• Mission Lima: Schlaf wird überbewertet

    Jul 17–19 in Germany ⋅ ☁️ 27 °C

    Buenas dias,
    die Reise war im Großen und Ganzen ganz gut. Anstrengend eben. Und meine Sitznachbar:innen hätte ich mir vermutlich nicht freiwillig ausgesucht – aber man kann schließlich nicht alles haben.
    Der Umstieg in Madrid war dagegen eher die Kategorie "Sprint statt Spaziergang". Wir hatten aus Frankfurt etwas Verspätung. Angeblich waren ungewöhnlich viele Flugzeuge gleichzeitig gestartet. Außerdem gab es noch einen Polizeieinsatz, weil sich jemand spontan gegen seinen Koffer entschieden hatte. Der stand dann herren- oder eben damenlos am Flughafen herum und sorgte für ordentlich Aufregung.

    Als ich schließlich am Gate ankam, hatte das Boarding bereits begonnen. Das bedeutete erstmal: Alle liefen wild drauflos – nur um anschließend das internationale Boarding-Ballett aufzuführen: warten, zehn Zentimeter vortänzeln, warten, nochmal zehn Zentimeter... Ihr kennt das.
    Und tatsächlich tänzle ich gerade schon wieder. Dieses Mal allerdings in Lima vor der Passkontrolle. Es ist 5:00 Uhr Ortszeit, in Deutschland ist es inzwischen Mittag.
    Mein Hostel in Miraflores lässt mich hoffentlich schon ab 6:00 Uhr mein Gepäck abstellen. Einchecken darf ich allerdings erst ab 15:00 Uhr. Bis dahin heißt es: improvisieren.
    Die ersten Missionen des Tages:
    -Bargeld besorgen.
    -Den Bus nach Miraflores finden.
    -So tun, als wäre ich überhaupt nicht müde.
    Zum Glück liegt mein Hostel direkt an der langen Strandpromenade. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich dort erst einmal eine kleine Pause einlege und einfach aufs Meer schaue, ist also ziemlich hoch.
    Lima wird mich für zweieinhalb Tage beherbergen, bevor es weiter nach Arequipa geht. Ich bin gespannt, was die Stadt zu bieten hat – außer hoffentlich gutem Essen und noch besserem Kaffee. Wobei… nach der Nacht würde vermutlich auch Tankstellenkaffee reichen.
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