Koalas (ohne Schoko) kauen in Kuranda
25. marts 2025, Australien ⋅ ☁️ 27 °C
Endlich wieder eine erholsame Nacht. Port Douglas haben wir früh verlassen, um den ganzen Tag nutzen zu können. Ich habe mir lediglich Zeit genommen für ein kleines Workout im unterkühlten Gym.
Auf der Fahrt von Port Douglas zurück kamen weitere Erinnerung der Hinfahrt in den Sinn. Bevor es uns aber nach Cairns verschlägt wollten wir der Natur wieder etwas näher sein und zielten auf den direkten Kontakt mit der Wildnis ab, natürlich mit dem gebührenden Sicherheitsabstand. In Kuranda, direkt am Barron River, kann man mit der Bahn in den Schluchten nahe des genannten Flusses fahren, diverse Wildvögel in Käfigen auf Schulter und Kopf tanzen lassen und KOALAS angucken. KOALAS!!!
Also ab nach Kuranda. Auf Serpentinen, auf denen sich alle 3km eine Baustelle samt fleißigen arbeitenden Personen befindet, geht es langsam und entspannt vorran. Die Automatik des Toyota Corolla erweist sich als gute Wahl, da das ständige auf und ab schon etwas einnimmt.
Im Kuranda angekommen ging es direkt zum "Kuranda Koalas Garden". Am Eingang des Tierparks wurden wir gleich mit der Entscheidungsoption konfrontiert ein Dinner-For-Three mit einem Koala einzunehmen. Wir haben uns aber dagegen entschieden, da wir keinen Eukalyptus mögen. Als Normalos ging es dann in den kleinen Bereich des Tierparks. Direkt nach einer Brücke, die über die müden Körper von Süßwasserkrokodilen hinwegragte, ging es direkt zu Paul und Co., den dauerzugedrönten Koalas.
Ja, sie sehen beknackt aus. Aber ja, sie sehen dabei sehr süß aus. Ich habe auf Grund dieser Geschöpfe meinen Kamera-Shutter strapaziert und die SD Karte vollgehauen. Ein wenig war Ich auf die Koalas eifersüchtig . Jeder findet einen toll, man bekommt den ganzen Tag Futter und alle hatten einen eigenen Ventilator. Etwas klein sind die Gehege aber schon. Wie allzu oft wird Sicherheit mit Freiheit getauscht.
Die super entspannten Kängurus, sie sich die Fliegen mit dem Sand vom Boden von deren Leiber hielten, oder die in Weinfässern schlafenden Wombats konnten unsere Herzen aber ähnlich entzücken.
Den angeschlossenen Vogelpark und Schmetterlingspark sowie den botanischen Garten ließen wir links liegen, da wir unserer Einschätzung nach schon genug Freude für den Tag empfunden hatten.
Nachdem unsere Gehirne uns voll mit Endorphine geballert haben brauchten wir zum Herunterkommen einen Spaziergang. Kuranda ähnelt Port Douglas, ist aber irgendwie wie mehr "Hippie" und grüner. Da Kuranda höher gelegen ist war es auch mit 25°C angenehm kühl, im Vergleich zum Rest von Queensland.
Was uns auffiel, dass auf der Einkaufsmeile überall japanische Beschriftungen und zugehörige Personen, die es lesen können, zu sehen sind. Was einem auf einer Parkbank Pause machenden Klempner auffiel, war die ganze Sonnencreme, die ich V auf den Nacken geschmiert hatte, da dieser, ähnlich wie mein mittlerer Rücken, seit dem Schnorchelbesuch im "Great Barrier Reef" noch rot leuchtete wie ein Stoppsignal einer Straßenkreuzung.
Wir schauten uns die Bahnstation des genannten Zugs an und waren hin und weg von der Atmosphäre. Nun wussten wir auch warum hier so viele Japaner unterwegs sind, die lieben nämlich Züge. Glaubt mir, ich war in Japan. Sie lieben Züge über alles!
Kurz überlegten wir, ob wir es den Japanern gleich tun und die 80€ p.P. investieren sollten. Wir haben uns aber dagegen entschieden, da es eine One-Way-Tour ist und wir nicht genug Zeit mitgebracht hatten. Auf uns wartet ja auch noch Cairns.
