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Dänemark 2025 - Mit Rollo durch den Sturm

Es geht wieder nach Dänemark. Wieder mit Rad aber mit höheren °C Werten. Start in Flensburg, dann Aarhus, Halmstad (Schweden) und Ende in Kopenhagen. Zwischendurch viele Fähren, km aufm Rad und stärkende Naschereien. Read more
  • Trip start
    October 2, 2025
  • Früh zum Start

    October 3, 2025 in Germany ⋅ 🌙 5 °C

    Um 5 Uhr klingelte der Wecker, drei Minutem zuvor wachte ich auf. Erstaunlich ausgeruht nach der kurzen Nacht putzte ich meine Kauleiste, packte den imprägnierten Rest für Morgen ein zack auf das Rad Richtung Pinneberg.

    Dort trafen wir die letzten Partymäuse vom Kiez mit Spaten in der Hand. Mit kaltem Füßen und Pfoten stellten wir uns in die RE 7 umd fuhren bis Neumünster.
    Kurz umsteigen, dann ins richtige Bahnabteil und entspannt bis Flensburg. Dann geht es wirklich los!
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  • Stadt, Land, Glas - Århus

    October 3, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 6 °C

    Nach kurzer Stärkung im Bahnhof Flensburg ging es auf den Bock. Unser neuer kolumbianischer Freund E., den wir in der Bahn kennenlernten, will quer durch Deutschland bis zum Bodensee. Bis zu der ersten Deutsch-Dänischen-Grenze will er uns für seinen offiziellen Start begleiten.

    Mit kalten Fingern und kalten Füßen ging es bei traumhaften Bedingungen los.
    Der Flensburger Hafen empfing uns mit wunderschönen Ausblicken und viel Sonnenschein. Der
    Kurz darauf trennten sich schon unsere Wege und E. bog ab zu kleinen Holzbrücke, der Grenze und Startlinie seiner Tour.

    F. und pesten weiter. Vor uns lagen noch weitere 184km und einige Höhenmeter, circa 1200+. Geplant war für heute viel oder komplett Asphalt. Die Radwege in Dänemark sind in der Regel gut bis sehr gut, daher machten wir uns keinem Kopf über die Tour.

    Entlang an Bundesstraßen und Landstraßen sammelten wir km und m, aßen viele Riegel, Phõ sowie leckeren Kuchen und F. sammelte Löcher in seinem Hinterradschlauch, die er bei unterschiedlichen REMA 1000 flicken konnte. Meine Patches von Park-Tool machen in der Retrospektive auf jeden Fall einem brauchbaren Eindruck.

    Insgesamt kamen wir von den zeitlich gut abgestimmten Zwangspausen sehr gut vorran und feierten jeden kleinen persönlichen Rekord, den wir erreichten. Pünktlich zur Dämmerung und nach circa 190km trafen wir mit schmerzendem Po und Knien in Aarhus ein und schlossen den Abend mit leckerster Pizza beim Italiener ab!

    Es war ein geiler Tag, aber für den Nächsten ahnte uns schon Schlimmes. Starker Wind, viel Regen und Ausfälle von Fähren und Bahnen sind prognostiziert. Mal schauen was kommt.
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  • Nach dem Sturm ist vor dem Platten

    October 4, 2025 in Denmark ⋅ 🌧 12 °C

    Wie befürchtet kam es zum Regen, starken Winden und viel Welle auf dem Wasser. Die Fähren sagten ihre Fahrten ab, die Bahnen waren ebenso kein Garant für einen sicheren Transport. Unsere ursprüngliche Planung war somit erst einmal hin, selbst mit einer späteren Bahn würden wir es nicht in annehmbarer Zeit nach Schweden schaffen.

    Nach vielem Hin und Her, und einem leckerem Kardamonschneckchen vom lokalen Bäcker am Morgen, enrschieden wir uns einfach spontan zur Fähre zu radeln. Durch Wind, Gischt der auf die Hafenbefestigung knallenden Wellen und Regen bahnten wir uns den Weg vom Anleger. Vor Ort checkten wir erstmals den Fahrplan (erneut). Super, die nächsten zwei Fähren sind abgsagt, traut sich scheinbar keiner bei 40kn auf das Wasser.

    Um 11:30 Uhr schafften wir es mit vielen anderen auf die voll ausgelastete Fähre Richtung Odde. Die Fahrt war super, wir konnten uns gut aufwärmen und entspannt die Tour neu Planen. Neues Ziel: Roskilde. Das sind zwar "nur" 80km, dafür bekommen wir heute Regen und viel Gegenwind geschenkt.

