Galapagos - Isabela
26. maj 2023, Ecuador ⋅ ⛅ 28 °C
*26.05.23*
Nach dem Frühstück zog ich zunächst einmal durch die Straßen und verschaffte mir einen Überblick vom Ort. Danach setzte ich mich ein bisschen an den Strand und traf mich dann wieder mit Maja und Stefan.
Wir besorgten schon mal die Fährentickets für die Fahrt auf die letzte Insel, die wir besuchen möchten. Leider waren sie für Sonntag schon ausgebucht und somit fahren wir erst am Montag. Dann ging ich noch etwas spazieren und stieß dabei auf einen Holzsteg, den ich entlang gehen wollte. Der Steg wurde anfangs von den Meeresechsen versperrt, die überall in der Sonne lagen. Sehr süß aber, wie sie teilweise alle kuschelnd aufeinander liegen.
Nachdem ich über alle drüber steigen konnte und mir manche sogar den Weg frei machten, ging es ca. eine halbe Stunde lang einen sehr schönen Pfad entlang. Niemand sonst war hier unterwegs. Ich kam an eine Schildkrötenstation, an der man mir eine Führung durch das Gelände gegeben hat. Von den ungeschlüpften Eiern, über die Babys, Kindern bis hin zu den ca. 80-90 Jahre alten Schildkröten waren alle zu sehen. Ca. 1200 Schildkröten leben auf diesem Gelände. Die Kinder werden nach 6 Jahren ausgewildert, soweit sie gesund sind. Auch konnte man zwei Schildkröten während eines Fortpflanzungsaktes, der übrigens bis zu 30 Stunden lang dauern kann, beobachten.
Nach der Führung ging ich noch ein kleines Stück weiter und kam an eine Lagune, in der einige Flamingos zu sehen waren. Ich liebe die vielen Tiere, die hier überall sind und die man frei entdecken kann. Am Abend kochten wir wieder alle gemeinsam.
*27.05.23*
Da das Wetter ziemlich verregnet war, beschlossen wir, die eigentlich angedachte Vulkantour auf morgen zu verlegen.
Am Nachmittag, als die Wolken etwas aufrissen, gingen wir zu einer Schnorchel- und Badestelle am Hafen. Dann liefen wir noch etwas am Strand entlang. Die restliche Zeit verbrachten wir ganz unspektakulär in unserer Unterkunft.
*28.05.23*
Um 7:20 Uhr wurden wir von der Reisegruppe abgeholt und dann ging es zum Parkplatz, von dem aus die Vulkantour startete.
Die gesamte Strecke war wirklich einfach vom Niveau her. Wir hätten uns die Wanderung viel anspruchsvoller vorgestellt.
Leider hingen die Wolken ziemlich drin und es regnete zwischendrin immer wieder. Das Wetter war aber trotzdem um einiges besser als gestern. Wir hatten kurz Glück und konnten von oben den Krater mit einem Durchmesser von 10km sehen. Es soll der zweitgrößte Vulkankrater der Welt sein.
Als wir dann weiter liefen wurde die Landschaft immer spektakulärer. Überall Lavagestein in den verschiedensten Farben und zwischendurch wuchsen Kakteen. An einer Stelle konnte man genau den Übergang sehen, von dem Gestein eines sehr weit zurückliegenden Ausbruches und dem des Ausbruches von 1979. Auf der einen Seite fand schon die Vegetation statt und das Gestein war rötlich. Auf der anderen Seite war das Gestein noch komplett tot und schwarz. Es dauert teilweise Jahrhunderte, bis es zur ersten Vegetation kommt. Der letzte Ausbruch war im Jahr 2018. Immer wieder waren im Boden große Risse. Der Gedanke, dass auch mir unter den Füßen alles zusammenkrachen könnte, war etwas beängstigend. Unser Guide war sehr sympathisch und erzählte uns einiges, wie es noch vor 20-30 Jahren auf der Insel war.
Bei der Rückfahrt war es ultra windig und wir saßen alle in einem offenen Fahrzeug. Stefans Kappe hat es dabei weggeweht. Naja, er wollte eh eine Neue.
In der Unterkunft ruhten wir uns etwas aus und gingen dann noch etwas Essen.
*29.05.23*
Um 5 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Hafen, da die erste Fähre zunächst wieder nach Santa Cruz fuhr. Hier kamen wir um kurz vor 9 Uhr an. Wir gingen erst einmal etwas frühstücken und ließen unser Gepäck im Restaurant stehen. Dann gingen wir zum Charles Darwin Park. Bei den Schildkröten war gerade Fressenszeit und wir konnten sie dabei beobachten. Eine von ihnen fühlte sich durch unsere Anwesenheit ziemlich gestört und fauchte. Dann zog sie ihr Kopf ein und wackelte wütend mit dem Panzer. Sie beruhigte sich aber schnell wieder und fraß normal weiter. Es ist super witzig, wie sie sich in Zeitlupe bewegen und versuchen ihren schweren Panzer über die Steine zu bewegen. Nach jedem Schritt hört man dabei einen dumpfen Schlag.
Wir setzten uns noch ein wenig an den Strand, an dem wir einen Pelikan direkt neben uns hatten. Diese Vögel sind auch einfach so riesig.
Um 14 Uhr ging es dann wieder zum Hafen und die zweite Fähre fuhr auf die Insel San Cristobal. Als wir ankamen, begrüßten uns drei Robben, die direkt auf das Boot zugeschwommen kamen. Da es regnete und auch schon dunkel war, gingen wir nur noch was einkaufen und verbrachten den Abend noch in unserer Unterkunft.Læs mere






















