• Ein Hoch auf die Spa-Behandlungen!

    July 15, 2022 in Indonesia ⋅ ⛅ 26 °C

    Nach dem gestrigen Ausflug in den Trubel Ubuds bin ich heute müde und froh, wieder zur Ruhe kommen zu können. Meditation und Yoga am Morgen lasse ich heute ausnahmsweise ausfallen und starte mit dem Frühstück. Für mich gibt es neben dem üblichen Obstteller und frisch gepressten Saft eine Portion Porridge mit Kokosmilch. Köstlich und trotz kleiner Portion so sättigend, dass ich das Mittagessen ausfallen lasse und die Zeit bis zum Abendessen mit zwei Salaks und Mandarinen aus meinem täglich frisch aufgefüllten Obstkorb überbrücke.
    Am Vormittag erwartet mich die Behandlung "Marma Energy" mit anschließendem heißem Kräuterbad, nach dem mir ein bisschen schwummerig ist, weil das Wasser doch sehr heiß war und meinen Kreislauf danach etwas lahmlegt. Nichts, was ein kleines Mittagsschläfchen im klimatisierten Zimmer nicht kurieren könnte!
    Am Nachmittag klopfen plötzlich zwei Mitarbeiterinnen aus dem Spa an meine Tür... die zweite Behandlung für den heutigen Tag habe ich gar nicht auf dem Schirm gehabt! Als ich in den Plan schaue, wird mir klar, wieso: Gestern Abend gab es zum 4. oder 5. Mal einen aktualisierten Plan, den ich außer Acht gelassen und deshalb die Behandlung "Pizhichil" um 15 Uhr nicht gesehen habe. Die Pläne werden im Zen Resort flexibel und nah an den individuellen Bedürfnissen immer wieder angepasst. (Man sollte nur stets auf den aktuellsten Plan schauen.)
    Obwohl ich bereits über 30 Minuten zu spät war, durfte ich die Behandlung noch wahrnehmen. Gott sei Dank! Denn definitiv ist "Pizhichil" ein weiteres Highlight unter den Behandlungen. Auch "Royal Herbal Oil Bath" genannt, bezeichnet dies ein Vorgehen, bei dem man immer wieder am ganzen Körper mit warmem Kokosöl übergossen und dabei massiert wird. Da die Liege für diese Bahndlung mit einer Art dickem Gummibezug überzogen ist, dessen Ränder sich etwas nach oben wölben, sammelt sich das vergossene Öl im so entstandenen Behälter und man badet so quasi wirklich in dem Öl. Ich hätte nie gedacht, wie himmlisch es sich anfühlen kann, mit angenehm warmem Öl begossen zu werden! Herrlich. Die ganze Prozedur dauerte insgesamt 1,5h, in denen ich wieder gründlich von Kopf bis Fuß und bis in die Finger-, Zehen- und Haarspitzen durchgeknetet wurde bis ich mich fühlte, als bestünde ich selbst aus warmem Wachs. In der anschließenden Dusche versuchte ich erfolglos das Öl aus meinen Haaren zu entfernen. Nach dem 5. Mal Einshamponieren und Ausspülen gab ich schließlich auf. Morgen kriege ich sowieso wieder Öl in die Haare massiert. Dass es den Haaren gut tut, macht sich jedoch auch für mich mehr und mehr bemerkbar! Meine Haare wirken insgesamt gesünder und sogar fülliger, somit werde ich meinen Kopf auch in Zukunft zuhause hin und wieder mal mit Kokosöl massieren.
    Nach diesem Erlebnis verbringe ich heute die 2 Stunden bis zum Abendessen in meinem Zimmer, da ich keine Lust habe, heute nochmal zu schwitzen und damit nochmal zu duschen. Die Zeit genutzt habe ich, um in der geliehenen Literatur zum Thema Ayurveda zu schmökern. Ein sehr umfangreiches Thema und die Ernährungsempfehlungen sind im Detail ebenfalls zahlreich und komplex. Definitiv soll man nicht zu viel und nicht zu wenig essen und so natürlich wie möglich. Aus diesem Grund sind die Portionen zu den Mahlzeiten hier im Resort auch sehr klein! Ich könnte normalerweise mindestens das Doppelte, wenn nicht Dreifache davon essen. Und je nach persönlicher Zielsetzung ist auch nichts dabei, hier doppelte Portionen zu bestellen, denn niemand wird zu irgendetwas gezwungen. Da ich nun aber doch auch gern ein paar Kilos verlieren mag, wo ich schon mal hier bin, versuche ich mich an die Mini-Portionen zu gewöhnen. Mehr noch: Ab morgen startet mein Detox-Plan! Das heißt, dass es für die nächsten drei Tage (und nach Belieben auch länger) nur frische Säfte und Suppen zu den Mahlzeiten für mich gibt. Das wird eine Herausforderung. Toi toi toi!
    Heute beim Abendessen fühle ich mich irgendwie einsam, als ich da allein am großen für mehrere Personen gedeckten Tisch sitze. Da alle Personen, mit denen ich irgendwie eine Verbindung aufgebaut habe, weg sind, hat das gemeinsame Essen seinen Reiz etwas verloren. Meine Detox-Säfte nehme ich ab morgen vielleicht lieber auf meinem Zimmer ein und bin die nächste Zeit mehr für mich.
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