    Während wir mit 60km/h über die Ostsee bretterten aßen wir unser Obst und beobachteten die Dänen, die sich ihre Hot Dogs rein kloppten.

    In Odde angekommen hatten wir wieder festen Boden unter den Reifen. Der Wind begrüßte uns direkt mit seinem Sinn für Humor und machte uns das Treten schwer. Hinzu kam der geringe Luftanteil, den das Hinterrad von F. nach 4km aufwies. Inmitten von Böen und weitem Blick kümmerte er sich liebevoll um sein Rad, während ich hilfsbeteit neben ihn stand und filmte.

    So ging es leider den ganzen Tag weiter. Da es in Dänemark keinen gesetzlichen Mindestabstand beim überholen von Radfahrern gibt haben wir oft, sagen wir recht unbehagliche, Situationen auf den Landstraßen erleben dürfen. Nach teils dennoch echt schönen Abschnitten und insgesamt 6 Platten, einer davon war an meinem Rad, kamen wir im Dunkeln in Roskilde bei einem super AirBNB an, was die allerletzte Option in der Stadt darstellte.

    Die emotionale Achterbahnfahrt des Tages gleichten wir erneut mit leckerster Pizza beim Italiener aus. Mjam.
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  • Letzter (kurzer) Sprint zur Kanelsnegle

    October 5, 2025 in Denmark ⋅ 🌬 12 °C

    Nach einer sehr entspannten Nacht stopften wir unsere Bäuche voll, beladeten unsere Drahtesel und fuhren schnurgerade nach Kopenhagen.
    Der Roskildevej ist denkbar langweilig und verläuft entlang an Industrie, Mehrfamilienhäusern, Autobahnauffahrten und gesichtslosen Geschäften. Ein richtiger Sprint war es dazu auch nicht, da die Ampelschaltung eher für eine gemütliche Fahrt mit 18 km/h ausgelegt ist.

    Irgendwann erkannt man aber den Turm des Kopenhagener Zoos, es wird städtischer und die Abwechslung nimmt zu.
    Ich konnte schon die Kanelsnegle der Bagerie Brød förmlich schmecken und die letzten Meter rollte es noch einfacher vor sich hin.
    Vor Ort bei der Bäckerei trafen wir N., ein alter Schulkamerad von F. Darauf folgte die größte Enttäuschung der Reise, die Kanelsneggen waren aus. Ich ließ mich mit einer Kardamomsnegle abspeisen, die natürlich auch sehr zufriedenstellend schmeckte, und genoss die Zeit mit den Jungs.

    Nach einem Spaziergang durch das Viertel wollten wir uns aus Zeitgründen bei N. verabschieden, wir mussten die Bahn um 13:54 Uhr bekommen. Dann das unglaubeliche, F. hatte während des Schiebens erneut einen Platten gefunden, aber dieses mal im Vorderad. Nun mit gefüllten Mägen konnten wir gut drüber lachen.
    Flott zum Hauptbahnhof gelatscht, auf der Toilette umgezogen, 6 Kanelsneggen gekauft und ab in die Bahn.

    Schön wars!
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  • Daheim ist es schön

    October 5, 2025 in Germany ⋅ 🌧 12 °C

    Die Bahnfahrt war der letzte Thrill der Tour. Erster Zug war rappelvoll, schlaue Menschen wie wir haben vorher ein Ticket und Sitzplatz gebucht.
    Aus Angst Menschen zu überfahren schränkte der Zug die Höchstfahrgeschwindigkeit etwas ein und erzeugte eine nicht zu vernachlässigende Verspätung. Netterweise wartete aber unser Anschluss in Fredericia auf uns und wir quetschten uns in die noch voller Bahn.

    Bis Flensburg lief alles top und auch die RE7 zeigte sich von der besten Seite. Um die 2h Fahrzeit zu überbrücken suchten wir vergebens nach der Perforation im Schlauch des Vorderrads wurden aber nicjt fündig. Es handelte sich scheinbar im ein Phantomplatten. In Pinneberg hieß es au revoir und F. verschwand in der Dunkelheit der Nacht, auf der Jagd nach seinem Bus.

    Alleine reiste ich per Zug und Bahn noch weiter bis Hamburg und genoss die abendliche Ruhe in der Stadt.

    Es war ne schöne Reise ohne Verletzungen, Beschädigungen oder Schlägereien. Die paar Löcher werden uns sicher noch das eine oder andere Schmunzeln auf die Wangen zaubern und das doch schön.

    Danke F.!
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    Trip end
    October 5, 2025