• Die Gergetier Dreifaltigkeitskirche, auf Georgisch Tsminda Sameba, ist wohl das berühmteste Fotomotiv Georgiens – und sie wirkt in natura noch eindrucksvoller als auf den Bildern. Sie steht auf etwa 2.170 Metern Höhe auf einem Bergsporn oberhalb von Stepantsminda, während sich dahinter bei guter Sicht der gewaltige Kasbek mit 5.054 Metern erhebt.

    Die Kirche stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert, wobei das genaue Baujahr und der Baumeister nicht überliefert sind. Architektonisch handelt es sich um eine typische georgische Kreuzkuppelkirche, daneben steht ein freistehender Glockenturm, der ebenfalls aus dem Mittelalter stammt. Ihre abgelegene Lage war nicht zufällig gewählt: In Zeiten von Invasionen wurden hier wertvolle kirchliche Schätze und Reliquien aus Mzcheta, dem alten religiösen Zentrum Georgiens, in Sicherheit gebracht. Überliefert ist insbesondere die Aufbewahrung des berühmten Weinrebenkreuzes der heiligen Nino. Damit war die Kirche nicht nur ein Gotteshaus, sondern auch ein wichtiger Schutzort für das religiöse Erbe Georgiens.

    Von Stepantsminda, dem früheren Kazbegi, sieht man die Kirche bereits eindrucksvoll über dem Ort thronen. Der Höhenunterschied beträgt rund 400 bis 430 Meter. Die Anfahrt führt über eine schmale, sehr steile Straße mit mehreren Serpentinen und ist für unseren Allrad und Joe als Fahrer kein Problem, andere buchen dafür sicherheitshalber lieber ein Taxi mit einem kurvenerfahrenen Fahrer oder kommen zu Fuß hier hoch.
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