• Auf untergegangenen Schiffen lernt man Schiffbau

    July 3 in Sweden ⋅ ☁️ 19 °C

    Die Nacht war erstaunlich entspannt, obwohl irgendwas unseren Raum auf gefühlte 35°C aufgeheizt hat.
    Die Meute war ruhig und schlief oder döste bis 9 Uhr in den Hochbetten.
    Nach der Duschserie ging es raus auf die Straßen Stockholms. Unsere Tagesziele:
    - Gastflagge für die Conni besorgen
    - Für M. eine Ukulele besorgen
    - Einen ND Filter für meine Kamera finden
    - Kardamonschneckchen!
    - Vasa Museum
    - Hoffentlich meinen fehlenden Rucksack in Empfang nehmen

    Nachdem wir den ersten Punkt abgehakt hatten schlugen unsere Mägen Alarm und wir suchten uns beruhigende Kost.
    Ich gönnte mir eine Poké Bowl plus Süßgebäck und einen Matcha Latte.

    Mit Zucker in der Blutbahn stolzierten wir zur Gamla Stan, dieses mal wirklich. Vor Ort wurden wir von einer Brigade musizierender Soldatinnen und Saldaten in Empfang genommen. Nach dieser kleinen Showeinlage holte ich mir bei Bruno in dem ältesten Fotografiegeschäft Schwedens einen ND8 Filter für meine Sony Alpha 7 Mark IV Kamera. Und damit begann der Kaufrausch. S. kaufte sich einen Silberring bei einer indischen kleinen Dame und M. eine Ukulele, ein Kazoo sowie ein Schüttelei. Der Grundstein für eine Band ist gesetzt! Nebenbei erfuhr ich, dass mein Rucksack nachts gegen 2 Uhr im Hotel ankommen sollte.

    Weiter ging es zur Bröd & Salt, dann auf die Fähre 82 zum Vasa-Museum auf der Tierinsel. Die Vasa, ziemlich großes Teil, war nicht so erfolgreich unterwegs wie unsere Fähre, konnte aber mit Prunk glänzen. Auf mehreren Etagen konnte man sich das heute eher aus Kunstoff (PEG) bestehende Schiff näher anschauen und davon Träumen wie Menschen früher mit solchen hölzernen Ungetümen unterwegs waren, oder auch nicht wenn die Schiessluken zu tief im Wasser liegen.

    Nach mehr als 2h reichte es uns, die Füße glüten und der Magen schrie nach mehr.

    Ein kurzer Abstecher bei Uniqlo half mir Klamotten technisch über die Runden und eine Pizza á la napolitana machte den Abend rund.
    Rund ging es dann auch erst richtig, als sich unsere frisch gegründete Band (Name ausstehend), auf dem Hotelzimmer zum Jammen traf und die Nachbarn mit wohlklingendem Getröte und Gejaule frohlockte.
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