Von den Kanaren nach Madeira
Apr 28–30 in Spain ⋅ ⛅ 17 °C
Mit vollen Tanks und in Aufbruchstimmung treten wir unsere Rückreise ins Med an. Das Windfenster ist weder optimal, noch wissen wir nicht ob es sich überhaupt auftuen wird. Windy und Windfinder 👍🏻, Predict Wind sagt 👎🏻. Doch noch länger warten macht in unseren Augen keinen Sinn. Wir müssen hoch nach Madeira, um von dort aus einen guten Ausgangspunkt für die Überfahrt nach Gibraltar zu haben. Wir hangeln uns am Nachmittag also die Westküste Teneriffa’s entlang, machen einen Ankerstopp an der Playa San Juan, essen lecker Tortellini in Schinken-Sahnesoße und ruhen noch ein wenig.
Um 22.30h geht es wieder ankerauf.
Wir bleiben noch bis zum nördlichen Ende der Insel unter der Küste, dann nehmen wir Kurs auf den Norden von La Palma. Der Atlantik meint es gut mit uns, die Wellen kommen relativ lang gezogen, in der Nacht können wir den Motor ausschalten und sogar vier Stunden segeln.
Am nächsten Morgen frischt der Wind auf 15kn auf und wir segeln so hoch am Wind wie es nur geht weiter Richtung La Palma. Die Steuerbord Maschine läuft mit. Dort soll uns dann ein Tiefausläufer mit achterlichem Wind erwarten und uns nach oben mitnehmen. So der Plan. Die Sonne scheint, das Meer ist weiter mit uns. Beide Angeln sind draußen. Es ist so toll wieder unterwegs zu sein!! Wir freuen uns auf Madeira und darauf wieder demnächst im Mittelmeer einzulaufen. Auch wenn die Straße von Gibraltar und das davor liegende Seegebiet von Orkas besucht ist. Es herrscht offensichtlich Hochsaison, wöchentlich wird an Ruderblättern geknabbert. 😵💫
13.30h Noch kommt der Wind von vorne, das Segel ist eingerollt, die Maschine schiebt uns gemächlich mit 4,2k vorwärts.
Wassermacher und Generator laufen wieder einwandfrei. In den letzten Tagen hat uns der Generator erneut vor Herausforderungen gestellt. Er ging nach kurzer Zeit immer wieder aus, er hatte Luft im System wie uns die Anzeige verriet. Team Technik baute das Rückschlagventil aus und säuberte es. Er lief schon etwas länger, doch irgendetwas bereitete ihm weiterhin Schwierigkeiten. Ein beherzter Tauchgang von Bent unters Schiff förderte eine zerfetzte Plastiktüte hervor die sich fest im Ansaugstutzen verklemmt hatte.. scheiß Plastikmüll im Meer.
16.00h NW 2bft. Das lässt hoffen. Unter Genua und Motor verschwindet nun auch die nordwestlichste Kanareninsel hinter uns. Schön war es hier, aber durch das ständige Geschaukel bisweilen auch sehr anstrengend. Wir kommen wieder, doch nicht zum Überwintern. Die Kanaren sind unter Langfahrtseglern das Sprungbrett über den Atlantik, das soll es auch für uns das nächste Mal sein! 🙏🏻🙃
Heute hat uns der achterliche Wind erreicht und wir segeln mit nur 9kn Wind immerhin 4,6 kn.
Die Sonne scheint, es schwimmen uns immer wieder Wasserschildkröten entgegen, Delphine haben uns besucht, nur der Angelerfolg blieb bisher aus.Read more









