• Zu Gast bei Tatevs Familie

    September 18 in Armenia ⋅ 🌬 23 °C

    Im Anschluss an die Stadtführung nimmt uns Tatev mit in ihr Elternhaus, wo ihre Mama und ihre Tante ganz offensichtlich den ganzen Nachmittag damit verbracht haben, für uns zu kochen und den Tisch ganz üppig zu decken, obwohl beide berufstätig sind. Auf einer Anrichte stehen viele frische Schnittblumen. Ich frage, ob jemand Geburtstag habe. Und tatsächlich: Tatevs Mama wird heute 58 Jahre alt. Wir sind gerührt, dass wir zusammen mit ihr hier feiern dürfen, während unser Sohn Jascha seinen heutigen Geburtstag zu Hause ohne uns feiern muss.

    Es gibt so viele Leckereien: Hackbällchen, die außen mit einer Bulgur-Schicht überzogen sind, armenische Nudeln, Fisch aus dem Sewan-See, der in einem Teig gebraten wurde, frisches, geräuchertes und gebratenes Gemüse, Spinat (obwohl er aktuell schwer zu bekommen ist), frische Kartoffeln und das, was in der kaukasischen Küche niemals fehlen darf: grüne Kräuter – meist roter Basilikum, Dill, Kerbel, Petersilie, Schnittlauch und Koriander. Es gibt aber auch einen Käseteller, einen opulenten Obstkorb, süß gefüllte Blätterteigtaschen aus selbst gemachtem Blätterteig, ein würziges, frisch gebackenes Brot, die typischen Süßigkeiten aus Nüssen und Trockenfrüchten sowie Datteln aus Bagdad.

    Dazu gibt es Kompott (so heißen die hausgemachten Fruchtsaftgetränke mit Fruchtresten in der Region, die zu jedem Essen und zu jeder Tageszeit getrunken werden), aus der hier sehr beliebten Kornelkirsche. Dazu gibt’s Wasser, Cognac, Tee und Kaffee, ganz nach Belieben.

    Wir sind ganz gerührt von der herzlichen Gastfreundschaft und der Wertschätzung, die uns entgegengebracht wird. Wir erzählen ein bisschen von unserem Leben, unseren Reiseerlebnissen und unserer Familie.

    Vielen lieben Dank, liebe Tatev, für diesen berührenden Nachmittag und eure wunderbare, sehr herzliche Gastfreundschaft! Dieser Nachmittag wird uns in ganz besonderer Erinnerung bleiben.
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