• Fängt ja gut an

    July 2 in Sweden ⋅ ☁️ 20 °C

    In Hamburg geht es los, Gepäck abgeben und ab nach ARN, Stockholm. Vor Ort das erste Mal richtig vom Airtag profitiert. Denn, wo sind meine Sache verblieben? Richtig, in der Heimat. Erstaunlich aber wahr, ist mir bisher noch nie passiert.
    Dem sehr netten Schweden hinterm Tresen zeigte ich den vor 2 Minuten aktualisierten Standort meines Rucksacks und wir füllten gleich das Onlineformular gemeinsam aus.
    Zum Glück gehen morgen wieder zwei Flieger ab Hamburg, wodurch meine Sachen vor unserer Weiterreise am Samstag vor Ort sein sollten. Positiver Nebeneffekt, ich muss den Kram nicht schleppen. Nachteil, keine Klamotten oder Zahnbürste griffbereit. Letzteres konnte ich später kurzerhand in einem der vielen 7-eleven Shops ändern. Der Alanda Express zum Hauptbahnhof sollte für die 20 minütige Fahrt circa 30€ kosten, da war der elektrische Kia von Uber die günstigere Variante, die uns direkt zum Ziel brachte.

    Im Hotel / Hostel Generator trafen wir auf J.. Dort bezogen wir vier unser Gemeinschaftszimmer und bereiteten uns mit dieser gemütlichen Enge bereits auf das einwöchige Leben auf der Conni vor, noch jeder im Einzelbett.
    Der Magen knurrte bereits am Airport lautstark. S. hatte glücklicherweise bereits im Uber nach geeigneten Einrichtungen mit schwedischer Küche Ausschau gehalten und mit dem Nomad eine kleine Perle gefunden.
    Dank deutscher Gene waren wir vor dem schwedischen Ansturm auf die Küche vor Ort und konnten im gemütlichen Hinterhof bei seichter Jazzmusik Toast Skagen und vorzügliche Köttbullar genießen, während die semi gut gefertigten Stühle Löcher in mein Shirt schnitten.

    Ab 20 Uhr begann der Live Act des Abends. Mehr ruhige Jazzmusik von Iodine. Eine junge Gruppe, vermutlich aus der Stadt. Nach mehreren Flaschen Wasser, Bier und Cider ging es wieder weider. Ein paar Meter gen Südosten huschten wir bei dem ersten herunterfallenden Tropfen in den Hauptbahnhof und bewunderten die hiesige Architektur. Noch etwas weiter lockte uns Gamla Stan, welches wir auf Grund fehlender Ausrüstung und zu hohem Zuckergehalt bestimmter mitreisenden Personen nicht einmal betreten haben. So kehrten wir 100m vor dem spontanen Ziel um und brachten uns in die wohlverdiente Koje des Hostels.

    Ich hoffe morgen kommt mein Rücksack, wäre nett. Die Wetterprognose ist nicht allzu gut für die Woche, ohne Ölzeug ist das eher so lala. Aber zuerst einmal ausschlafen, Kardamonschneckchen schnabbulieren und das verregnete Stockholm genießen.
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