Connemara-Nationalpark
June 6, 2024 in Ireland ⋅ ⛅ 14 °C
Neuer Tag, neue Wanderung. Heute ging es in den Connemara-Nationalpark ein Stückchen weiter oben im Norden. Ich freute mich, die Beschreibung der Gegend lautet 'Eine Mischung aus kanadischen Wäldern und schwedischer Seenlandschaft'. Der Weg dort hin allein lohnte schon, denn es ging wieder bei gutem Wetter auf schmalen, blumenverzierten Wegen am Wasser entlang. Dort angekommen stellte ich schnell fest, dass das hier kein Geheimtipp war (zumindest nicht die Wanderung die ich rausgesucht hatte). Der Parkplatz war schon gut besucht... Ich ging kurz am Besucherzentrum vorbei und startete dann direkt zum Upper Diamond Hill Walk, der bis auf die Spitze des gleichnamigen Berges führte. Erst ging es ganz entspannt über Holzpanele durchs Moor, dann steil über große Felsstufen in Serpentinen nach oben bis zum Gipfel (erinnerte mich irgendwie an die Wanderung auf den Reinebringen in Norwegen am Ende meiner Skandinavienreise damals, hier waren es auch solche Stufen gewesen). Von hier hatte man einen tollen Blick auf die Inselgruppe vor dem Festland und den ganzen Küstenabschnitt. Sehr schön, aber an den gigantischen Ausblick von gestern kam es nicht ran. Die Route führte hinter dem Gipfel runter und um den Diamond Hill herum zurück. Der Blick hier hinten ins Tal fesselte mich im Gegensatz zu dem nach vorne deutlich mehr. Man sah in ein grünes Tal, das so unberührt aussah dass es fast unecht wirkte. Es war durchzogen mit Flussläufen und im Gegensatz zu dem grünen Pelz der die Hügel überzog und sie ein bisschen karg und gleichzeitig so saftig wirken ließ, waren die Flussläufe über und über voll mit den pinken Blüten vom Rhododendron. Also auf diese Farbkonstellationen komm ich einfach nicht klar, das ist sooo schön!
Ich ging gemütlich weiter und nahm unten noch den kleinen Restschlenker vom Lower Diamond Hill Walk mit bis zum Besucherzentrum zurück. Hier hatte ich vorhin schon einen Tea Room erspäht und wollte sehen, was sie Leckeres im Angebot hatten - was hier in Irland echt toll ist, es gibt einfach üüüberall (wirklich auch MITTEN in der Pampa) kleine Cafés mit selbstgebackenen Kuchen. Ich entschied mich für die Tagessuppe und einen Rhabarber-Erdbeer-Crumble-Kuchen 🤤🤗
Nach der Stärkung ging es weiter, das Wetter war super und ich hatte heute nix mehr sonst geplant, als noch ein bisschen weiter Richtung Westport zu fahren, wo ich morgen eeendlich mal meine größere Radtour starten möchte. Ich entschied mich wieder für den etwas längeren, dafür aber mit wunderschöner Aussicht auf die Küste gespickten 'wild atlantic way'. Davor ging es aber erstmal noch durch den Connemara-Nationalpark und jetzt fuhr ich quasi durch genau so ein Tal, in das ich zuvor geschaut hatte. Es wechselte zwischen 'am Fluss entlang' und damit durch Felder von Farnen, durch Bögen aus Baumkronen und Rhododendron und 'über die Ebene' an Seen vorbei immer dem Weg entlang durch die Massen an Schäfchen schlängelnd, die sich von nichts aus der Ruhe bringen ließen. Die lagen da einfach am Straßenrand und hielten mit geschlossenen Augen kauend das Gesicht in die Sonne 🐑🥰. Also gelogen haben sie nicht, Connemara hat echt von allem was und ich habe jede Minute der Fahrt geliebt!!
Ich hielt am Carownisky Beach und machte einen kleinen Spaziergang im Sand - das wird wahrscheinlich heute die letzte Gelegenheit sein, meine Füße ins Wasser zu halten, also genoss ich es nochmal besonders. Es war mild, aber wieder ordentlich windig. Also Campingstuhl raus, Decke um die Beine und das Näschen zur Sonne. Ich war die letzten Tage sehr faul mit Schreiben, also war jetzt Nachsitzen angesagt. Gibt Schlimmeres bei dem Ausblick :)Read more























Traveler
🤩🤩😊🤩🤩