Galapagos - San Cristobal
30. maj 2023, Ecuador ⋅ ☁️ 27 °C
*30.05.23*
Als erstes gingen wir wieder den Ort erkunden und spazierten hier durch die Straßen. Neben dem Hafen lagen dann die ganzen Robben am Strand. Die Geräuschkulisse war super witzig. Jeder robbt über jeden einfach drüber und alle ärgern sich die ganze Zeit gegenseitig. Dass da natürlich viel gemeckert wird, ist klar. Die Kinder spielten die meiste Zeit im Wasser und ein dicker Seelöwe mischte immer wieder alles auf. Wir saßen eine ganze Weile hier und beobachteten sie. Dann liefen wir einmal zu Carola Beach und genossen die Sonne.
*31.05.23*
Stefan und ich buchten uns heute die 360 Grad Tour. Maja war leider noch nicht fit genug und kam nicht mit. Um 7 Uhr war der Treffpunkt und wir wurden zunächst mit Schnorchelsachen etc. ausgestattet. Dann ging es aufs Boot. Unser Guide war direkt sehr sympathisch und humorvoll, sodass von Anfang an eine gute Stimmung herrschte. Bevor es losging, mussten wir alle kurz für ein Bild mit einem Navy-Mitarbeiter die Schwimmwesten anziehen. Da vor vier Tagen eine Touristin von einem Boot gefallen und dabei gestorben ist, müssen jetzt verstärkte Kontrollen durchgeführt werden, ob alle Westen getragen werden. Nur nachdem es losging, haben wir sie alle wieder abgenommen und sie wurden verräumt. Mehr Schein als Sein das Ganze.
Während der Fahrt gingen Stefan und ich am äußeren Bootrand entlang nach Vorne und genossen den Fahrtwind und die Aussicht.
Angekommen am „Kicker-Rock“ ging es in die erste Runde. Gleich nachdem wir ins Wasser sprangen, konnte man einen Galapagoshai sehen. Da sich erst alle noch zurecht finden mussten und wir dann in die entgegengesetzte Richtung schwammen, konnte man ihn nicht weiter verfolgen. Dafür waren viele Schildkröten und jede Menge anderer Fische zu sehen. Nach ca. 40-45 min war der Schnorchelgang zu Ende. Weitere Haie und vor Allem auch Hammerhaie waren in dem Moment leider nicht zu sehen.
Die weitere Bootsfahrt war etwas holprig, da die Wellen immer größer wurden.
Der nächste Stop war an einem Strand, an dem es die schönsten Muscheln gab, die ich je gesehen habe. Man darf sie nur nicht mitnehmen. Hier werden überall sehr strenge Kontrollen durchgeführt und man muss wohl mit einer Strafe von 3000$ rechnen. Nirgends mussten wir unser Gepäck so oft kontrollieren lassen, wie hier. Bei jeder Ab- und Anreise der einzelnen Inseln wird alles mehrfach durchgecheckt. Find ich doof. Naja eigentlich ja auch gut. Trotzdem hätte ich gerne eine mitgenommen.
Hier am Strand hatten wir nochmal Zeit, auf eigene Faust schnorcheln zu gehen. Außer einem riesigen Fischschwarm mit winzigen fast durchsichtigen Fischen, konnte man aber leider nichts erkennen.
Die nächste Fahrt ging 40 min lang bis zur obersten Spitze der Insel, des Punta Pitt.
Dieser Teil der Fahrt war der Schlimmste. Auch hier sind wir wieder mehr geflogen, als gefahren und das war definitiv nichts für schwache Nerven. An diesem Punkt konnten wir Seelöwen beobachten und die drei verschiedenen Arten der Tölpel sehen. So heißen sie zumindest auf Deutsch. Ich finde den englischen Begriff Booby aber witziger. Es waren Blaufußboobies, Rotfußboobies und Nazcaboobies zu sehen. An diesem Punkt gab es dann auch Mittagessen. Unser letzter Stop des Tages war am Rosa Blanca. Der Sand an diesen Strand war butterweich und alle wälzten erstmal genüsslich die Füße darin. Als unser Guide auch dazu kam, erzählte er, dass der Sand fast nur aus Fischkot der Papgeienfische besteht. Wow, danke für die Info. Das ist übrigens der Grund, warum viele tropische Strände so weiß und samtig sind. Wusstet ihr das? Jetzt kann ich nie wieder ohne diesen Gedanken daran an solch einem Strand liegen. Ihr jetzt auch nicht mehr? Gern geschehen.
Nachdem wir ein Stück weiter zu einer Lagune gegangen sind, gingen wir alle gemeinsam wieder Schnorcheln. Es waren unglaublich viele Schildkröten unterwegs. Hier hab ich auch die schönste Meeresschildkröte meines Lebens gesehen. Es waren wirklich viele zu sehen. Große und Kleine. Aber eine war ganz besonders hübsch.
Plötzlich kam mir noch ein Kugelfisch direkt auf mein Gesicht zu geschwommen und ich wurde kurz panisch, weil ich Angst hatte, ihn versehentlich zu berühren und dadurch zu stressen. Unter mir schwamm auch ein riesiger Stachelrochen entlang. Unser Guide war völlig überwältigt. So einen hatte er selbst noch nie zuvor gesehen. Für mich war dieser Teil der spektakulärste, da ich selbst hier am meisten gesehen habe.
Gegen 17 Uhr waren wir dann wieder zurück. Da ich total müde war, ging ich zwei Stunden später auch schon ins Bett.
*01.06.23*
Bevor es wieder zu heiß wird, liehen wir uns gleich morgens nochmal Schnorchelsachen aus und gingen zum Muelle Tijeretas. Hier lagen schon auf der kleinen Holzplattform überall die Robben faul in der Sonne. Auch im Wasser waren sie überall unterwegs. Manche versuchten mit einem im Wasser zu spielen. Teilweise musste man aber auch aufpassen, da sie gerne mal in den Fuß schnappen. Stefan schloss sich einem ganzen Schwarm an und schwamm mittendrin mit ihnen mit. Das war definitiv nochmal ein Erlebnis für sich. Unheimlich und spaßig zugleich. Ansonsten konnte man noch viele weitere kunterbunte Fische und auch hier eine Schildkröte beobachten.
Abends war ein großes Kinderfest und gefühlt die gesamten Inselbewohner versammelten sich am Hafen. Es gab eine große Hüpfburg, laute Musik und jede Menge Luftballonketten.
Wir liefen nochmal kurz durch den Ort und beobachteten noch ein wenig die Robben.
*02.06.23*
Tag der Abreise. Wir liefen Vormittags nochmal durch den Ort. Danach frühstückten wir, packten und brachten die Wohnung wieder auf Vordermann. Dann ging es mit dem Flugzeug zurück nach Guayaquil. Hier gingen wir nur noch etwas essen.
Morgen steht dann wieder eine lange Tortur an. Es geht zurück nach Europa. Wir fliegen alle zusammen noch bis Madrid und dann fliegt Stefan nach Deutschland und Maja und ich werden noch ein paar Wochen in Portugal verbringen.Læs mere





















