• Fahrt mit der Argo-Seilbahn

    September 21 in Georgia ⋅ ☁️ 21 °C

    Wir entscheiden uns leider erst spät, als die Sonne bereits untergegangen ist, für diesen Ausflug. Die Reise beginnt an der Talstation nahe dem Fährhafen an der Gogebaschwili-Straße. Wenn sich die gläserne Gondel schließt und sanft aus der Station gleitet, lässt man den Straßenlärm und das Stimmengewirr sofort hinter sich. Die Gondel gewinnt rasch an Höhe und schwebt zunächst über die Dächer der Altstadt und die Hafengebiete hinweg.

    Das Lichtermeer der Skyline: Batumi ist bekannt für seine extravagante Beleuchtung. Die modernen Hochhäuser, der markante Alphabet-Turm und das Riesenrad am Boulevard leuchten in wechselnden Farben – von kräftigem Neonblau bis zu warmem Gold.

    Hinter der leuchtenden Silhouette der Küste verschmilzt das Meer mit dem Nachthimmel zu einem tiefen, fast endlosen Schwarz, auf dem sich vereinzelt die Lichter der vor Anker liegenden Schiffe spiegeln.

    Nach rund 10 bis 15 Minuten erreichen wir die Bergstation auf etwa 250 Metern Höhe. Von der dortigen Aussichtsplattform liegt die gesamte Bucht wie ein funkelnder Teppich unter uns: Auf der einen Seite das pulsierende, futuristisch beleuchtete Stadtzentrum, auf der anderen die ruhigen Silhouetten der Ausläufer des Kaukasus. Hier oben beginnt es übrigens zu nieseln, und als wir einen gemütlichen Platz auf der überdachten Terrasse an unserem Lieblingsplatz, dem Batumi Piazza Square, mit Livemusik gefunden haben, öffnet der Himmel seine Schleusen und es gießt aus Kübeln.

    Was hatten wir doch für ein großes Glück mit dem Wetter in den letzten drei Wochen!
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