Mit etwas Appetit ging es zurück Richtung Auto. Auf dem Weg gab V sich ihrer Urlaubssucht hin Unmengen an Seife zu kaufen. Der Duft des Geschäftes "Boho Coco Gifts" zog V förmlich in den Bann und ließ sie nicht mehr los. Nach einem kurzen Hallo und einem interkulturellen Austausch fanden wir heraus, dass Birtie aus der Schweiz, nahe Bern, kommt und vor 33 Jahren in Australien hängen geblieben ist. Sie ist eine gedrungen kleine und sehr liebenswürdige Frau, die aber gerne ihre Meinung offenkundig mitteilt. Zeuge dessen wurden wir direkt, als Birtie erzählt hatte wie furchtbar viel ihre Verwandten aus der Schweiz und Deutschland aßen und wie spießig doch alle sind. Nach dem Plausch hat sie uns noch zum nächsten Eisgeschäft gelotst und direkt als beautiful Germans vorgestellt. Diese völlig angebrachte Umschmeichelung hat gewirkt und wir haben drei Löffel der köstlichen Eiscreme vernascht. Mit verklebten Mündern ging es weiter zur Karre.
Eine Haltestelle des Zuges wollten wir uns aber nicht entgehen lassen, die auch mit den Auto erreichbar ist.
Die "Barron Falls", also der Wasserfall des "Barron River", donnerten talwärts in Brauntönen und weißer Gischt herunter. Der Weg zum Aussichtspunkt war ein kleines Highlight für sich, da dieser zum Teil in größerer Höhe zwischen Bäumen des Regenwaldes führt.
Nachdem wir uns von der einen oder anderen Mücke zerstochen lassen haben war es Zeit für den Weg zum nächsten Resort in Cairns. Wir überquerten erneut die Serpentinen wonach es nur noch ein kurzes Stück bis zum Resort war.
Diese Resorts, preiswert aber in Ordnung, sind ziemlich ähnlich aufgebaut. Pool in der Mitte, Häuser und offene Restaurants ringsherum und großer einladender Eingangsbereich. Kurz dachte man, wir waren wieder in Port Douglas.
Im Anschluss des Check-Ins merkten wir, dass wir leider schon zu spät dran waren, um den Botanischen Garten in Cairns zu besuchen. Somit blieb hauptsächlich "nur" die Strandpromenade übrig, wo man auch wieder nicht ins Wasser durfte. Die Crocs sind überall!
An der Strandpromenade fühlte man sich wie in Los Angeles am Miami Beach. Überall sportliche junge Leute halbnackt am Joggen, Kraftsport treibende Männer und Betrunkene auf Parkbänken. Cairns investiert aber offensichtlich in die Allgemeinheit. Da man nirgends ins Wasser darf, gab es ein großes öffentliches Schwimmbecken für Jedermann, Jederfrau und Jederkind. Ein großer offener Skatepark mit offiziellen Öffnungszeiten ließ mich auch neidisch drein blicken. So etwas wünscht man sich auch in der Heimatstadt Hamburg.
Noch kurz am Hafen vorbei, sich von einem der kreischenden Vögel etwas Glück auf das Shirt pupen lassen und dann mit leerem Magen zum "Night Market". Ein Mix aus asiatischer Food-Court und Massagesalon, der China-Ware verkauft.
Es war Zeit für ein Snickers, da wir uns schon anzickend von Restaurant zu Restaurant bewegten. Unterzuckert stoßen wir auf iDumplings, die intelligente Art Dumplings zu verspeisen. Nachdem wir vielleicht etwas zu viel bestellt hatten wurde unsere Vorspeise, selbstgemachte Frühlingsrollen, von einer Robokatze geliefert, super intelligent! Es war wieder ein Hauch von Japan zu verspüren. Vollgestopft mit Reis und anderen Leckereien ging es zurück zum Resort.
Endlich wollte ich mal einen der Pools unserer Hotels nutzen und schmiss gegen 21 Uhr ins kühle Chlorwasser. Vorbei an einem künstlichen Wasserfall und einer Leinwand, auf der gerade Batman lief, drehte ich meine Runden.
Danach mussten wir noch Packen, denn morgen geht es früh raus. Auf dem Plan: Tanken, Auto abgeben und Schaden begutachten und um 9:10 Uhr für 3h nach Sydney. Gute Nacht!Læs mere






















RejsendeDanke für die ausführliche Reisebeschreibung.
RejsendeTolle Foto
RejsendeVielen Dank! 😊