesehen habe. Z. B. ein Pukeko, das als Sumpfhuhn gilt oder der Kea, ein grüner Bergpapagei, die sehr interessante Geräusche von sich geben. Dann laufen überall noch ein paar Wekarallen oder wilde Hühner herum.
    Ein Kiwi, das als Nationaltier gilt, bekamen wir in freier Laufbahn leider nicht zu sehen. Auf dieses Tier sind die Neuseeländer aber so stolz, dass sich sich ja selbst sogar als Kiwis bezeichnen.

    *Sandfliegen*
    Wenn wir schon bei Tieren sind, habt ihr schon einmal mit Sandfliegen Bekanntschaft gemacht? Auf der Nordinsel bleibt man davon komplett verschont, auf der Südinsel jedoch wird man regelrecht zerfetzt von diesen Viechern. Ein Fluch jeden Campers! Diese Mistviecher beißen sich an einem fest. So war es üblich, dass man abends übersäht war mit blutenden kleinen Stellen, die sofort anschwillten und wahnsinnig juckten. Besonders gern mögen sie Knöchel und Handgelenke. Ich werde mich ab sofort nie wieder über Mücken beschweren.

    *One Lane Bridge und Straßenschwellen*
    So schön hier auch die meisten Straßen zum Fahren sind, es gibt aber auch ein paar Dinge, die, wenn sie auf einer Route häufig vorkommen, echt nervig sind.
    Zum Einen die einspurigen Brücken, bei denen eine Seite logischerweise immer den Vorrang geben muss. Oft gar kein Problem, doch immer wieder sind diese entweder so lang oder liegen so ungünstig in der Kurve, dass man am anderen Ende nicht erkennen kann, ob Gegenverkehr kommt. Einmal hatten wir eine Route, bei der gefühlt pro Kilometer eine dieser Brücken kam, bei der immer von unserer Seite die Vorfahrt gewährt werden musste, sodass wir permanent anhalten mussten und kaum voran gekommen sind.
    Innerorts und auf jedem Parkplatz gibt es dann noch jede Menge Straßenschwellen. Man fährt automatisch langsam, na klar, dafür sind sie ja da. Aber bedenkt man dabei auch die ganzen Camper, dessen Ladungen auch bei nur 10km/h (obwohl diese für 25km/h ausgelegt sind) komplett durch den Innenraum hüpft? Äußerst unsaft das Ganze und auch hier gibt es gerade in den größeren Ortschaften jede Menge davon.

    *Günstige Autos*
    Was in Deutschland mittlerweile unbezahlbar wird und deren Gebrauchtwagenmarkt nahezu preislich explodiert, kann man hier verhältnismäßig wirklich günstig erwerben. So werden hier z. B. je nach Baujahr, Kilometerlaufleistung und Ausstattung die Campervans zwischen 5.000 und 8.000 € gehandelt. In Deutschland ist man mit einem gleichwetigen Modell mindestens 15.000€ los, wobei die Tendenz deutlich nach oben geht.
    Auch wenn wir an Gebrauchtwagenhändlern vorbeikamen, dessen Preise für die Autos ersichtlich waren oder auf dem Sonntagsmarkt für Gebrauchtwagen, auf dem wir einmal selbst mit unserem Camper standen, konnten wir oft unseren Augen nicht trauen, dass diese wirklich so wenig kosten sollten. Da können wir in Deutschland nur von träumen.

