• Wenig Insel, viel Geschichte…

    18. januar, Sverige ⋅ ☁️ 1 °C

    Sonntag, 9 Uhr, 1 Grad, Neben liegt über dem Schärengarten…

    Die Burg Stegeborg liegt heute im Nebel wie ein Ort, den die Zeit vergessen hat.
    Feuchte Schwaden umschlingen das alte Gemäuer, während die knorrigen, von Flechten überwachsenen Obstbäume davor wie stumme, gespenstische Wächter stehen.

    Nur Krähen durchbrechen die Stille, wenn sie sich krächzend auf dem Dach niederlassen. Tauben gleiten durch ein offenes Fenster in den dunklen Turm, als würden sie etwas aufsuchen, das dort seit Jahrhunderten wartet.
    Und im Nebel hat man das leise Gefühl, dass die Burg noch immer alles im Blick hat..uns auf dem Stellplatz ebenso wie die Fähre, die sporadisch und beinahe höflich leise hin und her gleitet.

    Ja…die Geschichte der Burg Stegeborg hat mich völlig gepackt.
    Von Aufbau bis Zerfall:
    Über Jahrhunderte wurde hier gefeiert, intrigiert, regiert und verraten. Die Liste der Könige und Regenten ist endlos.
    Viele blieben nur Wochen an der Macht, flohen zu spät und endeten in Stockholm: Kopf ab.
    Selbst beim „guten“ Gustav Wasa lag nicht alles im Sonnenschein. Nach seinem Tod vergiftete sein Sohn Johann den Bruder Erik mit Arsen…Thronpolitik im Mittelalter.

    Mich fasziniert, wie akribisch Namen, Herkunft und Schicksale dokumentiert sind. Allein über diese Burg und ihre Menschen liesse sich mühelos ein ganzes Buch schreiben.
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