• Nach dem Sturm ist vor dem Platten

    October 4, 2025 in Denmark ⋅ 🌧 12 °C

    Wie befürchtet kam es zum Regen, starken Winden und viel Welle auf dem Wasser. Die Fähren sagten ihre Fahrten ab, die Bahnen waren ebenso kein Garant für einen sicheren Transport. Unsere ursprüngliche Planung war somit erst einmal hin, selbst mit einer späteren Bahn würden wir es nicht in annehmbarer Zeit nach Schweden schaffen.

    Nach vielem Hin und Her, und einem leckerem Kardamonschneckchen vom lokalen Bäcker am Morgen, enrschieden wir uns einfach spontan zur Fähre zu radeln. Durch Wind, Gischt der auf die Hafenbefestigung knallenden Wellen und Regen bahnten wir uns den Weg vom Anleger. Vor Ort checkten wir erstmals den Fahrplan (erneut). Super, die nächsten zwei Fähren sind abgsagt, traut sich scheinbar keiner bei 40kn auf das Wasser.

    Um 11:30 Uhr schafften wir es mit vielen anderen auf die voll ausgelastete Fähre Richtung Odde. Die Fahrt war super, wir konnten uns gut aufwärmen und entspannt die Tour neu Planen. Neues Ziel: Roskilde. Das sind zwar "nur" 80km, dafür bekommen wir heute Regen und viel Gegenwind geschenkt.

    Während wir mit 60km/h über die Ostsee bretterten aßen wir unser Obst und beobachteten die Dänen, die sich ihre Hot Dogs rein kloppten.

    In Odde angekommen hatten wir wieder festen Boden unter den Reifen. Der Wind begrüßte uns direkt mit seinem Sinn für Humor und machte uns das Treten schwer. Hinzu kam der geringe Luftanteil, den das Hinterrad von F. nach 4km aufwies. Inmitten von Böen und weitem Blick kümmerte er sich liebevoll um sein Rad, während ich hilfsbeteit neben ihn stand und filmte.

    So ging es leider den ganzen Tag weiter. Da es in Dänemark keinen gesetzlichen Mindestabstand beim überholen von Radfahrern gibt haben wir oft, sagen wir recht unbehagliche, Situationen auf den Landstraßen erleben dürfen. Nach teils dennoch echt schönen Abschnitten und insgesamt 6 Platten, einer davon war an meinem Rad, kamen wir im Dunkeln in Roskilde bei einem super AirBNB an, was die allerletzte Option in der Stadt darstellte.

    Die emotionale Achterbahnfahrt des Tages gleichten wir erneut mit leckerster Pizza beim Italiener aus. Mjam.
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