• Nächster Stopp: Perth

    April 6, 2025 in Australia ⋅ ⛅ 28 °C

    Es wird trocken, denn heute geht es nach Perth. Wir hatten erneut das Glück ausschlafen zu können, dieses Mal aber aus einem besonderen Grund. Es wurden nämlich die Uhren zurück gestellt und uns wurde eine Stunde geschenkt. Hier begann heute die Winterzeit. Für Norddeutsche ein komisches Gefühl hier von Winter zu sprechen.
    Die gewonnene Zeit nutzen wir fürs entspannte Abgeben unseres Mietwagens. Nach 6 Minuten Fahrzeit waren wir schon dort, nach 3 Minuten Umweg, da ich die kleine Gasse nicht gesehen hatte und vorbei fuhr.
    Schlüssel abgegeben und direkt in den Shuttlebus, das hat nicht länger als 2 Minuten gedauert, empfehlenswert.

    Die Australier sind schon ein nettes und gesprächiges Volk. Fast auf jedem Transfer, Spaziergang oder ab und zu im Restaurant sprachen uns Personen darauf an woher wir kommen und was wir hier so machen. Selbst an der Bushaltestelle in Sydney ist es vorgekommen. Entweder sind allesamt misstrauisch oder fühlen sich wohler, wenn man den fremden neben sich kennt.
    Und so war es keine Überraschung, dass wir auf dieser Fahrt zum Airport auch angesprochen wurden. Zwei Damen, die sich auch erst Tage zuvor bei Ankunft am Airport kennen gelernt hatten, fuhren mit uns. Eine der beiden fragte uns aus und teilte ebenso begeistert mit wie ihr Leben so ausgestaltet ist. Griechin, in Sydney groß geworden, 20 Jahre in London gelebt und nun für Urlaub unterwegs. Eltern und Schwester sind wieder nach Griechenland gezogen, die Heimat rufte.
    Kurz empfahl sie noch Paros in Griechenland zu besuchen, dann war die Fahrt auch schon vorbei.

    Am Flughafen war es das erste Mal komplett digital. Gepäckabgabe war bei Quantas am Self-Service-Schalter möglich, Security war wie gewohnt flott und wir hatten genug Zeit um am Gate die selbige verstreichen zu lassen. Kurz vor dem Boarding erfuhren wir über die etwas schwer verständliche Durchsage, dass man uns nicht mehr Möglichkeiten geben möchte die hiesigen Geschäfte zu besuchen und sein Geld auszugeben. Nett! So warteten wir weitere 45 Minuten, bis wir wackelig mit der 737 abheben durften. Circa 50 Plätze waren noch frei, wodurch wir in dem lauten Flieger eine Reihe für uns alleine hatten.
    Durch die echt großen Fenster konnten wir noch einen letzten Blick auf den Port und die Strände werfen und verabschiedeten uns von Adelaide.

    Der Flug war insgesamt ruhig. Anders als bei Jetstar gibt es hier auf der Mittelstrecke noch eine Inklusiv-Verpflegung mit Mittag und Getränken. Pasta vegetarisch oder mit Rind war im Angebot und allerlei Flüssiges. Manch einer ballerte sich jetzt schon zur Mittagszeit mehrere kleine Weine rein und die 3,5h Stunden Flug zu überstehen.
    Die großen Fenster nutzen wir für Fotos und Wolkenbeobachtung. Wir sahen:
    - Cirrus
    - Cirrocumulus
    - Cumulus
    - Altocumulus

    Die Wolken schüttelten uns ein wenig durch und es ging Richtung Perth. Kurz vor der Landung sah man schon von oben die vertrockneten kleinen Seen, die in allerlei Grüntönen schimmerten. Es scheint hier wirklich etwas weniger Wasser vom Himmel zu regnen.
    Im Airport mal wieder zuerst das Gepäck bekommen ging es flott zu den Öffis. Per Bus zur Bahn, mir der Bahn trotz Warnung eines Bahnangestellten nur bis zur Station Mciver. Vor Ort 15 Minuten bei 30°C und zwei schweren Koffern verschwundet, da wegen einer Veranstaltung viele Bahnübergange gesperrt waren.
    Vorbei an mehreren sozial benachteiligten Menschen ging es nach detn warmen Umweg an den Bahngleisen direkt zum Hotel. Kurz eingecremt, luftige Kleidung angezogen und es ging direkt los.

    Uns zog der Hafen an, dort soll es leckere Artierien verstopfende Burger geben. Das Wetter war trotz der Temperatur sehr angenehm, da jemand den Luftentfeuchter angeschmissen hatte. Wir kamen am ältesten Gebäude Perth's vorbei und bewunderten den Kontrast zwischen den großen verglasten Riesen und der grünen Umgebung. Nach dem reichhaltigen Zucker-Fett Mittagessen schlenderten wir am Hafen entlang bis zu unter Schnellstraßen verlaufenden Parks, wo sich asiatische Eindringlinge mit Exoskeletten in den Bäumen breit machten.

    Auf dem Rückweg besuchten wir noch eine offene Mall, die es in dieser Art in Australien oft zu sehen gibt. Ich bin kein Shopping Fan, aber in dieser offenen Bauweise mit Tageslicht und "frischer" Luft kann man mir es schon fast als Wandern verkaufen und ich bin nicht allzu stark abgeneigt. Einer echten Mall versuche ich in der Regeln nach bereits 2 Minuten zu entkommen.

    Was allgemein in diesem Land auffällt ist der Fakt, dass die Großstädte allesamt ziemlich sauber, relativ oder gänzlich neu aussehend und sehr ordentlich sind. Die Gesellschaft versteht es hier mit ihren öffentlichen Angeboten und Regeln alles ganz gut in Schuss zu halten.

    Mit diesem ersten Eindruck von Perth ging es erst einmal zurück. Durch die Zeitumstellung ging die Sonne bereits gegen 18 Uhr unter. Zudem war unser Tag bereits etwas länger durch das Rennen mit diesem riesigen glühenden Wasserstoffriesen.

    Morgen wird früh aufgestanden, es gibt viel zu sehen an unserem letzten Tag in Australien.
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