• Ein letzter Tag unter Australiens Sonne

    7. april 2025, Australien ⋅ 🌙 17 °C

    Nach dem frühen ins Bett fallen klappten die Augen um 6 Uhr unwiderruflich auf. V ließ sich dennoch Zeit und wir kamen circa um 9 Uhr aus der Bude.
    Vor der Tür gab es Frühstück auf die Hand, Veggie Toast und Cheese-Mite. Letzteres war nicht zu empfehlen. Da etwas schlecht und entspannt geplant sind wir vorerst zum Elisabeth Quay, haben den Busbahnhof dort besucht, und sind dann zurück zum Bahnhof Perth, um dort die Bahn nach Frementle zu nehmen. Der Plan wurde umgesetzt und wir fuhren entspannt gen Südost, wo sich der Randbezirk und Umschlaghafen der Stadt befindet.

    Die Endstation empfing uns mit gefühlten 35°C aber tatsächlichen 28°C und wir gingen von Schatten zu Schatten entlang der Anleger an illegalen Anglern vorbei bis wir uns an einem kleinen Strand die Waden abkühlen konnten.
    Der Strand war bestückt mit allerlei witzigen künstlerischen Ausstellungen, wovon mich die vielen kleinen bunten Windmühlen, die in unterschiedlichen Richtungen aufgestellt waren, am meisten angesprochen hatten.

    Im Park an der Esplanade hörten wir dem Krach der ortsansässigen Krähen zu, die mich im Alltag in den Wahnsinn treiben würden. Wieder einmal war der Rasen unter unseren Füßen top gepflegt und auf den Millimeter gestuzt. Die Mall von Frementle war leider Montags geschlossen, wie an einem Ruhetag für Restaurants daheim. Wir schlossen den gemütlichen Spaziergang ab und wollten dann endlich Mal ins Wasser, ich zumindest.

    Per Bahn ging es ein paar Stationen zurück Richtung Perth bis "Cotteloe". Bei gefühlten 40°C suchten wir uns eine Einkaufsmöglichkeit für Wasser und Snack und stampften dann in der erbarmungslosen Mittagssonne an gut befahrenen Straßen und einem Golfplatz vorbei bis zur ersehnten Strandpromenade. Dort gab es noch eine cremige Belohnung in einer leckeren Waffel und anschließend ab zur Waterkant. Vor Ort gleich im Dixi in die Badehose gequetscht und in den eingezäunten aber dennoch verseuchten Schwimmbereich gehüpft.
    Nach den erstmaligen Gefühl der Erfrischung folgte Wärme, dann Stiche und Schmerz. Unsichtbare kleine Quallenmistfiecher kommen auch durch das engmaschige Netz des Bereichs und erklärten das Tragen eines Shirt einiger planschenen Personen.
    Für die Erfrischung hat es sich aber gelohnt.

    Zum Glück fuhr der Bus direkt ab der Promenade bis zum nächsten Ziel, dem "Kings Park & Botanic Garden". Der Park ist ein Mix aus trockenem australischen Busch und einem wieder einmal wunderschönen botanischen Garten. Die britische Tradition eines extrem gut gepflegten Rasens wurde offensichtlich ins ganze Land getragen. Das Putten ist hier überall möglich. Am Ende des Parks wurde man mit einem Blick auf die Skyline Perth's belohnt und wir stiegen ab Richtung City.

    Das letzte Mahl, an diesem Tage, war das schnell verflüssigte Eis am Strand und wir hatten kohligen Dampf. In der Stadt kamen wir netterweise frühzeitig bei einem Burrito-Versorger, der uns sehr zufriedenstellend gesättigt hat, vorbei.

    Um den Abend zu genießen warfen wir alles unnötige im Hotel ab und schnappten uns Ukulele und Getränk, um im Hofgarten des "Supreme Court" den Abend ausklingen zu lassen. Die Sonne ging unter, die Mücken fingen an uns zu attackieren und wir machten uns auf den Weg zurück.

    Etwas schwermütig packen wir unsere siebentausend Sachen, schauten nebenher Malas Herz zerreißede Spieldokumentation "Kangoroo Valley" auf Netflix und gingen früh ins Bett. Morgen versuchen wir den Flug um 07:50 Uhr nach Singapur zu schnappen.
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