    *Fähre*
    Mit der Fähre haben wir auch zwei Mal das Vergnügen gehabt. Hier gibt es zwei verschiedene Unternehmen. Die Interislander und die Bluebridge. Tipp an Alle: bucht rechtzeitig. Wer planen kann, mindestens 2 Monate voraus, am besten noch länger. Wir mussten jeweils sehr kurzfristig auf die Fähre und konnten dies leider vorher nicht planen. Im Internet ist generell alles ausgebucht und per Telefon wird man einfach abgewimmelt. Nach mehreren Versuchen fuhren wir also direkt zum Hafen und versuchten es vor Ort. Hier hat man uns bei der Fahrt von Wellington nach Picton direkt am nächsten Tag einen Platz geben können (trotz durch den Sturm beschädigter Fähre, die ausfiel). Da leider auch diese Fähre dann kaputt ging, bevor sie abfahren konnte, wurde das Ticket dann wieder storniert. Also wieder hinein ins Büro und auch diesmal haben wir direkt wieder eine Umbuchung für den Tag darauf bekommen. Hier lief alles rein über Interislander.
    Unsere Rückfahrt von Picton nach Wellington war so leider gar nicht geplant, da wir von Christchurch nach Auckland fliegen wollten. Somit sind wir diesmal wieder direkt zum Hafen gefahren. Interislander wimmelte uns direkt ab und sagte, sie könnten uns frühestens Anfang April ein Ticket geben. Also sind wir zu Bluebridge und bekamen am selben Tag noch eine Fahrt und das auch noch um einiges günstiger, als wir bei der Hinfahrt mit Interislander gezahlt haben.
    Achja und plant mit ein, dass die Fähre grundsätzlich Verspätung hat. Bei beiden Fahrten kam jedesmal eine SMS, dass die Abfahrt um 1 bis 2 Stunden nach hinten verschoben wurde. Das Gleiche auch bei Stefan. Also planmäßig scheint hier nichts zu laufen.

    *Spielplätze*
    Wär ich hier gerne Kind gewesen! Wirklich in jedem Ort gibt es so coole Abenteuerspielplätze. Von Piratenschiffen, über Seilbahnen, Klettergerüsten, Reifenschaukeln bis hin zu Wasserspielgeräten. Für alle Spielplatzbauer, die Inspiration suchen, ein Besuch in Neuseeland kann ich hierbei sehr empfehlen.

    *Toiletten, Duschen, Trinkwasser*
    Was wirklich absolut toll hier ist, ist, dass es überall öffentliche Toiletten gibt, die auch fast täglich gereinigt werden. Selten sind wir auf eines gestoßen, das weniger hygienisch war. Ebenso gibt es an den meisten Stränden und auch an Spielplätzen öffentliche Duschen. Diese dienen hauptsächlich dazu, sich das Salzwasser abzuwaschen. Wenn es einen dazugehörigen Abfluss gab und das Wasser nicht nur in die Wiese lief, nutzten wir hin und wieder die Möglichkeit, hier auch mit Shampoo uns schnell einmal abzuduschen. Wir als Camper, die hauptsächlich auf kostenlosen Parkplätzen stehen und sonst keine Möglichkeit zum Duschen haben, goldwert.
    Wo es einen Spiel- und/oder Sportplatz gibt, gibts es auch grundsätzlich einen Trinkwasserspender. So konnten wir immer unsere Wasserkanister und -flaschen auffüllen und mussten nicht ständig neue im Supermarkt kaufen.

    *Camperleben*
    Etwas, das sich hier allgemein sehr gut umsetzen lässt, ist das Campen. Nicht umsonst, ist hier sehr viel darauf ausgelegt. Dies zieht nicht nur total viele Reisende an, sondern auch Einwohner, die ihren Urlaub nutzen, mit einem Camper durchs eigene Lang zu reisen.
    Überall findet man, vorausgesetzt man ist "Selfcontained" unterwegs, kostenlose Stellplätze. Wer etwas mehr möchte oder beispielsweise nur mit einem Auto und Zelt reist, der kann sich auf einem offiziellen Campingplatz einbuchen. Hier gibt es je nach Ort und Ausstattung jede Menge in den unterschiedlichsten Preisklassen.
    Ein toller Nebeneffekt beim Roadtrip, den wir sehr vermissen werden, ist es, die ganze Zeit draußen zu sein. Und damit meinen wir wirklich die ganze Zeit! Nur zum Schlafen ist man ins Auto gekrochen, ansonsten hält man sich bei Wind und Wetter an der frischen Luft auf. Ja, das kann bei Regen manchmal unangenehm werden, aber dennoch weiß man es sehr zu schätzen. Ich bin gespannt darauf, wie es wird, sich wieder länger in geschlossenen Räumen aufhalten zu müssen.
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    Trip end
    March 28, 2023