• Unser drittes Reiseland: Armenien

    September 13 in Georgia ⋅ ☀️ 23 °C

    Heute haben wir wieder einen langen Fahrtag vor uns auf unserem Weg nach Armenien und wie immer hören wir unterwegs spannende Podcasts. Wir fahren zunächst durch weitläufige, steppenartige Landschaften und einsame Dörfer, bevor wir wieder das übliche Grenzprocedere auf uns nehmen müssen. Joe muss mit dem Auto getrennt von mir einreisen. Wir treffen uns nach der georgischen Ausreise, fahren gemeinsam zur armenischen Grenze und trennen uns dort wieder. Nachdem wir ein Foto von uns haben machen lassen, unsere konkrete Reiseroute mit allem Übernachtungen angegeben und auch unsere Telefonnummern mitgeteilt haben, bekommen wir den Einreisestempel und werden mit einem herzlichen „welcome to Armenia“ begrüßt . Bevor wir weiterfahren dürfen, müssen wir jedoch erst noch eine zusätzliche Kfz-Versicherung für den Mietwagen bei einem der vielen Anbieter abschließen. Auch das ist viel Papierkram und dauert seine Zeit.
    Doch dann dürfen wir ganz erwartungsvoll starten. Hier ein paar Infos zu unserem neuen Reiseland, das - ebenso wie Georgien - über ein eigenes Alphabet verfügt.

    Größe: Rund 29.743 km² (etwas kleiner als Belgien oder das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen). Das Land ist kompakt, rund 360 km von Nord nach Süd und etwa 200 km von West nach Ost.

    Es ist ein echtes Hochgebirgsland und im Südkaukasus ohne Zugang zum Meer. Über 90 % des Staatsgebiets liegen höher als 1.000 Meter über dem Meeresspiegel. Der höchste Berg ist der Aragaz (4.090 m). Das bekannteste Gewässer ist der Sewansee, einer der größten Hochgebirgsseen der Welt auf rund 1.900 Metern Höhe.

    Im Norden liegt Georgien, im Süden der Iran. Die Grenzen zur Türkei im Westen und zu Aserbaidschan im Osten sind geschlossen.

    Bevölkerung: Etwa 3 Millionen Menschen. Ein Großteil lebt im Ballungsraum der Hauptstadt Jerewan (über 1 Million Einwohner). Außerhalb Armeniens leben weltweit mehr ethnische Armenier als im Land selbst (u. a. in Russland, Frankreich und den USA). Armenien gilt als der erste Staat der Welt, der das Christentum zur Staatsreligion erhob (im Jahr 301 n. Chr.). Über 90 % der Bevölkerung gehören der Armenisch-Apostolischen Kirche an. 

    Amtssprache ist Armenisch (mit eigenem, historischem Alphabet). Russisch ist im ganzen Land als Zweitsprache weit verbreitet. Jüngere Menschen und Beschäftigte in der Gastronomie in Jerewan sprechen häufig auch gutes Englisch. 

    Währung ist der Armenischer Dram (AMD).  Für Reisende aus West- und Mitteleuropa ist Armenien vergleichsweise günstig. Restaurants, Unterkünfte, öffentlicher Nahverkehr und Ausflüge sind merklich preiswerter als im EU-Durchschnitt. Was uns ganz besonders wundert ist, dass die meisten Sehenswürdigkeiten kostenlos zu besichtigen sind. Jerewan ist moderner und teurer als ländliche Regionen, In Jerewan werden Kreditkarten fast überall akzeptiert. Auf Märkten, für Taxis auf dem Land, in abgelegenen Klöstern/Dörfern und Toiletten wird jedoch Bargeld benötigt.

    Wirtschaftskraft: Armenien ist ein Land mit mittlerem Einkommensniveau. Wichtige Sektoren sind der wachsende IT- und Technologiesektor, Bergbau/Metallurgie, Landwirtschaft (besonders Obst-, Wein- und Brandy-Produktion) sowie zunehmend der Tourismus.

    Zu sehen gibt es uralte Klöster und Kirchen in spektakulärer Berglandschaft, oft UNESCO-Welterbe, z. B. Geghard, Chor Virap mit Blick auf den biblischen Berg Ararat, Tatew mit einer der längsten Seilbahnen der Welt, Haghpat und Sanahin.

    Jerewan: Bekannt als „rosa Stadt“ wegen des rosa Tuffsteins, aus dem viele Gebäude gebaut sind. Highlights sind der Platz der Republik, der Kaskaden-Komplex und eine lebendige Café-Kultur. Natur & Outdoor: Wandern, Trekking, Bergsteigen und Wintersport.

    Armenien und insbesondere Jerewan gelten als sehr sicher mit geringer Straßenkriminalität. Grenzgebiete zu Aserbaidschan sollten aufgrund politischer Spannungen gemieden werden.

    Kleidung / Etikette: In Städten ist westliche Freizeitkleidung üblich. Beim Betreten aktiver Klöster und Kirchen wird jedoch angemessene, bedeckende Kleidung erwartet (Schultern und Knie bedecken; Frauen bedecken im Inneren teils das Haar),

    Beste Reisezeit: Mai bis Juni und September bis Oktober bieten milde, angenehme Temperaturen.
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