• Tag 3 - Sonne, Pausen und Elvis

    May 23–24 in Czech Republic ⋅ ☀️ 26 °C

    Trotz des 1,5 km Wegese zu den Duschen, sind wir etwas eher losgekommen, als am Vortag, haben dafür aber so viele Pausen gemacht, dass wir auch erst recht spät so 17-18 h am Zeltplatz waren. Sonne ist mein Endgegner, Claudi tut sich auch nicht viel leichter und so pausierten wir so vor uns hin und kämpften uns mühsam Richtung Litomerice.

    Witzige Anekdote:

    Ich musste eilig auf Toilette und bin in den Busch. Claudia stand Schmiere. Es kam keiner. Dann ging Claudia und ich stand Schmiere (bedeutet aufpassen, dass niemand vorbeikommt und Alarm schlagen, falls doch). Von weitem sah ich das Paar, dass wir die letzten Kilometer immer mal überholt haben. Ich rief ihnen zu, Claudia stand im Busch und wollte warten, bis sie vorüber sind. Da sie uns beim letzten Überholen was witziges zugerufen haben, wollt ich es Ihnen gleich tun und machte einen Witz in deren Richtung während sie vorbeifuhren. Nicht wissend, dass die Frau freudig direkt eine Vollbremsung hinlegt (ihr 70jähriger Mann hat sich direkt samt Ebike hingeschmissen, aber das nur am Rande). Die Frau stellte nun ihr Rad ab und erzählte mir, dass sie ursprünglich aus Gera stammt, wann sie ihren Mann kennengelernt hat und wie lang es gedauert hat, ehe sie Tschechisch fliessend sprechen konnte. Ihr Mann wollte wissen, wo wir herkommen, wo wir hinfahren, sie dolmetschte. Nach ca 10 Minuten kam mir Claudia in den Sinn und ich versuchte, irgendwie dahinzulenken, dass sie weiterfahren. Das Gespräch setzte sich aber fest, sie wollten immer mehr wissen und berichteten jetzt auch, wo sie immer Radfahren und wieviel Kilometer sie heut schon zurückgelegt haben. Da kam Claudia aus dem Busch. Die zwei wussten gar nicht, was los ist, ich musst mir das Lachen verkneifen, Claudia war eher mässig amüsiert 😂😂😂

    Der Zeltplatz war Sardinenzelten, ein Zelt neben dem anderen. Hab mich erst gewundert, warum sie uns fürs Zelt einen so arg kleine Spot zuweisen. Nachdem Claudi eine Runde über den Zeltplatz schlendern wollte und nach 2 1/2 Minuten wiederkam, wussten wir warum: ein Campinplatz so gross, wie 1/10 Fussballfeld.

    Immerhin nette Zeltnachbarn, die uns eine Brauerei empfohlen haben, die wir gar nicht besucht haben. Stattdessen haben wir uns am zeltplatzeigenen Biergarten 2 Radler durchs Gesicht gezogen und bissl Karten gespielt. Früh beim aufwachen fiel uns dann auf, dass wohl noch 3 Bier dazugekommen sind. Man lebt halt nur einmal.
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