• Synagoge und ehemalige Karawanserei

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    Die meisten Juden in Tiblussi gab es in der Sowjetzeit: 1926 machten Juden etwa 3,1 % der Bevölkerung von Tiflis aus, Das entspricht grob 20.000–25.000 Juden in Tiflis in den Jahrzehnten um den Zweiten Weltkrieg und danach.

    Heute ist die Gemeinde dramatisch kleiner: Nach der Volkszählung 2014 lebten in ganz Georgien nur noch etwa 1.400 Juden, davon über 1.000 in Tiflis. Der starke Rückgang begann vor allem ab den 1970er-Jahren, als viele georgische Juden nach Israel auswanderten.

    Wir statten auch der ehemaligen Artsruni-Karawanserei einen Besuch ab. Tiflis lag strategisch günstig an den Handelsrouten der Seidenstraße. Bereits um 1650 ließ König Rostom an dieser Stelle die erste Karawanserei errichten, die er dem Bischof von Tiflis schenkte (weshalb sie früher auch Tbileli-Karawanserei genannt wurde).

    Während der verheerenden Invasion durch Aga Mohammed Khan im Jahr 1795 wurde das ursprüngliche Gebäude zerstört. In den 1820er Jahren ließ der wohlhabende armenisch-georgische Kaufmann Gework Artsruni auf den alten Fundamenten eine neue, repräsentative Karawanserei errichten. Das Gebäude beherbergte damals Dutzende Gästezimmer für durchreisende Händler, rund 25 Läden sowie weitläufige Lagerräume und Stallungen. Das markante Glasdach und die gusseiserne Galeriekonstruktion, die den ehemals offenen Innenhof überspannen, wurden bei einer großen Restaurierung in den 1980er Jahren ergänzt.

    Heute ist die Karwasla ein lebendiges Kultur- und Begegnungszentrum mit dem stadthistorischen Museum Tiflis, dem Tbilisi Wine Museum, Galerie- & Eventflächen, Cafés, Boutiquen & Handwerksläden.
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