Auftakt Lima- Miraflores
July 18 in Peru ⋅ ☁️ 21 °C
In einem Wort: laufintensiv.
Und wo wir gerade vom Laufen sprechen: Die Theorie hinter den peruanischen Zebrastreifen kommt mir irgendwie spanisch vor. 😅
Zunächst dachte ich: Okay, die sind wohl hauptsächlich für etwas optische Abwechslung im Straßenverkehr. Denn gefühlt hält hier kein Mensch an. Dann wiederum gibt es Straßen, an denen plötzlich alle bremsen. Hä? Wie denn jetzt?
Ich werde das weiter beobachten. Vielleicht gibt es hier eine geheime Zebra-Theorie. Oder ich habe einfach noch nicht den richtigen Streifen erwischt.
Also, Lima: Mein Hostel liegt in Miraflores, wie gefühlt alle Hostels. Ein Viertel direkt am Meer mit vielen kleinen Sträßchen und – ja – auch Zebrastreifen.
Mal so viel vorweg: Meine Missionen konnte ich erfolgreich abschließen.
✅ Den Bus vom Flughafen nach Miraflores gefunden.
✅ Bargeld abgehoben.
✅ Gegen die Müdigkeit... na ja, zumindest bis 20 Uhr durchgehalten.
Dann bin ich allerdings ziemlich unspektakulär ins Bett gefallen und war dementsprechend um 3:00 Uhr wieder hellwach. Jetlag: 1 – Nadine: 0.
An meinem ersten Tag war ich ausschließlich in Miraflores unterwegs. Zunächst oben an der Strandpromenade und später auf einem kleinen, ziemlich untouristischen Markt.
Dort habe ich meinen ersten frischen Saft probiert – oder besser gesagt: einen Shake. Papaya mit Milch. Nee... keine gute Kombination. So gerne ich Papaya auch mag, zusammen war das eher eine Papaya-nein.
Außerdem habe ich zwei ziemlich verrückte Früchte gekauft: Granadilla und Guave. Ich habe gelesen, dass Obst in Peru unglaublich lecker sein soll. Also werde ich mich wohl einmal quer durchs Obstregal futtern. Wissenschaftlich, versteht sich.
Nachdem ich gegen 15 Uhr endlich im Hostel einchecken konnte, wollte ich unbedingt noch ans Meer. Das Wetter war super, und nachdem ich den ganzen Tag aufs Wasser geschaut hatte, wollte ich natürlich auch hinein.
Leider ist der Strand nicht besonders schön – überall Kiesel.
Na ja... eigentlich war es nicht mal Kies. An der Stelle, an der ich ins Wasser gegangen bin, lagen eher ausgewachsene Felsen. Die rutschten natürlich genau dann unter meinen Füßen weg, als die definitiv nicht kleinen Wellen beschlossen, mich herzlich willkommen zu heißen.
Sagen wir es so: Elegant sieht anders aus. Ich bin vermutlich noch nie so stilvoll aus dem Meer gekrabbelt. Und ich gebe zu – ein kleines bisschen Schiss hatte ich schon, da nicht wieder rauszukommen. Der Pazifik und ich mussten unsere Beziehung erst noch definieren.
Das war es fast auch schon.
Auf dem Rückweg kam ich an einem Hummusladen vorbei. Sehr lecker! Allerdings war ich auch hier vielleicht einen Tick zu mutig. Auf meinem Teller lag Salat, und ich bezweifle stark, dass der mit abgekochtem Wasser gewaschen wurde. Also blieb vorsichtshalber die Hälfte liegen. Man muss sein Glück ja nicht direkt am ersten Tag herausfordern.
Ach übrigens: Nach dem Essen bekam ich ein schwer ablehnbares Angebot.
"Are you looking for the good stuff?"
Ähm... welches gute Zeug? Ich habe doch gerade gegessen.
Meine spontane Antwort war natürlich:
"Who is not looking for good stuff?"
Ich dachte noch: Ha! Was für eine Fangfrage.
Bis er dann verschwörerisch flüsterte:
"Cocaine... Weed."
Äh... nein danke. Heute ausnahmsweise mal nicht.
Offenbar wirke ich wie jemand, der auf der Suche nach Kokain ist. Interessant. Zum Glück zog der Typ sofort weiter. Drogenberatung inklusive – aber ohne mich.
Danach ging es in die vermutlich einzige Gay Bar Perus: Open Deck. Dort gönnte ich mir meinen ersten Pisco Sour.
Mein lieber Scholli... der hatte es in sich.
Nach der Hälfte fragte ich mich kurz, ob ich den Heimweg noch aufrecht antreten würde. Aber ich habe es geschafft – wenn auch mit den ersten Blasen an den Füßen.
Um 20 Uhr gingen bei mir endgültig die Lichter aus. Leider waren sie um 3 Uhr schon wieder an.
Der Jetlag bleibt wohl noch ein paar Tage mein treuester Reisebegleiter.Read more
















Traveler
Salud!
Traveler
Pelicula drag! 🤗
Traveler
Sehr hübsch 👍
TravelerEinfach wunderschön, viel Spaß noch und pass auf dich auf. 👍