• Lima auf entspannt

    Yesterday in Peru ⋅ ⛅ 25 °C

    HA – ich hatte Recht!
    Schwarzer Kaffee schmeckt hier super. Keine Ahnung, was die in Peru mit ihrer Hafermilch anstellen, aber die schmeckt irgendwie... seltsam. Das Rätsel bleibt also vorerst ungelöst.
    Gestern fiel die Entscheidung, wo ich mich noch herumtreiben möchte, auf den Stadtteil Barranco.
    Ein romantisches Künstlerviertel direkt am Meer, voller Street Art, kleiner Galerien und gleichzeitig das kleinste Viertel Limas – klang vielversprechend und war es auch. ☺️
    Ich ließ mich einfach treiben, schaute in kleine Galerien hinein und genoss die entspannte Atmosphäre. Falls ich vor meinem Rückflug tatsächlich noch eine Nacht in Lima verbringen sollte, dann definitiv hier. Es ist einfach unglaublich hübsch.
    Natürlich wollte ich auch über die berühmte Puente de los Suspiros laufen – die romantische Brücke, über die Paare gehen sollen, damit ihre Liebe für immer hält.
    Tja... wegen Renovierungsarbeiten war sie gesperrt.
    Wahrscheinlich wollte die Brücke einfach keinen zusätzlichen Beziehungsdruck aufbauen. 😅
    Um 15:00 Uhr musste ich zurück im Hostel sein, denn um 15:30 Uhr sollte mich ein Taxi zum Busbahnhof bringen.
    „Sollte.“
    Es kam nämlich nicht.
    Nachdem die Leute aus meinem Nackidei-Hunde-Hostel dort einmal freundlich nachgehakt hatten, erschien schließlich um 15:50 Uhr doch noch ein Fahrer.
    Laut Google Maps würden wir ungefähr eine halbe Stunde bis zum Busbahnhof brauchen. Da man eigentlich eine Stunde vor Abfahrt da sein sollte und mein Bus um 17:00 Uhr fuhr, wurde die Sache... sagen wir mal... sportlich.
    Am Ende stellte sich heraus, dass Zeitangaben hier eher als unverbindliche Empfehlung verstanden werden. Ich war nämlich trotzdem noch locker rechtzeitig da.
    Das eigentliche Abenteuer begann allerdings erst beim Bezahlen.
    Ich hatte nur einen 100-Soles-Schein dabei. Wechselgeld? Hatte der Fahrer nicht.
    Dann wollte ich mit einem 50-Soles-Schein bezahlen.
    Den wollte er nicht.
    Warum?
    Weil er einen kleinen Riss hatte.
    Ich stand also irgendwo zwischen Busbahnhof, Zeitdruck und peruanischer Geldschein-Diskussion und fragte mich kurz, ob ich den Bus oder den Taxifahrer verpassen würde.
    Irgendwann fanden wir doch noch genügend Wechselgeld und ich konnte meiner Wege ziehen.
    Die 17-stündige Busfahrt war übrigens überraschend angenehm.
    Ich habe die meiste Zeit geschlafen, denn die Sitze ließen sich fast komplett zu einer Liege ausklappen. Serien schauen und sogar lesen ging auch – ganz ohne Reiseübelkeit. Ich war ehrlich gesagt selbst ein bisschen überrascht.
    So kam ich gegen 11:00 Uhr heil in Arequipa an.
    Und mein Zimmer?
    Wunderschön.
    Hier bleibe ich allerdings nur eine Nacht, denn morgen geht es schon wieder weiter – natürlich über Nacht – nach Cusco. Langsam glaube ich, die Busunternehmen sammeln Bonuspunkte für Stammkunden.
    Übrigens befinde ich mich inzwischen auf 2.335 Metern Höhe.
    Das Atmen fühlt sich anders an, meine Haut und Schleimhäute sind unglaublich trocken und selbst das Treppensteigen erinnert mich freundlich daran, dass Sauerstoff hier offenbar ein bisschen exklusiver ist.
    Mal sehen, wie lange mein Körper braucht, bis er sich mit der Höhe angefreundet hat.
    Hasta pronto! 👋🦙
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