• Die Festung Rabati mit Eintrittsticket

    September 19 in Georgia ⋅ 🌧 16 °C

    Wenn man bereit ist, 20 GEL, knapp 7 €, zu bezahlen, kann man noch tiefer in die Geschichte von Rabati eintauchen. Sie reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück. Ursprünglich hieß die Siedlung Lomsia. Im 12. Jahrhundert wurde sie unter den georgischen Königen ausgebaut; aus dem georgischen „akhali tsikhe“ – „neue Festung“ – entwickelte sich schließlich der Name Achalziche.

    Ihre große Bedeutung bekam die Anlage durch ihre Lage: Sie kontrollierte die Verbindung zwischen dem georgischen Kernland, dem Hochland von Samzche-Dschawachetien und den Wegen Richtung Türkei und Armenien.

    Besonders spannend ist die osmanische Epoche. Achalziche wurde im 16./17. Jahrhundert osmanisch und die Festung wurde zum Zentrum einer muslimisch geprägten Herrschaft. Deshalb findet man innerhalb der Zitadelle heute eine orthodoxe Kirche, eine Moschee, eine Medrese und weitere Gebäude verschiedener religiöser Traditionen nebeneinander.

    Das Eintrittsticket führt uns in den oberen, befestigten Teil – also genau dorthin, wo die eigentliche historische Substanz und die schönsten Aussichtspunkte liegen.

    Besonders sehenswert sind:

    • die Zitadelle und die mächtigen Mauern
    • Türme und Wehrgänge
    • das rekonstruierte Schloss der Jakeli, der mächtigen Fürstenfamilie von Samzche
    • die orthodoxe Kirche
    • die Achmedije-Moschee mit Minarett
    • die ehemalige Medrese
    • die Räume des Paschas
    • ein Verlies
    • das Amphitheater
    • und vor allem die Aussicht über Achalziche und das Tal des Potschchowi.

    Gerade wurde hier geheiratet, und noch werden Hochzeitsfotos geschossen. Besonders glücklich sieht weder die Braut noch die Familie aus. Hoffen wir mal, dass die Ehe hält.
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