Australien, wir sind da!
22 Maret 2025, Australia ⋅ ☁️ 27 °C
Ab jetzt heißt es "Mensch gegen Natur und Natur gehen den Menschen!" Zumindest, wenn man den Klischees über Australien von dem einen oder anderen Europäer glauben schenken mag.
Unser Flieger aus Hongkong war relativ leer, viele Gäste lagen in der Economy Class des A330 von Cathay Pacific quer wie auf einer Parkbank über mehrere Sitze verteilt. Ich war leider zu spät dran oder zu wenig frech dafür.
Wir konnten nur wenig schlafen, nicht gerade das Richtige nach dem anstrengenden Tag zuvor. Aber was solls, mit drei bis vier Kissen gewappnet konnte man es sich halbwegs gemütlich machen und zugleich dämpfte man die auftretenden Turbulenzen, die während des gesamten 7,5h stündigen Fluges auftragen.
Die Landung in Cairns war 1A, für die Gepäckrückgabe gebe ich aber nur 5 von 7 Punkten. Kurz bei der Immigration gelächelt, was hier auch noch erwidert wird, Tüte aufgemacht und Müsliriegel deklariert und durch waren wir. Nun wollen wir unseren Mietwagen abholen. Supi!, ich habe scheinbar einen Vermieter mit Shuttle Service anstelle eines im Airport ansässigen gebucht. Wieder 10€ gespart, supergeil!
OK, kein Problem. Die Dokumente sagen ich habe ich SMS bekommen. Flugmodus aus, flott SMS lesen und Shuttle abwarten. Hmmmmm.... kein Netz. Nach 15 Minuten und vielem Einstellungen später die Erkenntnis: Australien hat den Dienst Dienst für sehr viele ältere Smartphones, wie meinem Xiaomi Mi 8, eingestellt. Nachdem ich meinen männlichen Ich-Frage-Nicht-Nach-Den-Weg-Stolz überwunden habe, konnte ich den Shuttle Service mit dem Smartphone der netten Kioskdame erreichen. 5-10 Minuten warten hieß es, draußen an der Bus-Haltebucht 6. Also raus aus den Terminal.
Es ist warm.. Nein! Es ist heiß. Knackige 31°C und ungefähre 90% Luftfeuchtigkeit begrüßten uns beim Aussteigen aus dem Terminal 1 des Flughafens Cairns (CNS). Wir stolzierten zum Wartebereich und bermerkten schnell, dass das australische Zeitgefühlt ungefährer der Inverse des Wechselkurs AUD zu EUR entspricht. Also nach 5-10 AUM (8,65 - 17,3 EUM) kam der Shuttle und brachte uns zum Vermieter.
Vor Ort war alles super, musste flott dem sehr netten jungen Mitarbeiter erklären, dass ich keine zusätzliche Versicherung benötige, worauf er typischerweise etwas unverständlich reagierte.
Nun auf die Straße, ab Richtung Norden! Moment, wieso fahren die alle auf der Linken Seite? Verdammt, schon wieder dieser UK Einfluss. Naja, erst einmal los, auf den Schnellstraßen Richtung Cale Tribulation. Fahrzeit: circa 3 Stunden.
Auf dem Weg machten wir nach kurzer Zeit halt bei MacDonald 's, Hungry Jacks war genau daneben. Mit Veggie haben die Australier es nicht so, daher gab es Pommes, Sandwiches und Free-WiFi.
Auf den Straßen fahren viele geländegängige Toyota mit fettem Reifenprofil, die viele Steine schlucken. Solche Wägen können einen auch notfalls durch überflutete Straßenabschnitte bringen. Das ist hier in Queensland wohl ziemlich üblich, wenn man den Straßenschildern hier glauben möchte. Einer der besagten Steine nahm eine Flugbahn ein, die direkt auf unserer Frontscheibe endete. Diese Punktlandung beschert mir ein Gespräch mit der Versicherung. Endlich wieder Kontakt mit einem deutschen Versicherer. Egal, schnell verdrängen, darum kann sich mein Zukunfts-Ich herumschlagen.
Vorbei an Stränden, Lookouts und kleinen Städten ging es weiter auf der saftgrüne Strecke bis zur Fähre, die uns in den Bereich des Daintree Nationalparkes brachte. Dieser Nationalpark beherbergt den ältesten Regenwald der Welt. Ja, auch älter als der im Amazonas. Man merkt es sofort, hier ist Natur. Die Vögel, die Insekten, alles schreit einen förmlich an: Hier bin ich!
Endlich in der Safari Lodge angekommen richteten wir unsere kleine Hütte mitten im Jungle ein. Meine Frau entschied sich dazu mit ihrem Koffer Kakerlaken zu öffnen, mehr oder weniger bewusst.
Die Hitze vermeidet das Gefühlt von Hunger, dennoch ließen wir uns im hiesigen Supermarkt mit super (hohen) Preisen dazu beraten beim nächsten Campingplatz eine Pizza aus dem Steinofen zu genießen. Vorher noch einen Zwischenhalt bei einem Lookout, herrlich kaum jemand hier. Die Haupt-Saison war vermutlich vor zwei Monaten. Wir trafen vor Ort nur zwei Frauen, denen wir von unserer Idee einer leckeren Pizza in der "Sandbar" berichteten.
Die Pizza, nun sogar Veggie, schmeckte mit einem Non-Alcohol Beer vorzüglich, brachte einen aber auch zum Schwitzen. Jegliche wärmeproduzierenden Kilo-Kalorien, die hier verbrannt werden, sind zuviel. Alleine mussten wir aber nicht schwitzen. Trampelnde Kinder, die besagten Frauen und ein Hirschkäfer gesellten sich zu uns. Parallel zu kleinen Regenschauern führten wir nette Gespräche und tauschten Tipps und Erfahrungen unserer Reiseziele aus. Anschließend ging es wieder durch dir Dunkelheit zurück zur Safari Lodge.
Vor Ort wurden wir mit einem atemberaubenden Blick beschenkt, der uns durch die diesige Wolkendecke die Milchstraße erahnen ließ.
Flott unter die Dusche den Tag abwaschen und Zack ab ins Bett. Morgen geht es früh raus, die Schildkröten warten auf uns!Baca selengkapnya




















