Freigabe durch den Hafendoc
July 5 in Sweden ⋅ ☁️ 18 °C
Lecker Rührei gab es für die Meute, so wird es die ganze Woche aussehen. N. ließ die Brötchen von unten verbrennen, da er in den Erklärmodus abdriftete während er selbige versuchte beidseitig im Gasofen zu bräunen. Während wir aßen kam bereits der Taucher auf den Steg und ging zu den ersten Kunden des Tages, die direkt vor uns dran waren. Für die sollte er ein paar Dinge vom Grund einsammeln.
Ziemlich flott war er bei uns und blubberte unter unserem Rumpf herum. Er versuchte in der Trüben Suppe des Hafenwassers gescheite Videoaufnahmen mit seiner GoPro 8 aufzuzeichnen. Nach 15 Minutrn zeigte er uns seine digitale Beute und schenkte uns zudem seine Einschätzung und damit indirekt den Freischein zum Segeln. Wir bedankten uns mit einer halben Tasse Kaffee als zusätzlichen Lohn und freuten uns über diese Erlösung nicht nur unter Motor unterwegs sein zu werden.
Bevor es raus geht hieß es aber erst einmal Hafenmanöver lernen. Wir waren aktuell mit dem Heck am Steg festgemacht. Am Bug befand sich eine Boje, die wir mit einer Vorleine schön unter Wasser gezogen hatten. Das Ablege-Manöver bestand aus: Fieren, Schub geben, Haken und Leinen einholen und natürlich nicht die Boje zu überfahren.
Dann Rolle rückwärts um langsam aber sicher gen Steg wieder anzulegen. Hier die Schwierigkeit, Rückwärts fahren, war für niemanden easy.
Nach erfolgreicher Aktion belohnten wir uns mit frischen Brot und Süßgebäck vom lokalen Bäckerbus und freuten uns über das Gewitter, welches offenbar nördlich von uns vorbei zog. Dies gipfelte darin, dass wir uns nach kurzer Absprache dazu bewegten eine echte Runde zu drehen. Der Münzwurf entschied, gegen den Uhrzeigersinn die Inseln bzw. Schären vor Nynäshamn zu umkreisen. Dank der Münze kamen wir relativ trocken durch die felsigen und gefluteten Schluchten, während es im Norden blitzte, donnerte und ziemlich nass wurde.
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten in Bedienung, Abfolge und Manöveretiquette spielten wir uns immer besser ein. Das letzte Mal aktives Segeln auf einem Dickschiff lag bei mir und dem einen oder anderen ziemlich genau ein Jahr zurück. Wir kreuzten bei 7 bis 22 Knoten Wind zwischen dem schroffen Stein hindurch und brachten uns nach circa 8 Seemeilen und bei sonnigem Wetter in den bekannten Hafen im Rückwärtsgang.
Abends wurden wir für unseren Mut von den Göttern mit rosa rötlichen Donnerwolken belohnt, die nach unserem Pilzrisotto über unsere Conni hinwegzogen.
Morgen geht's ernsthaft los, M. wird Tagesskipper und wir peilen eine Schäreninsel an, um dort zu übernachten.Read more







TravelerHeftige Wolken